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100 Jahre Oktoberrevolution - und keine Aufarbeitung

Audios | Radiofeature | vom 05.11.2017
Screenshot des Radiofeatures
Screenshot des Radiofeatures

In diesem Radiofeature des Inforadios spricht Martin Demmler mit Sabine Stöhr, der ARD-Korrespondentin im Hörfunk-Studio Moskau, über die Frage, was geblieben ist im heutigen Russland von der Oktoberrevolution 1917 und wie die Regierung unter Wladimir Putin sich dazu positioniert. Die revolutionären Umwälzungen des Jahres 1917 veränderten für Millionen Menschen das Leben grundlegend: Die seit hunderten von Jahren herrschende Zarenfamilie wurde ermordet, die Bolschewiki übernahmen die Macht und griffen in die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen ein. Nur mit Gewalt ließen sich ihre Überzeugungen durchsetzen und Gewalt beherrschte den der Revolution folgenden Russischen Bürgerkrieg. Die heutige Führung Russlands tue sich laut Sabine Stöhr schwer, mit der Erinnerung an die Oktoberrevolution umzugehen, auch weil die russische Gesellschaft selbst in dieser Frage gespalten ist. Während Wladimir Putin jegliche Revolutionen verurteilte, werden doch die „Errungenschaften“ der Oktoberrevolution gepriesen, wie etwa der Sieg über die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg und die technologischen Errungenschaften im Kalten Krieg. So herrsche derzeit zum 100. Jahrestag der Russischen Revolution im heutigen Russland hauptsächlich eines: Schweigen. Das Feature können Sie in der Mediathek des Inforadios online nachhören.

Spieldauer

14:48 Min.

Produziert von