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Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung

Hier finden Sie die retrodigitalisierten Fassungen der Ausgaben 2005 bis 2016 des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung (JHK).

 

Weitere Bände werden sukzessive online gestellt. Die aktuelle Printausgabe folgt jeweils zwei Jahre nach ihrem Erscheinen.

Das Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung wurde 1993 von Hermann Weber (†) als internationales Forum zur Erforschung des Kommunismus als europäisches und globales Phänomen gegründet. Das Jahrbuch enthält Aufsätze, Miszellen, biografische Skizzen, Forschungsberichte sowie Dokumentationen und präsentiert auf diesem Weg einmal jährlich die neuesten Ergebnisse der internationalen Kommunismusforschung.

Seit 2004 wird das Jahrbuch im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgegeben und erscheint aktuell im Berliner Metropol Verlag.

Herausgeber: Ulrich Mählert, Jörg Baberowski, Bernhard H. Bayerlein, Bernd Faulenbach, Ehrhart Neubert, Peter Steinbach, Stefan Troebst, Manfred Wilke.

Wissenschaftlicher Beirat: Thomas Wegener Friis, Stefan Karner, Mark Kramer, Norman LaPorte, Krzysztof Ruchniewicz, Brigitte Studer, Krisztián Ungváry, Alexander Vatlin.

Bitte richten Sie Manuskriptangebote an die Redaktion: jhk[at]bundesstiftung-aufarbeitung.de

 

Luise Schröter – Verräterin oder Sündenbock? Zur Gestapo-Mitarbeit der kommunistischen Kurierin im Jahr 1935

JHK 2014 | Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung | Seite 157-170 | Metropol Verlag

Autor/in: Udo Grashoff

Die Frau, die 1934/35 als Kurierin der illegalen KPD-Bezirksleitung Halle-Merseburg tätig war, galt nach Kriegsende als eine der schlimmsten Verräterinnen im kommunistischen Widerstand. Angeblich – die Schätzungen variieren – verursachte Luise Schröter im Jahr 1935 mehrere 100, mehr als 600 oder sogar 1000 Verhaftungen und lieferte damit große Teile der illegalen KPD Halle-Merseburg der Gestapo aus, wobei sie nicht nur Namen verraten, sondern Genossen in Fallen gelockt sowie bei Gestapo-Verhören Protokoll geführt haben soll.1

In Kiel, wo sie nach 1945 Funktionärin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) wurde, wusste man davon nichts, und so reiste Luise Schröter beispielsweise im Jahr 1946 unter ihrem Mädchennamen Renneberg nach Thüringen, um bei einem SED-Hausfrauennachmittag gegen die Annahme zu argumentieren, im Westen lebe man besser.2 Die hallesche VVN, die zu dieser Zeit eine rege Suchtätigkeit nach NS-Verbrechern durchführte, fand erst im Juni 1948 heraus, wo sich Luise Schröter aufhielt, was daran lag, dass diese erneut geheiratet und den Nachnamen ihres Ehemannes, Siegert, angenommen hatte. Sofort begann der VVN-Landesvorstand Sachsen-Anhalt, belastende Zeugenaussagen zu sammeln, und forderte seine Mitglieder mit drastischen Worten auf, über die »Schandtaten« dieser Verräterin zu berichten: »Die Luise Schröder, die heute als Siegert in Kiel verheiratet ist, treibt dort an prominenter Stelle ihr Unwesen. Es wird höchste Zeit, dass wir dieses Krebsgeschwür endlich beseitigen.«3

Auf Grundlage der in Halle gesammelten Zeugenaussagen reichte die VVN Kiel im Oktober 1949 einen Strafantrag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit bei der dortigen Staatsanwaltschaft ein.4 Soeben waren die beiden deutschen Staaten gegründet worden – ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für die Einleitung eines deutsch-deutschen Gerichtsverfahrens. Angesichts dessen mögen die Versuche der ostdeutschen Kommunisten, Luise Siegert unter einem Vorwand in die Mecklenburger Gegend zu locken und dort zu verhaften bzw. den Prozess nach Halle zu verlegen, nicht verwundern.5 Aber entgegen allen Befürchtungen, die »westdeutsche Klassenjustiz« lasse NS-Täter ungestraft, stellte der Kieler Staatsanwalt Pries einen Haftbefehl gegen Luise Siegert aus, veranlasste Gegenüberstellungen, holte ein psychologisches Gutachten ein, führte zahlreiche Zeugenbefragungen durch und ließ keinen Zweifel aufkommen, dass er trotz deutscher Teilung ein normales Gerichtsverfahren durchzuführen gedachte. Als einige der kommunistischen Zeugen aus der DDR sich weigerten, nach Kiel zu kommen, organisierte Pries Zeugenvernehmungen in Braunschweig und später sogar am deutsch-deutschen Grenzübergang in Helmstedt (die dann jedoch durch die DDR untersagt wurden).6 Auch wenn es schließlich zu einem Urteil kam, das die Erwartungen der VVN enttäuschte, steht die Intention des Prozesses, einer Frau Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, die sowohl Opfer als auch Täterin war, nicht infrage.

Wer war diese Frau?

1904 geboren, im Süden von Halle in einer deutschnational orientierten Familie aufgewachsen, trat Luise Schröter mit 22 Jahren der KPD bei. Sie hatte zuvor eine kaufmännische Lehre absolviert, als Kontoristin gearbeitet, bereits mit 17 Jahren geheiratet und einen Sohn geboren. Die ehrgeizige Frau engagierte sich in der Arbeitersportbewegung und stieg zur Landesleiterin der »Roten Sporteinheit« im Bezirk Halle auf.7 Zudem war sie im proletarischen Freidenkerverband aktiv; ihr Mann war dort leitender Funktionär. Nach Absolvierung eines Fortbildungskurses wurde sie 1932 Referentin in der Frauenabteilung des KPD-Bezirks Halle-Merseburg und übernahm im Herbst des gleichen Jahres die Leitung der Abteilung. Abgeordnet zu einem Sondereinsatz, erlangte Luise Schröter zu dieser Zeit einen Überblick über die KPD-Organisation des Bezirks und lernte viele Funktionäre kennen.8

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten arbeitete sie als Hauptkassiererin der Bezirksgeschäftsstelle der »Volkshilfe« – der Nachfolgeorganisation des verbotenen Freidenkerverbandes in Form einer Bestattungsfürsorge. Am 2. Juni 1933 durchsuchten Gestapo-Beamte das Büro der »Volkshilfe«, verfügten die Schließung und verhafteten Luise Schröter. Weil sie im Auftrag der Reichsleitung des illegalen Freidenkerverbandes den Mietvertrag für das Büro mit einem falschen Namen unterzeichnet hatte, musste sie eine einmonatige Haftstrafe wegen »Urkundenfälschung« verbüßen.9 Anschließend kam sie in das Konzentrationslager Moringen (Niedersachsen), wo sie bis zur Weihnachtsamnestie 1933 inhaftiert war. Danach kehrte sie zurück nach Halle. Im Sommer 1934 traf sie bei einem Volksfest im Kyffhäusergebiet einen ehemaligen Genossen, der ihr den Kontakt zur illegalen KPD des Bezirks vermittelte.

