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Flüchtlingsgespräche in Dänisch-Sibirien – Bertolt Brecht, Margarete Steffin und Walter Benjamin im Exil

Audios | Radiofeature | vom 05.05.2019

Holger Teschke

Logo des Senders Deutschlandfunk Kultur
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Flüchtlingsgespräche in Dänisch-Sibirien – Bertolt Brecht, Margarete Steffin und Walter Benjamin im Exil ist ein Radiofeature von Holger Teschke für Deutschlandfunk Kultur. Der Beitrag vereint die Lesung von Gesprächen, Briefen und Gedichten der drei zu einem szenischen Essay, der Einblick in das Leben im Exil im dänischen Svendborg bieten. Das Jahr ist 1933 und im Zentrum der Konversationen stehen die politischen Entwicklungen in Deutschland, vor denen sie flüchteten. Zunehmend werden aber auch die Entwicklungen in der Sowjetunion thematisiert: vermeintliche Dissidentinnen und Dissidenten werden in großen Zahlen verhaftet, Schauprozesse werden geführt – und auch Bekannte der drei, die nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten ebenfalls aus Deutschland flohen, aber die Sowjetunion als Ziel wählten, werden verhaftet und in sibirische Lager deportiert. Bertolt Brecht und Margarete Steffin hatten Deutschland 1933, einen Tag nach dem Reichstagsbrand, verlassen und kamen nach mehreren Zwischenstationen nach Dänemark, das sie erst 1939, als der Einmarsch deutscher Truppen bevorstand, wieder verlassen würden. Walter Benjamin, der seit 1933 im Exil in Paris lebte, stand in regem Kontakt mit Steffin und Brecht und verbrachte längere Zeit in Dänemark.