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Suche nach der heilen Welt: Ein Kommentar zu Zhang Rongs und Jon Hallidays Buch Mao: The Unknown Story

JHK 2009 | Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung | Seite 65-76 | Aufbau Verlag

Autor/in: Susanne Weigelin-Schwiedrzik

Mao: The Unknown Story von Jung Chang (im Folgenden: Zhang Rong1) und Jon Halliday2­ wurde im Juni 2008 mit großem Aufwand in Europa und der englischsprachigen Welt lanciert. Es kam zu einer wahren Flut von Rezensionen, Interviews mit der Autorin und Vorstellungen des Buches. Die Reaktionen waren durchweg positiv. Die Welt atmete auf: Endlich wusste man, was Mao alles auf dem Gewissen hat. Dabei spielte wohl auch eine Rolle, dass Mao nicht nur in China, sondern in weiten Teilen der Welt gerade jene Menschen in ihrer Jugend besonders fasziniert hat, die heute in verantwortlichen Funktionen die Geschicke der Menschheit leiten. Die bis dato angeblich unbekannte Geschichte des Diktators Mao Zedong bietet ihnen die Gelegenheit, unter Hinweis darauf, dass man damals all das ja gar nicht gewusst habe, mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit ins Reine zu kommen. Ob Schröder und Bush, die sich kurz nach Erscheinen des Buchs in Washington trafen, auch insgeheim einmal Mao verehrt haben, wissen wir nicht. In der chinesischsprachigen Presse wird auf jeden Fall kolportiert, auch sie hätten Mao: The Unknown Story für sich instrumentalisiert. Während eines für die Wiederherstellung des Vertrauens in den deutsch-amerikanischen Beziehungen wichtigen Treffens Ende Juni 2005 sollen sie die ersten Minuten damit verbracht haben, über Zhang Rongs Mao-Buch zu sprechen. Dabei sollen sie sich schnell einig darüber gewesen sein, dass Mao genauso »schlimm« wie Hitler, wenn nicht schlimmer gewesen sei.3 Sie trafen mit dieser Einsicht den Kern dessen, was Zhang Rong mit ihrem Werk wollte: Mao zerstören!

Pressereaktionen

Die Presse bewertete das Buch sowohl in Europa als auch in den USA zunächst meist uneingeschränkt positiv.4 Dabei stützte man sich auf Aussagen der Autorin, die durch ihr in 10 Millionen Exemplaren verkauftes Buch Wilde Schwäne5 als Augenzeugin und an Wahrhaftigkeit orientierte Vermittlerin von historischem Wissen über China im 20. Jahrhundert eingeführt ist. Zunächst meldeten sich überwiegend Journalisten zu Wort, die offenbar nichts weiter über Mao und die chinesische Geschichte des 20. Jahrhunderts wussten.6 Dabei waren sie in eine Erkenntnisfalle getappt: Die Autorin ist eingeführt und durch ihren autobiografischen Roman als vertrauenswürdig einzustufen. Sie ist Chinesin und muss deshalb besser als alle anderen wissen, was in China während des 20. Jahrhunderts passiert ist. Das Buch ist dick, die Autorin erklärt, sie habe mit ihrem Mann, einem geschulten Historiker, mehr als ein Jahrzehnt daran gearbeitet. Was kann da falsch sein? Erst in einer zweiten Rezensionswelle kamen die Spezialisten zu Wort. Sie führten an, dass die unbekannte Geschichte Maos auf schlecht dokumentierten Recherchen beruhe, dass die Quellenangaben nicht akademischen Standards entsprächen und dass Zhang Rong und ihr Co-Autor ein einseitiges Urteil über Mao abgegeben hätten. Die Spezialisten teilen die Einschätzung nicht, dass Mao mit Hitler gleichzusetzen sei. Dafür haben sie methodische Gründe, vor allem aber politische.7

Biografie und Historiografie

Zhang Rongs Geschichte über Mao Zedong ist eine Geschichte, die wie schon ihr Roman Die wilden Schwäne einen autobiografischen Kern hat. Zhang wird 1952 in eine Kaderfamilie geboren, die mit dem Großen Sprung nach vorn in politische Schwierigkeiten gerät. Mit 14 Jahren wird sie eine aktive Rotgardistin. Mit ihrer Beteiligung an der Kulturrevolution will sie beweisen, dass sie fest hinter der KPCh und Mao Zedong steht und sich von ihren Eltern nicht beeinflussen ließ. Dann wird sie wie viele Altersgenossen aufs Land geschickt. Obwohl ihr das Gelöbnis abgenommen wird, dort Wurzeln zu schlagen, erkennt sie doch bald, dass es Möglichkeiten und Wege gibt, wieder in die Stadt zurückzukehren. Noch vor Ende der Kulturrevolution gelingt es ihr, an der Sichuan-Universität ein Studium aufzunehmen. Ihr Vater wird vergleichsweise früh rehabilitiert, und sie gehört zu den Ersten, die 1978 ihr Studium im Ausland fortsetzen dürfen. Sie geht nach England und erwirbt dort 1982 als erste Studentin aus der VR China einen Doktortitel. 1991 erscheint ihr Buch Wilde Schwäne, das auf der Geschichte ihrer Familie basiert. Sie verbindet darin Fakten und Fiktion in einer für einen Roman durchaus angemessenen und vom ausländischen Leser positiv aufgenommenen Form. Zwölf Jahre lang hat Zhang Rong nach eigenen Aussagen gemeinsam mit ihrem Mann Jon Halliday an der Mao-Biografie gearbeitet, wobei Halliday als Russland-Historiker den Zugang zu und Umgang mit Quellen aus sowjetischen Archiven ermöglichte. Die Behauptung, das Buch präsentiere ganz neue Erkenntnis über Mao Zedong und sein Wirken, stützt sich im Wesentlichen darauf, dass den Autoren Quellen aus ehemals sowjetischen Archiven zugänglich gemacht wurden, die zuvor angeblich noch niemand gesehen habe.

