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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung 2009

JHK 2009 | Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung | Seite 445-450 | Aufbau Verlag

Bernhard H. Bayerlein

Dr. phil., geb. 1949, Historiker und Romanist, tätig am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES), lebt in Köln. Veröffentlichungen u. a.: Hg.: Archives de Jules Humbert-Droz, Amsterdam 1983–2001; Hg.: Georgi Dimitroff. Tagebücher, Berlin 2000; Mithg.: Moscou – Paris – Berlin. Télégrammes chiffrés du Komintern, Paris 2003; Mithg.: Deutscher Oktober 1923. Ein Revolutionsplan und sein Scheitern, Berlin 2003; Mithg.: Der Thälmann-Skandal. Geheime Korrespondenzen mit Stalin, Berlin 2003; Der Verräter, Stalin, bist Du! Vom Ende der linken Solidarität. Komintern und kommunistische Parteien im Zweiten Weltkrieg 1939–1941, Berlin 2007; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung; Hg.: The International Newsletter of Communist Studies.

Ragna Boden

Dr. phil., Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Slawistik und Anglistik in Marburg und London, 2005 Promotion. Nach dem Magisterabschluss wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Akademische Rätin im Bereich Osteuropäische Geschichte an den Universitäten Marburg und Gießen, seit 2007 an der Universität Bochum. Veröffentlichungen u. a.: Die Grenzen der Weltmacht: Sowjetische Indonesienpolitik von Stalin bis Brežnev, Stuttgart 2006; Die Weimarer Nationalversammlung und die deutsche Außenpolitik, Frankfurt a. M. 2000; Die sowjetischen Streitkräfte: Struktur, Umfang, Stationierung, in: Stefan Plaggenborg (Hg.): Handbuch der Geschichte Russlands, Bd. 5 / II, Stuttgart 2003, S. 1025–1043; Moscow and the ›Gestapu‹ Events of 1965 in Indonesia – New Evidence from Russian and German Archives, in: Bijdragen tot de Taal-, Land- en Volkenkunde 163 (2007), H. 4, S. 507–528; The Cold War and Soviet Economic Assistance to Indonesia, in: Journal of Cold War Studies 10 (2008), H. 3, S. 110–128.

Bernd Bonwetsch

Prof. Dr. Dr. h.c. mult., geb. 1940, seit 1980 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum (zurzeit beurlaubt), 2003 Gründungsdirektor des Deutschen Historischen Instituts Moskau, Arbeiten zur russischen und sowjetischen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Veröffentlichungen u. a.: Die russische Revolution 1917, Darmstadt 1991; Mithg.: Sowjetische Politik in der SBZ 1945–1949, Bonn 1998; Mithg.: The People’s War. Responses to World War II in the Soviet Union, Urbana 2002; Stalin und die Vorbereitung des 3. Parteitags der SED, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 51 (2003), H. 4, S. 575–607; Mithg.: Osmanismus, Nationalismus und der Kaukasus. Muslime und Christen, Türken und Armenier im 19. und 20. Jahrhundert, Wiesbaden 2005.

Horst Dähn

Prof. Dr., geb. 1941, 1973 Promotion, 1981 Habilitation, seit 1987 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Stuttgart; langjährige Mitarbeit am früheren Arbeitsbereich Geschichte und Politik der DDR an der Universität Mannheim, seit 1994 ehrenamtlicher Leiter des Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung in Berlin. Veröffentlichungen u. a.: Das politische System der DDR, Berlin 1985; Die Rolle der Kirchen in der DDR, München 1993; Mithg.: Luther und die DDR, Berlin 1996; Mithg.: Staat und Kirchen in der DDR, Frankfurt a. M. u. a. 2003; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Bernd Faulenbach