Zu dieser Zeit erlebte die illegale Arbeit der KPD im Kontext der inneren Krise der NS-Herrschaft (»Röhm-Putsch«) einen neuen Aufschwung. Wie groß die Anhängerschaft der Kommunisten war, zeigen die Stückzahlen der gegen Entgelt verteilten illegalen Schriften. In Halle, Weißenfels, Zeitz und anderen Orten wurden über 1000 Exemplare abgesetzt.10 Anfang Januar 1935 erhielt die Bezirksleitung Halle-Merseburg erneut 2000 illegale Druckschriften mit der Anweisung zur Verteilung.11 Besonderes Aufsehen erregten zudem anonyme Briefe, die über Neujahr an zahlreiche NS-Funktionäre verschickt wurden.

Luise Schröter wirkte zu dieser Zeit als Kurierin zwischen der Bezirksleitung und den Unterbezirken, ihr Deckname lautete »Fred«.12 Zu ihren Aufgaben gehörte die Verteilung des illegalen Propagandamaterials. Ende 1934 brachte sie größere Mengen nach Heldrungen, Nordhausen, Querfurt, Sangerhausen, Wittenberg und Wettin.13 Zudem beförderte sie Briefe und kannte sowohl die lokalen KPD-Funktionäre als auch die Treffpunkte, an denen sie ihre Sitzungen durchführten.14

Das Wiedererstarken der illegalen KPD in der zweiten Jahreshälfte 1934 blieb der Gestapo nicht verborgen. Zunächst trug sie Informationen zusammen, nahm einzelne Verhaftungen vor, um dann zum entscheidenden Schlag ausholen zu können. Am Sonnabend, den 26. Januar 1935, stürmten bewaffnete Gestapo-Beamte eine Sitzung von hochrangigen KPD-Funktionären, die in der Wohnung des halleschen Kommunisten Hans Lehnert stattfand.15 Verhaftet wurden der Oberberater für Mitteldeutschland, Albert Kayser, der politische Leiter des Bezirks Halle-Merseburg, Wilhelm Künzler, sowie die erst kurz zuvor von Dresden nach Halle geschickte neue Organisationsleiterin Helene Glatzer.

Später wurde behauptet, dass Luise Schröter diese Versammlung organisiert hätte. Das war aber nicht der Fall, vielmehr hatte sie die Wohnung für eine andere Sitzung der genannten Funktionäre besorgt, die einen Tag zuvor in Halle stattgefunden hatte.16

Suche nach Verrätern

Unmittelbar nach den Verhaftungen vom 26. Januar 1935 stellte der Hauptkassierer des Bezirks Otto Berger Ermittlungen an und schrieb in einem Bericht, dass eine Nachbarin zum Schein mit verhaftet worden sei, um zu kaschieren, dass sie die Sitzung an die Gestapo verraten hatte. Das wiederum sei möglich gewesen, weil Wohnungsinhaber Lehnert die Sitzung gegenüber Unbeteiligten erwähnt habe.17 Lehnert wiederum versuchte später, den Verdacht auf Berger zu lenken, der den Termin gekannt habe.18

Aber auch Luise Schröter konnte den Treff verraten haben. Ihr damaliger Ehemann gab bei einer Befragung im Jahr 1948 an, seine Frau sei am 26. Januar unterwegs gewesen und erst spät in der Nacht nach Hause zurückgekehrt.19 Der Verdacht, dass Luise Schröter bereits zu dieser Zeit »Spitzelin« der Gestapo war, kursierte schon wenige Tage nach dem Beginn der nun einsetzenden Verhaftungswelle20 und verdichtete sich bald zur (vermeintlichen) Gewissheit.21 »Die Verhaftung erfolgte durch Verrat des Chefkuriers Luise Schröder«,22 wurde in einem KPD-Bericht im April 1935 behauptet.

Auch das Landgericht Kiel ging in dem Strafverfahren 1950/51 zunächst von dem Anfangsverdacht aus, »dass sich die Angeklagte bereits im Jahre 1934 und Anfang 1935 als Spitzel der Gestapo betätigt und bei den am 26. 1. 1935 beginnenden Verhaftungen von Funktionären mitgewirkt hat«.23

Das ließ sich jedoch nicht beweisen. Neben der Aussage Otto Bergers, der sie in diesem Punkt entlastete, überzeugte das Gericht der Umstand, dass Luise Schröter in einem Gesuch um Verlegung in eine andere Haftanstalt im Jahr 1936 herausgestellt hatte, nach ihrer Verhaftung Gestapo-Vertrauensperson geworden zu sein: »Wenn die Angeklagte sich bereits der Gestapo vor ihrer Verhaftung im Februar zur Verfügung gestellt hätte, hätte sie dies in dem Gesuch sicherlich nicht verschwiegen.«24

Die Verhaftung der drei Funktionäre war der Beginn einer lawinenartigen Verhaftungswelle im KPD-Bezirk Halle-Merseburg. Ein Bericht der Staatspolizei (Stapo) Halle wies vom 26. Januar bis zum 3. April 1935 insgesamt 458 Festnahmen von Kommunisten aus; zu diesem Zeitpunkt war die Aktion aber noch in vollem Gang.25 Ende Mai 1935 waren die Gerichtsgefängnisse in Mitteldeutschland derart überfüllt, dass die Stapo beantragte, 200 verhaftete Kommunisten im KZ Lichtenburg unterzubringen.26

Die überlieferten Quellen gehen übereinstimmend davon aus, dass die Kaskade der nach dem 26. Januar 1935 in Halle erfolgten Verhaftungen bei Hans Lehnert, zu dieser Zeit Kurier der illegalen KPD Halle-Süd, ihren Anfang nahm. Einem Tagesbericht der Gestapo zufolge hatte sich Lehnert »völlig geständig« gezeigt.27 Ob er gefoltert wurde, ist umstritten.28

Die schwerwiegendste Folge der Aussagen Lehnerts war die Festnahme des Hauptkassierers im KPD-Bezirk Halle-Merseburg Otto Berger, einer zentralen Figur des KPD-Widerstands. »Nach schweren Misshandlungen« soll er die ihm bekannten Namen und Adressen angegeben haben, sodass die Gestapo nun nach und nach den gesamten »technischen Apparat« ausfindig machen, etwa 25 Funktionäre verhaften und alle illegalen Abziehapparate und Schreibmaschinen sowie die Fahrräder der Kuriere beschlagnahmen konnte.29 Ein Mitverhafteter bescheinigte seinem Freund Berger zwar, keineswegs alles preisgegeben zu haben, was er wusste.30 Nichtsdestotrotz hat er »viele Verbindungen verraten« und der Gestapo als Lockspitzel gedient.31 Berger wirkte an der Festnahme von Minna Herm mit,32 die bis vor Kurzem Organisationsleiterin der KPD Halle-Merseburg gewesen war, und er führte die Gestapo auf die Spur des KJVD-Funktionärs Walter Schlag, dessen Verhaftung in Magdeburg allerdings misslang. Am 8. Februar half Berger der Gestapo, einen halleschen Kommunisten festzunehmen.33 Danach war er für die Gestapo offenbar »verbraucht«.