Zhang Rong hat in mehreren Interviews erklärt, es gehe ihr darum, das chinesische Volk über die Untaten Maos aufzuklären, damit es sich endgültig aus dessen Bann lösen könne: »The central thrust of the book is that Mao was a sadistic monster, worse than Hitler or Stalin, and responsible for 70 mill. deaths. His Marxism is a shallow mask for selfishness.«8 Dabei verschreibt Zhang Rong ihren Landsleuten eine Therapie, derer sie auch selbst bedarf. Indem sie das Ziel verfolgt, das chinesische Volk aus dem Bann Mao Zedongs zu lösen, löst auch sie selbst sich von ihm. Mao, so äußerte sie in einem Interview, sei für sie wichtiger gewesen als ihr eigener Vater. »Er war unser Gott.«9 Erst als sie 1974 eine Newsweek-Ausgabe über Mao und seine Frau Jiang Qing erhielt, sei der letzte Schleier von ihren Augen gefallen.10 Als habe sie bei Mitscherlich nachgelesen,11 wie man sich der eigenen Verantwortung entledigt, indem man die Schuld für Unrecht in der Vergangenheit auf den charismatischen Führer abwälzt, in dessen Bann man sich zu solchen Taten hat hinreißen lassen, klagt Zhang Rong Mao Zedong an. Je radikaler sie dieses Ziel verfolgt, umso besser kann sie sich beruhigen angesichts einer Mittäterschaft, die, wenn auch der Jugend geschuldet, sie doch ein Leben lang begleitet.12 Dabei ist ihr zugutezuhalten, dass eine systematische Auseinandersetzung mit der Rolle Mao Zedongs in der modernen chinesischen Geschichte in akademischen Kreisen der VR China zwar bis zu einem gewissen Punkt gelangt sein mag. Parteioffiziell gilt jedoch nach wie vor das schon von Mao auf Stalin angewandte 70:30-Modell: Mao hat in seinem Leben zu 70 Prozent Gutes geleistet; seine Fehler machen 30 Prozent seiner Lebensleistung aus.13 Wie so oft, kann man das Modell auch andersherum interpretieren: Die Fehler nehmen 70 und die positiven Beiträge 30 Prozent ein. Doch hat sich in den letzten Jahren unter denen, die dem unerbittlichen Konkurrenzkampf nicht gewachsen sind, und jenen, die sich zum Sprachrohr der »Verlierer« machen, die Idee durchgesetzt, dass Mao, egal ob 30 oder 70 Prozent, auf jeden Fall ein besserer Politiker gewesen sei als jeder seiner Nachfolger.14 Zhang Rongs missionarischer Impuls, der ihre Dekonstruktion des Mao-Mythos begleitet, rührt wohl daher. Sie fürchtet mit allen, die in die Fänge des maoistischen Systems geraten sind, dass Mao posthum noch einmal die Massen in China mobilisieren könnte.

An die Stelle ihrer Orientierung auf Mao Zedong setzt Zhang Rong die Sehnsucht nach den alten chinesischen Traditionen, die ihr im Vergleich wesentlich wertvoller erscheinen. Diese Nostalgie ist nicht nur das Gegenbild zu Maos Modernisierungsexperiment, sie birgt in sich auch das Gegenteil dessen, was heute in China als Moderne gilt. Die Modernisierung im Sinne von Deng Xiaoping, Jiang Zemin und Hu Jintao ist Zhang Rong auch nicht recht. »The contrast between the beauty of the past and the ugliness of the modern is nowhere sharper than in China«,15 antwortet sie in einem Interview und macht damit deutlich, was vielen Kommentatoren entgangen ist: Zhang Rong ist auf der Suche nach einer heilen Welt, die sie nur finden kann, wenn sie die heile Welt ihrer Jugend im maoistischen China zerstört.

