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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung 2010

JHK 2010 | Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung | Seite 421-428 | Aufbau Verlag

Aldo Agosti

Prof., geb. 1943, 1973–2008 Lehrtätigkeit an der Universität Turin, Italien, Autor zahlreicher Bücher zur Geschichte sozialistischer und kommunistischer Bewegungen in Italien und der Welt. Veröffentlichungen u. a.: La Terza Internazionale. Storia documentaria, 3 Bde., Rom 1974–1979; Togliatti, 2. Aufl. Turin 2003; Storia del PCI, Rom, Bari 2000; Bandiere rosse. Un profilo storico dei comunismi europei, Rom 1999; Hg.: Enciclopedia della sinistra europea, Rom 2000; Mitglied verschiedener Herausgebergremien italienischer und anderer Magazine zur Geschichte (darunter Studi storici, Segle XX, Twentieth Century Communism); Mithg.: Passato e Presente. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Gleb J. Albert

M. A., geb. 1981, Studium in Köln und Krakau, 2005–2009 wissenschaftliche Hilfskraft am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (Universität Mannheim); z. Zt. Promotion an der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (Universität Bielefeld) zum Thema »Repräsentationen und Praktiken des revolutionären Internationalismus in der frühen Sowjetgesellschaft, 1917–1927« (Betreuer: Prof. Dr. Thomas Welskopp, Prof. Dr. Klaus Gestwa). Mithg.: The International Newsletter of Communist Studies.

Heike Amos

Dr. phil., geb. 1962 in Berlin, Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Leipzig, 1987 Promotion in Leipzig zur DDR-Geschichte und anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität, 1990–1992 verwaltungswissenschaftliches Aufbaustudium an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer, dann bis 2005 Forschungsreferentin am Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer, 2005–2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin, seit 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte, Abteilung Berlin. Zuletzt publiziert: Die Vertriebenenpolitik der SED 1949 bis 1990, München 2009.

Bernhard H. Bayerlein

Dr. phil., geb. 1949, Historiker und Romanist am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES), seit 2009 Fellow am Zentrum für Zeithistorische Forschungen (ZZF), Potsdam; tätig u. a. für transnationale Projekte der Archiverschließung und Vernetzung, z. B. The International Committee for the Computerization of Comintern Archives (INCOMKA); Veröffentlichungen u. a.: Hg.: Archives de Jules Humbert-Droz, Amsterdam 1983–2001; Hg.: Georgi Dimitroff. Tagebücher, Berlin 2000; Mithg.: Moscou – Paris – Berlin. Télégrammes chiffrés du Komintern, Paris 2003; Mithg.: Deutscher Oktober 1923. Ein Revolutionsplan und sein Scheitern, Berlin 2003; Mithg.: Der Thälmann-Skandal. Geheime Korrespondenzen mit Stalin, Berlin 2003; »Der Verräter, Stalin, bist Du!« Vom Ende der linken Solidarität. Komintern und kommunistische Parteien im Zweiten Weltkrieg 1939–1941, Berlin 2008; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung; Hg.: The International Newsletter of Communist Studies.

Bülent Bilmez

Assistent Prof. Dr., geb. 1964, 1982–1988 Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Middle East Technical University, Ankara, Türkei, 1998 Promotion am Institut für Moderne Vorderasienstudien, Humboldt-Universität zu Berlin. 1996–1998 Lehrbeauftragter am Institut für Turkologie an der Freien Universität Berlin; 1998–2001 Gastprofessor an der Alexander Xhuvani Universität, Elbasan, Albanien, 2000–2004 Assistent Professor am Fachbereich Geschichte an der Yeditepe Universität, Istanbul, Türkei, 2004–2005 Honorary Research Fellow an der School of Slavonic and East European Studies, University College London, Großbritannien. Seit 2005 am Fachbereich Geschichte an der Bilgi University Istanbul, Türkei. Veröffentlichungen u. a.: A Contested Nation-Builder: Şemseddin Sami Frashëri (1850–1904) and the Construction of Albanian and Turkish Nations, in: Diana Mishkova (Hg.): We, the People. Politics of National Peculiarity in Southeastern Europe, Budapest 2008, S. 341–371; European Investments in the Ottoman Empire, 1850–1914, in: Ralf Roth / Günter Dinbohl (Hg.): Across the Borders. Finan­cing the World’s Railways in the Nineteenth and Twentieth Centuries, Hants, Burlington 2008, S. 183–206. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Marcel Bois

