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Walter Ulbricht. Mehr als Moskaus Mann in Ostberlin

Audios | Radiofeature | vom 17.06.2013

Rainer Volk

Screenshot der Sendungsseite des Features "Walter Ulbricht: Mehr als Moskaus Mann in Ostberlin"
Screenshot der Sendungsseite des Features "Walter Ulbricht: Mehr als Moskaus Mann in Ostberlin"

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten" - so sagt es das Staatsoberhaupt der DDR, Walter Ulbricht, bei einer Pressekonferenz in Ostberlin im Juni 1961. Wenige Monate später beginnt unter seiner Führung der Bau der Berliner Mauer. Dieses Radiofeature zeichnet den Lebensweg des bei der Bevölkerung unbeliebten, wegen seines Dialektes oft verhöhnten, doch wegen seines Selbstbewusstseins sehr erfolgreichen Politikers Walter Ulbricht. Geboren in Leipzig als Kind einer Arbeiterfamilie, engagiert sich der gelernte Tischler seit seiner Jugend politisch, zunächst als Sozialdemokrat, dann als Kommunist. Nach der Machtergreifung der NSDAP im Jahr 1933 emigriert Ulbricht - zunächst nach Paris, dann Prag und zuletzt nach Moskau. Von dort aus schickt ihn die Führung der Sowjetunion 1945 zurück nach Deutschland, um die Kommunistische Partei in der Sowjetischen Besatzungszone aufzubauen. Bald wird der stalintreue Ulbricht der mächtigste Mann in der neugegründeten DDR. Die Massenflucht aus dem sozialistischen Land versucht er später mit dem Mauerbau zu stoppen. Ab Ende der 1960er-Jahre verliert Ulbricht immer mehr an Macht. Meinungsverschiedenheiten sowohl mit Mitgliedern des Politbüros der SED als auch mit der Führung der Sowjetunion unter Leonid Breschnew führten schließlich im Jahr 1971 zu Ulbrichts Fall. Hier können Sie sich das radioWissen-Feature anhören.

Spieldauer

21:38 Min.

Produziert von