Die Dekonstruktion Mao Zedongs

Der zentrale Angriff auf Mao Zedong ist der Angriff auf das Bild von Mao als einem Politiker, Militärstrategen und Denker, der sein ganzes Leben der Frage opferte, wie er dem chinesischen Volk zu einem besseren Leben und einem höheren Ansehen in der Welt verhelfen könnte. Dem setzt Zhang Rong die These entgegen, Mao habe sein ganzes Leben nur dazu genutzt, seine persönliche Machtgier zu befriedigen: »His mind remained lucid to the end, and in it stirred just one thought: himself and his power.«16 Dass dies ein Charakter­zug ist, der Mao schon in die Wiege gelegt worden war, erkennt der aufmerksame Leser bereits an den ersten Sätzen des Buches: »Mao Zedong who for decades held absolute power over the lives of one quarter of the world’s population, was responsible for well over 70 Million deaths in peacetime, more than any other 20th century leader. He was born into a peasant family in a valley called Shaoshan, in the province of Hunan.«17 Im Gegensatz zu allem, was Zhang Rong als Schülerin in China gelernt und geglaubt hat, war Mao, so die Quintessenz ihrer Biografie, nicht im Geringsten um das Wohlergehen des Volkes bemüht. Stattdessen hatte er eine Hungersnot zu verantworten, in der über 30 Millionen Menschen umkamen. Er spielte sich als Tyrann auf, der seine Freunde und politischen Weggefährten zu opfern bereit war und alles und jeden seinen persönlichen Machtgelüsten unterordnete. Auch die Behauptung, er habe mit der KPCh eine Organisation geschaffen, die für Unabhängigkeit und Selbstständigkeit und für die Besonderheit des chinesischen Wegs steht, ist laut Zhang Rong falsch. Die KPCh sei ein Produkt der Komintern und der Finanzierung durch Stalin gewesen und habe sich deshalb stets deren Anliegen unterworfen. Erst als Mao sich vorgenommen hatte, aus China eine Weltmacht, ja sogar eine Supermacht zu machen, sei es zu Auseinandersetzungen und Rivalitäten mit Stalin gekommen, wobei sich Mao als undankbarer und illoyaler Schüler der Russen erwiesen habe.

Dabei fällt dem sinologisch gebildeten Leser auf, dass Zhang und Halliday letztlich in eine Form moralisierender Geschichtsschreibung verfallen, die in China Tradition ist und die interessanterweise auch von der Parteigeschichtsschreibung der KPCh bedient wird. Im Sinne des Verteilens von Lob und Tadel wird über die zu beschreibende Person ein moralisches Urteil gefällt und die gesamte Lebensdarstellung der Plausibilisierung dieses Urteils unterworfen. Dementsprechend ist die Möglichkeit der Entwicklung vom Guten zum Bösen ebenso wenig vorgesehen wie der Bruch in der Biografie, die Ambivalenz oder gar die Unerklärlichkeit von Verhalten und Entscheidungen. In der traditionellen chinesischen Geschichtsschreibung sind böse Menschen immer selbstsüchtig, sie sind machtgierig und ungebildet, sie fressen, saufen und huren herum, kurz: Sie sind unfähig, ihre körperlichen Gelüste zu beherrschen, und damit unzivilisiert. Ihr politischer Weg ist der des Hegemon und Tyrannen, der seine Minister bedrängt und unterdrückt, willkürliche Entscheidungen fällt, Intrigen anzettelt, besticht, lügt, verführt und letztlich das Unglück über die Menschheit bringt. Aus diesem Holz ist Zhangs Geschichte geschnitzt, in groben Zügen und allzu klar – wenn auch bisher von keinem Rezensenten beachtet, wenn ich richtig gelesen habe – die Geschichte eines tyrannischen Kaisers, der gleichzeitig die Tradition zerstörte und sie in seinem Sinne bediente.

Dass Zhang Rong dem Bild von Mao als Retter des chinesischen Volkes das des selbstsüchtigen Tyrannen entgegenstellt, entspricht gleichermaßen einer traditionellen Konvention der chinesischen Geschichtsschreibung. Seit jeher werden die Kaiser in solche unterteilt, die den königlichen Weg gehen, und solche, die sich als Tyrann gebärden. Die einen stellen die persönlichen Interessen hintan, weil sie wissen, dass die Macht, die sie ausüben, ihnen nur verliehen ist. Die anderen verfügen nicht über die im konfuzianischen Denken immer wieder geforderte Fähigkeit der Selbstbeschränkung und Selbstvervollkommnung. Sie berauschen sich an der Macht. Die offizielle Parteigeschichtsschreibung in der VR China hält selbst da, wo sie Kritik an Mao Zedong äußert, daran fest, dass er in die Kategorie jener Herrscher gehört, die ihre Macht zum Wohle Chinas ausgeübt haben.18 Zhang Rong legt mit ihrem Buch das counter-narrative hierzu vor. Dabei überschreiten die beiden Autoren eine Schwelle, die Zhang Rong aus den von Mao inszenierten Klassenkämpfen kennt. Ein Mensch, der in seiner Aufopferung für andere Fehler begeht, ist zu retten und wird nicht aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Er ist – maoistisch ausgedrückt – kein Klassenfeind. Wenn er aber aus Selbstsucht die Menschen ins Unglück führt, ist er ein Feind, einer, der nicht in die Gemeinschaft gehört und dem nicht verziehen werden darf. Dieser Mensch, das haben die Rotgardisten während der Kulturrevolution immer wieder vorexerziert, ist von Grund auf schlecht. Ihm darf auch alles widerfahren, was seiner Vernichtung dient. Der Vorstellungskraft sind da keine Grenzen gesetzt.