Flucht und Verhaftung

Luise Schröter spielte in dieser ersten Phase der Verhaftungswelle keine Rolle. Nachdem sie am 29. Januar noch vergeblich versucht hatte, Berger zu warnen,34 ließ sie sich von seiner Ehefrau 50 Mark aus der KPD-Kasse aushändigen und flüchtete. In einem Gestapo-Bericht hieß es: »Die Schröter hat bis zu ihrer Festnahme versucht, die Verbindungen nach Berlin abzuriegeln und sie vor dem Zugriff der Geheimen Staatspolizei zu schützen. Sie hat weiterhin bis zu ihrer Festnahme zwischenzeitlich die Funktion des bereits festgenommenen Oberberaters Kayser wahrzunehmen versucht und auch in Magdeburg und Hannover versucht, die KPD-Organisation vor dem Zugriff der Geheimen Staatspolizei zu bewahren.«35

Auf ihrem Weg über Querfurt und Nordhausen nach Hannover warnte sie die Unterbezirke. In Hannover nahm sie Kontakt zum dortigen Bezirksleiter Karl Adolphs auf.36 In Sangerhausen erfuhr sie, dass nach ihr gefahndet wurde. In Eisleben konnten durch ihre Warnung zwei Kuriere, die von Wittenberg nach Sangerhausen und Nordhausen unterwegs waren, vor der Verhaftung bewahrt werden.37 Die von ihr kontaktierten Kommunisten beschrieben Schröters seelische Verfassung in jenen Tagen als »ganz ängstlich«;38 weinend habe sie erzählt, dass »die Gruppen Halle, Sangerhausen und Nordhausen hochgegangen seien«.39

Um Luise Schröter aufzuspüren, deren zentrale Rolle in der illegalen KPD des Bezirks der Gestapo inzwischen bekannt geworden war, wurde ihr Ehemann verhaftet, gefoltert und zur Suche nach der Ehefrau in Sangerhausen und Eisleben gezwungen.40 In der Wohnung der Schröters in Halle warteten Polizisten Tag und Nacht auf das Eintreffen der gesuchten Kommunistin – vergeblich.41 Otto Berger fuhr mit der Gestapo nach Bockwitz, wo eine Bekannte von Luise Schröter wohnte – auch dort tauchte sie nicht auf.42 Wie die Gestapo Luise Schröter schließlich dennoch auf die Spur kam, darüber findet sich in den Akten nichts.43 Möglicherweise wurde ihr der Kontakt zum Leiter einer illegalen Nordhausener Gruppe zum Verhängnis. Mit diesem Kommunisten namens Kindervater hatte sie am 14. Februar 1935 ein Treffen in Hannover, bei dem sie verhaftet wurde. Schröter vermutete, Kindervater habe sie verraten und sei nur zum Schein mit verhaftet worden.44 Mit ihrem Verdacht war sie nicht allein: Zwei illegal in Nordhausen tätige Kommunisten machten Kindervater für Verhaftungen von Gruppenmitgliedern verantwortlich.45

In den Fängen der Gestapo

Es bleibt festzuhalten, dass Luise Schröter bis zum 14. Februar 1935 nicht mit der Gestapo zusammengearbeitet hat. Das änderte sich jedoch rasch. Unmittelbar nach ihrer Verhaftung legte sie »ein lückenloses Geständnis«46 ab und erbrachte, so der Gestapo-Beamte Rost, einige »Beweise ihrer Ehrlichkeit«.47 Sie nannte alle 23 KPD-Unterbezirke, in denen sie als Instrukteurin, Kassiererin und Kurierin gewirkt hatte. Etwa die Hälfte davon war der Gestapo bereits seit der Verhaftung des halleschen Bezirksleiters Franz Urbansky im November 1934 bekannt; bei ihm waren verschlüsselte Notizen über Unterbezirke gefunden worden.48 Nun also komplettierte sich das Bild.

Um die tatsächliche Rolle von Luise Schröter aber nicht überzubewerten, muss betont werden, dass die Verhaftungswelle schon in vollem Gang war, als sie festgenommen wurde. In Halle waren bis zum 12. Februar 1935 bereits 50 bis 80 Kommunisten in Haft, also etwa die Hälfte der insgesamt ca. 150 Festgenommenen in der Saalestadt.49 Im Tagesbericht der Stapo Halle vom 14. Februar 1935 hieß es, die Festnahmen der führenden Funktionäre in Weißenfels, Zeitz, Heldrungen, Berga-Kelbra und in Brücken im Kreis Sangerhausen seien »für den 15. 2. 35 in die Wege geleitet«.50 Diese Verhaftungen gingen also aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auf das Konto der Bezirkskurierin.

Welche Rolle Luise Schröter bei der am 15. Februar 1935 erfolgten Festnahme von zwei illegal tätigen Kommunisten in Heldrungen spielte, kann nicht eindeutig geklärt werden. Einem Gestapo-Bericht zufolge waren die beiden Kriminalbeamten, die Luise Schröter in Hannover verhaftet hatten, von dort sofort nach Heldrungen gefahren, um die Kommunisten festzunehmen.51 Offenbar war eine Gegenüberstellung geplant, zu der es aber nicht kam.52

Wie Luise Schröter nach ihrer Verhaftung durch die Gestapo behandelt wurde, ist schwer einzuschätzen. Anders als die in Moskau geschulte KPD-Spitzenfunktionärin Helene Glatzer, die mit schweren Folterungen zu Aussagen gezwungen werden sollte, hat Luise Schröter offenbar noch unter dem Schock der Verhaftung alles ausgesagt, was sie wusste. Im Gerichtsverfahren in Kiel schilderte sie 1950, »dass sie damals ununterbrochen verhört worden sei, wobei sie ohnmächtig geworden, mit kaltem Wasser übergossen und dann weiter vernommen wurde, dass sie die Schreie und Hilferufe der im Nebenzimmer misshandelten Häftlinge habe anhören müssen, dass sie in die Zelle, in der eine ihrer Bekannten [Helene Glatzer; U. G.] kurz vorher Selbstmord verübt hatte und in der noch die Blutflecke an der Wand zu sehen gewesen seien, gesperrt worden und dass sie durch die beständigen Hinweise auf die Bedrohung von Freiheit und Leben ihres Sohnes unter stärksten Druck gesetzt worden wäre«.53

