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Februar 1948: Die Kommunisten ergreifen die Macht

Audios | Radiofeature | vom 24.02.2018

Till Janzer

Screenshot von radio.cz
Screenshot von radio.cz

Till Janzer analysiert in diesem Radiofeature die Machtübernahme der Kommunistischen Partei in der damaligen Tschechoslowakei im Februar 1948. Er ist sich dabei einig mit dem Historiker Karel Kaplan, dass der Weg zur Machtübernahme ausgesprochen kurz war und dass es erstaunlich ist, auf wie wenig Widerstand die KP stieß. Die Grundlagen für die späteren Entwicklungen lassen sich bereits während des Zweites Weltkrieges verorten: im Londoner Exil unterzeichnet der Ex-Präsident der von Deutschland besetzten Tschechoslowakei, Edvard Beneš, einen Freundschaftsvertrag mit der Sowjetunion. Zudem haben sich in dieser Zeit ein breites Spektrum linker Parteien den Kommunisten angenähert. An der Spitze dieser „Nationalen Front“, einem Zusammenschluss aus fünf linken Parteien, übernimmt Beneš nach seiner Rückkehr aus dem Exil wieder das Präsidentenamt. Till Janzer zeigt, welche wirtschaftlichen, innen- sowie außenpolitischen Ereignisse schließlich dazu führen, dass der Einfluss kommunistischer Hardliner in der Nationalen Front immer größer wird, die schließlich zum Rücktritt von Edvard Beneš führen, welcher den Beginn einer bis 1989 währenden Einparteienherrschaft markiert. Das Feature ist Teil der Reihe „Kapitel aus der Tschechischen Geschichte“ von Radio Praha. Das ganze Radiofeature können Sie hier nachhören.

Spieldauer

9:02 Minuten

Produziert von