Mao: The Unknown Story – ein Desaster für die China-Forschung?

Hamish McDonald fasst die Meinung aller führenden China-Spezialisten in den USA mit den Worten zusammen: »This book is a major disaster for the contemporary China field«.19 Warum? Liegt es etwa daran, dass Zhang und Halliday eine Unmenge an neuen Daten und Fakten ans Licht gebracht haben, die bisher von den akademischen China-Historikern übersehen worden sind? Ist die Geschichte, die Zhang Rong erzählt, wirklich eine Geschichte, die keiner von uns bisher kannte?

Die Geschichtsschreibung zu China im 20. Jahrhundert ist ein Feld, das inner- und außerhalb Chinas von einer großen Gruppe Historiker bearbeitet wird. Die Zeiten, da es in der VR China nur eine Version dieser Geschichte gab, sind passé. Längst schlägt sich die offizielle, nach wie vor staatlich subventionierte und in dem Sinne auch kontrollierte Historiografie mit der inoffiziellen, wobei die häufig außerhalb der staatlichen Institutionen angesiedelte und von Journalisten betriebene inoffizielle Geschichtsschreibung eine größere Leserschaft für sich gewinnen kann und mehr Anerkennung genießt. Dabei hat sie in den Augen ihrer Leser zwei Vorteile: Sie stützt sich auf das Mittel der oral history, um Vorgänge zu rekonstruieren, zu denen in den Archiven nach wie vor keine Materialien zugänglich sind; und sie hält sich bei der Bewertung von historischen Ereignissen und Persönlichkeiten nicht automatisch an die entsprechenden Beschlüsse der KPCh. Gerade weil die offizielle Geschichtsschreibung oft langweilig und redundant ist, boomt der Markt für die inoffizielle. Sie widmet sich seit Langem auch dem Phänomen Mao Zedong und der chinesischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Fast jedes Buch, in dem es um die KPCh geht, ist auch ein Buch über Mao. Viele Menschen, die in seinem Umkreis lebten und arbeiteten, haben ihre Erinnerungen geschrieben. Und nicht zuletzt gibt es inzwischen auch eine hochoffizielle Biografie Mao Zedongs,20 die kaum einer liest, der sie nicht lesen muss, die aber erstaunlich viele interessante Informationen enthält, die bisher allenfalls als Gerücht bekannt waren. Deshalb sind viele der angeblich neuen Fakten, die Zhang Rong für sich und ihre Recherche reklamiert, dem aufmerksamen Leser chinesischsprachiger Veröffentlichungen längst bekannt und keinesfalls so brisant, wie sie vorgibt.

Hinzu kommt, dass die China-Forschung außerhalb Chinas seit dem Ende der Kulturrevolution einen großen Aufschwung genommen und die Abhängigkeit von der offiziellen Geschichtsschreibung, komme sie nun aus Taiwan oder aus der VR China, immer mehr aufgegeben hat. Viele der in den letzten Jahren außerhalb der VR China veröffentlichten Werke zur chinesischen Geschichte des 20. Jahrhunderts sind ins Chinesische übersetzt worden und auf offiziellem oder inoffiziellem Wege auf den Buchmarkt in der VR China gelangt.21 Die Revision der maoistischen Geschichtsschreibung findet dementsprechend längst statt und ist keineswegs ein Verdienst, das Zhang Rong und Jon Halliday allein für sich beanspruchen können.

Dass die KPCh sich durch den Verkauf von Opium finanzierte, ist seit Anfang der Neunzigerjahre ein der Wissenschaft längst bekanntes Detail,22 die Existenz von Arbeitslagern und die Ausschaltung Andersdenkender in den verschiedenen Massenbewegungen seit der Ausrichtungsbewegung von Yan’an ebenfalls; die Große Hungersnot ist inner- und außerhalb Chinas mehrfach Gegenstand von Publikationen geworden, wobei die höchste Opferzahl in Veröffentlichungen aus der VR China mit 45 Millionen angegeben wird; die Erkenntnisse zur Kulturrevolution, die Zhang und Halliday ausbreiten, sind nicht neu, eher defizitär, da die Partizipation von großen Teilen der Bevölkerung nicht diskutiert und einer Erklärung zugeführt wird; selbst die Tatsache, dass Mao zahlreicher junger Damen bedurfte, um seine Lust zu befriedigen, ist innerhalb und außerhalb Chinas jedem, der es wissen will, bekannt.23 Die Paläste, die er sich überall in China bauen ließ, sind heute zum größten Teil in Hotels umgewandelt und übrigens keineswegs sehr luxuriös, zumindest nach heutigem Standard.

