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100(0) Schlüsseldokumente zur russischen und sowjetischen Geschichte

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100(0) Schlüsseldokumente zur russischen und sowjetischen Geschichte

Das Projekt 100(0) Schlüsseldokumente zur russischen und sowjetischen Geschichte (1917-1991) bietet anhand ausgewählter Dokumente, Bilder, Audio- und Videobeiträge eine Einführung in die russisch-sowjetische Geschichte und deren Erforschung. Zu jedem Dokument wird in deutscher und russischer Sprache erläutert, weshalb es sich hierbei um ein "Schlüsseldokument" handelt. Russische Dokumente wurden ins Deutsche übertragen. Darüber hinaus wird auf den aktuellen Stand der Forschung eingegangen und auf weiterführende Quellen und Literatur verwiesen. Die Zahl 100 weist darauf hin, dass nur eine begrenzte Auswahl an "Schlüsseldokumenten" aufgeführt werden kann, die dritte Null in Klammern steht für eine mögliche Erweiterung. Das Projekt wird geleitet vom Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Institut für Allgemeine Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften (Moskau). Hier geht es zur Website.

Screenshot der Webseite http://www.fondazionegramsci.org/archivi/archivio-pci/

Forschungsinstitut | Archiv

Archiv der Gramsci Stiftung

Das Archiv der nach dem marxistischen Schriftsteller und Politiker Antonio Gramsci (1891-1937) benannten Stiftung verfügt über eine bedeutende Sammlung von Dokumenten der politischen, sozialen und kulturellen Geschichte Italiens im 20.Jahrhundert. Die Sammlung beinhaltet nicht nur die Dokumente der italienischen Kommunistischen Partei von 1921 bis 1991, sondern auch die Nachlässe und Schriften von Persönlichkeiten, die eng mit der KPI verbunden waren.   Zu den wichtigsten Beständen des Archives gehört der Nachlass von Antonio Gramsci, darunter die Gefängnishefte, die der Mitbegründer der Kommunistischen Partei Italiens in der Zeit seiner Haft im faschistischen Gefängnis verfasste. Darüber hinaus finden sich dort u.a. die Nachlässe des KPI Generalsekretärs Palmiro Togliatti (1863–1964), der feministischen Schriftstellerin Sibilla Aleramo (1876-1960), und des Filmregisseurs und Drehbuchautors Luchino Visconti (1906–1976). Auf der Webseite kann ein Guide heruntergeladen werden, der über die Geschichte des Archives informiert.

Logo Historical Archives of the Hungarian State Security

Forschungsinstitut | Aufarbeitungsinitiative

Historical Archives of the Hungarian State Security

Die Historical Archives of the Hungarian State Security wurden 1994 gegründet. Sie sind eine staatliche Einrichtung, die Dokumente ehemaliger Organisationen der Staatssicherheit in Ungarn aus der Zeit zwischen 1944 und 1990 aufbewahrt. Ferner werden hier Bestände der Kommission archiviert, die von 1994 bis 2005 für die Überprüfung von Schlüsselpersonen in öffentlichen Institutionen Ungarns zuständig war. Unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen können Betroffene und Forscher weiterhin Einsicht in die Akten- und Dokumentenbestände der früheren Staatssicherheitsorgane nehmen. Die Archive verfügen über eine eigene Forschungsabteilung, die sich vor allem mit den einzelnen Sicherheitsorganisationen sowie dem Verhältnis zwischen Kommunistischer Partei, anderen staatlichen Organen und der Staatssicherheit beschäftigt. Die Ergebnisse werden in Publikationen, Artikeln und Dokumentensammlungen der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Oxford Russian Life History Archive, Oxford, Zeitzeugen, Oral History

Website | Archiv

Oxford Russian Life History Archive

Das Oxford Russian Life History Archive enthält weit gefächerte Quellen und Erinnerungen an das Leben unter dem sowjetischen Regime und in der post-sowjetischen Zeit. Das Material wurde im Zuge zweier Projekte gesammelt: Childhood in Russia, 1890–1991: A Social and Cultural History (lief von 2003 bis 2006) und Russian National Identity from 1961: Traditions and Deterritorialisation (lief von 2007 bis 2010). Kurz nach Beginn des zweiten Forschungsprojektes hatten die Initiativen bereits über 350 Stunden Zeitzeugeninterviews aufgenommen. Diese werden dem Nutzer der Website anhand von Abschriften und Tonmitschnitten ausschnittweise zur Verfügung gestellt. Auch eine Liste der Zeitzeugen ist einsehbar. Auf Anfrage an Professor Catriona Kelly ist es möglich, weiteres Material einzusehen. Die Website bietet auch grundsätzliche Informationen wie Einführungstexte zur Methode der oral history und weiterführende Literaturlisten an, führt den Nutzer also an geschichtswissenschaftliche Fragen hinter der Quellenerhebung heran.

