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Letzte Adresse: Gedenktafeln an Häusern erinnern an Opfer des Kommunismus

Audios | Radiofeature | vom 27.06.2017

Martina Schneibergová

Screenshot von Radio Praha
Screenshot von Radio Praha

Das Radiofeature von Martina Schneibergová stellt die Umsetzung des Projekts „Die letzte Adresse“ in Tschechien vor. „Die letzte Adresse“ ist eine russische Initiative, die seit 2014 an die Opfer des sowjetischen Regimes erinnert. Hierzu werden am letzten Ort, an dem die Opfer vor ihrer Verhaftung wohnten, Plaketten angebracht, die über Namen, Profession, Geburts-, Verhaftungs- und Sterbedatum des Opfers informieren. Seit dem 27. Juli 2017 – dem tschechischen Gedenktag der Opfer des kommunistischen Regimes – finden sich auch in Prag solche Gedenktafeln. Ziel des Projektes ist es nicht, eine statistisch belastbare Zahl von Opfern darzustellen, sondern durch den Zugang über den Wohnsitz und die Präsenz in Stadtbild und Alltag einen persönlichen Zugang zum Thema zu ermöglichen. Mit dem Anspruch des persönlichen Zugangs fiel auch die Entscheidung der Initiatorinnen, die Tafeln auf die Opfer des kommunistischen Regimes in der damaligen Tschechoslowakei zu beschränken, anstatt sie auf die Opfer des sowjetischen Regimes auszuweiten. Das Projekt wird von dem Institut für das Studium totalitärer Regime, der Organisation Gulag.cz, dem Verein der politischen Gefangenen und der Prager Zweigstelle der russischen NGO Memorial unterstützt. 

Spieldauer

04:13 Min.

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