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Die Münchner Räterepublik – als Bayern sozialistisch wurde

Audios | Radiofeature | vom 20.02.2017

Yvonne Maier

Jubelnde Soldaten am 8. November 1918 in München nach der Ausrufung der bayerischen Republik. Gemeinfrei, Wikimedia Commons
Jubelnde Soldaten am 8. November 1918 in München nach der Ausrufung der bayerischen Republik. Gemeinfrei, Wikimedia Commons

Dieses Radiofeature von Yvonne Maier widmet sich der Münchner Räterepublik, die am 20.02.1917 auf der Theresienwiese ausgerufen wurde. Aus Briefen von Zenzl Mühsam zitierend schildert Maier, wie sich an diesem Tag zehntausende Menschen versammelten, um dem Aufruf zur Revolution von Erhard Auer und Kurt Eisner, den Vorsitzenden der zwei sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Parteien, zu folgen. Maier skizziert die Entwicklungen in München und national, die zum Ausbruch der Revolution führten und deren weiteren Verlauf: Ausrufung des Freistaates Bayern, Sturz des Königs von Bayern, Novemberrevolution, Beendigung des Ersten Weltkrieges. Der Historiker Georg Köglmeier schildert die Spontanität, Unübersichtlichkeit und das Tempo des Umsturzes in München. Anschließend erörtert er die Entstehung und Bedeutung der Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte. Das Radiofeature erzählt knapp vom weiteren Verlauf der Bewegung bis zum Zeitpunkt der Ausrufung der Räterepublik im April 1919, gefolgt von der kommunistischen Räterepublik. Abschließend richtet die Sendung ihren Fokus auf die Analyse der Zerschlagung der Räterepublik durch rechte Kräfte. Mit diesem Ereignis nahm Münchens Entwicklung zur Hauptstadt der nationalsozialistischen Bewegung ihren Anfang.

Spieldauer

23:27 Min.

Produziert von