Logo Staatliches Archiv der Russischen Föderation

Archiv

Staatliches Archiv der Russischen Föderation

Das Staatliche Archiv der Russischen Föderation (GARF) in Moskau ist das größte staatliche Archiv des Landes und bewahrt etwa sieben Millionen Bestände zur Geschichte Russlands im 19. und 20. Jahrhundert auf. Es wurde 1992 von der Russischen Föderation gegründet und ist Nachfolger des Hauptstaatsarchives der Oktoberrevolution und des Zentralarchivs der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik. Die Archivalien umfassen Dokumente zur Geschichte des Russischen Reiches seit Anfang des 19. Jahrhunderts, der Provisorischen Regierung zwischen Februar- und Oktoberrevolution 1917, der Sowjetunion bis 1991 sowie der Russischen Föderation seit 1992. Einen wichtigen Teil machen die personenbezogenen Bestände aus, zu denen die vieler bekannter Politiker, Staatsbeamter und Gewerkschaftsführer aus der vorrevolutionären Zeit bzw. der Sowjetunion gehören. Archiviert sind auch die Unterlagen der Zarenfamilien.

Logo The National Security Archive

Archiv

The National Security Archive

Das National Security Archive ist ein Forschungsinstitut und ein Archiv, das 1985 von dem Journalisten und Wissenschaftler Scott Armstrong gegründet wurde, um die geheimen Aktivitäten der US-amerikanischen Regierung zu dokumentieren. Zu seinen Aufgaben gehört die Archivierung und Publizierung von freigegebenen Dokumenten verschiedener staatlicher Institutionen zur Außenpolitik der USA. Dazu gehören auch Unterlagen der amerikanischen Geheimdienste, die auf Grundlage des "Freedom of Information Act" aus dem Jahr 1967 veröffentlicht werden müssen, sobald sie nicht mehr als geheim gelten. Das regierungsunabhängige Archiv versteht sich als neutraler Anbieter des archivalischen Materials, anhand dessen sich Forscher, Journalisten sowie interessierte Bürger ein eigenes Bild von der amerikanischen Politik machen sollen.

Screenshot der Webseite http://www.arbejdermuseet.dk/en/

Archiv | Bibliothek | Museum

Arbeitermuseum - Kopenhagen

Das Museum beherbergt neben seiner Ausstellung ein Archiv und eine Bibliothek zur Geschichte der dänischen Arbeiterbewegung von den 1850er-Jahren bis in die Gegenwart. Das Archiv ist der zentrale Aufbewahrungsort für die Dokumente der Parteien und Organisationen links der politischen Mitte. Die Zahl der Bestände liegt bei 3000. Das Archiv verfügt darüber hinaus über 300 Nachlässe. Besonders erwähnenswert ist hierbei die Hinterlassenschaft des dänischen Ministerpräsidenten Thorvald Stauning (1873-1942) und die Schriften aus dem Exil des deutschen Reichsministerpräsidenten Philipp Scheidemann (1865-1939). Hinzu kommen 25.000 Plakate und Fotografien. Die Bibliothek verwahrt die gedruckten Zeugnisse der dänischen Arbeiterbewegung. Es handelt sich um zeitgenössische Veröffentlichungen, aber auch um eine große Auswahl an dänischer und ausländischer Forschungsliteratur. Alle Bestände des Kopenhagener Arbeitermuseums sind in einem Onlinekatalog erschlossen. Ein Besuch im Archiv muss vorher angemeldet werden. Für die Nutzer steht ein Lesesaal zur Verfügung.

