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100 Jahre Acht-Stunden Tag. Der lange Kampf um faire Arbeitszeiten

Audios | Radiofeature | vom 30.12.2018

Gerhard Schröder

Screenshot: der Beitrag auf deutschlandfunk.de
Screenshot: der Beitrag auf deutschlandfunk.de

"100 Jahre Acht-Stunden Tag. Der lange Kampf um faire Arbeitszeiten" ist ein Radiofeature von Gerhard Schröder für den Deutschlandfunk in der Reihe "Geschichte Aktuell". Beginnend im November 1918, zeichnet der Beitrag nach, wie die Situation in Deutschland nach Ende des Ersten Weltkrieges, und vor allem die Novemberrevolution, den Weg zur Einführung des Acht-Stunden-Tages ebnet. Die Arbeitsbedingungen im späten 19. Und frühen 20. Jahrhundert sind katastrophal. Neben niedrigen Löhnen und mangelndem Arbeitsschutz sind außerdem die Arbeitszeiten unvorstellbar lang: 14- bis 16-Stunden Tage waren üblich. Unter Mitwirkung von Karl Marx und Friedrich Engels fordert die Internationale Arbeiter Assoziation bereits 1866 den Acht-Stunden-Tag. Bis auf einige wenige Ausnahmen bleiben die Forderungen jedoch lange ungehört, die Machtverhältnisse unverändert. Dies ändert sich schlagartig, als die Novemberrevolution in Deutschland, stark beeinflusst von den Ideen der Russischen Revolution im Jahr zuvor, unter Arbeitgebern die Sorge weckt, dass auch sie den revolutionären Bewegungen zum Opfer fallen würden. Ein zuvor undenkbares Verhandeln mit Gewerkschaften und Eingehen auf deren Forderungen schien den Arbeitgebern als einzige Möglichkeit, den radikaleren kommunistischen Strömungen innerhalb der revolutionären Bewegung etwas entgegen zu setzen. Am 1. Januar 1919 wurde der Acht-Stunden-Tag gesetzlich eingeführt. In den folgenden Jahrzehnten kommen weitere Verkürzungen der Arbeitszeit hinzu: nach Einführung der Fünf-Tage-Woche die schrittweise weitere Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit. Das Feature zeichnet die Debatten um diese Entwicklung nach und lässt Historiker, Arbeitnehmer und Gewerkschaftler zum Thema zu Wort kommen. Der Beitrag kann hier nachgehört werden. 

Spieldauer

18:53 Min.

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