Vorausgesetzt, dass ihre Schilderung des massiven Psychoterrors durch die Gestapo zutreffend war, würde das ihr rasches »Umfallen« verständlich machen. Ein Gerichtsmediziner, der Luise Siegert im Jahr 1950 begutachtete, stellte in diesem Sinne fest, dass »sie zweifellos unter dem Einfluss unvorhergesehener und neuartiger Situationen, die erhebliche Ansprüche an die geistige Elastizität und Anpassungsfähigkeit fordern, verhältnismäßig leicht in einen Zustand der Rat- und Hilflosigkeit gelangen kann«. Der Mediziner merkte zu ihren Aussagen unmittelbar nach der Verhaftung an, dass diese »Handlungen, bei denen es sich im Wesentlichen um Denunziationen handelt, in einem seelischen Ausnahmezustand begangen worden sind, der einer erheblichen Einschränkung der freien Willensbestimmung entsprochen haben könnte«.54 Luise Schröter hatte bereits vorher eingeräumt, dass sie durch die illegalen Aktivitäten und das Leben auf der Flucht zermürbt, in Sorge um ihre Familie »vollständig den Kopf verloren hatte«.55

Darüber hinaus scheint es aber ein zweites Moment gegeben zu haben, das Luise Schröter bewog, mehr für die Gestapo zu tun, als sie unbedingt musste. In den Gesprächen mit dem Gutachter in Kiel wies sie auch »immer wieder unter starkem Affekt auf das an ihr damals dadurch begangene ›größte Verbrechen‹ [hin], dass sie vor ihrer Verhaftung von der KPD-Landesleitung in Hannover wieder in ihren gefährdeten Bezirk zurückgeschickt, dass sie von Kindervater und Berger verraten und sogar von ihrem eigenen Mann im Dienste der Gestapo gesucht worden war«. Das veranlasste den Gutachter zu der Schlussfolgerung, dass »auch Gefühle der Rache und Abneigung gegenüber ihren eigenen Genossen in ihr erweckt worden und für ihr Handeln mitverantwortlich gewesen sein dürften«.56 Weniger differenziert, aber in gleicher Grundtendenz hieß es auch in einem Bericht der VVN Halle, dass »krankhafte Triebkraft der Rachedürstigkeit« ein Motiv gewesen sein könnte, wobei darauf verwiesen wurde, dass es in ihrer Ehe zu Eifersuchtsszenen gekommen sei und ihr Mann sie geschlagen habe.57 Inwiefern eine durch familiäre Gewalterfahrungen geschädigte Psyche die plötzlichen negativen Gefühle gegen die Genossen begünstigt hat, darüber kann man nur spekulieren.58

Drittens legte der zitierte Bericht der VVN Halle nahe, bei der Bewertung der Handlungen Luise Schröters auch ihr »drängendes Geltungsbedürfnis« zu berücksichtigen. Mitinhaftierte erinnerten sich, dass Luise Schröter nach ihrer Verhaftung nicht in einer Gefängniszelle, sondern »im Polizeipräsidium in einem Zimmer der Gestapo« geschlafen habe.59 Sie sei bei Verhören einstiger Genossen zugegen gewesen, habe mit Gestapo-Beamten gescherzt und sich Notizen gemacht. Das sofortige Umschlagen von illegaler Tätigkeit in die Bereitschaft zum Verrat könnte somit auch daher rühren, dass ihr im Extremfall die Bewahrung von Handlungsoptionen und die Möglichkeit, im neuen Umfeld der Gestapo sofort wieder Anerkennung zu erhalten, wichtiger waren als Treue zu Ideen und Personen. Diese Neigung zu opportunistischem Verhalten zeigte sich erneut nach 1945, als sie sich in der VVN in Kiel engagierte.60

Einsatz als Lockspitzel

Am 19. Februar 1935, fünf Tage nach ihrer Verhaftung, fuhr Luise Schröter unter Gestapo-Bewachung nach Wittenberg, wo sie bei der illegalen KPD Gelder kassierte und bat, einen Abziehapparat und eine Schreibmaschine nach Halle abzugeben. Damit war der Coup für die Gestapo eingefädelt, die frohlockte: »Die Aushebung des Unterbezirks Wittenberg steht bevor.«61 Zwei Tage später kam Luise Schröter wieder und stellte einen neuen politischen Leiter des KPD-Bezirks vor, bei dem es sich in Wirklichkeit um einen speziell geschulten Gestapo-Mitarbeiter handelte. »Derselbe verlangte einen ausführlichen Organisationsbericht, den er auch bekam«,62 konstatierte später ein KPD-Bericht. Am 23. Februar griff die Gestapo zu. Neben zwei Funktionären verhaftete sie in der Gaststätte eines kommunistischen Wirtes alle 120 Anwesenden, darunter 30 Kommunisten.63

Ende Februar folgte ein zweiter Einsatz von Luise Schröter als Lockspitzel, diesmal in Zeitz. Dort nahm sie Kontakt zum Leiter der Zeitzer illegalen Gruppe Erich Wagenbreth auf und führte wiederum einen Gestapo-Mann als neuen Oberberater ein.64 Wenig später verhaftete die Gestapo drei führende Mitglieder der Zeitzer Gruppe, zu der auch Sozialdemokraten gehörten. Eine größere Verhaftungswelle in Zeitz und den umliegenden Dörfern schloss sich an. Es wäre überzogen, Luise Schröter für die etwa 200 Verhaftungen verantwortlich zu machen, wie dies einige KPD-Funktionäre taten. Schröters Rolle bestand darin, die führenden Männer der Widerstandsgruppe in eine Falle zu locken. Daraufhin wurden diese durch Folter zu Aussagen gezwungen, was weitere Festnahmen nach sich zog.65 Zudem machte sich die Gestapo zunutze, dass in illegalen Zeitschriften Angaben über die Unterstützung von Angehörigen politischer Gefangener gemacht worden waren. Gezielt suchten Gestapo-Mitarbeiter diese Familien auf und erpressten insbesondere von Frauen Geständnisse hinsichtlich ihrer Kontakte zur »Roten Hilfe« bzw. zur illegalen KPD.66

Luise Schröters bereitwillige Mitwirkung wurde honoriert. Schon vor Abschluss ihres zweiten »Einsatzes« in Zeitz kam sie wieder auf freien Fuß. Aber ihre Arbeit für die Gestapo war damit nicht beendet, im Gegenteil. Während die bisherige Mitwirkung an Gestapo-Aktionen unter Zwang und direkter Aufsicht erfolgte, scheint Luise Schröter sich zunehmend mit ihrer Rolle identifiziert zu haben und sogar selbst initiativ geworden zu sein. In den Überlieferungen findet sich kein Hinweis darauf, dass die Gestapo Luise Schröter als V-Person betrachtete, praktisch agierte sie nun jedoch in dieser Rolle.

