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Hier wird Kommunismusgeschichte hörbar! Ob über den Podcast-Kanal der Bundesstiftung Aufarbeitung, Veranstaltungsmitschnitte oder Radiofeatures.

 

Sie sind unterwegs, benötigen fundierte Informationen oder möchten beim Lauschen von gut aufgearbeitetem Fachwissen abschalten? In der Unterkategorie Podcast-Kanal können sie direkt Veranstaltungsmitschnitte der Bundesstiftung und ihrer Kooperationspartner nachhören. Kontroverse Podiumsdiskussionen, Zeitzeugengespräche und Vorträge von renommierten Forschenden ergeben ein buntes Bild zum Stand der gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Aufarbeitung des Kommunismus.

Auf eine Auswahl von Lesungen, Interviews, Features, Reportagen und Hörspielen verlinken wir in der Kategorie Audios. Der Mitschnitt einer selbstorganisierten kleinen Lesung findet hier genauso Beachtung wie die aufwendig produzierte Sendungen der großen Rundfunkanstalten.

Die Mischung aus Wissen- und Zeitzeugenschaft, regionalem und globalen Blick sowie Politik- und Alltagsgeschichte ergibt eine spannende Sammlung auditiver Angebote.

 

Buchvorstellung von Karl Schlögel: „Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt“

Podcast-Kanal | Veranstaltungsmitschnitt | vom 28.11.2017

Karl Schlögel; Susanne Schattenberg

Karl Schlögel spricht auf der Veranstaltung in Bremen, (c) FSO
Buchvorstellung von Karl Schlögel: „Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kinder des Oktober - 100 Jahre Revolution und kein Ende? lud die Bremer Forschungsstelle Osteuropa (FSO) den renommierten Historiker Karl Schlögel am 28. November 2017 ein, um über sein Buch "Das sowjetische Jahrhundert" zu sprechen.

Karl Schlögel lädt mit seiner Archäologie des Kommunismus zu einer Neuvermessung der sowjetischen Welt ein und entwirft ein Panorama eines Imperiums, ohne dessen Kenntnis wir „die Zeit danach“, in der wir heute leben, nicht verstehen können. Karl Schlögel ist dabei, wenn die Megabauten des Kommunismus eingeweiht und die Massengräber des Stalin‘schen Terrors freigelegt werden. Er interessiert sich für Paraden der Macht ebenso sehr wie für die Rituale des Alltags, er erkundet die Weite des Eisenbahnlandes und die Enge der Gemeinschaftswohnung, in der Generationen von Sowjetmenschen ihr Leben zubrachten.

Karl Schlögel war als Historiker und Publizist zu zahlreichen Forschungsaufenthalten in der Sowjetunion und im postsowjetischen Raum und lehrte bis 2013 Osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).