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Die Oktoberrevolution auf der Flucht. Migration in Russland bzw. der Sowjetunion seit 1917

Podcast-Kanal | Veranstaltungsmitschnitt | vom 06.04.2016

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Catherine Gousseff © Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Catherine Gousseff © Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Oktoberrevolution führte 1917 nicht nur zu einer staatlichem Umgestaltung Russlands nach kommunistischen Grundsätzen, die 1922 in die Gründung der Sowjetunion mündete, sondern war auch Ursache für Flucht und Migrationsbewegungen. Im Zuge der Revolution und des anschließenden Russischen Bürgerkriegs kam es zur Auswanderung von Personen, die in den neuen Machthabern eine Gefahr sahen und/oder denen die ökonomische Grundlage gewaltsam entzogen wurde. Insbesondere sozialdemokratische, liberale und konservative Intellektuelle sowie Anhänger des Zaren flohen vor der Bedrohung durch die Bolschewiki. Ein Zentrum des Exils wurde dabei Berlin. Der Vortrag stellte diese erste Emigrationswelle des postrevolutionären Russlands dar und zeigt ihre Folgen für die kommenden Jahrzehnte auf. Der Vortrag von Prof. Dr. Catherine Gousseff (Centre Marc Bloch) wurde auf Französisch gehalten. Moderation: Dr. Jan C. Behrends (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)