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Ich schreite erhobenen Hauptes

Bürgerinitiative erinnert an Opfer des Kommunismus

Audios | Radiofeature | vom 08.07.2017

Martina Schneibergová

Ich schreite erhobenen Hauptes: Bürgerinitiative erinnert an Opfer des Kommunismus, Screenshot von der Website der Audiothek des Radio Praha
Ich schreite erhobenen Hauptes: Bürgerinitiative erinnert an Opfer des Kommunismus, Screenshot von der Website der Audiothek des Radio Praha

In diesem Beitrag wird die Bürgerinitiative Bez komunistů.cz vorgestellt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, an die Opfer des Kommunismus zu erinnern, vor totalitären Regimen zu warnen und die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Tschechien zu verbessern.
Gründer Petr Marek spricht mit Redakteurin Martina Schneibergová über den 27. Juni, der in Tschechien als Tag des Gedenkens an die Opfer des Kommunismus gilt und über die Politikerin und Journalistin Milada Horáková, die als einzige Frau nach einem politischen Prozess hingerichtet wurde. Längst ist sie zum Symbol des Widerstands gegen den Kommunismus geworden.
Jedes Jahr erinnert die Initiative an die Widerstandskämpferin und an die anderen Opfer des Kommunismus und startete in diesem Jahr eine Kampagne mit dem Titel „Ich schreite erhobenen Hauptes“ - Worte, die Milada Horáková kurz vor ihrer Hinrichtung schrieb. Zu Beginn der Veranstaltungsreihe wurden auf der Prager Kampa-Insel die Namen von Menschen verlesen, die vom kommunistischen Regime aus politischen Gründen hingerichtet wurden oder in Gefängnissen und Arbeitslagern gestorben sind. Das Verlesen der Namen sei dabei kein neuer, aber ein wichtiger symbolischer Akt, erklärt Petr Marek. "Wir setzen uns dafür ein, dass die Vergangenheit untersucht und aufgearbeitet wird!"

Hören Sie das Feature hier nach.