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Screenshot: Datenbaknk Soviet Samizdat Periodicals

Datenbank | Online-Ressource

Project for the Study of Dissidence and Samizdat

Das Project for the Study of Dissidence and Samizdat baut auf dem Archiv der Oppositionsliteratur und der verbotenen Literatur der UdSSR der Universität Toronto Libraries auf und zielt darauf ab, die seltenen Materialien für eine breitere Gruppe von Interessierten zugänglich zu machen.Leiterin des Projekts ist Ann Komaromi, die sukzessive ausgesuchte Literatur des Archives online bereitstellt und um illustrierte Zeitleisten zu oppositionellen Bewegungen innerhalb der Sowjetunion ergänzt. Darüber hinaus veröffentlicht die Wissenschaftlerin Interviews mit Protagonisten des sowjetischen Samizdats. Die Website möchte ein Forum für weiterführende Diskussionen über die Geschichte der Dissidenz in der Sowjetunion bieten.Die Datenbank Soviet Samizdat Periodicals ist Teil des Projektes und umfasst den Zeitraum von 1956 bis 1986 der Sowjetherrschaft und verzeichnet ungefähr 300 Titel. Darunter finden sich alle bekannten Arten von Samisdat-Literatur, beispielsweise Menschenrechtsberichte, Musikmagazine, Religiöse Texte und Lyriksammelbände. Sie können nach Entstehungsort, Genre, Sprache und Archivort durchsucht werden. Die Sammlung ist online durchsuchbar und man erhält zu jedem Titel detaillierte bibliographische Informationen.

Dokumenty Sovetskoj Épochi / Komintern

Datenbank | Online-Ressource

Russische Archive: Dokumente der sowjetischen Epoche / Komintern

Die Datenbank des Webportals umfasst Dokumente aus dem Schriftverkehr von Kommissionen, Sekretariaten und Departments, die unter dem Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationalen (Komintern) arbeiteten. Zudem finden sich Quellen zu den Ländersekretariaten und Regionalbüros, den Parteidelegationen bei der Komintern und zu anderen Einheiten von besonderem Interesse wie den Leninschulen und der Internationalen Arbeiterhilfe. Die Datenbank enthält einen Nachweis über die elektronischen Bestände der Communist International Archives (Comintern), die nicht mehr komplett im Volltext verfügbar sind. Es werden auch andere Bereiche abgedeckt, die Dokumente sind jedoch nicht in allen Fällen frei verfügbar. Durch eine Bündelung von Datenbanken und digitalen Angeboten eignet sich die Datenbank als Einstieg in die Recherche. Das Webportal ist nur in russischer Sprache verfügbar.

Screenshot der Homepage "Socialism on Film: The Cold War and International Propaganda"

Online-Ressource | Archiv

Socialism on Film: The Cold War and International Propaganda

Socialism on Film ist eine zugangsbeschränkte Sammlung von Filmen, die fast ausschließlich in der kommunistischen Welt produziert und dann für die Verbreitung im Westen bearbeitet wurden. Sie zeigt den Blick auf Krieg, Geschichte, aktuelle Ereignisse, Kultur und Gesellschaft aus dem Blickwinkel der sozialistischen Kamera und umfasst Dokumentationen, Wochenschauen und Reportagen aus fast dem gesamten 20. Jahrhundert und Ländern wie der UdSSR, Vietnam, China, Korea und einem Großteil Osteuropas, aber auch der DDR, Großbritannien und Kuba. Auch Themen wie Krieg und Revolution sowie Kultur und Gesellschaft oder aktuelle Nachrichtensendungen sind in der Sammlung vertreten, die aus dem Archiv des British Film Institute (BFI) stammt, das die Sammlung 2003 aus dem Bestand des britischen Kommunisten Stanley Forman übernommen hatte, der sie nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengestellt hatte. Der Zugang zu der Sammlung erfolgt über die Internetseite Adam Mathew.