Archivgut der SED und des FDGB

Website | Archiv

Archivgut der SED und des FDGB

Die Website ist auf Initiative von Archivarinnen und Archivaren aus den Staatsarchiven der neuen Bundesländer und der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv entstanden. Ihr Ziel ist es, ausführliche Informationen über die Bestände der umfassenden schriftlichen Hinterlassenschaften der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) bereitzustellen. Sie bietet leicht zugängliche ausführliche Hintergrundinformationen und wurde in Kooperation mit allen beteiligten Archiven aufgebaut. 2005 wurde beschlossen das Netzwerk SED-Archivgut um das FDGB-Archivgut zu erweitern. Die Unterlagen des FDGB und seiner Einzelgewerkschaften sind auf Grund ihrer herausgehobenen Stellung in der DDR von großer Bedeutung. Der FDGB war die größte Massenorganisation in der DDR. Die Website bietet eine Suchfunktion über das Archivportal Europa und eignet zum Einstieg für die Recherche zu SED und FDGB.

Historical Brochures of the Political Left

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Historical Brochures of the Political Left

Flugblätter und Broschüren waren wichtige Medien unterschiedlicher Bewegungen der politischen Linken, wie Anarchisten, Sozialdemokraten und Kommunisten. Die Website Historical Brochures of the Political Left ist eine Onlinesammlung solcher Druckerzeugnisse zwischen 1870 und 1950 und stellt diese zu Forschungszwecken zur Verfügung. Die Website bereitet die Inhalte mit kurzen Informationstexten in englischer Sprache auf, die auf die Bedeutung der Werke für die Forschung eingeht. Über das verlinkte Archiv können die Originaltexte online gelesen werden und sind überwiegend in deutscher oder russischer Sprache vorhanden. Darunter befinden sich unter anderen Schriften von August Bebel und Rosa Luxemburg. Die verschiedenen Flugblätter und Broschüren sind lassen sich über Kategorien filtern.

Screnshot der Startseite von „Playing Soviet“

Online-Ressource

Playing Soviet

Das Online-Archiv Playing Soviet der Princeton University bietet eine umfangreiche Sammlung russischer Kinderbücher aus den Jahren 1917 bis 1953 mit Fokus auf Bilderbüchern. Es dient so als praktisches Werkzeug zur Untersuchung der „Visual Languages of Early Soviet Children’s Book“. Wie sämtliche Literatur unterstanden auch Kinderbücher im kommunistischen Russland strengen staatlichen Auflagen. So spiegeln sich in den staatlich kontrollierten Publikationen dieser Zeit politische wie gesellschaftliche Entwicklungen des Landes wider. Gleichzeitig läßt sich an ihnen die Vielfalt der russischen Grafik nachvollziehen. Die Stile der Kinderbücher umfassen Fotocollagen, experimentelle Typographie und Sozialistschen Realismus. Die Datenbank beinhaltet Seitenansichten in hoher Auflösung, die entweder direkt nach Titel oder Verfasser aufgerufen werden können oder über Suchbegriffe wie zum Beispiel Autor, Themen, Materialien oder Techniken durchsucht werden können. Playing Soviet befindet sich noch im Aufbau und soll zukünftig noch detailliertere Informationen über die Kinderbücher anbieten wie beispielsweise Querverbinundungen zwischen verschiedenen Autoren.

Screenshot des Stalin Digital Archive

Archiv

Stalin Digital Archive

The Stalin Digital Archive ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des Russischen Staatlichen Archivs für Sozial- und Politikgeschichte und der Yale University Press. Im Rahmen des Fachinformationsdienstes Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa wurde mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft die digitale Quellensammlung lizenziert, die die Forschung zu Stalin und der Sowjetunion für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erheblich erleichtert, denn die digitalisierten Archivalien lassen sich mit einem Zugang zu TSDA ganz einfach online über Ostbib abrufen. OstBib ist das Blog der Osteuropaabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek und versteht sich als Fachcommunity der deutschen und internationalen Osteuropastudien, die die interessierte Öffentlichkeit über besondere Quellen, Materialien und Ereignisse in Bibliotheken informieren will.In der Quellensammlung finden sich um die 28.000 Dokumente mit ca. 404.000 Seiten, darunter Stalins Biographie, von ihm verfasste Dokumente aus den Jahren 1889 bis 1952, über 390 Bücher aus Stalins Privatbibliothek mit dessen Anmerkungen und Kommentaren, sowie biographische Materialien wie Zeugnisse und Polizeiprotokolle.