M. A., geb. 1978 in Bonn, 1998–2004 Studium der Geschichtswissenschaft, Soziologie und Kunstgeschichte an den Universitäten Konstanz und Hamburg, derzeit Promotion an der Universität Hamburg zum Thema »Kommunisten gegen Hitler und Stalin. Die Linke Opposition der KPD in der Weimarer Republik«; 2005–2008 Stipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung, im Februar 2007 Forschungsaufenthalt an der Harvard University, USA. Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von 360 Grad. Das studentische Journal für Politik und Gesellschaft. Veröffentlichungen u. a.: Vergessene Kommunisten. Die »Weddinger Opposition« der KPD, in: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2008, S. 58–67; Clara Zetkin und die Stalinisierung von KPD und Komintern, in: Ulla Plener (Hg.): Clara Zetkin in ihrer Zeit. Neue Fakten, Erkenntnisse, Wertungen, Berlin 2008, S. 149–156; »Modell für den künftigen Umgang mit innerparteilicher Diskussion«? Der Heidelberger Parteitag der KPD 1919, in: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung 6 (2007), H. 2, S. 33–46 (mit Florian Wilde).

Ulrike Breitsprecher

M. A. phil., geb. 1982, 2002–2008 Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, der Wirtschafts- und Sozialgeschichte und der Geschlechterforschung an der Georg-August-Universität Göttingen. Seit 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Global and European Studies Institute der Universität Leipzig und für die Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«.

Charlotta Brylla

Fil. dr., geb. 1968 in Uppsala, 1988–1994 Studium der Germanistik, Literaturwissenschaft und Ideengeschichte in Uppsala und Stockholm, 2003 Promotion in Germanistik an der Universität Stockholm. Seit 2004 Mitarbeiterin von zwei interdisziplinären Forschungsprojekten an der Södertörns högskola, Stockholm, über die deutsch-schwedischen Beziehungen 1933–1945 und im Kalten Krieg. 2006–2008 Postdoc-Stipendiatin des Riksbankens Jubileumsfond am Nordeuropa-Institut, Humboldt-Universität zu Berlin. Veröffentlichungen u. a.: Die schwedische Rezeption zentraler Begriffe der deutschen Frühromantik. Schlüsselwortanalysen zu den Zeitschriften Athenäum und Phosphoros, Stockholm 2003; hg. mit Birgitta Almgren / Frank-Michael Kirsch: Bilder i kontrast. Interkulturella processer Sverige / Tyskland i skuggan av nazismen 1933–1945 [Bilder im Kontrast. Interkulturelle Prozesse Schweden / Deutschland im Schatten des Nationalsozialismus], Aalborg 2005.

Horst Dähn

Prof. Dr., geb. 1941, 1973 Promotion, 1981 Habilitation. Seit 1987 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Stuttgart; langjährige Mitarbeit am früheren Arbeitsbereich Geschichte und Politik der DDR an der Universität Mannheim; seit 1994 ehrenamtlicher Leiter des Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung in Berlin. Veröffentlichungen u. a.: Das politische System der DDR, Berlin 1985; Die Rolle der Kirchen in der DDR, München 1993; Mithg.: Luther und die DDR, Berlin 1996; Mithg.: Staat und Kirchen in der DDR, Frankfurt a. M. u. a. 2003; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Lena Darabeygi

Geb. 1980 in Teheran, Iran, Rechtsreferendarin, Doktorandin bei Priv.-Doz. Dr. Thomas Henne. 2003–2007 Referentin im Autonomen AusländerInnenreferat der Universität Frankfurt a. M. (AStA). 2007 Erstes Juristisches Staatsexamen. 2007–2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für mittelalterliche und neuere Rechtsgeschichte und Zivilrecht (Prof. Dr. Albrecht Cordes M. A.) an der Universität Frankfurt a. M; Forschungsschwerpunkt: Neueste Rechtsgeschichte.

Bernd Faulenbach

Prof. Dr., geb. 1943, Historiker am Forschungsinstitut Arbeit, Bildung, Partizipation in Recklinghausen und an der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, Vorsitzender der Historiker-Kommission beim Parteivorstand der SPD, 1992–1998 Mitglied der Enquetekommission des Bundestags zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und ihrer Folgen, seit 1998 stellvertretender Vorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: Halbherziger Revisionismus. Zum postkommunistischen Geschichtsbild, München u. a. 1996; Die deutsche Sozialdemokratie und die Umwälzung 1989 / 90, Essen 2001; Mithg.: Bilanz und Perspektiven der DDR-Forschung, Paderborn u. a. 2003; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

