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Madame Mao - Jiang Qing und die Kulturrevolution

Audios | Radiofeature | vom 12.12.2016

Isabella Arcucci

Screenshot des radioWissen-Features "Madame Mao" in der ARD Mediathek
Screenshot des radioWissen-Features "Madame Mao" in der ARD Mediathek

Ihre Haut ist weißer als die der anderen jungen Frauen an der kommunistischen Parteischule. Sie schminkt sich die Lippen rot und kleidet sich figurbetont. Dem Parteiführer Mao Zedong entgehen die Reize der jungen Jiang Qing nicht. Obwohl Mao zu dem Zeitpunkt schon zum dritten Mal verheiratet ist und obwohl Jiang Qing 20 Jahre jünger ist als der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, werden die beiden ein Paar und heiraten. In diesem Radiofeature wird die Geschichte von Maos letzter Ehefrau erzählt, die während der Kulturrevolution zur mächtigsten Frau Chinas wird. Sie stammt aus ärmlichen Verhältnissen und steht gerne im Mittelpunkt. Nach einer harten Kindheit - vom Vater verprügelt, von den Mitschülern gehänselt - zieht sie als junge Frau ins glamouröse Shanghai, um dort ihr Glück als Schauspielerin zu versuchen. Aus Liebe zu einem Kommunisten tritt Jiang Qing in die Kommunistische Partei ein und lernt so schließlich Mao kennen. In der Kulturrevolution spielt sie eine führende Rolle. Sie spricht auf Massenversammlungen, stachelt die Roten Garden dazu an, angebliche Konterrevolutionäre zu demütigen und zu töten, lässt alle nicht-kommunistische Kunst verbieten und ihre Gegner aus dem Weg räumen. Nach Maos Tod wird Jiang Qing als Teil der sogenannten Viererbande zu lebenslanger Haft verurteilt. Hören Sie das radioWissen-Feature hier.

Spieldauer

22:46 Min.

Produziert von