Ende April fuhr sie nach Heldrungen, wo sie vorgab, weiterhin für die illegale KPD tätig zu sein. Den Erinnerungen eines Zeitzeugen zufolge brachte sie Material und kassierte Parteibeiträge. Sie versicherte den Genossen, dass für eine illegale Weiterarbeit keine Gefahr bestünde.67 Ihr Chauffeur war ein Gestapo-Mitarbeiter, dessen Verhalten jedoch unverdächtig erschien.68 Und so klebte die illegale KPD Heldrungen am Vorabend des 1. Mai 1935 mit mehreren Fünfergruppen Plakate und malte »Kampflosungen gegen den Faschismus«.69

Eine Woche danach griff die Gestapo zu und verhaftete etwa zehn Widerstandskämpfer, die gleich danach Luise Schröter im Rathaus gegenübergestellt wurden. »Das Verhalten der Schröder mit den Gestapobeamten war ein sehr freundschaftliches und man konnte ganz klar erkennen, dass sie in Diensten der Gestapo steht«, erinnerte sich ein Betroffener.70

Im April 1935 gab die KPD eine Spitzelwarnung heraus,71 die aber durch die zu diesem Zeitpunkt stark beeinträchtigten Strukturen der illegalen Partei kaum verbreitet worden zu sein scheint. Auf jeden Fall war Luise Schröter weiter im Auftrag der Gestapo unterwegs und knüpfte Kontakte in mehreren Orten im Mansfelder Land. In Eisleben suchte sie den KPD-Unterbezirksleiter Emil Engelhardt auf und wurde zu einer Besprechung mit den Leitern der illegalen KPD-Untergruppen in Querfurt und Bischofsrode hinzugezogen.72 Dabei blieb es nicht: »Sie bemühte sich in dieser Zeit insbesondere auch, möglichst viele Angehörige der Gruppe kennenzulernen und regte zu diesem Zweck eine Mitgliederversammlung an.«73 Ein Treffen mit Engelhardt in Magdeburg führte, obwohl dieser Verdacht schöpfte, nicht dazu, dass Luise Schröter »abgehängt« wurde.74

Zunehmende Eigenaktivität

Die Gestapo hatte Luise Schröter in Eisleben eine ähnliche Rolle zugedacht wie in Wittenberg und Zeitz; sie sollte einen Gestapobeamten als Vertreter des ZK der KPD einführen – dazu kam es jedoch nicht. Denn zur gleichen Zeit suchte Robert Büchner, ein Funktionär der Reichsleitung des Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD), der aufgrund der Verhaftung der illegalen Landesleitung aus Berlin zu seinen Eltern nach Eisleben geflohen war, Kontakt zur illegalen KPD. Büchner wurde mit Luise Schröter bekannt gemacht und gewann bei einem Waldspaziergang den Eindruck, sie sei »echt«.75

Jetzt begann Luise Schröter allem Anschein nach ohne Auftrag der Gestapo ihr eigenes Spiel.76 Sie bot an, einen Kontakt zu halleschen Kommunisten herzustellen, und organisierte ein Motorrad, das Büchner in ein Dorf bei Halle brachte – direkt in eine Falle der Gestapo.77 Die Verhaftung Büchners und weiterer Kommunisten aus Eisleben war aus der Perspektive der Gestapo ein Störfall, man hätte, wie Kriminalsekretär Rost bedauerte, »das Vogelnest wegen Büchner frühzeitig ausheben müssen«.78

Ob Luise Schröter noch in anderen Orten als Lockspitzel im Einsatz war und Gestapo-Beamte als vermeintliche Funktionäre der neuen KPD-Bezirksleitung an illegale Gruppen lancierte, ist nicht nachweisbar.79 Allerdings wurde Luise Schröter später noch auf die KPD-Zentrale in Berlin angesetzt. Sie gab sich als Abgesandte von Genossen aus, die dringend Verbindung wünschten. Inzwischen hatte sich aber die Spitzelwarnung herumgesprochen; sie wurde abgewiesen.80

Wie bei V-Leuten üblich, trat auch Luise Schröter nicht offen als Zeugin in den im Herbst 1935 durchgeführten Prozessen auf, ihre Aussagen wurden lediglich hier und da zitiert.81 In einem Fall beantragte der Angeklagte ausdrücklich die Vorladung von Luise Schröter zur Hauptverhandlung, weil er damit seine Verteidigung unterstützen wollte; das Gericht lehnte dies jedoch ab.82 Als Luise Schröters Ehemann im Mai 1935 aus der Haft entlassen wurde, erfuhr er von seiner hochbetagten Mutter, dass seine Frau »tagtäglich mit dem Auto der Gestapo unterwegs sei und schon mehrere Verhaftungen mit durchgeführt habe«.83 Schröter warnte seine Frau: »Wenn die Gestapo Dich nicht mehr gebrauchen kann, wird sie Dich genauso verurteilen wie die anderen.«84

Der Ehemann sollte mit seiner Bemerkung recht behalten. Gut ein Jahr blieb Luise Schröter noch auf freiem Fuß. Im Frühjahr 1936 kam sie in Untersuchungshaft. Das Kammergericht Berlin verurteilte sie am 3. Juli 1936 wegen »Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens« zu drei Jahren Haft, die sie zunächst im Zuchthaus Jauer in Schlesien, danach in Lübeck-Lauerhof verbüßte.85 Sie selbst schätzte ihr Urteil als milde ein und hoffte zudem, nach der Hälfte der Haftzeit entlassen zu werden.86 Doch dazu kam es nicht. Erst im Mai 1939 wurde sie zur Gestapo Halle überstellt und schließlich freigelassen.87

Im Jahr 1941 wurde die Ehe der Schröters geschieden, Luise Schröter siedelte zu einer ehemaligen Mitgefangenen nach Kiel um und heiratete deren Sohn Herbert Siegert.

Fazit

In der SED-Historiografie ebenso wie in publizierten Erinnerungen von Zeitzeugen wurde das klischeeartige Bild der Verräterin Luise Schröter fortgeschrieben und ein nahtloser Übergang von der KPD-Chefkurierin zur Gestapo-Agentin suggeriert.88 Auch bei Klaus-Michael Mallmann findet sich diese unpräzise Darstellung.89

Demgegenüber ist die harte Zäsur zu betonen, der abrupte Wechsel der Seiten. Erst nach der Verhaftung am 14. Februar 1935 gab Luise Schröter ihr Organisationswissen preis und wirkte an der Festnahme von Kommunisten mit.90 Zu ihrer KZ-Erfahrung und der psychischen Belastung durch Drohungen und Ängste kam wahrscheinlich hinzu, dass die Gestapo sie mit dem Verrat von Genossen konfrontiert und dadurch Gefühle der Hilflosigkeit, Enttäuschung und den Wunsch nach Vergeltung geweckt hat.

Es mag der perfiden Täuschungsmethode der Gestapo, die sich Luise Schröters zunehmende Identifikation mit den Tätern zunutze machte, geschuldet sein, dass der KPD-Kurierin Hunderte Verhaftungen angelastet wurden. Nachweisbar wirkte sie an vier Orten als Lockspitzel und spielte der Gestapo etwa 20 KPD-Funktionäre in die Hände. An der 1951 in Kiel erfolgten Verurteilung wegen »Verbrechen gegen die Menschlichkeit« zu einer milden Strafe von einem Jahr Haft ist bemerkenswert, dass sie überhaupt erfolgte und dass sie durch den Bundesgerichtshof in der Sache bestätigt wurde: Die Angeklagte hätte Kommunisten »in hinterlistiger Weise der Gestapo in die Hände gespielt«,91 weshalb auch nach deutschem Recht eine Bestrafung wegen Beihilfe zur Freiheitsberaubung und, angesichts der Folterpraxis der Gestapo, wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung möglich gewesen wäre. Deshalb musste das Landgericht unter den neuen rechtlichen Bedingungen – eine Verurteilung nach alliiertem Strafrecht war deutschen Gerichten ab September 1951 nicht mehr möglich – nochmals prüfen.

