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The Harvard Project on the Soviet Social System Online, oral history, Zeitzeugen, Archiv

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Harvard Project on the Soviet Social System Online

Das Projekt The Harvard Project on the Soviet Social System Online ermöglicht den Zugang zu digitalisierten Materialien des Harvard Project on the Soviet Social System (HPSSS). Es handelt sich vor allem um Ergebnisse von über 700 Interviews, die Anfang der 1950er-Jahre, also zu Beginn des Ost-West-Konflikts mit sowjetischen Geflüchteten in Deutschland und den USA geführt worden sind. Mithilfe einer Suche kann der Nutzer die Materialen nach Inhalten durchforsten. Die thematischen Zuschnitte sind dabei vielfältig: Die Interviews, entweder die persönlichen Geschichten der Interviewten oder „spezielle Themenbereiche“ behandelnd, spiegeln politische und wirtschaftliche, aber auch soziale, kulturelle und alltägliche Zustände in der Auffassung der Interviewten wider. Das Projekt geht zurück auf den Soziologen Alex Inkeles sowie den Psychologen Raymond Bauer, die das groß angelegte Interviewunterfangen bereits 1949 in die Wege leiteten und somit eine einzigartig frühe Quellensammlung schufen.

Oxford Russian Life History Archive, Oxford, Zeitzeugen, Oral History

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Oxford Russian Life History Archive

Das Oxford Russian Life History Archive enthält weit gefächerte Quellen und Erinnerungen an das Leben unter dem sowjetischen Regime und in der post-sowjetischen Zeit. Das Material wurde im Zuge zweier Projekte gesammelt: Childhood in Russia, 1890–1991: A Social and Cultural History (lief von 2003 bis 2006) und Russian National Identity from 1961: Traditions and Deterritorialisation (lief von 2007 bis 2010). Kurz nach Beginn des zweiten Forschungsprojektes hatten die Initiativen bereits über 350 Stunden Zeitzeugeninterviews aufgenommen. Diese werden dem Nutzer der Website anhand von Abschriften und Tonmitschnitten ausschnittweise zur Verfügung gestellt. Auch eine Liste der Zeitzeugen ist einsehbar. Auf Anfrage an Professor Catriona Kelly ist es möglich, weiteres Material einzusehen. Die Website bietet auch grundsätzliche Informationen wie Einführungstexte zur Methode der oral history und weiterführende Literaturlisten an, führt den Nutzer also an geschichtswissenschaftliche Fragen hinter der Quellenerhebung heran.

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Wilson Center Digital Archive

Das Wilson Center Digital Archive ist ein Online-Portal, auf dem ehemals als geheim eingestufte staatliche Dokumente für die Forschung und Bildung zur Verfügung gestellt werden. Die in Archiven weltweit zur Einsichtnahme freigegebenen, digitalisierten und ins Englische übersetzten Akten geben Einblick in die Geschichte der internationalen Beziehungen seit 1945. Der Fokus liegt auf den Archivalien, die durch das „Cold War International History Project“, das „North Korea International Documentation Project“ und das „Nuclear Proliferation International History Project“ am Wilson Center zusammengetragen wurden. Auf der Webseite können einzelne Dokumente, aber auch Sammlungen zu verschiedenen Ereignissen, Regionen und Themenbereichen aufgerufen werden.

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Forschungsinstitut | Aufarbeitungsinitiative

Historical Archives of the Hungarian State Security

Die Historical Archives of the Hungarian State Security wurden 1994 gegründet. Sie sind eine staatliche Einrichtung, die Dokumente ehemaliger Organisationen der Staatssicherheit in Ungarn aus der Zeit zwischen 1944 und 1990 aufbewahrt. Ferner werden hier Bestände der Kommission archiviert, die von 1994 bis 2005 für die Überprüfung von Schlüsselpersonen in öffentlichen Institutionen Ungarns zuständig war. Unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen können Betroffene und Forscher weiterhin Einsicht in die Akten- und Dokumentenbestände der früheren Staatssicherheitsorgane nehmen. Die Archive verfügen über eine eigene Forschungsabteilung, die sich vor allem mit den einzelnen Sicherheitsorganisationen sowie dem Verhältnis zwischen Kommunistischer Partei, anderen staatlichen Organen und der Staatssicherheit beschäftigt. Die Ergebnisse werden in Publikationen, Artikeln und Dokumentensammlungen der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Seventeen Moments in Soviet History

James von Geldern, Lewis Siegelbaum

Die Webseite Seventeen Moments in Soviet History ist ein multimediales Archiv, das Quellen zur Geschichte der Sowjetunion zwischen 1917 und 1991 zur Verfügung stellt. Der Titel des Projekts ist angelehnt an die sowjetische Fernsehserie „Seventeen Moments of Spring“ aus den 1970er-Jahren. Die unter den Jahreszahlen subsumierten politischen, gesellschaftlichen, kulturellen oder wirtschaftlichen Ereignisse und Entwicklungen werden durch historische Texte, Hörbeispiele, Fotografien, Bilder oder Plakate Bilder illustriert. Aus sozial-, ideologie-, kultur- und politikgeschichtlichen Perspektiven soll ein differenziertes Bild vom Leben der Menschen in der Sowjetunion vermittelt werden. Verknüpft sind die einzelnen Beiträge mit über 1 400 Bildern, 270 Video- oder Musikclips sowie 600 Textquellen. Hinzu kommen Links zu weiterführenden Websites, ein umfangreiches Glossar und ein Personenregister mit Kurzbiographien und Fotos von etwa 600 Persönlichkeiten der sowjetischen Geschichte.