Logo Staatliches Archiv der Russischen Föderation

Archiv

Staatliches Archiv der Russischen Föderation, Moskau, Russland

Das Staatliche Archiv der Russischen Föderation (GARF) in Moskau ist das größte staatliche Archiv des Landes und bewahrt etwa sieben Millionen Bestände zur Geschichte Russlands im 19. und 20. Jahrhundert auf. Es wurde 1992 von der Russischen Föderation gegründet und ist Nachfolger des Hauptstaatsarchives der Oktoberrevolution und des Zentralarchivs der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik. Die Archivalien umfassen Dokumente zur Geschichte des Russischen Reiches seit Anfang des 19. Jahrhunderts, der Provisorischen Regierung zwischen Februar- und Oktoberrevolution 1917, der Sowjetunion bis 1991 sowie der Russischen Föderation seit 1992. Einen wichtigen Teil machen die personenbezogenen Bestände aus, zu denen die vieler bekannter Politiker, Staatsbeamter und Gewerkschaftsführer aus der vorrevolutionären Zeit bzw. der Sowjetunion gehören. Archiviert sind auch die Unterlagen der Zarenfamilien.

Screenshot der Website http://www.phm.org.uk/archive-study-centre/

Archiv

The Labour History Archive & Study Centre (LHASC), Manchester, Großbritannien

Das Labour History Archive and Study Centre in Manchester ist ein bedeutendes Archiv zur Geschichte der britischen Arbeiterbewegung. Die Sammlungen bieten einen Einblick in das soziale und politische Leben der Arbeiterschaft der letzten zwei Jahrhunderte. Es ist Teil des People’s History Museums in Manchester. Im Archive and Study Centre werden die Bestände der Labour Party sowie der Kommunistischen Partei Großbritanniens aufbewahrt, aber auch Nachlässe von Politikern, Autoren und Aktivisten wie Douglas Houghton, Michael Foot oder Harry McShane gesammelt.Neben den ungefähr 4000 Boxen umfassenden Schriftzeugnissen finden sich im Archiv auch 95.000 Fotos und 17.000 Flugblätter, entstanden im Zeitraum von 1830 – 2000. Es verwahrt außerdem die Dokumente der Reformbewegungen der Chartisten, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgreich u.a. für die Zulassung von Gewerkschaften und der Erweiterung des Wahlrechts eingesetzt hatte. Neben den Archivbeständen komplettiert die Sammlung des People’s History Museum den Fundus. Ein ausführliches FAQ und mehrere herunterladbare Leitfäden erleichtern die Recherchen im LHASC.

Logo: The National Security Archive

Online-Ressource | Archiv

The National Security Archive, Washington D.C., USA

Das National Security Archive ist ein Archiv, das 1985 von dem Journalisten und Wissenschaftler Scott Armstrong gegründet wurde, um die geheimen Aktivitäten der US-amerikanischen Regierung zu dokumentieren. Zu seinen Aufgaben gehört die Archivierung und Publizierung von freigegebenen Dokumenten verschiedener staatlicher Institutionen zur Außenpolitik der USA. Dazu gehören auch Unterlagen der amerikanischen Geheimdienste, die auf Grundlage des "Freedom of Information Act" aus dem Jahr 1967 veröffentlicht werden müssen, sobald sie nicht mehr als geheim gelten. Das regierungsunabhängige Archiv versteht sich als neutraler Anbieter des archivalischen Materials, anhand dessen sich Forscher, Journalisten sowie interessierte Bürger ein eigenes Bild von der amerikanischen Politik machen können. Im Virtual Reading Room auf der Website des Archivs sind circa 3.000 digitalisierte Dokumente frei verfügbar.

Screenshot von der Website des Archivs

Archiv

Research Institute and Archives for the History of the Hungarian Regime Change, Budapest, Ungarn