Prof. Dr., geb. 1943, Historiker am Forschungsinstitut Arbeit, Bildung, Partizipation in Recklinghausen und an der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, Vorsitzender der Historiker-Kommission beim Parteivorstand der SPD, 1992 bis 1998 Mitglied der Enquêtekommissionen des Bundestags zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und ihrer Folgen, seit 1998 stellvertretender Vorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: Halbherziger Revisionismus. Zum postkommunistischen Geschichtsbild, München u. a. 1996; Die deutsche Sozialdemokratie und die Umwälzung 1989 / 90, Essen 2001; Mithg.: Bilanz und Perspektiven der DDR-Forschung, Paderborn u. a. 2003; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Monika Gänßbauer

PD Dr. phil. habil., geb. 1968. Studium der Sinologie, Japanologie und Politikwissenschaft in Erlangen, Beijing und Bochum. 1996 Promotion; 2008 Habilitation im Fach Sinologie an der Universität Erlangen. Seit 1996 Leitung einer Studienstelle in Hamburg zu Kultur und Religion in China. Regelmäßig Lehraufträge an den Universitäten Bochum, Hamburg und Freiburg i. Br. Veröffentlichungen u. a.: Trauma der Vergangenheit – Die Rezeption der Kulturrevolution und der Schriftsteller Feng Jicai, Dortmund 1996; Hg.: Christsein in China. Chinesische Stimmen aus Kirche und Forschung, Breklum 2000; Hg.: Christentum chinesisch in Theorie und Praxis, Breklum 2003; Parteistaat und protestantische Kirche – Religionspolitik im nach-maoistischen China, Frankfurt a. M. 2004.

Volker Grabowsky

Prof. Dr. phil, geb. 1959 in Bad Schwartau. 1977–1983 Studium der Geschichte und Mathematik, 1986 Promotion, 1990–1996 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Südostasienkunde der Universität Passau und an der Abteilung für Thai- und Vietnamstudien der Universität Hamburg, 1996 Habilitation, 1996–1999 Langzeitdozent des DAAD an der Abteilung für laotische Sprache und Literatur der Nationalen Universität von Laos, seit 1999 Professor für die Geschichte Südostasiens an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Veröffentlichungen u. a.: Übers. und Hg.: Prinz Phetsarat: Ein Leben für Laos (von Maha Sila Viravong), Münster u. a. 2003; The Gold and Silver Road of Trade and Friendship. The McLeod and Richardson Diplomatic Missions to Tai States in 1837 (mit Andrew Turton), Chiang Mai 2003; Bevölkerung und Staat in Lan Na: Ein Beitrag zur Bevölkerungsgeschichte Südostasiens, Wiesbaden 2004; Chronicles of Chiang Khaeng: A Tai Lü Principality of the Upper Mekong (mit Renoo Wichasin), Honolulu 2008.

Alexandr Jurkevič

Geb. 1952 in Moskau. 1975 Studienabschluss am Militärinstitut für Fremdsprachen, Moskau, 1975–1980 Armeeoffizier in der Mongolei, anschließend bis 1986 Verlagslektor. 1986–2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Fernoststudien (IFES) der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAS) in Moskau, 2000 Promotion (»Der Aufbau des militärischen Erziehungssystems der Guomindang, 1924–Anfang 1926«). 2003–2005 stellvertretender Vorsitzender der Abteilung für Weltgeschichte der Universität der Völkerfreundschaft (PFUR), Moskau. Seit 2005 außerordentlicher Professor für Philosophiegeschichte an der PFUR. Forschungsschwerpunkte: neuere politische und militärische Geschichte Chinas; ideologische und weltanschauliche Grundlagen der chinesischen Kultur. Mehr als 60 wissenschaftliche Veröffentlichungen.

Sandra Kalniete

Geb. 1952 in Togur in der Region Tomsk, Sibirien, wohin ihre Eltern aus Lettland deportiert worden waren. 1957 Rückkehr der Familie nach Riga. Studium der Kunstgeschichte. Nach der lettischen Unabhängigkeitserklärung 1989 stellvertretende lettische Außenministerin, 1993–1997 UN-Botschafterin ihres Landes, 1997–2002 Botschafterin in Frankreich, 2000–2002 Botschafterin bei der UNESCO; anschließend Außenministerin und danach kurzzeitig Mitglied der EU-Kommission. Seit 2006 Abgeordnete des lettischen Parlaments, seit April 2008 Vorstandsmitglied der Partei Pilsoniskā savienība (Bürgerliche Union). Autorin von Mit Ballschuhen im sibirischen Schnee (Ar balles kurpēm Sibīrijas sniegos), München 2005 (Riga 2001).

Dianne Kirby

Dr., Studium und Promotion an der University of Hull, Dozententätigkeit an den Universitäten Hull, Stirling, Manchester Metropolitan, York and Newcastle-upon-Tyne, seit 1999 Senior Lecturer in American Studies an der University of Ulster (UK). Forschungsschwerpunkte: Verbindungen zwischen Religion und Politik auf internationaler Ebene, insbesondere während des Zweiten Weltkriegs und in der Anfangsphase des Kalten Krieges. Veröffentlichungen u. a.: Church, State and Propaganda, Hull 1999; Hg.: Religion and the Cold War, Houndmills 2003.

Patrice Ladwig

Dr. phil, geb. 1972 in Mayen. 1995–2002 Studium der Ethnologie, Soziologie und Pädagogik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Dazwischen Studium an der University of Edinburgh (1998) und der EHESS Paris (1999). Promotion in Sozialanthropologie an der Universität Cambridge 2007. 2007–2009 Forschungsassistent im Projekt »Buddhist Death Rituals of Southeast Asia and China« an der University of Bristol (Theology and Religious Studies). Arbeitet seit 2009 am Max-Planck-Institut für Sozialanthropologie (Halle / Saale) zu den Themen historische Anthropologie und postsozialistische Transformationsländer. Forschungsschwerpunkte: Religion und Buddhismus, politische Anthropologie, (Post-)Sozialismus, Staat und sozialanthropologische Theorien. Regionaler Schwerpunkt: Südostasien (Laos und Thailand).

Ottokar Luban

geb. 1937, Berlin; Studium der Geschichte, Pädagogik, Psychologie und Sonderpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Berlin-Lankwitz und der Freien Universität Berlin; Lehrer, Sonderschullehrer (pens.); ehrenamtl. Sekretär der Internationalen Rosa-Luxemburg-Gesellschaft; Veröffentlichungen zum Kreis um Rosa Luxemburg, z. B. biografische Studien zu Mathilde Jacob, Leo Jogiches, Fanny Jezierska-Thomas (1993, 1995, 2002, 2003); »Rosa Luxemburg und die KPD-Führung im Januaraufstand 1919« (1999), 2004 auch auf Englisch: »Rosa at a Loss«; eigene Beiträge und Mitherausgeberschaft: Rosa Luxemburg im internationalen Diskurs, 2002; China entdeckt Rosa Luxemburg, 2007; detaillierte Angaben sowie weitere Veröffentlichungen unter: http://freenet-homepage.de/Ottokar.Luban

Leonid Luks

Prof. Dr., geb. 1947 in Sverdlovsk (heute Ekaterinburg). 1973 Promotion und 1981 Habilitation an der LMU München. Danach als Hochschullehrer tätig an den Universitäten München, Bremen und Köln. Seit 1995 Inhaber des Lehrstuhls für Mittel- und Osteuropäische Zeitgeschichte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Forschungsschwerpunkte: Geschichte des Bolschewismus, Russische Ideengeschichte, Russische Zeitgeschichte, Polnische Zeitgeschichte, Faschismustheorien. Veröffentlichungen u. a.: Entstehung der kommunistischen Faschismustheorie. Die Auseinandersetzung der Komintern mit Faschismus und Nationalsozialismus 1921–1935, Stuttgart 1985; Katholizismus und politische Macht im kommunistischen Polen 1945–1989. Die Anatomie einer Befreiung, Köln 1993; Geschichte Russlands und der Sowjetunion. Von Lenin bis Jelzin, Regensburg 2000; Tretij Rim? Tretij Reich? Tretij put´? [Das Dritte Rom? Das Dritte Reich? Der dritte Weg?], Moskau 2002; Der russische „Sonderweg“? Aufsätze zur neuesten Geschichte Russlands im europäischen Kontext, Stuttgart 2005; Zwei Gesichter des Totalitarismus. Bolschewismus und Nationalsozialismus im Vergleich, Köln 2007.