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LeMO - Lebendiges Museum Online

LeMO ist eine Online-Portal, das Objekte, Texte, Medien, Zeitzeugenberichte und Dokumente zur deutschen Geschichte vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart präsentiert. Anhand eines Zeitstrahls können zeitliche Schwerpunkte, darunter einzelne Kapitel und wiederum untergeordnete Themen aufgerufen werden. Über das Hauptmenü sind zudem übergeordnete Themen mit Gegenwartsbezug, Zeitzeugeninterviews, der gesamte Materialbestand sowie Lernmaterialen abrufbar. Die drei Projektträger stellen das gesamte Angebot kostenlos bereit, das damit leicht und jederzeit zugänglich ist: Das Deutsche Historische Museum präsentiert die Zeit vor 1945. Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik stellt die Geschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart dar, und vom Bundesarchiv stammen die Dokumente, Bilder und Medien. Das Angebot richtet sich an die breite interessierte Öffentlichkeit. Besonders geeignet ist es für den Einsatz in der Geschichtsvermittlung an Schüler und Jugendliche, wobei das selbstständige recherchieren und informieren eingeübt werden kann.

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Staatliches Archiv der Russischen Föderation

Das Staatliche Archiv der Russischen Föderation (GARF) in Moskau ist das größte staatliche Archiv des Landes und bewahrt etwa sieben Millionen Bestände zur Geschichte Russlands im 19. und 20. Jahrhundert auf. Es wurde 1992 von der Russischen Föderation gegründet und ist Nachfolger des Hauptstaatsarchives der Oktoberrevolution und des Zentralarchivs der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik. Die Archivalien umfassen Dokumente zur Geschichte des Russischen Reiches seit Anfang des 19. Jahrhunderts, der Provisorischen Regierung zwischen Februar- und Oktoberrevolution 1917, der Sowjetunion bis 1991 sowie der Russischen Föderation seit 1992. Einen wichtigen Teil machen die personenbezogenen Bestände aus, zu denen die vieler bekannter Politiker, Staatsbeamter und Gewerkschaftsführer aus der vorrevolutionären Zeit bzw. der Sowjetunion gehören. Archiviert sind auch die Unterlagen der Zarenfamilien.

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Orlando Figes - Family Histories

Orlando Figes

Für sein Buch Die Flüsterer. Leben in Stalins Russland (London 2007, Berlin 2008) hat Orlando Figes zusammen mit der Internationalen Gesellschaft MEMORIAL zwischen 2003 und 2006 hunderte Dokumente aus Familienarchiven zusammengetragen und etwa 450 Zeitzeugen befragt. Das Buch hat den Anspruch, die Geschichte des Alltagslebens in der stalinistischen Sowjetunion zu erzählen und den Einfluss des Terrors auf das Familienleben zu ergründen. Auf seiner Website stellt Figes eine Auswahl der Dokumente und Interviews zur Verfügung. Neben jeweils einer Einführung in die Familiengeschichte, das Familienarchiv und die im Interview besprochenen Themen werden biographische Angaben zu Mitgliedern der Familien sowie Interviewtranskripte, Audiodateien in russischer Sprache, einige englische Übersetzungen und Bilder aus den Familienarchiven zugänglich gemacht. Between 2003 and 2006, three teams of researchers from the Memorial Society in St Petersburg, Moscow and Perm recovered several hundred family archives (letters, diaries, personal papers, memoirs, photographs and artefacts) that had been concealed by the survivors of the Stalin Terror in secret drawers and under mattresses in private homes across Russia. In each family extensive interviews were carried out with the oldest relatives, who were able to explain the context of these private documents and relate them to the family's history. This represents a unique collection of documents and testimony about private life in the Stalin period, reflecting the interior world of ordinary families and individuals. A selection of these archives, transcripts and sound extracts of the interviews, and English translations of some of the transcripts can be accessed on this site. The project was led by Orlando Figes with support from the Arts and Humanities Research Council and the Leverhulme Trust. n this section you will find an introduction to each of the selected families - almost half the total cohort giving interviews and archives to the project with Memorial. Some families did not want to be included in the digital archive (though their papers may be found in the archives of Memorial); others were excluded because of lack of space. The introduction provides biographical information about the main members of each family (the names of those who were interviewed are in bold). It also gives a resumé of the main themes discussed in the interviews and a brief description of the family archive (a complete listing of the documents in Russian can be found in the Archives section). Many of the families that featured in The Whisperers may be found here In this section you will find extended extracts from the interviews. Please use the drop-down list on the right to navigate among families. All interviews are in Russian and are in PDF format. You can listen to the BBC Radio 4 Archive Hour programmes 'Stalin's Silent People' written and presented by Orlando Figes and first broadcast in October 2007. The programmes contain sound extracts of the interviews with English voice-overs. They are available in MP3 format. In this section you will find selected photographs from the family archives.

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The National Security Archive

Das National Security Archive ist ein Forschungsinstitut und ein Archiv, das 1985 von dem Journalisten und Wissenschaftler Scott Armstrong gegründet wurde, um die geheimen Aktivitäten der US-amerikanischen Regierung zu dokumentieren. Zu seinen Aufgaben gehört die Archivierung und Publizierung von freigegebenen Dokumenten verschiedener staatlicher Institutionen zur Außenpolitik der USA. Dazu gehören auch Unterlagen der amerikanischen Geheimdienste, die auf Grundlage des "Freedom of Information Act" aus dem Jahr 1967 veröffentlicht werden müssen, sobald sie nicht mehr als geheim gelten. Das regierungsunabhängige Archiv versteht sich als neutraler Anbieter des archivalischen Materials, anhand dessen sich Forscher, Journalisten sowie interessierte Bürger ein eigenes Bild von der amerikanischen Politik machen sollen.