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Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung

Hier finden Sie die retrodigitalisierten Fassungen der Ausgaben 2002 bis 2018 des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung (JHK).

 

Weitere Bände werden sukzessive online gestellt. Die aktuelle Printausgabe folgt jeweils zwei Jahre nach ihrem Erscheinen.

 

Das Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung wurde 1993 von Hermann Weber (†) als internationales Forum zur Erforschung des Kommunismus als europäisches und globales Phänomen gegründet. Das Jahrbuch enthält Aufsätze, Miszellen, biografische Skizzen, Forschungsberichte sowie Dokumentationen und präsentiert auf diesem Weg einmal jährlich die neuesten Ergebnisse der internationalen Kommunismusforschung.

 

Seit 2004 wird das Jahrbuch im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgegeben und erscheint aktuell im Berliner Metropol Verlag.

 

Herausgeber: Ulrich Mählert, Jörg Baberowski, Bernhard H. Bayerlein, Bernd Faulenbach, Peter Steinbach, Stefan Troebst, Manfred Wilke.

 

Wissenschaftlicher Beirat: Thomas Wegener Friis, Stefan Karner, Mark Kramer, Norman LaPorte, Krzysztof Ruchniewicz, Brigitte Studer, Krisztián Ungváry, Alexander Vatlin.

 

Bitte richten Sie Manuskriptangebote an die Redaktion: jhk[at]bundesstiftung-aufarbeitung.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Editorial

JHK 2002 | Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung | Seite 11-12 | Aufbau-Verlag

Vor zehn Jahren begannen die Planungen für das erste Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung. Das Jahrbuch sollte die zeithistorische Auseinandersetzung nicht nur mit der kommunistischen Herrschaftsgeschichte als Forum begleiten: Die Historie dieser politischen Bewegung als solcher wurde zum Gegenstand dieser mittlerweile eingeführten Publikation. Die besondere Aufmerksamkeit gilt auch heute den zuständigen Archiven, die ein Ausgangspunkt für die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit sind. Aufgrund der Präsentation der Forschungsergebnisse und ihrer breiten Diskussion hat sich das Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung als Publikationsforum bewährt. Seine Erweiterung durch den International Newsletter of Communist Studies (INCS) informiert über Neuerscheinungen, interessante Archive, laufende Projekte und Tagungen zur internationalen Kommunismusforschung.

Die bewährte Struktur, neben allgemeinen Abhandlungen und Miszellen im »Forum« dezidiert neue Diskussionen aufzugreifen und im Abschnitt »Biographien« Schicksale von Kommunisten näher zu beleuchten, wird im Jahrbuch 2002 fortgeführt. Die Herausgeber sind nach wie vor bestrebt, neue Quellen und Dokumente im Jahrbuch vorzustellen. Besonders hervorzuheben ist diesmal die Erstveröffentlichung eines Textes von Rosa Luxemburg über die »Sklaverei«, die der renommierte Luxemburg-Forscher Nahiriko Ito kommentiert.

Über die Thematik der Schauprozesse, die vor fünfzig Jahren die kommunistische Welt in Atem hielten, informiert George H. Hodos in seinem einleitenden Artikel. Rainer Barth liefert mit seiner Beschreibung der »Lebensbeichte« Noel Fields neue Einblicke, die auf ungarischen Quellen beruhen.

Einen weiteren Themen-Schwerpunkt bildet die zweite Parteikonferenz der SED vom 9. bis 12. Juli 1952 und ihre Auswirkungen auf die Innenpolitik der DDR. Falco Werkentin beleuchtet die Folgen der Konferenz für die staatliche Justiz, Horst Dähn erörtert, welche politischen Folgen die »planmäßige Errichtung der Grundlagen des Sozialismus in der DDR« für die Kirche hatte.

Gerade in heutiger Zeit, da es immer noch Schwierigkeiten mit Archiven gibt, ist auf die Bedeutung der Akten für das breite Spektrum der Kommunismusforschung hinzuweisen. Die Aufmerksamkeit gilt daher der »Gefahr der Aktenvernichtung«, die eine weitere Arbeit der internationalen Forschung gefährdet und von Hermann Weber in dem gleichnamigen Artikel dargestellt wird. Er geht dabei auch auf die Auswirkungen des Urteils im Falle Helmut Kohl ein.

Die Artikel von Heinz Richter und Andreas Stergiou widmen sich der kommunistischen Bewegung Griechenlands am Beispiel der Beziehungen zwischen der griechischen KP und der Komintern bzw. der SED.

Zum Abschluß möchte die Redaktion auf ihre Präsentation des Jahrbuchs für hi­storische Kommunismusforschung (JHK) und des International Newsletter of Communist Studies (INCS) unter der Adresse www.mzes.uni-mannheim.de/pro­jekte/JHK-news/ hinweisen. Hier findet sich ein aktueller Überblick über die dortigen Publikationen seit der Erstausgabe im Jahr 1993, nützliche Adressen zur Subskription und zur Bestellung von einzelnen Artikeln sowie internationale Links im Internet. Seit neuestem ist auf der Homepage ebenfalls eine Online-Ausgabe des International Newsletter erreichbar.

Die Herausgeber
Berlin, im April 2002 

 

 

Hinweis zur Transkription

Die Transkription der im Jahrbuch zitierten russischsprachigen Literatur sowie anderer osteuropäischer Sprachen liegt ebenso in der Verantwortung der Autoren wie die Schreibweise der Orts- und Personennamen. Sie insgesamt zu vereinheitlichen, würde für Herausgeber und Redaktion einen nicht vertretbaren Zeitaufwand erfordern.

Inhalt – JHK 2002

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