Ulrich Mählert

Dr. phil., geb. 1968 in Neckarsulm, 1987 bis 1992 Studium der Politischen Wissenschaft, Anglistik und Germanistik, 1994 Promotion und bis 1998 Mitarbeiter eines internationalen Forschungsprojekts an der Universität Mannheim zur Geschichte der Parteisäuberungen im Kommunismus, seit 1999 Referent für Wissenschaftsförderung, Förderung der Archive und Internationale Zusammenarbeit bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Veröffentlichungen u. a.: Die Freie Deutsche Jugend 1945–1949, Paderborn 1995; Hg.: Vademekum DDR-Forschung, Berlin 2002; Mithg.: Bilanz und Perspektiven der DDR-Forschung, Paderborn u. a. 2003; Kleine Geschichte der DDR, 5. Aufl. München 2007; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Barbara Mittler

Prof. Dr. phil. habil., geb. 1968 in Hagen / Westfalen. 1987–1993 Studium der Sinologie, Musikwissenschaft und Japanischen Sprache in Oxford, Taibei und Heidelberg. 1994 Promotion, 1998 Habilitation. Seit 1994 in Heidelberg wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen eines DFG-Projekts zur frühen Presseentwicklung in Shanghai, seit 1996 wissenschaftliche Assistentin, ab 1999 Hochschuldozentin. 1998–99 Aufenthalt als Visiting Scholar an der Harvard University, 2000 Heinz-Maier-Leibnitz Preis der DFG und des BMBF, 2002–2004 Heisenberg-Stipendiatin der DFG. Seit 2004 Direktorin des Instituts für Sinologie an der Universität Heidelberg und seit 2007 Sprecherin des Projektbereichs »Public Spheres« im Exzellenzcluster »Asia and Europe in a Global Context: Shifting Asymmetries in Cultural Flows«. Veröffentlichungen u. a.: Dangerous Tunes. The Politics of Chinese Music in Hong Kong, Taiwan and the People’s Republic of China since 1949, Wiesbaden 1997; A Newspaper for China? Power, Identity and Change in the Shanghai News Media, 1872-1912, Cambridge, Mass. 2004; Hg.: Kulturrevolution als Vorbild? Maoismen im deutschsprachigen Raum. Frankfurt a. M. / Wien 2008 (mit Sebastian Gehrig und Felix Wemheuer).

Klaus Mühlhahn

Geb. 1963, Professor of History of East Asian Languages and Cultures an der Indiana University, Bloomington. 1986–1992 Studium der Sinologie, Geschichte und all. und vergl. Literaturwissenschaft an der FU Berlin und der National Taiwan University. 1998 Promotion in Sinologie an der FU Berlin. Veröffentlichungen u. a.: Criminal Justice in China – A History. Cambridge, Mass. 2009; Widerstand und Herrschaft in der Musterkolonie Kiautschou. Interaktionen zwischen Deutschland und China, München 2000; Hg.: The Limits of Empire. New Perspectives on Imperialism in Modern China, Münster 2008; Hg.: Global Conjectures: China in Transnational Perspective, Münster 2006 (mit William C. Kirby und Mechthild Leutner). Visions of Order and Modernity: Crime, Punishment and Justice in Urban China during the Republican Period, in: Sherman Cochran / David Strand / Yeh Wen-hsin (Hg.): Cities in Motion: Interior, Coast, and Diaspora in Transnational China, Berkeley 2007, S. 182–215; Global Mobility and Nationalism. Chinese Migration and the Ethnicization of Belonging, 1880–1910 (mit Sebastian Conrad), in: Sebastian Conrad / Dominic Sachsenmaier (Hg.): Competing Visions of World Order. Global Moments and Movements, 1880s–1930s, New York 2007, S. 181–211; »Remembering a Bitter Past« – The Trauma of China’s Labor Camps, 1949–1978, in: History and Memory 16 (2004), H. 2, S. 108–139.

Ehrhart Neubert

Dr. phil., geb. 1940. Theologiestudium in Jena, 1964 bis 1984 Gemeinde- und Studentenpfarrer in Weimar, 1984 bis 1992 Referent in der Studienabteilung beim Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR; 1989 Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs und Mitglied am Zentralen Runden Tisch der DDR, seit 1997 Fachbereichsleiter der Abteilung Bildung und Forschung der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), seit 2005 in Pension. Veröffentlichungen u. a.: Geschichte der Opposition in der DDR, Berlin 1997; Mithg.: Lexikon Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur, Berlin–München 2000; Coautor: Die verdrängte Revolution. Der Platz des 17. Juni in der deutschen Geschichte, Bremen 2004; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Marek Prawda

Geb. 1956 in Kielce, Polen. 1975–79 Studium an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, 1979–90 Forschungsstudium und wissenschaftliche Tätigkeit im Institut für Philosophie und Soziologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau, 1984 Promotion in Soziologie. Seit 1980 Mitglied der Gewerkschaft Solidarność. Ab 1992 in verschiedenen Positionen im diplomatischen Dienst tätig, seit September 2006 Botschafter der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland.

Michail Prozumenščikov

Dr., geb. 1958, Stellvertretender Direktor des Russischen Staatsarchivs für Zeitgeschichte (früheres Archiv des ZK der KPdSU). Veröffentlichungen zur sowjetischen Außenpolitik, sowjetisch-deutschen und sowjetisch-chinesischen Beziehungen. Mithg.: Prager Frühling. Das internationale Krisenjahr 1968. Beiträge. Köln–Weimar–Wien 2008.

Claudia Rauhut

M. A., geb. 1974 in Leipzig, 1994–2003 Studium der Ethnologie und Politikwissenschaften, seit 2004 Dissertationsprojekt „Transnationale Prozesse in der kubanischen Santería-Religion“. Seit 2006 Mitglied im DFG-Graduiertenkolleg „Bruchzonen der Globalisierung“ an der Universität Leipzig. Seit 2000 mehrfache Studien- und Feldforschungsaufenthalte in Kuba. Veröffentlichungen u. a.: Santería in Kuba und ihre translokale Anhängerschaft- Strategien und Konflikte der grenzüberschreitenden Vernetzung von Santería-Familien. In: Lioba Rossbach de Olmos / Heike Drothbohm (Hg.): Afroamerikanische Kontroversen. Beiträge der Regionalgruppe Afroamerika auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde in Halle 2005, Marburg 2007; Afrikanische, afrocubanische oder cubanische Religion? Zur Polemik zwischen Ursprung und Wandel. In: ILA 291, Bonn 2005; Kuba’s afrikanisches Erbe. Die Welt der Santería. In: Der Freitag 45 vom 31. 10. 2003.

Stephan Ruderer

Dr. des., Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der WWU Münster im Exzellenzcluster 212 »Religion und Politik«. Promotion an der Universität Heidelberg über »Vergangenheitspolitik und Demokratisierung in Chile 1990–2006«, Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung. Veröffentlichungen u. a.: Vom »neuen Politikstil« zum Krisenmanagement. Ein Jahr Bachelet, in: GIGA Focus Lateinamerika 5, Hamburg 2007; »Pinochet garantierte die Transition«. Der Pressediskurs zu Menschenrechten und Demokratie während der chilenischen Transition 1990–1994, in: Lateinamerika-Analysen 9, Oktober 2004, S. 31–54.

Mary Elise Sarotte

Ph.D., geb. 1968, Associate Professor an der School of International Relations der University of Southern California. Geschichtsstudium in Harvard und Yale, 1998 Promotion in Yale. 2001 / 2002 White House Fellow, anschließend Dozentin an der University of Cambridge. Mitglied des Council on Foreign Relations. Veröffentlichungen u. a.: Dealing with the Devil: East Germany, Detente, and Ostpolitik, Chapel Hill 2001; German Military Reform and European Security, Oxford–New York 2001. Essays und Rezensionen für Time, Die Zeit und The Economist.

Agnes Schick-Chen

Mag. Dr., Ao. Professorin am Institut für Ostasienwissenschaften / Sinologie der Universität Wien; Forschungsschwerpunkte: Chinesische Rechtskultur; rechtliche, politische und gesellschaftliche Entwicklung Chinas seit 1979; Taiwan, Cross-Straits relations, Greater China. Veröffentlichungen u. a.: Hg.: As China Meets the World. China’s Changing Position in the International Community. Wien 2006 (mit Susanne Weigelin-Schwiedrzik und Sascha Klotzbücher).

Stephen Schwartz

Geb. 1948, Publizist; Executive Director des Center for Islamic Pluralism in Washington, DC. Veröffentlichung von Artikeln u. a. in The New York Times, The Wall Street Journal, The Weekly Standard und The Spectator. Buchveröffentlichungen u. a.: Brotherhood of the Sea: A History of the Sailors’ Union of the Pacific, New Brunswick, NJ 1986; Kosovo: Background to a War, London 2000; The Two Faces of Islam: The House of Sa’ud from Tradition to Terror, New York 2002; The Other Islam: Sufism and the Road to Global Harmony, New York 2008.

Peter Steinbach

Prof. Dr., geb. 1948 in Lage (Lippe), Wissenschaftlicher Leiter der Zentralen Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin und Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Karlsruhe. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: Lexikon des Widerstandes 1933–1945, 2. Aufl. München 1998; Widerstand im Widerstreit. Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Erinnerung der Deutschen. Ausgewählte Studien, 2. Aufl. Paderborn u. a. 2001; Mithg: Opposition und Widerstand in der DDR. Politische Lebensbilder, München 2002; Mithg.: Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur 1933–1945 (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 438), Bonn 2004; Der 20. Juli 1944. Gesichter des Widerstands, München 2004.

Stefan Troebst

Prof. Dr., geb. 1955 in Heidelberg. Studium der Geschichte, Slawistik, Balkanologie und Islamwissenschaf­ten an der Freien Universität Berlin sowie an den Universitäten in Tübingen, Sofia (Bulgarien), Skopje (Jugoslawien, heute Makedonien) und an der Indiana University in Bloomington, USA, 1984 Promotion zum Thema »Mussolini, Makedonien und die Mächte 1922–1930. Die ›Innere Makedonische Revolutionäre Organisation‹in der Südosteuropapolitik des faschistischen Italien«, 1995 Habilitation mit dem Thema »Handelskontrolle – ›Derivation‹ – Eindämmung. Schwedische Moskaupolitik 1617–1661«. Professor für Kulturstudien Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, stellv. Direktor des GWZO Leipzig, Veröffentlichungen u. a.: Das makedonische Jahrhundert, München 2007; Postkommunistische Erinnerungskulturen im östlichen Europa, Wrocław 2005; Radical Ethnic Movements in Contemporary Europe, New York–Oxford 2003 (mit Farimah Daftary).

Vivian Wagner

Dr. phil., geb. 1966 in Köln. 1988–1995 Studium der Sinologie, Soziologie und Germanistik, 2004 Promotion. Seit 2005 Dozentin und Fachvorstand des Fachbereichs Kultur und Gesellschaft Chinas an der Universität St. Gallen (Schweiz). Veröffentlichungen u. a.: Die Lieder der Roten Garden (Online-Publikation), 2007; Erinnerungsverwaltung in China: Staatsarchive und Politik in der Volksrepublik, Köln 2006.

Markus Wehner

Dr., Jahrgang 1963, politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagzeitung in Berlin. Studium der Osteuropäischen Geschichte, Politologie und Slawistik in Freiburg, Moskau und Berlin. Promotion anhand von Moskauer Archivakten über das Verhältnis von Kommunisten und Bauern der Sowjetunion in den Zwanzigerjahren (Bauernpolitik im proletarischen Staat, Köln u. a. 1998). 1999–2004 berichtete er für die F.A.Z. aus Moskau über Politik und Wirtschaft Russlands und der GUS. Jüngste Veröffentlichung: Rosenkrieg. Die große Koalition 2005–2009, Köln 2009 (mit Eckart Lohse).