Das Research Institute and Archives for the History of the Hungarian Regime Change hat zum Ziel, Wissen über die Ereignisse zu vermitteln, die in Ungarn zum Ende des kommunistischen Regimes führten. Anders als z. B. In der ehemaligen Tschechoslowakei, wo auf die Ereignisse der späten 1980e-Jahre als „(Samtene) Revolution“ Bezug genommen wird, ist im ungarischen Diskurs über diese Zeit eher vom „Regimewechsel“ die Rede. Dieser Begriff taucht auch im Namen des Archivs auf und spiegelt das schwierige Verhältnis großer Teile der ungarischen Bevölkerung zu den Ereignissen 1989 wider. Die Ursachen für diese Haltung sind vielfältig. Unter anderem fand der Regimewechsel in Ungarn eher schrittweise statt, viele Bürgerinnen und Bürger waren nicht direkt involviert, es kam zu keinen Massendemonstrationen vergleichbar denen in der damaligen DDR oder Tschechoslowakei. Die Ereignisse seit 1989 werden im öffentlichen Diskurs, der maßgeblich durch die nationalkonservative Regierung geprägt wird, oft negativ konnotiert. Das Archiv wurde 2013 gegründet und ist dem Büro des Premierministers eng verbunden. Kritikerinnen und Kritiker befürchten, dass das Institut vornehmlich der regierungskonformen Geschichtsschreibung dienen wird, als der Bereitstellung unabhängiger Informationen über die Ereignisse 1989. 

Screenshot der Website der Forschungsstelle Osteuropa

Archiv

Samizdat-Archiv der Forschungsstelle Osteuropa, Bremen

Das Archiv der Forschungsstelle sammelt und erschließt Dokumente, Objekte und Bilder der informellen Kultur aus Osteuropa, die unter Umgehung der Zensur im Selbstverlag (Samizdat) veröffentlicht wurden. Neben Samizdat-Zeitschriften und anderen Dokumenten umfasst die Abteilung Sowjetunion und Nachfolgestaaten rund 600 persönliche Archive. Darunter befinden sich die Bestände der Schriftsteller Lew Kopelew und Jurij Trifonov, des Philosophen Boris Groys und einzelne Archivgegenstände des Aktionskünstlers Dmitrij Prigov sowie Gedichte und Manuskripte von Joseph Brodsky, Alexander Solschenizyn und anderen. Neben Dokumenten zur Emigration aus der ehemaligen UdSSR finden sich Bestände gesellschaftlicher Organisationen sowie Flugblattsammlungen. Zudem umfasst das Archiv umfangreiche Bestände zur polnischen Gewerkschaft Solidarność sowie der alternativen Kunst- und Kulturszene der Tschechoslowakei. In der ungarischen Sammlung befinden sich Dokumente des Schriftstellers Györgi Dalos, aus der DDR stammt Archivmaterial aus dem künstlerischen Samizdat und Schriften von Aktivisten aus dem kirchlichen Umfeld.

Sound Archives: European Memories of the Gulag, Screenshot von der Website

Zeitzeugenportal | Archiv

Sound Archives: European Memories of the Gulag

Die Website Sound Archives: European Memories of the Gulag ist eine Online-Plattform die Einzelschicksale von Personen, die in russischen Arbeits- und Straflagern gefangen waren, zeigt. Durch Interviews mit ehemaligen Häftlingen, Fotos und persönliche Dokumenten werden die Schicksale dieser Menschen anschaulich dargestellt. Ein internationales Forscherteam hat 160 Aussagen ehemaliger Deportierter aufgezeichnet und Fotografien ihres Lebens, Dokumente aus privaten und öffentlichen Archiven, sowie Filme zusammengetragen. Von 1939 bis 1953 wurden fast eine Million Menschen aus den europäischen Gebieten, die die UdSSR zu Beginn des Zweiten Weltkrieges annektiert hatte, in Gulags deportiert. Nach dem Krieg wurden die Häftlinge die aus nun sowjetisch beeinflussten Gebieten stammten in Arbeitslager geschickt oder als Zwangsansiedler in Dörfer Sibiriens und Zentralasiens verbannt. Viele dieser Zeitzeugen hatten vor ihrer Beteiligung an dem Projekt noch nie über ihr erlebtes Leid gesprochen. Diese Aufzeichnungen rufen ausführlich und emotional bewegend ein vernachlässigtes Kapitel der Geschichte Europas in Erinnerung.