Trotz der Bemühungen des Kieler Staatsanwalts, unter den Bedingungen des Kalten Krieges einen regulären Prozess durchzuführen, wurde das Verfahren dann aber Ende 1952 eingestellt.92 Die ultimativen Aufforderungen ostdeutscher Kommunisten, den Prozess in die DDR zu verlagern, hatten schon zuvor eine Fortführung blockiert.93

Dass Luise Siegert nach der Versandung ihres Gerichtsverfahrens keinerlei Schuldbewusstsein zeigte und umgehend ihre Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus beantragte,94 schließt nicht aus, dass sie gleichzeitig Sündenbock war. Offenbar bot sie den traumatisierten Kommunisten die Möglichkeit zur Projektion negativer Gefühle. Darüber hinaus glaubten Männer wie Otto Berger die Chance nutzen zu können, von eigenem Versagen abzulenken. Für Berger hatte die erzwungene Dienstbarkeit für die Gestapo dann aber doch im Jahr 1952, nachdem er zunächst Karriere bei der Volkspolizei gemacht hatte und sogar Mitglied der Parteikontrollkommission geworden war, Konsequenzen: Er wurde »wegen Kapitulation vor dem Klassenfeind und Verrat von Genossen an die Gestapo im Jahre 1935« für vier Jahre aus der SED ausgeschlossen.95 Hans Lehnert hingegen wurde trotz Protestes der VVN im Jahr 1949 Volkspolizist und arbeitete als Abschnittsbevollmächtigter sowie Führungs-IM für die Staatssicherheit. Lediglich eine Übernahme als hauptamtlicher Mitarbeiter des MfS kam wegen seines Verrats von Genossen bei der Gestapo nicht zustande.96

1 Siehe Hallesche Gestapo-Agentin in Kiel verhaftet, in: Freiheit, 4. Oktober 1950, S. 4; 2/Bö [KPD Prag], o. D., in: Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv (im Folgenden: SAPMO-BArch), RY 1/I 2/3/100, Bl. 44.

2 Siehe SED-Frauen sprechen sich aus, Zeitungsausschnitt, o. D. [1946], in: Landesarchiv Schleswig-Holstein (im Folgenden: LASH), Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 327a.

3 VVN-Landesvorstand Sachsen-Anhalt, Hamersky, an Prorektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Rudolf Agricola, 3. Juni 1949, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag. Die Schreibweise des Nachnamens variiert in den Dokumenten und wurde hier und in den weiteren Zitaten jeweils wie im Original übernommen. Richtig ist Schröter.

4 Siehe VVN Kiel an Staatsanwaltschaft beim Landgericht Kiel, 19. Oktober 1949, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.

5 Siehe VVN-Landesvorstand Sachsen-Anhalt an Generalsekretariat des VVN, 30. Juni 1948, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.; Oberstaatsanwalt Halle an Oberstaatsanwalt Kiel, 
20. Januar 1950, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 29.

6 Siehe Landgericht Kiel, Zeugenvernehmungen, 10. November 1950, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 229-236.

7 Siehe Vernehmung Luise Siegert, Kiel, 24. März 1950, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 52-55, hier 52.

8 Siehe Betr. Luise Schröder, Spitzelin, 20. Mai 1935, in: SAPMO-BArch, RY 1/I 2/3/100, Bl. 20.

9 Siehe Lebenslauf Luise Schröter, 19. November 1936, in: LASH, Abt. 357.3, Nr. 4135, n. pag.; Verteidiger Paul Paulsen an Oberstaatsanwalt in Kiel, 14. Dezember 1949, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 18-23, hier 19.

10 Siehe Tagesbericht Staatspolizeistelle (im Folgenden: Stapo) Halle, 4. Dezember 1934, in: Bundesarchiv (im Folgenden: BArch), R 58/2024, Bl. 109-116.

11 Siehe Tagesbericht Stapo Halle, o. D. [Anfang Januar 1935], in: BArch, R 58/2024, Bl. 162-166, hier 163.

12 Siehe Landgericht Kiel, Zeugenvernehmungen in Braunschweig, 10. November 1950 (Anm. 6), Bl. 230.

13 Siehe Kammergericht Berlin, Urteil gegen Luise Schröter, 3. Juli 1936, in: Landesarchiv Berlin (im Folgenden: LAB), C Rep. 375-01-14 Nr. 19328, Bl. 6-9.

14 Siehe Betr. Luise Schröder, Spitzelin, 20. Mai 1935 (Anm. 8), Bl. 20.

15 Siehe Bericht Hans Lehnert, Halle, 7. Juli 1949, Abschrift, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.; Bericht über die Vorgänge seit dem 26. 1. 35 in J.9, o. D., Posteingang Moskau 10. März 1935, in: SAPMO-BArch, RY 1/I 3/11/58, Bl. 109.

16 Siehe Robert Mühlpforte an VVN Sachsen-Anhalt, 7. Juni 1949, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.

17 Siehe Bericht über die Vorgänge seit dem 26. 1. 35 in J.9, o. D., Posteingang Moskau 10. März 1935 (Anm. 15), Bl. 109.

18 Siehe Bericht Hans Lehnert, Halle, 7. Juli 1949 (Anm. 15), S. 2.

19 VVN an Zentralsekretariat der SED, Abteilung Personalpolitik, 17. September 1948, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.

20 Siehe Walter Ellrich an VVN-Landesvorstand Sachsen-Anhalt, 27. Juni 1949, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.

21 Siehe Erich, Bericht über meine Tätigkeit im Bezirk Halle-Merseburg, 5. März 1936, Abschrift, in: SAPMO-BArch, RY 1/I 2/3/100, Bl. 22-26.

22 Betr. Lage in Halle-Merseburg in der Zeit vom 1.1. – 10.4.1935, 20. April 1935, in: SAPMO-BArch, RY 1/I 2/3/100, Bl. 14-19, zit. 14.

23 Landgericht Kiel, Urteil gegen Luise Siegert, 11. Juni 1951, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 328-340, hier 331.

24 Ebd., Bl. 332.

25 Siehe Bericht Stapo Halle [unvollständig, nur S. 4–9, o. D., etwa April 1935], in: BArch, R 58/2024, Bl. 237-242, hier 242.

26 Siehe Stapo Halle an Kommandeur der Konzentrationslager in Berlin vom 28. Mai 1935, in: BArch, R 58/3158, Bl. 202 f.

27 Tagesbericht Stapo Halle, 29. Januar 1935, Abschrift, in: BArch, R 58/2195, Bl. 155 f. Siehe Otto Berger, Erinnerungen aus der Zeit der Widerstandsbewegung Mitteldeutschlands, Bezirk Halle-Merseburg, in: Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Merseburg (im Folgenden: LHASA, MER), P 524, V/5/056, Bl. 1-6, hier 5.

