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Forschen

Die Kategorie Forschen bündelt Archive, Bibliotheken und wissenschaftliche Forschungseinrichtungen sowie Online-Portale.

 

In der Unterkategorie Wissenschaft werden universitäre und außeruniversitäre Forschungsinstitute aufgeführt, die sich mit der Geschichte Ostmitteleuropas, der Russischen Geschichte sowie der Geschichte der (post-) kommunistischen Länder und deren Folgen beschäftigen. Aufgenommen werden u.a. einschlägige Websites, Newsletter, Förderprogramme und Forschungsprojekte.

Unter Archive sind sowohl Online-Archive als auch wichtige länderspezifische Archive zu finden, welche die Hinterlassenschaften der kommunistischen Diktaturen aufbewahren und deren Bestände zum großen Teil erst nach 1990/91 zugänglich wurden.

Bibliotheken mit einem relevanten Bestand zur globalen Aufarbeitung der Kommunistischen Diktaturen sind Teil des Bereichs Forschen. Von großen Staatsbibliotheken reicht die Bandbreite bis zu kleinen Sammlungen von Aufarbeitungsinitiativen.

NKWD und Gestapo

Archive | Online-Ressource
Screenshot Website
Screenshot Website

Die Website „NKWD und Gestapo“, die von dem Juristen Wilhelm Mensing betrieben wird, bietet zahlreiche Informationen zu Arbeits- und Politemigranten, die besonders aus Deutschland, auf Grund drohender Arbeitslosigkeit und dem Terror durch die Gestapo in die Sowjetunion emigrierten. Die Sowjetunion nahm während der Zeit der Weimarer Republik und des NS-Regimes über 1000 deutsche Politemigranten auf. Die größte Gruppe derer bildeten die Kommunisten, die vor dem nationalsozialistischen Terror in die Sowjetunion flüchteten.
Nach Abschluss des Hitler-Stalin-Paktes 1939 wurden zahlreiche ehemalige Emigranten Opfer des NKWD-Terrors. Von den sowjetischen Behörden wurden Arbeitsemigranten und vor allem Politemigranten, aber auch Unpolitische und Kommunisten an die NS-Polizei ausgeliefert.
Die Website bietet vielfältige und detaillierte Listen mit alphabetischen Personenaufstellungen, nach verschiedenen zeithistorischen Gesichtspunkten geordnet: Unter dem Bereich „Emigration SU“ finden Interessierte eine Auflistung deutscher Emigranten in die Sowjetunion während der Weimarer Republik und der NS-Zeit. Eine ausführliche, nach Datum aufgestellte Zusammenstellung der Personen, die nach Abschluss des Hitler-Stalin-Paktes an Deutschland ausgeliefert wurden, ist unter der Kategorie „Auslieferung 1939/41“ zu finden. Zudem ist eine Aufstellung zur Remigration der Politemigranten aus der Sowjetunion verfügbar. Die Komintern war seit 1936 bemüht, die Zahl der emigrierten Personen zu reduzieren. Zur Umsetzung dessen wurde eine Liste von über 800 größtenteils deutschen Emigranten angefertigt, die für eine anschließende Remigration ausgewählt wurden. Diese Liste ist mit zahlreichen Ergänzungen unter „Anerkennungsentzug – Liste B draussen“ zu finden.
Der Autor der Website stützt seine Recherche auf zahlreiche Publikationen zu diesem Themengebiet und auf bereits veröffentliche Auflistungen.