Screenshot des Stalin Digital Archive

Online-Ressource | Archiv

Stalin Digital Archive

The Stalin Digital Archive ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des Russischen Staatlichen Archivs für Sozial- und Politikgeschichte und der Yale University Press. Im Rahmen des Fachinformationsdienstes Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa wurde mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft die digitale Quellensammlung lizenziert, die die Forschung zu Stalin und der Sowjetunion für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erheblich erleichtert, denn die digitalisierten Archivalien lassen sich mit einem Zugang zu TSDA ganz einfach online über Ostbib abrufen.OstBib ist das Blog der Osteuropaabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek und versteht sich als Fachcommunity der deutschen und internationalen Osteuropastudien, die die interessierte Öffentlichkeit über besondere Quellen, Materialien und Ereignisse in Bibliotheken informieren will.In der Quellensammlung finden sich um die 28.000 Dokumente mit ca. 404.000 Seiten, darunter Stalins Biographie, von ihm verfasste Dokumente aus den Jahren 1889 bis 1952, über 390 Bücher aus Stalins Privatbibliothek mit dessen Anmerkungen und Kommentaren, sowie biographische Materialien wie Zeugnisse und Polizeiprotokolle.

Screenshot der Webseite http://www.arbejdermuseet.dk/en/

Archiv

The Labour Movement Library and Archives, Kopenhagen, Dänemark

Das Archiv der Arbeiterbewegung ist der zentrale Aufbewahrungsort für die Dokumente der Parteien und Organisationen links der politischen Mitte in Dänemark. Die Zahl der Bestände liegt bei 3000.Es verfügt über 300 Nachlässe. Besonders erwähnenswert ist hierbei die Hinterlassenschaft des dänischen Ministerpräsidenten Thorvald Stauning (1873-1942) und die Schriften aus dem Exil des deutschen Reichsministerpräsidenten Philipp Scheidemann (1865-1939). Hinzu kommen 25.000 Plakate und Fotografien. Die Bibliothek verwahrt die gedruckten Zeugnisse der dänischen Arbeiterbewegung. Es handelt sich um zeitgenössische Veröffentlichungen, aber auch um eine große Auswahl an dänischer und ausländischer Forschungsliteratur. Alle Bestände des Kopenhagener Arbeitermuseums sind in einem Onlinekatalog erschlossen. Ein Besuch im Archiv muss vorher angemeldet werden. Für die Nutzer steht ein Lesesaal zur Verfügung. Die Arbejderbevægelsens Bibliotek og Arkiv ist seit 2004 Teil des Arbeitermuseums (Arbejdermuseet) in Kopenhagen.

Screenshot: The Tamiment Library & Robert F. Wagner Labor Archives

Archiv

The Robert F. Wagner Archives, New York, USA

Das Robert F. Wagner Archive dokumentiert die Geschichte der amerikanischen Arbeiterbewegung. Gemeinsam mit der Tamiment Library beherbergen sie an der Universität von New York eine der umfangreichsten Sammlungen zum Themenbereich Arbeiterbewegung.Im Jahr 2001 wurden die Bestände des Abraham Lincoln Brigade Archives (ALBA) erworben und dem Archiv hinzugefügt. Die Sammlung mit über 200 Zeitzeugenberichten, Filmen, Fotografien, Plakaten und Aufzeichnungen der Internationalen Brigaden gibt Aufschluss über die Teilnahme amerikanischer Freiwilliger am spanischen Bürgerkrieg. Seit 2006 finden sich hier auch die Dokumente der Kommunistischen Partei der USA, die dem Archiv zudem 20.000 Bücher und Flugblätter sowie tausende Fotografien aus dem Archiv der Zeitung „Daily Worker“ überlassen hat. Auch erwähnenswert sind die Nachlässe der Bürgerrechtsaktivisten Esther und James Jackson, die Aufzeichnungen des radikalen Richters William Kunstler und die des Historikers Howard Zinn.Die Tamiment Library und das Archiv sind in der Elmer Holmes Bobst Library der New York University untergebracht.

