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Gefangen im Gulag - die ersten tschechischen Opfer des Kommunismus

Audios | Radiofeature | vom 29.10.2011

Till Janzer, Milena Štráfeldová

Screenshot der Website von Radio Praha
Screenshot der Website von Radio Praha

Till Janzer und Milena Štráfeldová thematisieren in diesem Radiofeature die Schicksale derjenigen Tschechoslowakinnen und Tschechoslowaken, die nach Ende des zweiten Weltkriegs in sowjetischen Lagern inhaftiert waren - und ihren vergeblichen Kampf um Entschädigung. Für die meisten Bürgerinnen und Bürger der damaligen Tschechoslowakei bedeutet der Einmarsch der Roten Armee die Befreiung nach Jahren deutscher Besatzung. Nicht jedoch für diejenigen unter ihnen, die aus unterschiedlichen Gründen und manchmal aus Willkür, ins Visier des sowjetischen Geheimdienstes geraten und - mit Unterstützung von einheimischen Kommunistinnen und Kommunisten -  verhaftet werden. Eine Verhaftung bedeutet in den meisten Fällen die Verschleppung, Internierung und Zwangsarbeit in sowjetischen Lagern. Der Alltag der Gefangenen ist geprägt von Hunger, Kälte und Gewalt. Für diejenigen, die die Lagerhaft überleben und Jahre später wieder in die Tschechoslowakei zurückkehren können, bedeutet die Rückkehr oft drastische Benachteiligungen gegenüber der restlichen Bevölkerung: Als ehemalige Strafgefangene werden sie von der tschechoslowakischen Regierung nur widerwillig aufgenommen und als billige Arbeitskräfte Kolchosen zugeteilt. Dokumente in tschechischen oder slowakischen Archiven, die den Leidensweg der Opfer nachverfolgen lassen, gibt es keine. Die Bürgervereinigung „Oni byli první“ (“Sie waren die ersten”) setzt sich seit Jahren für eine Entschädigung der Opfer durch den tschechischen Staat ein - bisher vergeblich. Hören sie das gesamte Feature hier.

Spieldauer

8:40 Min.

Produziert von: