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Editorial

JHK 2003 | Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung | Seite XI-XII | Aufbau-Verlag GmbH

Vor zehn Jahren erschien der erste Band des Jahrbuches für Historische Kommunismusforschung. Die zeithistorische Auseinandersetzung mit dem Kommunismus prägte die Publikationen in dieser Zeitspanne. Die Autoren setzten sich dabei mit der Forschung zu vielen verschiedenen Themengebieten auseinander, präsentierten neue Ergebnisse oder rezensierten aktuelle Veröffentlichungen. Dabei rückten die Auswertungen der Archive in den ehemaligen Staaten des Ostblocks immer mehr in den Blick der Forscher. Immer noch werden Aufzeichnungen gefunden, die die zeithistorische Wissenschaft bei der detaillierten Erforschung der Geschichte voranbringen. Das Jahrbuch berichtet auch weiterhin in seiner bewährten Struktur über den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand. Der International Newsletter of Communist Studies (INCS) informiert darüber hinaus über Neuerscheinungen, Archivberichte, laufende Projekte und Tagungen zur internationalen Kommunismusforschung.

Das Jahrbuch 2003 hat sich in dieser Tradition zwei Schwerpunkte gesetzt. Zum einen jährt sich zum fünfzigsten Mal der Todestag Josef Stalins. Seiner Person und Politik, die in hohem Maße die Weltordnung in den letzten Jahrzehnten beeinflußt haben, ist daher ein großer Teil dieser Ausgabe gewidmet. Einer allgemeinen Einschätzung seiner Herrschaft von Norman Naimark folgen Beiträge von Moshe Lewin, Helmut Fleischer und Hans-Dieter Döpmann, die einen Einblick in die Bereiche Personenkult, Philosophie und Kirche während und nach der stalinistischen Ära geben.

Den zweiten Schwerpunkt bildet der ebenfalls fünfzigste Jahrestag des Aufstandes vom 17. Juni 1953. Anhand einer Dokumentation von Horst Dähn wird der Ablauf in der Stadt Magdeburg aufgearbeitet.

Es folgen Biographien von Fanny Jezierska (Ottokar Luban) und Werner Kowalski (Dietmar Simon). Fridrikh Firsov und Avgust Lešnik stellen ihre Forschungsberichte vor. Im Forum setzt sich der Historiker Werner Müller mit der deutschen Historiographie zur DDR auseinander, die auch nach 1999 noch von »zweierlei Geschichtsschreibung« zeugt. Sammelrezensionen zur neuesten deutschen Literatur über Stalin und den Stalinismus liegen von Matthias Uhl und Hermann Weber vor.

Zum Abschluß möchte die Redaktion auf ihre Präsentation des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung (JHK) und des International Newsletter of Communist Studies (INCS) unter der Adresse www.mzes.unimannheim.de/projekte/JHK-news/ hinweisen. Hier finden sich ein aktueller Überblick über die dortigen Publikationen seit der Erstausgabe im Jahr 1993, nützliche Adressen zur Subskription und zur Bestellung von einzelnen Artikeln sowie internationale Links im Internet. Seit neuestem kann auf der Homepage ebenfalls eine Online-Ausgabe des International Newsletter gelesen werden.

Mannheim, im Februar 2003                                             Die Herausgeber

Hinweis zur Transkription

Die Transkription der im Jahrbuch zitierten russischsprachigen Literatur sowie anderer osteuropäischer Sprachen liegt ebenso in der Verantwortung der Autoren wie die Schreibweise der Orts- und Personennamen. Sie insgesamt zu vereinheitlichen, würde für Herausgeber und Redaktion einen nicht vertretbaren Zeitaufwand erfordern.

 

Inhalt – JHK 2003

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