Logo Wilson Center Digital Archive

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Wilson Center Digital Archive

Das Wilson Center Digital Archive ist ein Online-Portal, auf dem ehemals als geheim eingestufte staatliche Dokumente für die Forschung und Bildung zur Verfügung gestellt werden. Die in Archiven weltweit zur Einsichtnahme freigegebenen, digitalisierten und ins Englische übersetzten Akten geben Einblick in die Geschichte der internationalen Beziehungen seit 1945. Der Fokus liegt auf den Archivalien, die durch das „Cold War International History Project“, das „North Korea International Documentation Project“ und das „Nuclear Proliferation International History Project“ am Wilson Center zusammengetragen wurden. Auf der Webseite können einzelne Dokumente, aber auch Sammlungen zu verschiedenen Ereignissen, Regionen und Themenbereichen aufgerufen werden.

ArcheoBiblioBase

Website | Archiv

ArcheoBiblioBase: Archives in Russia

Die ArcheoBiblioBase ist ein englischsprachiges Informationssystem zu zentralen und lokalen Archiven, Bibliotheken und Museen in Russland. Es stellt Forschenden einen Zugang zu Quellen aus Russland zur Verfügung. Sie umfasst derzeit Daten von fast 400 Archiven und Manuskriptsammlungen der Russischen Föderation. Darunter befinden sich 195 Archive in Moskau und St. Petersburg. Das Verzeichnis bietet einen Ausgangspunkt für die Suche nach Manuskripten, Volksliedern, Kinofilmen, Daten zur Ahnenforschung, technischen Dokumentationen und architektonischen Zeichnungen, um nur einige der spezialisierten Quellen zu nennen. Die Website wird betrieben vom International Institute of Social History in Amsterdam und wird in Kooperation mit der State Public Historical Library in Moskau weiterhin aktualisiert und ausgebaut.

Screenshot der Webseite http://www.carcob.eu/

Archiv

Centre Archives du Communisme en Belgique - Brüssel

In Belgien sind die Archive, wie auch die kommunistischen Parteien, zweigeteilt. Auf französischer Seite verwahrt das Centre Archives du Communisme en Belgique (C.Ar.Co.B.) die Akten zum Kommunismus. Sein flämisches Pendant ist das Documentatie in Archief van Communistische Beweging (D.A.Co.B.). Trotz der sprachlichen Trennung arbeiten beide Archive Hand in Hand, um ein möglichst breites Angebot zur Verfügung zu stellen. Die Sammlung gliedert sich in vier Bereiche: Bestände der kommunistischen Parteien, Organisationen mit Verbindung zur KPB, andere kommunistische Bewegungen und Nachlässe. Die größten Teile der Kollektion sind bereits online in der Datenbank „PALLAS“ katalogisiert. Dieser Prozess ist jedoch 2017 noch nicht abgeschlossen. Neben den schriftlichen Beständen verfügen beide Archive auch über große Poster- und Fotosammlungen zur Geschichte der kommunistischen Parteien und Bewegungen in Belgien. Das C.Ar.Co.B. verfügt außerdem über eine aktive Facebook-Seite auf der mehrmals die Woche Veranstaltungen oder Informationen geteilt werden. 

Logo LeMO

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LeMO - Lebendiges Museum Online

LeMO ist eine Online-Portal, das Objekte, Texte, Medien, Zeitzeugenberichte und Dokumente zur deutschen Geschichte vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart präsentiert. Anhand eines Zeitstrahls können zeitliche Schwerpunkte, darunter einzelne Kapitel und wiederum untergeordnete Themen aufgerufen werden. Über das Hauptmenü sind zudem übergeordnete Themen mit Gegenwartsbezug, Zeitzeugeninterviews, der gesamte Materialbestand sowie Lernmaterialen abrufbar. Die drei Projektträger stellen das gesamte Angebot kostenlos bereit, das damit leicht und jederzeit zugänglich ist: Das Deutsche Historische Museum präsentiert die Zeit vor 1945. Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik stellt die Geschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart dar, und vom Bundesarchiv stammen die Dokumente, Bilder und Medien. Das Angebot richtet sich an die breite interessierte Öffentlichkeit. Besonders geeignet ist es für den Einsatz in der Geschichtsvermittlung an Schüler und Jugendliche, wobei das selbstständige recherchieren und informieren eingeübt werden kann.