Nein, die moderne China-Forschung braucht sich nicht vorführen zu lassen und vor Zhang und Halliday in die Knie zu gehen, weil sie ihre Hausaufgaben nicht gut gemacht hat. Dies gilt, obwohl Zhang / Halliday wesentlich besseren Zugang zu sowjetischen Quellen haben als die meisten China-Wissenschaftler, deren Arbeit ich überschaue. Dort, wo diese Quellen erkennbar und nachvollziehbar zitiert sind, bereichern sie durchaus unsere Kenntnis der Details. Dort, wo große Argumente daraus abgeleitet werden, hapert es an Belegen.

Ein interessantes Beispiel ist in diesem Zusammenhang das überraschende und bis heute als ungeklärt geltende Ende des designierten Mao-Nachfolgers Lin Biao. Die englischsprachige Forschung zu diesem Thema hat schon vor Jahren eine Revision der bis dahin auch außerhalb der VR China vertretenen Auffassung eingeleitet.24 Offiziell wurde verlautbart, Lin Biao habe im Jahr 1971 ein Attentat auf Mao geplant. Als dieses nicht erfolgreich war, habe er zusammen mit seiner Familie China verlassen und sei aus unbekannter Ursache auf dem Weg in die Sowjetunion kurz hinter der mongolischen Grenze abgestürzt. Warum Lin Biao Mao ermorden wollte, obwohl er seit den späten Fünfzigerjahren als Erschaffer des Mao-Kults seine Loyalität immer wieder unter Beweis gestellt hatte, bleibt in dieser Version unerklärt. In China sagte man dazu lediglich, Lin Biao sei eben doch ein schlechter Mensch gewesen und habe sich von seinem Ehrgeiz zu dieser Tat treiben lassen.

Zhang Rong und Jon Halliday folgen insofern der neueren Historiografie zur Lin-Biao-Affäre, als sie Lin Biaos Sohn Lin Liguo zum Hauptdrahtzieher des Putschs machen. Sie gehen aber weiter als bisher zu lesende Deutungen, indem sie eine Erklärung für den Absturz des Flugzeugs geben. Die Flucht sei überhastet angetreten worden, weshalb das Flugzeug nur Benzin für einen circa zweistündigen Flug an Bord hatte. Da der Pilot gezwungen war, besonders niedrig zu fliegen, um der Radar-Überwachung zu entgehen, habe er mehr Benzin verbraucht und sei zu einer Notlandung gezwungen gewesen. Diese sei nicht gelungen, das Flugzeug explodiert, und alle neun Insassen seien ums Leben gekommen.25

Zu dieser Darstellung gibt es zwei Fußnoten. Die eine bezieht sich auf einen Brief, den der damalige Premierminister Zhou Enlai an Mao gerichtet haben soll und aus dem nach Meinung von Zhang und Halliday hervorgeht, dass Lin Biaos Flugzeug auf keinen Fall von der chinesischen Luftwaffe abgeschossen wurde.26 Eine weitere Fußnote belegt, dass das Ehepaar Zhang / Halliday gute russische Informanten hat, die ihnen berichteten, der KGB habe Spezialisten an den Unfallort geschickt, um Gewissheit darüber zu erlangen, dass Lin Biao wirklich unter den infolge des Absturzes verstorbenen Insassen war.27 Ganz abgesehen davon, dass diese Fußnote in sich wenig konsistent ist, enthält sie auch keine Hinweise auf die Absturzursache; und auch die erste gibt lediglich vor, eine Erklärung zu liefern, indem sie eine Absturzursache ausschließt. Sie kann jedoch nicht begründen, warum die Autoren sich für die oben dargestellte Variante entschieden haben und damit für eine von mehreren möglichen Versionen, die alle in der existierenden akademischen Literatur nachlesbar sind. Letztlich zeigt nur der Blick in die sehr kursorisch gehaltenen Anmerkungen am Schluss, dass die entscheidende Information, die die Version Zhang / Halliday plausibel macht, nämlich die Information über die überhastete Flucht und das Benzin an Bord der Maschine, aus einer bekannten und allgemein zugänglichen Quelle stammt, ohne dass diese bisher in der Diskussion des Falles eine besonders wichtige Rolle gespielt hätte.28 Die ernst zu nehmenden akademischen Publikationen erwähnen denn auch diese Version als eine von vielen möglichen, haben sich jedoch nicht entscheiden können, ihr mehr Glauben zu schenken als anderen. Lediglich die Tatsache, dass Zhang und Halliday aus der Vielzahl an möglichen Interpretationen eine favorisieren und mit deren Hilfe erstmals eine konsistente Geschichte über das Ende von Marschall Lin Biao schreiben, kann hier als »neu« angesehen werden. Ihre Geschichte überzeugt mehr als die anderer Autoren, die zugeben, dass sie für den Flugzeugabsturz noch keine Quelle gefunden haben, die sie dazu verleiten könnte, aus den Versionen eine auszusuchen, die sie für richtig halten. Aber sie überzeugt eben auch nur deshalb, weil sie in sich über eine gewisse Plausibilität verfügt, nicht weil sie mit neuen Quellen belegt werden könnte oder aus der kritischen Analyse der bisherigen Historiografie heraus eine besser begründete Sicht entwickelt hätte. Zhang und Halliday zeigen in ihrem Buch eine Geschicklichkeit im Verschleiern, nicht im Aufdecken. Sie verschleiern den Charakter ihrer Quellen und spüren zugleich, dass sie auf eine trügerische Art und Weise transparent werden müssen, wenn ihre Quellenlage, wie im Fall des Absturzes von Lin Biao, besonders dünn ist. So gesehen ist das Buch manipulativ und sein Erfolg einer, der auf einer Form von Leichtgläubigkeit beruht, die Zhang Rong und einen Teil ihrer Leser in ihrer Begeisterung für Mao Zedong und die Kulturrevolution schon einmal ins Unglück geführt hat.