John Earl Haynes

Historiker bei der Library of Congress / Manuscript Division. 1978 Ph. D. an der University of Minnesota. Veröffentlichungen als Autor / Koautor u. a.: Spies: The Rise and Fall of the KGB in America, New Haven 2009; Early Cold War Spies: the Espionage Trials that Shaped American Politics, New York 2006; In Denial: Historians, Communism and Espionage, San Francisco 2002; Venona: Decoding Soviet Espionage in America, New York 1999; The Soviet World of American Communism, New York 1998; Red Scare or Red Menace? American Communism and Anticommunism in the Cold War Era, Chicago 1996; The Secret World of American Communism, New York 1995. Online-Herausgeber von H-HOAC und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Peter Huber

PD Dr. phil., geb. 1954 in Zürich, 1975–1984 Studium der Geschichte, Romanistik und Philosophie, 1986 Promotion. Ab 1989 Mitarbeiter bei mehreren Forschungsprojekten, insbesondere zum Schicksal der Schweizer in der Sowjetunion (1991–1993), zum Apparat der Komintern (1994–1996) und zum Spanischen Bürgerkrieg (1997–1999). Seit 1998 Privatdozent für Zeitgeschichte an der Universität Basel; von 1999–2003 Forschungsleiter eines an der Universität Hannover angesiedelten Projekts: »Biografisches Handbuch der Komintern«. Veröffentlichungen u. a.: Stalins Schatten in die Schweiz. Schweizer Kommunisten in Moskau: Gefangene und Verteidiger der Komintern, Zürich 1994; Mithg.: La Suisse et l’Espagne. De la République à Franco (1936–1946), Lausanne 2001; Mithg.: La Internacional comunista y América Latina: Diccionario biográfico, Genf, Moskau 2004; Die Schweizer Spanienfreiwilligen. Biografisches Handbuch, Zürich 2009.

Vaïos Kalogrias

Geb. 1974 in Karlsruhe, 1993–2001 Studium der Neueren und Neuesten Geschichte sowie Literaturwissenschaft an der Universität Fridericiana zu Karlsruhe (TH), 2006 Promotion im Fach Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Forschungsgebiete: die Zeit der deutschen Okkupation (1941–1944) und des Bürgerkriegs in Griechenland (1946–1949). Veröffentlichungen (in deutscher Sprache): Makedonien 1941–1944: Okkupation, Widerstand, Kollaboration, Mainz, Ruhpolding 2008; Widerstand und Kollaboration in Zentralmakedonien (1941–1944), in: Thetis (2007), H. 13 / 14, S. 244–249 (mit Stratos Dordanas); Deutsche Polizeibehörden im besetzten Griechenland, 1941–1944, in: Wolfgang Schulte (Hg.): Die Polizei im NS-Staat. Beiträge eines internationalen Symposiums an der deutschen Hochschule der Polizei in Münster, Frankfurt a. M. 2009, S. 425–449.

Stefan Karner

geb. 1952, Univ.-Prof. Dr., Historiker, Leiter des Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung, Graz – Wien – Klagen­furt; stellv. Vorstand des Instituts für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte der Universität Graz; österreichischer Vertreter in der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) des Europarates; Co-Vorsitzender der österreichisch-russischen sowie der österreichisch-slowenischen Historikerkommission; zahlreiche öffentliche Funktionen und Mitgliedschaften in internationalen wissenschaftlichen Vereinigungen, u. a. Österreichischer Wissenschaftler des Jahres 1995; Wissenschaftlicher Leiter der Republiksausstellung im Parlament 2008 / 09 (gemeinsam mit Lorenz Mikoletzky); Wissenschaftlicher Leiter der NÖ Landesausstellung 2009 »Österreich – Tschechien«. Veröffentlichungen u. a.: Prager Frühling. Das internationale Krisenjahr 1968, 2 Bde., Köln u. a. 2008; Die Rote Armee in Österreich. Sowjetische Besatzung 1945–1955, 2 Bde., Wien, München 2005; Im Archipel GUPVI. Kriegsgefangenschaft und Internierung in der Sowjetunion 1941–1956, Wien, München 1995. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Endre Kiss

Prof. Dr., geb. 1947 in Debrecen, Ungarn, Professor am Lehrstuhl für Philosophiegeschichte der Philosophischen Fakultät der Universität Eötvös in Budapest; seit 2005 auch Professor für Germanistik an der Universität-Gesamthochschule Kodolányi, Székesfehérvár; seit 2008 Professor für Theoretische Andragogik an der West-Ungarischen Universität (Sopron-Szombathely). Humboldt-Stipendiat. 1999 Gründer des Postmoderne-Zentrums Budapest / Székesfehérvár. Veröffentlichungen u. a.: Against New Metaphysics, Cuxhaven, Dartford 1996; Zur Rekonstruktion der präsentistischen Rationalität Mittel-Europas, Cuxhaven, Dartford 1998; Monetarista globalizáció és posztszocialista rendszerváltás [Monetaristische Globalisation und postsozialistischer Systemwechsel], Budapest 2002; Friedrich Nietzsche evilági filozófiája [Friedrich Nietzsches diesseitige Philosophie], Budapest 2005; in Arbeit: philosophische Marx-Monographie.