Projekt | Archiv

Project for the Study of Dissidence and Samizdat - University of Toronto

Das Project for the Study of Dissidence and Samizdat baut auf dem Archiv der Oppositionsliteratur und der verbotenen Literatur der UdSSR der Universität Toronto Libraries auf und zielt darauf ab, die seltenen Materialien für eine breitere Gruppe von Interessierten zugänglich zu machen. Die Datenbank umfasst den Zeitraum von 1956 bis 1986 der Sowjetherrschaft und verwahrt ungefähr 300 Titel. Darunter finden sich alle bekannten Arten von Samisdat-Literatur, beispielsweise Menschenrechtsberichte, Musikmagazine, Religiöse Texte und Lyriksammelbände. Die Sammlung ist online durchsuchbar und man erhält zu jedem Titel detaillierte bibliographische Informationen. Leiterin des Projekts ist Ann Komaromi, die sukzessive ausgesuchte Literatur des Archives online bereitstellt und um illustrierte Zeitleisten zu oppositionellen Bewegungen innerhalb der Sowjetunion ergänzt. Darüber hinaus führt die Wissenschaftlerin Interviews mit Protagonisten des sowjetischen Samizdats. Die im Jahr 2015 gestartete Webseite möchte ein Forum für weiterführende Diskussionen über die Geschichte der Dissidenz in der Sowjetunion bieten.

Screenshot der Webseite https://library.nyu.edu

Forschungsinstitut | Archiv | Bibliothek

Tamiment Library & Robert F. Wagner Archives

Die Tamiment Library ist eine Forschungsbibliothek zur Geschichte des Kommunismus, Sozialismus und Anarchismus, das Robert F. Wagner Archive dokumentiert die Geschichte der amerikanischen Arbeiterbewegung. Gemeinsam bilden sie an der Universität von New York ein Forschungszentrum und beherbergen dort eine der umfangreichsten Sammlungen zum Themenbereich. Die Kollektion umfasst 80.000 Bücher, zehntausende Broschüren, mehr als 10.000 Buchserien und große Foto- und Plakatsammlung, dazu kommen die archivarischen Bestände von Organisationen, Parteien und Nachlässe.   Im Jahr 2001 wurden die Bestände des Abraham Lincoln Brigade Archives (ALBA) erworben und dem Archiv hinzugefügt. Die Sammlung mit über 200 Zeitzeugenberichten, Filmen, Fotografien, Plakaten und Aufzeichnungen der Internationalen Brigaden gibt Aufschluss über die Teilnahme amerikanischer Freiwilliger am spanischen Bürgerkrieg. Seit 2006 finden sich hier auch die Dokumente der Kommunistischen Partei der USA, die dem Forschungszentrum zudem 20.000 Bücher und Flugblätter sowie tausende Fotografien aus dem Archiv der Zeitung „Daily Worker“ überlassen hat. Auch erwähnenswert sind die Nachlässe der Bürgerrechtsaktivisten Esther und James Jackson, die Aufzeichnungen des radikalen Richters William Kunstler und die des Historikers Howard Zinn.

Screenshot der Webseite http://www.ceelbas-cdt.ac.uk/

Leitfaden | Online-Ressource

Working in Former Soviet Archives

Das Centre for East European Language Based Area Studies, kurz CEELBAS in Londen stellt auf seiner Website einen umfangreichen Leitfaden zur Arbeit in den Archiven der postsowjetischen Staaten bereit. Die Handreichung vermittelt nicht nur allgemeine Informationen zu den infragekommenden Archiven, Kontaktdaten, Wegbeschreibungen etc. Hier finden sich auch ganz konkrete Tipps zur Kontaktaufnahme und zum Umgang mit dem Archivpersonal vor Ort sowie Informationen, wie Dokumente zur Einsichtnahme bestellt werden können. Die Verfasser wollen mit dem Leitfaden den Weg durch die - wie sie schreiben - undurchsichtige Archivlandschaft weisen. So unterstünden zwar alle russischen Archive derselben Administration, folgten aber keineswegs denselben Regeln. Um als Archivnutzer der jeweils vor Ort gültigen sozialen Praxis gerecht zu werden, ist der Wegweiser höchst individuell gehalten. Im Abschnitt zum Staatlichen Filmarchiv Russlands wird der prospektive Archivbesucher etwa dazu angehalten sich mit Keksen oder getrockneten Früchten – ideally presented in a pretty basket – an den Pausen der Mitarbeiter zu beteiligen. Mit Vokabelhilfen, Beispielbriefen, mit denen Anträge auf Akteneinsichtnahme gestellt werden können, sowie vielen „Tipps zum Überleben“ im jeweiligen Archiv, ist der Leitfades des CEELBAS eine exzellente Vorbereitung für alle Historikerinnen und Historiker, die zum ersten Mal in einem Archiv in der früheren Sowjetunion Akten lesen möchten. Das CEELBAS ist ein Kooperationsprojekt der Universitäten Bath, Birmingham, Cambridge, Kent, Manchester, Oxford, Sheffield, Warwick, der School of Oriental and African Studies, der University of Londen sowie des University College Londen. Das CEELBAS hat das Ziel, die britische Forschung zu Mittelosteuropa und Russland zu befördern. In diesem Zusammenhang vergibt es u.a. auch Promotionsstipendien.