Screenshot der Webseite http://www.ceelbas-cdt.ac.uk/

Leitfaden | Online-Ressource

Russian and Ukrainian Archives Guide

Das Centre for East European Language Based Area Studies, kurz CEELBAS in Londen stellt auf seiner Website einen umfangreichen Leitfaden zur Arbeit in den Archiven der postsowjetischen Staaten bereit.Die Handreichung vermittelt nicht nur allgemeine Informationen zu den infragekommenden Archiven, Kontaktdaten, Wegbeschreibungen etc. Hier finden sich auch ganz konkrete Tipps zur Kontaktaufnahme und zum Umgang mit dem Archivpersonal vor Ort sowie Informationen, wie Dokumente zur Einsichtnahme bestellt werden können. Die Verfasser wollen mit dem Leitfaden den Weg durch die - wie sie schreiben - undurchsichtige Archivlandschaft weisen. So unterstünden zwar alle russischen Archive derselben Administration, folgten aber keineswegs denselben Regeln. Um als Archivnutzer der jeweils vor Ort gültigen sozialen Praxis gerecht zu werden, ist der Wegweiser höchst individuell gehalten. Im Abschnitt zum Staatlichen Filmarchiv Russlands wird der prospektive Archivbesucher etwa dazu angehalten sich mit Keksen oder getrockneten Früchten – ideally presented in a pretty basket – an den Pausen der Mitarbeiter zu beteiligen. Mit Vokabelhilfen, Beispielbriefen, mit denen Anträge auf Akteneinsichtnahme gestellt werden können, sowie vielen „Tipps zum Überleben“ im jeweiligen Archiv, ist der Leitfades des CEELBAS eine exzellente Vorbereitung für alle Historikerinnen und Historiker, die zum ersten Mal in einem Archiv in der früheren Sowjetunion Akten lesen möchten.Das CEELBAS ist ein Kooperationsprojekt der Universitäten Bath, Birmingham, Cambridge, Kent, Manchester, Oxford, Sheffield, Warwick, der School of Oriental and African Studies, der University of Londen sowie des University College Londen. Das CEELBAS hat das Ziel, die britische Forschung zu Mittelosteuropa und Russland zu befördern. In diesem Zusammenhang vergibt es u.a. auch Promotionsstipendien.

SCRSS Soviet Collections: Photo Library, Screenshot von der Website

Fotoarchiv | Online-Ressource

SCRSS Soviet Collections: Photo Library, London, Großbritannien

Das Bildarchiv der Society for Co-operation in Russian and Soviet Studies (SCRSS) enthält über 60.000 Fotos und Bilder zu allen Aspekten des sozialen und kulturellen Lebens in Russland und der ehemaligen Sowjetunion von 1917 bis 1990. Das Archiv wurde bereits 1943 gegründet, als Großbritannien und die Sowjetunion Verbündete im Kampf gegen den Nationalsozialismus waren. Bilder sowjetischer Fotografen aus der Zeit des zweiten Weltkrieges wurden der SCRSS überlassen, um für die Unterstützung des Krieges in der Bevölkerung zu werben. In den Nachkriegsjahren erhielt die SCRSS Photo Library weiterhin Fotografien aus der Sowjetunion und konnte so seinen Bestand zum Alltagsleben in der Sowjetunion weiter ausbauen. Mit der Schenkung der Cicely Osmond- und der Huntly Carter Collection in den 1920er- und 1930er-Jahren, wurde der Bestand weiter ausgebaut. Die Cicely Osmond Collection bietet eine detaillierte visuelle Darstellung des Alltags in der Sowjetunion in den 1920er- und 1930er-Jahren, mit besonders reichhaltigen Materialien über die sowjetische Bildung und Ausbildung. Die Huntly Carter Collection umfasst hingegen Fotografien sowjetischer Avantgarde-Architektur, Theaterproduktionen und Theaterdesign.Das SCRRS Photo Archive, die Huntly Carter Collection und die Cicely Osmond Collection können vor Ort für Forschungszwecke eingesehen werden. Über die Modalitäten eines Forschungsbesuchs können sie sich hier informieren. Die General Photographic Collection kann hier online eingesehen werden.

