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Januar 1969: Wie die Ideen des Prager Frühlings verloren gingen

Audios | Radiofeature | vom 25.01.2014

Jitka Mládková

Screenshot von Radio Praha
Screenshot von Radio Praha

Das Radiofeature von Jitka Mládková zeichnet die politischen Entwicklungen nach, die in der damaligen Tschechoslowakei auf den Prager Frühling von 1968 folgte. Nachdem die kommunistische Staatsführung im Januar 1968 einen Reformkurs beschlossen hatte, und dieser Beschluss durch den Einmarsch von Warschauer-Pakt-Truppen gewaltsam niedergeschlagen wurde, zweifelte eine große Zahl Menschen daran, dass die Regierung ihren Reformkurs fortsetzen würde: diejenigen Politiker, die noch 1968 nach Moskau verschleppt worden waren, durften erst nach Hause zurückkehren, nachdem sie sich in den „Moskauer Protokollen“ offiziell von ihren Reformbestreben distanziert hatten. Seitdem waren sie in ihren offiziellen Aussagen – die im Beitrag zitiert werden – sehr vage geblieben. Das Resultat dieser Entwicklungen war eine zunehmende Spaltung zwischen Bevölkerung und Regierung, die durch die zunehmende Durchsetzung repressiver Maßnahmen gegenüber der Bevölkerung weiter voran getrieben wurde. In diese zunehmend stagnierende Situation platzte am 16. Januar 1969 schließlich die Nachricht, dass sich der Student Jan Palach aus Protest gegen die aktuellen politischen Entwicklungen selbst angezündet hatte; er starb vier Tage darauf an seinen Verletzungen. Zwei Monate darauf vollzog sich ein Machtwechsel in der Kommunistischen Partei, im Zuge dessen dem Reformprogramm endgültig abgesagt wurde. 

Spieldauer

10:34 Min.

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