Screenshot der Webseite http://fondazionefeltrinelli.it/en/archive/

Archiv | Bibliothek | Stiftung

Archiv der Giangiacomo Feltrinelli Stiftung

Die Giangiacomo Feltrinelli Stiftung in Mailand ist eines der größten europäischen Dokumentations- und Forschungszentren im Bereich der Geschichte, Politik, Wirtschaft und Sozialwissenschaften. Die historische Sammlung der Stiftung umfasst 1,5 Millionen Akten, 250.000 Bücher und Broschüren, 17.500 Zeitschriften und 14.000 Plakate. Das Archiv verwahrt u.a. Dokumente und Nachlässe namhafter Vertreter linker Bewegungen sowie der Kommunistischen Partei Italiens, so etwa von Angelo Tasca, Pietro Secchia, Rinaldo Rigola, Felice Cavallotti, Leo Valiani und der Familie des kommunistischen Verlegers und Politikers Giangiacomo Feltrinelli. Darüber hinaus wird dort fündig wer zur Solidarność Bewegung recherchiert, zum Prager Frühling, zur demokratischen Bewegung im heutigen China oder zum spanischen Bürgerkrieg. Außerdem archiviert hier die neue italienische Linke Partei ihre Dokumente. Das Archiv ist in vier Bereiche unterteilt: Das Archiv der Familie Feltrinelli, das Personenarchiv, das Archiv für Organisationen und Institutionen und ein Archiv für dokumentarische Sammlungen. Es werden online lediglich die Inhaltsverzeichnisse und Informationen über die Sortierweise bereitgestellt. Die Akteninhalte können nur vor Ort eingesehen werden. Die Giangiacomo Feltrinelli Stiftung war in ihrem Ursprung im Jahr 1949 eine Bücherei. Diese Bücherei entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem Institut weiter und wurde 1974 in eine Stiftung umgeformt.

The Harvard Project on the Soviet Social System Online, oral history, Zeitzeugen, Archiv

Website | Archiv

Harvard Project on the Soviet Social System Online

Das Projekt The Harvard Project on the Soviet Social System Online ermöglicht den Zugang zu digitalisierten Materialien des Harvard Project on the Soviet Social System (HPSSS). Es handelt sich vor allem um Ergebnisse von über 700 Interviews, die Anfang der 1950er-Jahre, also zu Beginn des Ost-West-Konflikts mit sowjetischen Geflüchteten in Deutschland und den USA geführt worden sind. Mithilfe einer Suche kann der Nutzer die Materialen nach Inhalten durchforsten. Die thematischen Zuschnitte sind dabei vielfältig: Die Interviews, entweder die persönlichen Geschichten der Interviewten oder „spezielle Themenbereiche“ behandelnd, spiegeln politische und wirtschaftliche, aber auch soziale, kulturelle und alltägliche Zustände in der Auffassung der Interviewten wider. Das Projekt geht zurück auf den Soziologen Alex Inkeles sowie den Psychologen Raymond Bauer, die das groß angelegte Interviewunterfangen bereits 1949 in die Wege leiteten und somit eine einzigartig frühe Quellensammlung schufen.

Website Orlando Figes - Family Histories

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Orlando Figes - Family Histories