Norman H. LaPorte

Ph.D. (Stirling), geb. 1964, Historiker, seit 2000 an der Universität Glamorgan (Süd-Wales). Veröffentlichungen u. a.: The German Communist Party in Saxony, Oxford, Bern 2003; Hg.: The Other Germany. Perceptions and Influences in British-East German Relations, 1945–1990, Augsburg 2005 (mit Stefan Berger); Hg.: Bolshevism, Stalinism and the Comintern. Perspectives on Stalinisation, Basingstoke 2008 (mit Matthew Worley / Kevin Morgan); Friendly Enemies: Britain and the GDR, 1949–1989, Oxford 2010 (mit Stefan Berger). Mitbegründer: Twentieth Century Communism: a journal of international history (seit 2009); Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Matteo Lodevole

Doktorand am Churchill College, University of Cambridge und Jemolo Fellow am Nuffield College, University of Oxford. Rechercheaufenthalte in Berlin und Washington D. C., als Gaststudent an der Humboldt-Universität zu Berlin und der George Washington University. Stipendiat verschiedener internationaler Institutionen, darunter: Deutscher Akademischer Austausch Dienst, the George C. Marshall Foundation and the JFK Library (USA), the Royal Historical Society (UK), the British Academy and the Accademia Nazionale dei Lincei (UK / Italy). Forschungsschwerpunkte: Internationaler Kommunismus zu Beginn des Kalten Kriegs mit Schwerpunkt Arbeiterbewegung.

Ulrich Mählert

Dr. phil., geb. 1968 in Neckarsulm, 1987–1992 Studium der Politischen Wissenschaft, Anglistik und Germanistik, 1994 Promotion und bis 1998 Mitarbeiter eines internationalen Forschungsprojekts an der Universität Mannheim zur Geschichte der Parteisäuberungen im Kommunismus. Seit 1999 Referent für Wissenschaftsförderung, Förderung der Archive und Internationale Zusammenarbeit bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Veröffentlichungen u. a.: Die Freie Deutsche Jugend 1945–1949, Paderborn 1995; Hg.: Vademekum DDR-Forschung, Berlin 2002; Mithg.: Bilanz und Perspektiven der DDR-Forschung, Paderborn u. a. 2003; Kleine Geschichte der DDR, 5. Aufl. München 2007; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Michael Mayer

Dr. phil., geb. 1974, 1996–2002 Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Kommuniktationswissenschaften sowie Volkswirtschaftslehre an der Universität Mainz, der Université de Paris IV – Sorbonne sowie der Universität München; 2002–2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität München; 2003–2007 binationale Promotion an der Universität München und der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) Paris; 1999–2002 und 2003–2006 Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung; seit Januar 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte, Abteilung im Auswärtigen Amt; Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam und Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung. Veröffentlichungen u. a.: Staaten als Täter. Ministerialbürokratie und »Judenpolitik« in NS-Deutschland und Vichy-Frankreich. Ein Vergleich, München 2010; Hg. im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte: Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1978, München 2009; Mithg.: Deformation der Gesellschaft. Neue Forschungen zum Nationalsozialismus, Berlin 2008.

Reinhard Müller

Geb. 1944 in Chotischau, 1966–1974 Studium der Geschichte, Germanistik und Soziologie in München, Regensburg und Hamburg, bis 1989 Mitarbeiter in der Ernst Thälmann-Gedenkstätte in Hamburg, seit 1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung, Arbeitsbereich: Theorie und Geschichte der Gewalt. Veröffentlichungen u. a.: Hg.: Die Säuberung. Moskau 1936: Stenogramm einer geschlossenen Parteiversammlung, Reinbek 1991; Die Akte Wehner – Moskau 1937–1941, Berlin 1993; mit Jakov Rokitjanskij: Krasnyi dissident: akademik Rjasanov – opponent Lenina, žertva Stalina, Moskau 1996; Menschenfalle Moskau. Exil und stalinistische Verfolgung, Hamburg 2001; Herbert Wehner – Moskau 1937, Hamburg 2004; Aufsätze über stalinistischen Terror, Komintern und KPD, Exil deutscher Schriftsteller, Walter Benjamin u. a. Bibliographie: www.his-online.de.