Warum ist das Buch dennoch ein Desaster für die moderne China-Forschung? Der Grund liegt darin, dass diese sich eingestehen muss, dass sie wenig dazu beitragen kann, das Wissen zu und Verständnis für China zu prägen. Fast alle journalistischen Rezensenten – von ganz wenigen vorsichtigen Besprechungen abgesehen – haben das Buch von Zhang und Halliday als die ultimative Wahrheit zur modernen chinesischen Geschichte akzeptiert und entsprechend beworben. Sie wissen offenbar noch nicht einmal, dass es Alternativen zu diesem angeblichen Jahrhundertwerk gibt, und können sich gar nicht vorstellen, dass auch Nicht-Chinesen etwas über China wissen. Auch die breitere Öffentlichkeit war bereit, die Grundannahmen des Buches zu akzeptieren und sich mit der eindimensionalen, streckenweise naiven, häufig undifferenzierten Darstellungsweise genau so zufriedenzugeben, wie Zhang es sich gewünscht hat: »We want people to understand it; we did not want to write a book for our peers, for other historians.«29

Das bedeutet: Alle Versuche der China-Forschung, ein wissenschaftlich fundiertes, differenziertes und durch die Kenntnis der Grausamkeiten, menschlichen Schwächen und Brutalitäten der chinesischen Revolution geläutertes Bild von China im 20. Jahrhundert zu zeichnen, haben genau das nicht erreicht, was Zhang und Halliday gelungen ist: von der Öffentlichkeit bis hin zu den politischen Eliten angenommen zu werden. Noch schlimmer: Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass Zhang und Halliday vorgeben konnten, die Geschichte Maos völlig neu zu schreiben, ohne die bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Thema auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Wir müssen hinnehmen, dass eine Schriftstellerin, die sich nie durch den Dschungel einer Historikerkarriere gewunden hat, die historische Imagination ihrer Leser zu allem, was China im 20. Jahrhundert erlebt hat, mehr besetzt als alle Bibliotheken dieser Welt, die wir mit Büchern und Artikeln bestücken.

Fakt und Fiktion in der narrativen Historiografie

Unter vielen Faktoren, die diesen bedauerlichen Umstand erklären können, ist einer besonders hervorzuheben: Zhang und Halliday haben ihrer Mao-Biografie eine Form gegeben, die den Leser anzusprechen vermag. Mit dem Roman Wilde Schwäne, auf dessen Erfolg Zhang und Halliday aufbauen, bedient Zhang ein Genre, in dem historische Tatsachen und Fiktion miteinander verwoben werden, das fiktionale Element jedoch deutlich im Vordergrund steht. Nichtsdestotrotz wird das Buch häufig als persönliche Familien­geschichte von Zhang Rong gelesen, das heißt der Leser blendet das Fiktionale aus und hält den Roman für eine wahrhaftige, weil authentische, Darstellung der Vorgänge in China seit Ende der Kaiserzeit. Gerade weil die Autorin sich als Teil der Geschichte erkennbar macht und weil sie ihre eigenen Verirrungen und Irrtümer offen zugibt, vertrauen ihr die Leser, insbesondere wohl die Leserinnen, und finden ihren Zugang zur Komplexität der chinesischen Geschichte über die Identifikation mit der Protagonistin. Hier wird gewissermaßen ein Lese- oder Rezeptionsmuster eingeübt, auf dem die Mao-Biografie aufbauen kann und das die journalistischen Rezensenten, deren Stellungnahmen die Rezeption in den ersten Wochen nach Erscheinen des Buchs bestimmten, offenbar auch prompt bedient haben. Da man schon den Roman nicht als Roman, sondern als authentische Familiengeschichte gelesen hat, übersieht der Leser, dass die Verfasserin nicht nur einen Co-Autor hinzugenommen hat, der ein »gestandener« Historiker ist, sondern einen Genrewechsel vollzogen hat. Die Autorin schreibt nicht mehr ihre eigene Geschichte, und sie schreibt nicht mehr von Frau zu Frau. Sie verbindet nicht mehr Fakt und Fiktion, sondern sie nimmt für sich in Anspruch, die Wahrhaftigkeit der Geschichte jenseits ihres subjektiven Erkenntnisvermögens zu Papier gebracht zu haben. Der Leser glaubt ihr, vor allem der, welcher die Wilden Schwäne kennt. Denn in diesem Buch hat die Autorin vermeintlich bewiesen, dass sie mit sich selbst und ihrer Familie schonungslos umgeht und der Wahrheit in diesem Sinne verpflichtet ist.30