Orlando Figes

Für sein Buch Die Flüsterer. Leben in Stalins Russland (London 2007, Berlin 2008) hat Orlando Figes zusammen mit der Internationalen Gesellschaft MEMORIAL zwischen 2003 und 2006 hunderte Dokumente aus Familienarchiven zusammengetragen und etwa 450 Zeitzeugen befragt. Das Buch hat den Anspruch, die Geschichte des Alltagslebens in der stalinistischen Sowjetunion zu erzählen und den Einfluss des Terrors auf das Familienleben zu ergründen. Auf seiner Website stellt Figes eine Auswahl der Dokumente und Interviews zur Verfügung. Neben jeweils einer Einführung in die Familiengeschichte, das Familienarchiv und die im Interview besprochenen Themen werden biographische Angaben zu Mitgliedern der Familien sowie Interviewtranskripte, Audiodateien in russischer Sprache, einige englische Übersetzungen und Bilder aus den Familienarchiven zugänglich gemacht. Between 2003 and 2006, three teams of researchers from the Memorial Society in St Petersburg, Moscow and Perm recovered several hundred family archives (letters, diaries, personal papers, memoirs, photographs and artefacts) that had been concealed by the survivors of the Stalin Terror in secret drawers and under mattresses in private homes across Russia. In each family extensive interviews were carried out with the oldest relatives, who were able to explain the context of these private documents and relate them to the family's history. This represents a unique collection of documents and testimony about private life in the Stalin period, reflecting the interior world of ordinary families and individuals. A selection of these archives, transcripts and sound extracts of the interviews, and English translations of some of the transcripts can be accessed on this site. The project was led by Orlando Figes with support from the Arts and Humanities Research Council and the Leverhulme Trust. n this section you will find an introduction to each of the selected families - almost half the total cohort giving interviews and archives to the project with Memorial. Some families did not want to be included in the digital archive (though their papers may be found in the archives of Memorial); others were excluded because of lack of space. The introduction provides biographical information about the main members of each family (the names of those who were interviewed are in bold). It also gives a resumé of the main themes discussed in the interviews and a brief description of the family archive (a complete listing of the documents in Russian can be found in the Archives section). Many of the families that featured in The Whisperers may be found here In this section you will find extended extracts from the interviews. Please use the drop-down list on the right to navigate among families. All interviews are in Russian and are in PDF format. You can listen to the BBC Radio 4 Archive Hour programmes 'Stalin's Silent People' written and presented by Orlando Figes and first broadcast in October 2007. The programmes contain sound extracts of the interviews with English voice-overs. They are available in MP3 format. In this section you will find selected photographs from the family archives.

Logo Seventeen Moments in Soviet History

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Seventeen Moments in Soviet History

James von Geldern, Lewis Siegelbaum

Die Webseite Seventeen Moments in Soviet History ist ein multimediales Archiv, das Quellen zur Geschichte der Sowjetunion zwischen 1917 und 1991 zur Verfügung stellt. Der Titel des Projekts ist angelehnt an die sowjetische Fernsehserie „Seventeen Moments of Spring“ aus den 1970er-Jahren. Die unter den Jahreszahlen subsumierten politischen, gesellschaftlichen, kulturellen oder wirtschaftlichen Ereignisse und Entwicklungen werden durch historische Texte, Hörbeispiele, Fotografien, Bilder oder Plakate Bilder illustriert. Aus sozial-, ideologie-, kultur- und politikgeschichtlichen Perspektiven soll ein differenziertes Bild vom Leben der Menschen in der Sowjetunion vermittelt werden. Verknüpft sind die einzelnen Beiträge mit über 1 400 Bildern, 270 Video- oder Musikclips sowie 600 Textquellen. Hinzu kommen Links zu weiterführenden Websites, ein umfangreiches Glossar und ein Personenregister mit Kurzbiographien und Fotos von etwa 600 Persönlichkeiten der sowjetischen Geschichte.

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Texas Archives of Autonomist Marxism

Harry Cleaver

Die Texas Archives of Autonomist Marxism umfassen Werke aus der marxistischen Tradition, die die Eigenständigkeit der Arbeiterklasse betonen. Das Archiv wurde vom ehemaligen Professor Harry Cleaver der University of Texas in Austin initiiert, der die Autonomie der Arbeiterklasse als bestimmende Kraft für die kapitalistische Entwicklung und Krisen untersucht. Die Website ist ein Nebenprodukt des Forschungsprojekts. Die gesammelten Werke sind sowohl von Anhänger der Marxistischen Lehre verfasst worden, als auch von Kritikern. Sie sollen vor der Vergessenheit bewahrt werden und für weitere Forschung insbesondere mit einem Bottom-Up Ansatz für Historiker bereit stehen. Die Werke sind in einem alphabetischen Index aufgeführt und können auf Anfrage und nach Übernahme der Kosten bestellt werden, bzw. abfotografiert werden. Eine kleine Auswahl der gelisteten Werke wurde auch zur freien Verfügung online bereitgestellt.