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Von den Bürgerrechten zur Samtenen Revolution – Charta 77

Audios | Radiofeature | vom 07.01.2017

Till Janzer

Von den Bürgerrechten zur Samtenen Revolution – Charta 77, Screenshot von der Website der Audiothek des Radio Praha
Von den Bürgerrechten zur Samtenen Revolution – Charta 77, Screenshot von der Website der Audiothek des Radio Praha

Bereits 1976 schlossen sich Künstler und Intellektuelle, Arbeiter, Priester, Exkommunisten, ehemalige Mitarbeiter des Geheimdienstes und andere Tschechoslowaken zusammen, um auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen, die im Widerspruch zu der vom tschechoslowakischen Außenminister unterschriebenen Schlussakte von Helsinki standen. Die Charta 77 machte auf Missstände aufmerksam, dokumentierte sie und bot Lösungsvorschläge an. Ziel dieser Bewegung war der Dialog mit Politikern und Staatsvertretern. Die verfassten Dokumente äußerten sich zu verschiedenen gesellschaftlichen Problemen und forderten Amnestie für politische Gefangene. Hauptsächliche Verfasser und erste Sprecher waren der Dramatiker Václav Havel, der Philosoph Jan Patočka und der ehemalige Außenminister Jiří Hájek.
Das Radiofeature arbeitet den Verlauf der Bürgerrechtsbewegung auf, die als die "Keimzelle der späteren Samtenen Revolution" gilt. Es bespricht die Vorgeschichte, deren unmittelbarer Auslöser die Repressionen des Regimes gegenüber der Band "Plastic People of the Universe" waren, thematisiert die Verbreitung sowie die Folgen der Verbreitung der Charta 77 im Ausland, die Reaktionen des Staates und untersucht letztlich die Auswirkungen auf die Einzelschicksale einiger Chartisten.

Hören Sie das Feature hier nach.