28 Siehe Bericht über die Lage im Bezirk Halle-Merseburg Ende Januar 1935, in: SAPMO-BArch, RY 1/I 3/11/58, Bl. 110; Abt. Personalpolitik beim SED-Kreisvorstand Halle an Abt. Personalpolitik beim SED-Landesvorstand Sachsen-Anhalt, 29. Juli 1949, in: Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (im Folgenden: BStU), MfS, BV Halle, AIM 1923/89, Teil I, Bd. 1, Bl. 47 f.; Otto Berger, Erinnerungen aus der Zeit der Widerstandsbewegung Mitteldeutschlands, Bezirk Halle-Merseburg (Anm. 27), S. 5.

29 Siehe Bericht über die Lage im Bezirk Halle-Merseburg Ende Januar 1935 (Anm. 28), Bl. 110.

30 Siehe Zeugenaussage Willi Kunz, Braunschweig, 19. April 1950, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 75-77.

31 2/Bö. [KPD Prag], in: SAPMO-BArch, RY 1/I 2/3/100, Bl. 44. Der Weißenfelser Kommunist Kotulla wird hier Guttella geschrieben.

32 Siehe ebd. sowie Wilhelm Künzler: Aus meinem Leben, Karlsruhe 1980, S. 57. Allerdings: Die Gestapo rechnete diese Verhaftung nicht Berger, sondern Alwin Richter als »Verdienst« an. Siehe Generalstaatsanwalt bei dem Kammergericht Berlin an Reichsminister der Justiz, 24. Dezember 1935, in: SAPMO-BArch, R 3001/179617, Bl. 20a-21.

33 Siehe Protokoll der 58. Sitzung der ZPKK am 24. Juli 1952, in: SAPMO-BArch, DY 30/IV 2/4/443, Bl. 89 f.

34 Siehe Vernehmung Luise Siegert, Kiel, 24. März 1950 (Anm. 7), Bl. 52-55.

35 Stapo Halle an Gestapo Berlin, Tagesbericht, 16. Februar 1935, in: BArch, R 58/2024, Bl. 200-204, zit. 201 f.

36 Siehe Landgericht Kiel, Zeugenvernehmungen Kiel, 9. Juni 1951, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 317 f.

37 Siehe Volkspolizeiamt Lutherstadt Eisleben, Zeugenvernehmung Emil Engelhardt, 10. März 1950, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 91 f. Am gleichen Tag, als Otto Berger in Halle verhaftet wurde, wurden auch in Sangerhausen und Nordhausen zahlreiche Kommunisten festgenommen. Siehe Landgericht Kiel, Urteil gegen Luise Siegert, 11. Juni 1951 (Anm. 23), Bl. 329.

38 Fritz Mosch an VVN-Landesvorstand Sachsen-Anhalt, 28. Juni 1949, Abschrift, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.

39 Volkspolizeiamt Lutherstadt Eisleben, Zeugenvernehmung Emil Engelhardt, 10. März 1950 (Anm. 37), Bl. 91 f.

40 Siehe Erich, Bericht über meine Tätigkeit im Bezirk Halle-Merseburg, 5. März 1936, Abschrift (Anm. 21), Bl. 26.

41 Siehe VVN an ZK der SED, Abteilung Personalpolitik, 17. September 1948 (Anm. 19).

42 Siehe Vernehmung Luise Siegert, Kiel, 24. März 1950 (Anm. 7), Bl. 52-55.

43 Bereits Tage zuvor kündigte die Gestapo ihre bevorstehende Festnahme an. Siehe Tagesbericht Stapo Halle, 8. Februar 1935, in: BArch, R 58/2024, Bl. 181-184, hier 182 f.

44 Siehe Rechtsanwalt Paul Paulsen an Oberstaatsanwalt, Kiel, 14. Dezember 1949 (Anm. 9), Bl. 21; Tagesbericht Stapo Halle, 14. Februar 1935, in: BArch, R 58/2024, Bl. 196-198, zit. 196.

45 Siehe VVN-Fragenbogen Hermann Dahlmann, 21. Dezember 1950, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/114, n. pag.; VVN-Fragenbogen Wilhelm Spangenberg, 28. April 1951, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/136, n. pag.

46 Luise Schröter an Kammergericht Berlin, 17. September 1936, in: LASH, Abt. 357.3, Nr. 4135, Bl. 22.

47 Schreiben von Kriminal-Sekretär Rost, Berlin, 3. Oktober 1936, in: LASH, Abt. 357.3, Nr. 4135, Bl. 25.

48 Siehe Tagesbericht Stapo Halle, 16. Februar 1935 (Anm. 35), Bl. 202; Volksgerichtshof, 1. Senat, Urteil vom 2. August 1935 gegen Albert Kayser u. a., S. 19, in: BArch, NJ 1488, n. pag.

49 Siehe Betr. Lage in Halle-Merseburg in der Zeit vom 1. 1. – 10. 4. 1935, 20. April 1935 (Anm. 22), Bl. 14; Bericht über die Vorgänge seit dem 26. 1. 35 in J.9, o. D., Posteingang Moskau 10. März 1935 (Anm. 15), Bl. 109.

50 Tagesbericht Stapo Halle, 14. Februar 1935 (Anm. 44), zit. Bl. 197.

51 Siehe Landrat des Kreises Eckartsberga an Regierungspräsidium Merseburg, Ereignismeldung, 16. Februar 1935, in: LHASA, Abt. MER, C 48 Ie, Nr. 1188, Bl. 539.

52 Siehe Vernehmung Luise Siegert, Kiel, 24. März 1950 (Anm. 7), zit. Bl. 54.

53 Gutachten Dr. Illchmann-Christ, Institut für gerichtliche und soziale Medizin an der Universität Kiel, 19. September 1950, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 155-185, zit. 178 f.

54 Ebd.

55 Aussage Luise Siegert, Kiel, 20. Oktober 1949, Abschrift, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.

56 Gutachten Dr. Illchmann-Christ (Anm. 53), S. 182.

57 VVN an Zentralsekretariat der SED, Abteilung Personalpolitik, 17. September 1948 (Anm. 19).

58 Aus psychoanalytischer Sicht ist die Suche nach anderen Opfern eine logische Konsequenz aus der Identifikation mit dem Aggressor. Siehe Arno Gruen: Der Fremde in uns, München 2002, S. 58.

59 Erich, Bericht über meine Tätigkeit im Bezirk Halle-Merseburg, 5. März 1936, Abschrift (Anm. 21), Bl. 25.

60 Siehe VVN Kiel an Rat der Stadt Halle, Abt. OdF, 8. Juni 1948, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.

61 Tagesmeldung Stapo Halle, 19. Februar 1935, in: BArch, R 58/3158, Bl. 52.

62 Betr. Lage in Halle-Merseburg in der Zeit vom 1. 1. – 10. 4. 1935, 20. April 1935 (Anm. 22), Bl. 15.

63 Siehe ebd.

64 Siehe Bericht Erich Wagenbreth an VVN-Landesvorstand Sachsen-Anhalt, 8. Juni 1949, in: 
SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.