Helmut Müller-Enbergs

Dipl.-Pol., Dr. phil., geb. 1960 in Haltern, 1986–1989 Studium der Politologie, Soziologie und Philosophie in Münster und Berlin, 1989–1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin, 1990–1992 Pressesprecher der Fraktion Bündnis 90 im Landtag Brandenburg, seit 1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Bildung und Forschung der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), 2004 Referatsleiter beim Landesamt für Verfassungsschutz in Brandenburg, 2003–2005 Leiter der Forschungsgruppe »Rosenholz« in der BStU, 2008 / 09 Gastprofessor an der Syddansk-Universitet (Dänemark). Veröffentlichungen u. a.: Hg.: Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, Teil 1–3, Berlin 1996 / 1998 / 2008; Mithg.: Das Gesicht dem Westen zu. DDR-Spionage gegen die Bundesrepublik Deutschland, Bremen 2003; Mithg.: Rechts und Links der Demokratie, Potsdam 2004; Mithg.: Rosenholz. Eine Quellenkritik, Berlin 2007; Mithg.: Intelligence-Service Psychology, Frankfurt a. M. 2008; Mithg.: Sicherheit in Organisationen, Frankfurt a. M. 2009; Mithg.: Wer war wer in der DDR? Ein biographisches Lexikon, 2 Bde., 5. Aufl. Berlin 2010.

Ehrhart Neubert

Dr. phil., geb. 1940, Theologiestudium in Jena, 1964–1984 Gemeinde- und Studentenpfarrer in Weimar, 1984–1992 Referent in der Studienabteilung beim Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR; 1989 Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs und Mitglied am Zentralen Runden Tisch der DDR, seit 1997 Fachbereichsleiter der Abteilung Bildung und Forschung der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), seit 2005 in Pension. Veröffentlichungen u. a.: Geschichte der Opposition in der DDR, Berlin 1997; Mithg.: Lexikon Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur, Berlin, München 2000; Koautor: Die verdrängte Revolution. Der Platz des 17. Juni in der deutschen Geschichte, Bremen 2004; Unsere Revolution. Die Geschichte der Jahre 1989 / 90, 2. Aufl. München 2009; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Klaus-Georg Riegel

Prof. Dr., geb. 1943, Prof. für Soziologie an der Universität Trier (1988–2007). Forschungsschwerpunkte: Kultursoziologie, Modernisierungstheorien und Politische Religionen. Veröffentlichungen zum Marxismus-Leninismus als Politischer Religion u. a.: Transplanting the Political Religion of Marxism-Leninism to China: The Case of the Sun Yat-sen University in Moscow (1925–1930), in: K.-H. Pohl (Hg.): Chinese Thought in a Global Context, Leiden 1999, S. 327–358; Rituals of Confession within Communities of virtuosi: An Interpretation of the Stalinist Criticism and Self-criticism in the Perspective of Max Weber’s Sociology of Religion, in: Totalitarian Movements and Political Religions 6 (2005), H. 1, S. 97–126; Marxism-Leninism as Political Religion, in: Hans Maier / Michael Schäfer (Hg.): Totalitarianism and Political Religions, Bd. II, London 2007, S. 61–112.

Krzysztof Ruchniewicz

Prof. Dr., geb. 1967 in Wrocław, Polen, Studium der Geschichte, osteuropäischen Geschichte an der Universität Wrocław, Universität des Saarlandes und der Philipps-Universität Marburg; 2000 Promotion zum Thema »Berlin – Warschau – Bonn. Die politischen Beziehungen in den Jahren 1949–1958«; 2007 Habilitation mit dem Thema »Die polnischen Bemühungen um die deutsche Wiedergutmachung in den Jahren 1944 / 45–1975«. Professor für Zeitgeschichte an der Universität Wrocław; Direktor des Willy Brandt Zentrums für Deutschland und Europastudien der Universität Wrocław, gleichzeitig Lehrstuhlinhaber für Zeitgeschichte am gleichen Zentrum; Veröffentlichungen: Zögernde Annäherung. Studien zur Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen im 20. Jahrhundert, Dresden 2005; »Noch ist Polen nicht verloren«. Das historische Denken der Polen, Münster u. a. 2007; Mithg.: Länderbericht Polen. Geschichte – Politik – Wirtschaft – Gesellschaft – Kultur, Bonn 2009 (mit Dieter Bingen). Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismus
forschung.