Susanne Weigelin-Schwiedrzik

Dr., geb. 1955. Studium der Sinologie, Japanologie und Politologie in Bonn und Bochum, ab 1989 Inhaberin des Lehrstuhls für Moderne Sinologie an der Universität Heidelberg, seit 2002 Professorin für Sinologie am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien. Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte in China, Hongkong und den USA. Veröffentlichungen u. a.: Ostasien im 20. Jahrhundert, Wien 2007 (mit Sepp Linhart); Hg.: As China Meets the World. China’s Changing Position in the International Community, Wien 2006 (mit Sascha Klotzbücher und Agnes Schick-Chen).

Felix Wemheuer

Dr. phil., geb. 1977. 1998–2004 Studium der Politik Ostasiens an der Ruhr-Universität Bochum, 2000 bis 2002 Studium der Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas an der Volksuniversität (Peking), seit 2004 Universitätsassistent am Institut für Ostasienwissenschaften / Sinologie der Universität Wien, 2006 Promotion zum Thema »Steinnudeln: Ländliche Erinnerungen und staatliche Vergangenheitsbewältigung der ›Großen Sprung‹-Hungersnot in der chinesischen Provinz Henan«. 2008 / 2009 Gastwissenschaftler an der Harvard University. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: Kulturrevolution als Vorbild? Maoismen im deutschsprachigen Raum. Frankfurt a. M. 2008; Hg.: Maoismus. Ideengeschichte und revolutionärer Geist. Wien 2008.

Gerhard Wettig

Dr. phil., geb. 1934 in Gelnhausen. 1966–1999 zunächst Referent, dann Leiter des Forschungsbereichs Außen- und Sicherheitspolitik am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln, 1990–1999 Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift Außenpolitik, 1998–2003 Mitglied der Gemeinsamen Kommission zur Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen. zahlreiche Veröffentlichungen über die sowjetische Deutschland-Politik seit dem Zweiten Weltkrieg, über die innerdeutschen Beziehungen in der Zeit der nationalen Spaltung und über Probleme des Kalten Kriegs in Europa. Jüngste Veröffentlichungen: Bereitschaft zu Einheit in Freiheit? Die sowjetische Deutschland-Politik 1945 bis 1955, München 1999; Chruschtschows Berlin-Krise 1958–1963. Drohpolitik und Mauerbau, München 2006.

Manfred Wilke

Prof. Dr., geb. 1941. 1976 Promotion zum Dr. rer. pol., 1976–1980 Wiss. Assistent an der TU Berlin, 1981 Habilitation im Fach Soziologie an der Freien Universität Berlin, 1985 Professor für Soziologie an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, 1992 Mitbegründer und bis 2006 Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat an der FU. 1992–1998 sachverständiges Mitglied der Bundestagsenquete-Kommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und deren Folgen. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: Entstalinisierung. Der 20. Parteitag und seine Folgen, Frankfurt a. M. 1977; Mithg.: Hart und kompromißlos durchgreifen. Die SED contra Polen 1980 / 81, Berlin 1995; Hg.: Anatomie der Parteizentrale, Berlin 1998; Die Streikbrecherzentrale. Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) und der 17. Juni 1953, Münster 2004; Der SED-Staat. Geschichte und Nachwirkungen, Weimar 2006. Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Matthew Worley

Dr. Matthew Worley ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Department of History der University of Reading (UK). Veröffentlichungen zu Kommunismusgeschichte und britischer Zwischenkriegspolitik, u. a. Class Against Class: The Communist Party in Britain between the Wars, London 2002; Hg.: In Search of Revolution: International Communist Parties in the Third Period, London 2004; Bolshevism, Stalinism and the Comintern: Perspectives on Stalinisation, 1917–53, Houndsmill 2008 (mit Norman LaPorte und Kevin Morgan). Mitbegründer und -herausgeber der ab 2009 jährlich erscheinenden internationalen Zeitschrift Twentieth Century Communism.

Inhalt – JHK 2009

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