65 Siehe Betr. Verhaftungen, 20. Juni 1935, in: SAPMO-BArch, RY 1/I 2/3/100, Bl. 16-19, hier 18.

66 Siehe Bericht Kurt, 25. November 1935, in: SAPMO-BArch, RY 1/I 3/8-10/169, Bl. 148 f. Ein anderer Bericht sprach von ca. 80 Verhaftungen. Siehe Betr. Lage in Halle-Merseburg in der Zeit vom 1. 1. – 10. 4. 1935, 20. April 1935 (Anm. 22), Bl. 14. Laut Gestapo gab es 185 Festnahmen. Siehe auszugsweise Abschrift aus einem Gestapo-Bericht: II. Besonderes, Berlin, 20. Mai 1935, in: BArch, R 58/2025, Teil 2, Bl. 199.

67 Hugo Launicke, Bericht über die Widerstandsbewegung des Kreises Eckartsberga, o. D., in: 
SAPMO-BArch, RY 1/I 2/3/127, Bl. 51-53, zit. 52.

68 Hugo Launicke an VVN-Landesvorstand Sachsen-Anhalt, Kölleda, 22. Juli 1949, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.

69 Hugo Launicke, Bericht über die Widerstandsbewegung des Kreises Eckartsberga (Anm. 67), Bl. 52.

70 Vernehmung Fritz Traskowski, Halle, 30. November 1949, Abschrift, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.

71 Siehe Betr. Lage in Halle-Merseburg in der Zeit vom 1. 1. – 10. 4. 1935, vom 20. April 1935 (Anm. 22), Bl. 14.

72 Siehe Vernehmung Luise Siegert, Kiel, 24. März 1950 (Anm. 7), zit. Bl. 55.

73 Oberstaatsanwalt Kiel an Schwurgericht Kiel, Anklage, 16. Juni 1950, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 110-122, zit. 118.

74 Siehe Volkspolizeiamt Lutherstadt Eisleben, Zeugenvernehmung Emil Engelhardt, 10. März 1950 (Anm. 37), Bl. 91 f.; Zeugenvernehmung Emil Engelhardt, Braunschweig, 1. Juni 1950, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 100 f.

75 Zeugenvernehmung Robert Büchner, Braunschweig, 1. Juni 1950, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 98 f.

76 Siehe Landgericht Kiel, Urteil gegen Luise Siegert, 11. Juni 1951 (Anm. 23), zit. Bl. 340.

77 Siehe Zeugenvernehmung Robert Büchner, Braunschweig, 1. Juni 1950 (Anm. 75), Bl. 98 f.

78 Zeugenvernehmung Friedrich Mosch, Braunschweig, 19. April 1950, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 78-80, zit. 79.

79 Ein KPD-Bericht sprach davon, dass Genossen in »ca. 10 Fällen« auf diese Methode hereinfielen. Siehe Einige Fälle aus dem Jahre 1935, bei denen Schwächen in der Abwehr offen sichtbar wurden, 10. Januar 1936, in: BStU, MfS, HA IX/11, SV 1/81, Bd. 83, Bl. 40 f.

80 Siehe Betrifft: Luise Schröder, Halle, o. D., Posteingang Moskau 28. Januar 1936, in: SAPMO-BArch, RY 1/I 2/3/100, Bl. 21.

81 Siehe Volksgerichtshof, Urteil gegen Albert Kayser u. a., 2. August 1935 (Anm. 48); Kammergericht Berlin, Anklageschrift gegen Otto Berger u. a., 20. September 1935, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 287/854, Bl. 1-11; Kammergericht Berlin, Anklageschrift gegen Karl Holleufer u. a., 23. September 1935, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 287/857, Bl. 1, 7-13.

82 Siehe Landgericht Kiel, Zeugenvernehmungen in Braunschweig, 10. November 1950, (Anm. 6), Bl. 233 f.

83 VVN an Zentralsekretariat der SED, Abteilung Personal-Politik, 17. September 1948 (Anm. 19).

84 An Staatsanwaltschaft Kiel, Betr. Luise Siegert, 22. Juni 1950, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.

85 Siehe Kammergericht Berlin, Urteil gegen Luise Schröter, 3. Juli 1936 (Anm. 13), Bl. 6-9; Luise Schröter an Kammergericht Berlin, 15. September 1936, in: ebd., Bl. 22.

86 Siehe VPKA Weißenfels, Vernehmung Frieda König, 21. Dezember 1949, in: SAPMO-BArch, DY 55/V 278/4/86, n. pag.

87 Siehe Landgericht Kiel, Urteil gegen Luise Siegert, 11. Juni 1951 (Anm. 23), Bl. 330.

88 Siehe Autorenkollektiv (Leitung: Karl-Heinz Leidigkeit) (Hg.): Gegen Faschismus und Krieg – Die KPD im Bezirk Halle-Merseburg 1933 bis 1945, Halle 1983, S. 219 f.

89 Siehe Klaus-Michael Mallmann: Die V-Leute der Gestapo. Umrisse einer kollektiven Biographie, in: Gerhard Paul/Klaus-Michael Mallmann (Hg.): Die Gestapo. Mythos und Realität, Darmstadt 1995, S. 268–287, hier S. 278.

90 So auch die knappen Darstellungen in: Hermann J. Rupieper/Alexander Sperk (Hg): Die Lageberichte der Geheimen Staatspolizei zur Provinz Sachsen 1933 bis 1936, Halle 2004, S. 311; Joachim Scherrieble (Hg.): Der Rote Ochse Halle (Saale). Politische Justiz 1933–1945/1945–1989. Bearbeitet von Daniel Bohse und Alexander Sperk, Berlin 2008, S. 62.

91 Aufhebung des Urteils des Landgerichts Kiel durch den 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofes, 10. April 1952, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. I, Bl. 362-364, zit. 364.

92 Siehe Landgericht Kiel, Urteil vom 11. November 1952, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. II, Bl. 38-56.

93 Siehe Paul Barthel, Heldrungen, an Landgericht Kiel, 6. September 1952, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. II, Bl. 21.

94 Siehe Innenministerium Schleswig-Holstein an Oberstaatsanwalt Kiel, 28. April 1953, in: LASH, Abt. 352 Kiel, Nr. 1122, Bd. III, Bl. 87.

95 Protokoll der 141. Sitzung der ZPKK am 22. Dezember 1956, in: SAPMO-BArch, DY 30/IV 2/4/261, Bl. 92-219, hier 142 f.

96 Siehe MfS-Abt. Kader und Schulung, Ablehnungsvorschlag, 26. August 1957, in: BStU, MfS, BV Halle AIM 1923/89, T. 1, Bd. 1, Bl. 71.

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