Stephen Schwartz

Geb. 1948, Publizist, Executive Director des Center for Islamic Pluralism in Washington, D. C. Veröffentlichungen u. a. in: The New York Times, The Wall Street Journal, The Weekly Standard und The Spectator. Buchveröffentlichungen u. a.: Brotherhood of the Sea: A History of the Sailors’ Union of the Pacific, New Brunswick, NJ 1986; Spanish Marxism vs. Soviet Communism: A History of the POUM (hg. und überarb. mit Víctor Alba), New Brunswick, NJ 1988; Kosovo: Background to a War, London 2000; The Two Faces of Islam: The House of Sa’ud from Tradition to Terror, New York 2002; The Other Islam: Sufism and the Road to Global Harmony, New York 2008.

Peter Steinbach

Prof. Dr., geb. 1948 in Lage (Lippe), Wissenschaftlicher Leiter der Zentralen Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin und Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Karlsruhe. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: Lexikon des Widerstandes 1933–1945, 2. Aufl. München 1998; Widerstand im Widerstreit. Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Erinnerung der Deutschen. Ausgewählte Studien, 2. Aufl. Paderborn u. a. 2001; Mithg: Opposition und Widerstand in der DDR. Politische Lebensbilder, München 2002; Mithg.: Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur 1933–1945 (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 438), Bonn 2004; Der 20. Juli 1944. Gesichter des Widerstands, München 2004; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Barbara Stelzl-Marx

Mag. Dr. phil., geb. 1971, Studium der Geschichte, Anglistik / Amerikanistik und Slawistik in Graz, Oxford, Volgograd und an der Stanford University; 2005–2008 APART-Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; seit 2002 stellvertretende Institutsleiterin und seit 1993 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung, Graz; 1999–2000 Erwin Schrödinger Post-Doc Stipendiatin des FWF bei Memorial Moskau. Seit 2008 Koordinatorin des internationalen Forschungsprojekts »Der Wiener Gipfel 1961«. Mitglied im wissenschaftlichen Beirat am »Centre for World War II Studies«, University of Birmingham; Schriftführerin der Österreichisch-Russischen Historikerkommission. Forschungsschwerpunkte: Sowjetische Besatzung in Österreich 1945–1955; »Besatzungskinder«; Kalter Krieg; Sozial- und Kulturgeschichte des Stalinismus; Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit im Dritten Reich und in der Sowjetunion.

Brigitte Studer

Prof. Dr., Studium der Geschichte und Anglistik in Freiburg / Fribourg, Lausanne und Paris, Stipendiatin des Schweizerischen Nationalfonds der wissenschaftlichen Forschung und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei verschiedenen Forschungsprojekten an den Universitäten Lausanne und Basel; Lehrbeauftragte an den Universitäten Zürich, Genf, Bern sowie an der Washington University in St. Louis (USA). Seit 1997 Professorin für Schweizer und Neueste Allgemeine Geschichte an der Universität Bern. 2001–2004 Visiting Professor in Glasgow. 2001–2007 Mitglied des Forschungsrates der Abteilung I (Sozial- und Geisteswissenschaften) des Schweizerischen Nationalfonds der wissenschaftlichen Forschung, 2001–2005 ausländisches Mitglied des Conseil scientifique du département des Sciences de l'Homme et de la Société, Conseil National de la Recherche Scientifique (CNRS) in Paris. Zurzeit Leitung eines Forschungsprojekts zur Geschichte der 68er-Bewegung in der Schweiz. Verschiedene Publikationen zur historischen Kommunismusforschung und zur Sozial- und Kulturgeschichte des Stalinismus. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Stefan Troebst

Prof. Dr., geb. 1955 in Heidelberg, Studium der Geschichte, Slawistik, Balkanologie und Islamwissenschaften an der Freien Universität Berlin sowie an den Universitäten in Tübingen, Sofia (Bulgarien), Skopje (Jugoslawien, heute Makedonien) und an der Indiana University in Bloomington, USA; 1984 Promotion zum Thema »Mussolini, Makedonien und die Mächte 1922–1930. Die ›Innere Makedonische Revolutionäre Organisation‹ in der Südosteuropapolitik des faschistischen Italien«, 1995 Habilitation mit dem Thema »Handelskontrolle – ›Derivation‹ – Eindämmung. Schwedische Moskaupolitik 1617–1661«. Professor für Kulturstudien Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, stellv. Direktor des GWZO Leipzig, Veröffentlichungen u. a.: Das makedonische Jahrhundert, München 2007; Postkommunistische Erinnerungskulturen im östlichen Europa, Wrocław 2005; Radical Ethnic Movements in Contemporary Europe, New York, Oxford 2003 (mit Farimah Daftary), Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Oldřich Tůma