Manche Rezensenten haben den Genrewechsel berücksichtigt und darauf hingewiesen, dass ein Teil der Durchschlagskraft des Buches darauf zurückgeht, dass Zhang und Halliday den besonderen Stil der narrativen historiografischen Schule aus den USA umsetzen.31 In seinem Vorwort zu David Hackett Fischers Buch Washington’s Crossing32 fasst James McPherson das Programm dieser Form von Geschichtsschreibung zusammen: Der narrativen Historiografie geht es um das Schicksal der Einzelnen, die ihre Entscheidungen in der Geschichte treffen. »This element of contingency introduces a dynamic tension into the story of the past.«33 Auf der Grundlage dieser Philosophie, so McPherson, entsteht eine Form der Historiografie als Kunst der Erzählung, in der die anerkannten Standards der historischen Profession ebenso zur Geltung kommen wie die Fähigkeit des Historikers, auf eine den Leser überzeugende Art und Weise Urteile zu fällen. Dadurch trägt die Historiografie dazu bei, das Interesse der Menschen für ihre eigene Geschichte wachzuhalten. Zugleich vermag sie aber auch Mythen als solche zu identifizieren und durch Erzählungen zu ersetzen, die wissenschaftlich abgesichert eine neue Plausibilität gewinnen.

Zhang und Halliday mögen oberflächlich betrachtet dieses Genre bedienen, doch verfolgen sie mit ihrer Dekonstruktion des Mao-Mythos deutlich andere Intentionen. Indem sie den Mythos von Mao als dem weisen Führer einer siegreichen Nation zerstören, bauen sie den Mythos von Mao als einem Monster, manche Rezensenten sprechen von Mao als einem Teufel, auf. Es geht Zhang Rong und Halliday nicht darum, Distanz zu Mao dadurch herzustellen, dass sie ihn den Lesern als komplex, ambivalent und suchend, aber eben auch als arrogant, dekretierend und mordend schildern. Nein, alles, was vorher gut war, soll jetzt als schlecht erkannt werden. Die Faszination des Sehers, des Wissenden, des Trösters wird durch die Anziehungskraft des Egoisten, des Mörders, des Zerstörers ersetzt. Wenn in der narrativen Historiografie die Leserschaft zu Mitwissern, die historischen Persönlichkeiten zu historischen Subjekten und der Autor zum Gesprächspartner werden, degradieren Zhang und Halliday die Leser zu ihren Schülern und die historischen Akteure zu Opfern Mao Zedongs. Sich selbst stilisieren sie zu Lehrern, die allein über die Wahrheit verfügen und diese den Lesern als Bekenntnis anbieten.

Gewissermaßen gelingt Zhang und Halliday dabei ein doppelter Trick: Einerseits exotisieren sie ihren Gegenstand und bauen um sich die Aura von Geheimnisträgern auf, die allein dazu in der Lage sind, Mao zu durchschauen. Auf der anderen Seite, und das haben recht viele Rezensenten betont, bedienen sie die Erwartungshaltung ihrer Leser und gewinnen sie für sich, indem sie ihnen den Eindruck vermitteln, dass alle Vorurteile, die sie schon immer über China hegten, nun als historisch begründet betrachtet werden können.34

Viele Leser werden leiden angesichts der Übermacht der Lehrer-Autoren. Manche werden jedoch auch merken, wie stark sie werden, wenn sie sich Zhang Rong und Halliday anvertrauen. Sie brauchen vor dem erstarkenden China keine Angst zu haben, zumindest so lange nicht, wie die Chinesen sich nicht durch den nächsten Tyrannen verführen lassen. Sollte es doch dazu kommen, stehen die Chancen gut, dass dieser eher seine eigene Nation ins Unheil führt als den Rest der Welt.


1 Bei dieser Schreibweise handelt es sich um die Wiedergabe des chinesischen Namens der Autorin in der offiziellen Hanyu-Pinyin-Umschrift.

2 Jung Chang / Jon Halliday: Mao: The Unknown Story. New York 2005. Dt. Ausg.: Mao: Das Leben eines Mannes. Das Schicksal eines Volkes, München 2005.

3 Jin Xiaoding: Ping Zhang Rong »Mao, bu wei ren zhi de gushi« [Kommentar zu Zhang Rong: Mao, the Unknown Story], in: www.geocities.com/jinxiaoding/ReviewMao.htm?20087, ges. am 7. 3. 2008.

4 Für eine Zusammenfassung der Pressereaktionen siehe Brent Haas: Bleeding the »Red« out of Mao and the (Ivory) White Terror: Popular and Academic Responses to Mao: The Unknown Story, in: http://orpheus.uscd.edu/chinesehistory/pgp/brentmaoessay.htm, ges. am 9. 3. 2008.

5 Jung Chang: Wilde Schwäne: Die Geschichte einer Familie. Drei Frauen in China von der Kaiserzeit bis heute, München 1991.