Screenshot der Webseite

Online-Ressource

Sowjetische militärische Standorte in Deutschland

Die Online-Ressource Sowjetische militärische Standorte in Deutschland, die von dem Deutsch-Russischen Museum (DRM) Berlin-Karlshorst betreut wird, dokumentiert die Geschichte der sowjetischen Truppen in Deutschland. Die Datenbank ist ein gemeinschaftliches Projekt des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst, des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) Potsdam und des Deutschen Historischen Instituts (DHI) Moskau. 1945 eroberte das Militär der Sowjetunion Berlin und beendete dadurch den Zweiten Weltkrieg. Nach Kriegsende blieben die sowjetischen Truppen in Ostdeutschland stationiert. In der ehemaligen DDR gab es Bunker, Militärstädte, Übungsplätze – insgesamt über 1000 sowjetische Militärstandorte. 1990 begann mit der Deutschen Wiedervereinigung der Abzug der sowjetischen Truppen, der erst im August 1994 vollständig abgeschlossen war. Die Datenbank erfasst die gesamte Anzahl der sowjetischen Stationierungsorte erstmals komplett und macht sie für Interessierte zugänglich. Eine Chronik präsentiert chronologisch die wichtigsten Daten und Ereignisse in Bezug auf die sowjetische Stationierung in Deutschland und über eine interaktive Karte lassen sich einzelne Orte gezielt auswählen.

Screenshot der Website des Archivs

Online-Ressource

Stalinka: Digital Library of Staliniana

Das Online-Archiv "Stalinka" sammelt Darstellungen mit Bezug zur Regierungszeit des sowjetischen Machthabers Stalin. Diese beinhalten Fotografien, Poster, Gemälde, Banner, Skulpturen, Porzellan und vieles mehr. Die abgebildeten Artefakte reichen von sowjetischen Propagandamaterial, welches Stalin und Ereignisse seiner Regierungszeit heldenhaft positiv darstellt über dokumentarisches Bildmaterial bis hin zu Karikaturen. Die Bestände beinhalten Darstellungen des und Auseinandersetzungen mit dem sowjetischen Machthaber aus der ganzen Welt. Der Bestand lässt sich nach Sammlung, Urheber, Datum, und Art der Ressource filtern. Das Archiv wurde mit der Intention ins Leben gerufen, einen Ressourcenpool für Studierende, Lehrende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu schaffen, die zu Stalin und dem Stalinismus forschen. Das Online-Archiv ist Teil der „ULS Digital Collections" der University of Pittsburgh.

Logo der National Archives of Estonia

Archiv

The National Archives of Estonia, Tartu, Estland

Die National Archives of Estonia sind Estlands Zentrum für archivarische Verwaltung; es bestehen Zweigstellen in Tallinn, Tartu, Rakvere und Valga. Die Institution versteht es als ihre Aufgabe, das "schriftliche Gedächtnis" des Landes zu sammeln, bewahren, und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Nationalen Archive wurden bereits 1920 gegründet; während der sowjetischen Besatzungszeit arbeiteten die Archive als Stadtarchive unter Moskauer Kontrolle weiter. In den 1990er-Jahren wurde die Führung der Archive als nationale estnische Institution wiederhergestellt. Unter den fast neun Millionen Dokumenten, 17 Millionen Bildern und neuneinhalb Millionen Metern Film lagern hier auch die Unterlagen, die die ehemaligen sowjetischen Geheimdienste und deren Aktionen in Estland betreffen. Seit 2013 ist die Institution Gastmitglied bei der jährlichen Konferenz des European Network of Official Authorities in Charge of Secret Police Files, das 2008 in Berlin gegründet wurde. Ziel des Netzwerkes ist es, den Zugang zu den Geheimdienst-Akten der kommunistischen Regime zu ermöglichen und somit einen Beitrag zur Aufarbeitung kommunistischer Herrschaft zu leisten. 

Logo: Wilson Center

Online-Ressource | Archiv

Wilson Center Digital Archive - International History Declassified, Washington D.C., USA

Das Wilson Center Digital Archive ist ein Online-Portal, auf dem ehemals als geheim eingestufte staatliche Dokumente für die Forschung und Bildung zur Verfügung gestellt werden. Die in Archiven weltweit zur Einsichtnahme freigegebenen, digitalisierten und ins Englische übersetzten Akten geben Einblick in die Geschichte der internationalen Beziehungen seit 1945. Der Fokus liegt auf den Archivalien, die durch das „Cold War International History Project“, das „North Korea International Documentation Project“ und das „Nuclear Proliferation International History Project“ am Wilson Center zusammengetragen wurden. Auf der Webseite können einzelne Dokumente, aber auch Sammlungen zu verschiedenen Ereignissen, Regionen und Themenbereichen aufgerufen werden.