Dr., geb. 1950, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik; Forschungsschwerpunkt: Nachkriegsgeschichte der Tschechoslowakei; Themen seiner aktuellen Forschungsarbeit: Die Tschechoslowakei im Kalten Krieg, der Prager Frühling und die tschechoslowakische Gesellschaft 1969–1989 sowie der Umbruch von 1989 in Mitteleuropa. Jüngste Veröffentlichung u. a.: Mithg.: Prager Frühling. Das internationale Krisenjahr 1968. Dokumente. Pražskaja vesna. Meždunarodnyj krizisnyj 1968g. 2. Dokumenty (=Veröffentlichungen des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung. Sonderband 9 / 2), Köln, Weimar, Wien 2008 (mit Stefan Karner u. a.). Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Krisztián Ungváry

Ph. D., geb. 1969, Studium in Budapest, Jena und Freiburg / Breisgau. Promotion 1998 zum Thema Belagerung Budapests im Zweiten Weltkrieg. Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für die Erforschung der ungarischen Revolution 1956 (Budapest); Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Stiftung »Flucht, Vertreibung, Versöhnung«. Veröffentlichungen u. a.: Die Schlacht um Budapest, München 1999; Ungarn und der Zweite Weltkrieg (in ungarischer Sprache), Budapest 2005; Verschwiegene Vergangenheit. Der Parteistaat und das Ministerium des Inneren. Die politische Polizei in Ungarn zwischen 1956 und 1990 (in ungarischer Sprache, zusammen mit Gábor Tabajdi), Budapest 2008. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Alexander Vatlin

Prof. Dr., geb. 1962 in Aschgabad, Turkmenien, 1979–1984 Studium der Geschichte und 1987 Promotion am Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte an der Moskauer Lomonossow-Universität zum Thema »Die Wiedergründung der SPD in Westdeutschland 1945–1949«. Seit 1991 Leiter des Programms »Moderne Geschichte« am Institut für Menschenrechte und demokratische Forschung. Seit 1997 Lehrtätigkeit am Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte der Lomonossow-Universität; 1998 Habilitation zum Thema »KPdSU und Komintern in den Zwanzigerjahren. Probleme ihrer Wechselbeziehungen«. 2001 Mitbegründer und seitdem Koordinator der »Arbeitsgruppe zur Erforschung der neuesten Geschichte Deutschlands« an der Lomonossow-Universität (www.rusgermhist.ru). Seit 2006 dortiger Professor am Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Gerrit Voerman

Dr. phil., geb. 1957, Historiker, Direktor des Dokumentationszentrums für Niederländische Politische Parteien an der Universität Groningen. 1977–1985 Studium an der Universität Groningen, Promotion 2001. Regelmäßige Veröffentlichungen zum Thema »Politische Parteien in den Niederlanden« u. a.: De meridiaan van Moskou. De CPN en de Communistische Internationale 1919–1930, Amsterdam, Antwerpen 2001 (Dissertation); Ko­autor: Verloren illusie, geslaagde fusie? GroenLinks in historisch en politicologisch perspectief, Leiden 1999; Koautor: Om de stembus. Verkiezingsaffiches 1918–1998, Amsterdam 2002; Koautor: Handelsreiziger in revoluties. Fré Meis (1921–1992), Zutphen 2002; in Arbeit: Geschichte der Socialistische Partij.

Hermann Weber

Prof. Dr. Dr. h. c., geb. 1928, 1943 / 44 Lehrerbildungsanstalt, 1945 KPD-Mitglied, 1947–1949 SED-Parteihochschule Karl-Marx, Chefredakteur der westdeutschen FDJ-Zeitung bis zur Absetzung durch Erich Honecker, 1954 Ausschluss aus der KPD, seit 1955 Mitglied der SPD, 1964–1968 Studium in Marburg und Mannheim, 1968 Promotion, 1970 Habilitation, seit 1973 Professor, 1975–1993 Ordinarius, Inhaber des Lehrstuhls für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte an der Universität Mannheim bis zur Emeritierung 1993, seit 1981 Leiter des Forschungsschwerpunktes DDR-Geschichte an der Universität Mannheim. Veröffentlichungen u. a.: Ulbricht fälscht Geschichte, Köln 1964; Die Wandlung des deutschen Kommunismus, 2 Bde., Frankfurt a. M. 1969; Das Prinzip links, Hannover 1973; Hauptfeind Sozialdemokratie, Düsseldorf 1982; Geschichte der DDR, München 1985; mit Gerda Weber: Damals, als ich Wunderlich hieß, Berlin 2002; Mithg.: Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945, Berlin 2004; mit Gerda Weber: Leben nach dem »Prinzip links«. Erinnerungen aus fünf Jahrzehnten, Berlin 2006. Begründer und bis 2008 Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Thomas Wegener Friis