6 Siehe u. a. Lisa Allardice: This book will shake the world, in: The Guardian vom 26. Mai 2005; Roy Hattersley: The long march to evil, in: The Observer vom 5. Juni 2005; Donald Morrison: Taking aim at Mao. In: Time Asia vom 6. Juni 2005. Eine kritische Einschätzung bietet dagegen Joscha Schmierer: Es gibt keinen Mao ohne Mao. In: Welt Online vom 1. Oktober 2005 (www.welt.de/print-welt/article168239/Es_gibt_keinen_Mao_ohne_Mao/), ges. am 5. 3. 2008.

7 Siehe Perry Link: An abnormal mind?, in: Times Literary Supplement vom 14. August 2005; Jonathan Spence: Portrait of a monster, in: New York Review of Books vom 3. November 2005; Jeffrey N. Wasserstrom: Mao as Monster, in: Chicago Tribune vom 6. November 2005; Andrew Nathan: Jade and plastic, in: The London Review of Books vom 17. November 2005 sowie die Rezension von Stuart Schram in The China Quarterly 189 (2007), S. 205–208 und die Sondernummer von The China Journal: Mao: The Unknown Story – An Assessment. The China Journal No. 55, Januar 2006.

8 Jonathan Fenby: Storm rages over bestselling book on monster Mao. China experts attack biography’s misleading sources, in: The Observer vom 4. Dezember 2005.

9 Jung Chang: Die Viererbande und das Hochgefühl der Macht, in: Die Welt vom 25. Januar 2006.

10 Siehe Erich Follath: Freude am Foltern und Töten, in: Der Spiegel 40 / 2005, S.143.

11 Alexander und Margarete Mitscherlich: Die Unfähigkeit zu trauern. München 1967.

12 Zhang Rong weist diese Interpretation vehement zurück. Sie gibt zwar zu, Mao zu hassen, betont aber, dies habe keinen Einfluss auf ihre Recherche gehabt. Siehe Follath: Freude am Foltern und Töten (Anm. 10).

13 Siehe hierzu den Beschluss des ZK der KPCh vom 1. 7. 1981: Guanyu jianguo yilai dang de ruogan lishi wenti de jueyi [Beschluss über einige historische Fragen der Partei seit Gründung der VR China], in: Renmin Ribao vom 1. 7. 1981. Englische Übersetzung in Michael Schoenhals: China’s Cultural Revolution (1966–1969). Not a Dinner Party. Armonk, NY 1996, S. 297–310.

14 In diesem Zusammenhang besonders aufschlussreich: Mobo Gao: The Battle for China’s Past. Mao and the Cultural Revolution. London-Ann Arbor 2008.

16 Chang / Halliday: Mao (Anm. 2), S. 630.

17 Ebd., S. 3.

18 Siehe Beschluss des ZK der KPCh vom 1. 7. 1981 (Anm. 13).

19 Hamish McDonald: Throwing the Book at Mao, in: The Age vom 8. Oktober 2005.

20 Feng Xianzhi / Jin Chongji: Mao Zedong zhuan [Biografie Mao Zedongs], 2 Bde., Beijing 2003.

21 Darunter auch die neueste Mao-Biografie in englischer Sprache: Phillip Short: Mao. A Life. London 1999. Chinesisch: Feilipu Xiaote: Mao Zedong zhuan. Übers. von Tong Xiaoqu u. a., Beijing 2004.

22 Siehe hierzu Yungfa Chen: The Blooming Poppy under the Red Sun: The Yan’an Way and the Opium Trade, in: Tony Saich / Hans van de Ven (Hg.): New Perspectives in the Chinese Communist Revolution. Armonk, NY 1995, S. 263–298.

23 In diesem Zusammenhang immer wieder genannt und auch in vielen Rezensionen zu »Mao: The Unknown Story« erwähnt: Li Zhisui: Ich war Maos Leibarzt. Die persönlichen Erinnerungen des Dr. Li Zhisui an den Vorsitzenden. Übers. von Annette Burkhardt. Bergisch-Gladbach 1994.

24 Siehe Frederick C. Teiwes / Warren Sun: The Tragedy of Lin Biao: Riding the Tiger during the Cultural Revolution (1966–1971). London 1996 sowie Qiu Jin: The Culture of Power: The Lin Biao Incident in the Cultural Revolution. Stanford 1999.

25 Chang / Halliday: Mao (Anm. 2), S. 557–560.

26 Ebd., S. 561.

27 Ebd.

28 Siehe ebd., Anm. zu S. 560 auf S. 729.

29 Allardice: This book will shake the world (Anm. 6).

30 Siehe hierzu auch Kaz Ross: Mao, the all too familiar story, in: http://eprints.utas.edu.au/897/1/Mao_the_too_familiar_story.pdf, ges. am 1. 7. 2008.

31 Siehe ebd.

32 David Hackett Fischer: Washington’s Crossing. Oxford 2004.

33 Ebd., S. IX.

34 Besonders deutlich in diesem Sinne: Ross: Mao (Anm. 30).

Inhalt – JHK 2009

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