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"Er gab uns das Lachen zurück". Nikita Chruschtschow und die Entstalinisierung

Audios | Veranstaltungsmitschnitt | vom 20.02.2014

Jörg Baberowski

Prof. Dr. Jörg Baberowski, Quelle: Wikimedia Commons
Prof. Dr. Jörg Baberowski, Quelle: Wikimedia Commons

In dieser Aufnahme der Berliner Colloquien zur Zeitgeschichte spricht Historiker und Professor Dr. Jörg Baberowski über die Entstalinisierung durch Nikita Chruschtschow.
Von Stalins Tod bis zum Beginn der offenen Entstalinisierung durch Chruschtschows Geheimrede auf dem XX. Parteitag 1956, erläutert er die mühsame Überwindung einer Schreckens-Diktatur. Als Stalin im Jahr 1953 starb, gab es für die Gefolgsleute und die Untertanen nichts anderes als diese Diktatur. Es hatte in Russland und in der Sowjetunion niemals eine Demokratie gegeben und Chruschtschow hatte kein anderes Instrument als die Partei, um Öffentlichkeit herzustellen und Reformen voranzutreiben. Die Entstalinisierung war ein Werk der Diktatur, die vollbrachte, wozu niemand sonst imstande gewesen wäre. Millionen Menschen waren ums Leben gekommen, selbst die Täter waren zu Opfern geworden, eine ganze Gesellschaft traumatisiert. Nur diese eine Ordnung schien imstande, die Sowjetunion zu befreien. Den vollständigen Mitschnitt gibt es hier zum Nachhören.