Internetauftritt des "Russian State Documentary Film and Photo Archive at Krasnogorsk", Screenshot von der Website

Online-Ressource | Archiv

Russian State Documentary Film and Photo Archive, Krasnogorsk, Russland

Die Geschichte des Russian State Documentary Film and Photo Archive in Krasnogorsk bei Moskau geht bis zu seiner Gründung ins Jahr 1926 zurück. Vor 1918 waren alle Film- und Fotodokumente das Privateigentum ihrer Schöpfer, mit der Verstaatlichung der gesamten Filmindustrie wurde die Produktion  sowie die Verwendung von Film- und Fotomaterial dem Staat übergeben. Dies wirkte sich auch auf die Geschichte des Archivs aus: Es kam zu mehrfachen Änderungen des Namens und der Archiv-Inhalte. Zwischenzeitlich sollten alle Filmdokumente im Archiv der Oktoberrevolution vereint werden (Archive of October Revolution, AOR). 1992 erhielt es seinen bis heute bestehenden und oft auch unter der Abkürzung RGAKFD genannten Namen. Das Archiv enthält mehr als 1 Million Fotos und beherbergt eine fast vollständige Sammlung von Wochenschauen aus den Jahren 1919 bis 1985, die politische, militärische und weitere Episoden aus der UdSSR zeigen. Zudem dokumentiert die Filmsammlung die gesamte Geschichte des russischen Filmschaffens, beginnend mit Aufnahmen der Krönung des Zaren Nikolaus II. Das Archiv hat Bestände zu Politik, Kriegen, und Katastrophen - aber auch die Welt der Literatur, der Kunst, des Sports und des Alltagslebens der sowjetischen und russischen Bevölkerung ist bei den Aufnahmen deutlich vertreten.   Auf der Website sind kleine Teile des Archivs digitalisiert und frei verfügbar.

Logo Seventeen Moments in Soviet History

Online-Ressource | Archiv

Seventeen Moments in Soviet History

Die Webseite Seventeen Moments in Soviet History ist ein multimediales Archiv, das Quellen zur Geschichte der Sowjetunion zwischen 1917 und 1991 zur Verfügung stellt. Der Titel des Projekts ist angelehnt an die sowjetische Fernsehserie „Seventeen Moments of Spring“ aus den 1970er-Jahren. Die unter den Jahreszahlen subsumierten politischen, gesellschaftlichen, kulturellen oder wirtschaftlichen Ereignisse und Entwicklungen werden durch historische Texte, Hörbeispiele, Fotografien, Bilder oder Plakate Bilder illustriert. Aus sozial-, ideologie-, kultur- und politikgeschichtlichen Perspektiven soll ein differenziertes Bild vom Leben der Menschen in der Sowjetunion vermittelt werden. Verknüpft sind die einzelnen Beiträge mit über 1 400 Bildern, 270 Video- oder Musikclips sowie 600 Textquellen. Hinzu kommen Links zu weiterführenden Websites, ein umfangreiches Glossar und ein Personenregister mit Kurzbiographien und Fotos von etwa 600 Persönlichkeiten der sowjetischen Geschichte.

Screenshot von archives.gov.by

Archiv

Staatliche Archive Belarus

„Archivy Belarusi“ ist die zentrale Online-Präsenz der staatlichen Archive von Belarus. Die Seite ist auf Englisch und Russisch verfügbar. Am linken Rand der Seite finden sich die Menüpunkte, anhand derer die Seite organisiert ist. Unter „Archives and records authorities and the state archives network“ findet sich eine Liste all derjenigen Archive und Institutionen, die unter der Seite versammelt sind. Unter „Services“ werden die (kostenlosen sowie -pflichtigen) Dienste, die von der Seite angeboten werden, gelistet; hierzu zählen zum Beispiel die Bearbeitung von Fragen nach den Lebenswegen von Militärangehörigen. Unter „Archival directories“ finden sich Übersichtsdokumente zu den Beständen der einzelnen Archive. Unter „Subject guides and databases“ sind unter den Überbegriffen Geschichte, Berühmte Persönlichkeiten und Kultur Themen versammelt, von denen aus man wiederum zu Dokumentensammlungen und Online-Ausstellungen geleitet wird. Unter dem Punkt „Genealogy/Family history“ sammeln die Betreiberinnen und Betreiber der Seite Recherchetipps für Ahnenforschende und bietet außerdem Zugriff auf die Verzeichnisse verschiedener Gemeinden. Unter „Education“ finden sich Hinweise zur den Möglichkeiten akademischer Ausbildung in der Archivarbeit. Am oberen Rand der Seite    finden sich eine Suchoption sowie der News-Bereich der Seite. 