Dr. phil., geb. 1975, Historiker und Netzwerkkoordinator des neu gegründeten Zentrums für das Studium des Kalten Krieges (Center for Koldkrigsstudier) an der Süddänischen Universität in Odense. 2000 M. A. in Geschichte an der Süddänischen Universität, 2003 Dissertation über den Militärischen Nachrichtendienst der DDR und Dänemarks. 2003–2005 Mitarbeiter der Kommission zum Thema »Dänemark im Kalten Krieg«, seit 2005 Forschungsmitarbeiter an der Süddänischen Universität, seit 2010 Vorstandsmitglied des Dänischen Arbeitermuseums mit Archiv und Bibliothek zur Arbeiterbewegung, seit 2001 Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Arbeiterbewegung, seit 2005 Redaktionsmitglied der Zeitschrift Arbejder­historie, seit 2004 Mitinhaber des Friis Verlags; Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Gerhard Wettig

Dr. phil., geb. 1934 in Gelnhausen, 1966–1999 zunächst Referent, dann Leiter des Forschungsbereichs Außen- und Sicherheitspolitik am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln, 1990–1999 Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift Außenpolitik, 1998–2003 Mitglied der Gemeinsamen Kommission zur Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen. Zahlreiche Veröffentlichungen über die sowjetische Deutschland-Politik seit dem Zweiten Weltkrieg, über die innerdeutschen Beziehungen in der Zeit der nationalen Spaltung und über Probleme des Kalten Kriegs in Europa. Veröffentlichungen u. a.: Bereitschaft zu Einheit in Freiheit? Die sowjetische Deutschland-Politik 1945 bis 1955, München 1999; Chruschtschows Berlin-Krise 1958–1963. Drohpolitik und Mauerbau, München 2006; Stalin and the Cold War in Europe. The Emergence and Development of East-West Conflict, 1939–1953, Boulder, CO 2008.

Florian Wilde

M. A., geboren 1977 in Kiel, 1998–2005 Studium der Geschichtswissenschaft und Politologie an den Universi­täten Hamburg und Florenz, derzeit Promotion an der Universität Hamburg zu »Ernst Meyer – vergessene
Führungsfigur des deutschen Kommunismus. Eine politische Biographie«; seit 2006 Stipendiat der Rosa-Luxem-
burg-Stiftung.

Manfred Wilke

Prof. Dr., geb. 1941, 1976 Promotion zum Dr. rer. pol., 1976–1980 Wissenschaftlicher Assistent an der TU Berlin, 1981 Habilitation im Fach Soziologie an der Freien Universität Berlin, 1985 Professor für Soziologie an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, 1992 Mitbegründer und bis 2006 Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat an der FU. 1992–1998 sachverständiges Mitglied der Enquetekommission des Bundestags zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und deren Folgen. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: Entstalinisierung. Der XX. Parteitag der KPdSU und seine Folgen, Frankfurt a. M. 1977; Mithg.: Hart und kompromißlos durchgreifen. Die SED contra Polen 1980 / 81, Berlin 1995; Hg.: Anatomie der Parteizentrale, Berlin 1998; Die Streikbrecherzentrale. Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) und der 17. Juni 1953, Münster 2004; Der SED-Staat. Geschichte und Nachwirkungen, Weimar 2006, Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Victor Zaslavsky

1937–2009. Zuletzt Professor für Soziologie und Direktor des Center for Transition Studies an der Luiss Guido Carli Universität in Rom; Mithg. des Magazins Ventunesimo secolo. Zuvor Lehrtätigkeiten an der Universität von Leningrad, der Memorial University in Kanada, der University of California – Berkeley sowie der Stanford University, USA; außerdem an den Universitäten von Venedig, Florenz, Neapel und Bergamo. Autor zahlreicher Veröffentlichungen, darunter: The Neo-Stalinist State. Class, Ethnicity, and Consensus in Soviet Society, New York 1994; Lo stalinismo e la sinistra italiana, Mailand 2004; Togliatti e Stalin, Bologna 1997 (Neuaufl. 2006) (mit Elena Aga-Rossi); Klassensäuberung. Das Massaker von Katyń, Berlin 2007; ausgezeichnet mit verschiedenen Preisen, darunter: Premio Acqui Storia (1998 für Togliatti e Stalin), Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken (2008 für Klassensäuberung), Ignazio Silone International Prize (posthum Dezember 2009).

Inhalt – JHK 2010

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