Der Betreiber des Archives Harry Cleaver hält eine Vorlesung an der University of Texas, Wikicommons, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Harry_cleaver_teaching.jpg#filelinks

Online-Katalog | Archiv

Texas Archives of Autonomist Marxism

Die Texas Archives of Autonomist Marxism umfassen Werke aus der marxistischen Tradition, die die Eigenständigkeit der Arbeiterklasse betonen. Das Archiv wurde vom ehemaligen Professor Harry Cleaver der University of Texas in Austin initiiert, der die Autonomie der Arbeiterklasse als bestimmende Kraft für die kapitalistische Entwicklung und Krisen untersucht. Die Website ist ein Nebenprodukt des Forschungsprojekts. Die gesammelten Werke sind sowohl von Anhänger der Marxistischen Lehre verfasst worden, als auch von Kritikern. Sie sollen vor der Vergessenheit bewahrt werden und für weitere Forschung insbesondere mit einem Bottom-Up Ansatz für Historiker bereit stehen. Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf theoretischen Texten der 1960er- und 1970er-Jahre.Die Werke sind in einem alphabetischen Index aufgeführt und können auf Anfrage und nach Übernahme der Kosten bestellt werden, bzw. abfotografiert werden. Eine kleine Auswahl der gelisteten Werke wurde auch zur freien Verfügung online bereitgestellt.

Logo der National Archives of Latvia

Archiv

The National Archives of Latvia, Riga, Lettland

Die National Archives of Latvia in Riga sammeln und bewahren Dokumente und Unterlagen zur Geschichte Lettlands und macht diese der Öffentlichkeit zugänglich. Sie unterstehen dem lettischen Kulturministerium. Unter der Vielzahl an Dokumenten, Bildern, Video- und Audiomaterialien werden hier außerdem die Unterlagen der sowjetischen Geheimdienste aufbewahrt. Diese dokumentieren die Tätigkeiten der Geheimdienste während der sowjetischen Besatzung Lettlands zwischen 1945 und 1990. Seit 2013 ist die Institution Gastmitglied bei der jährlichen Konferenz des European Network of Official Authorities in Charge of Secret Police Files, das 2008 in Berlin gegründet wurde. Ziel des Netzwerkes ist es, den Zugang zu den Geheimdienst-Akten der kommunistischen Regime zu ermöglichen und somit einen Beitrag zur Aufarbeitung kommunistischer Herrschaft zu leisten. 

Website Women´s Memory

Archiv

Women´s Memory - International Project on Oral History

Women's Memory ist ein internationales Projekt, das von der Nichtregierungsorganisation Gender Studies in Prag initiiert wurde und koordiniert wird. Als Reaktion auf die westeuropäischen und amerikanischen feministischen Theorien, die nicht auf die Lebensrealität von Frauen in postsozialistischen Ländern angewendet werden konnten, entstand in den 1990er-Jahren die Idee, die Lebenserfahrungen und Einstellungen von Frauen aus dem Ostblock zu erfragen. Bis jetzt haben sechs interdisziplinäre Forscherteams aus der Tschechischen Republik, der Slowakei, Deutschland, Polen, Kroatien, Serbien, Montenegro und der Urkaine etwa 470 Interviews geführt und 20 000 Transkriptseiten erstellt, die im Archiv des Gender Studies Center in Prag aufbewahrt werden. Das gesammelte Material steht für die wissenschaftliche Forschung zur Verfügung. Darüber hinaus soll es zunehmend für didaktische Zwecke in geschlechtersensiblen Bildungsprogrammen zum Einsatz kommen.