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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung 2011

JHK 2011 | Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung | Seite 423-432 | Aufbau Verlag

Gleb J. Albert

M.A., geb. 1981, Studium in Köln und Krakau, 2005–2009 wissenschaftliche Hilfskraft am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (Universität Mannheim); z. Zt. Promotion an der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (Universität Bielefeld) zum Thema »Repräsentationen und Praktiken des revolutionären Internationalismus in der frühen Sowjetgesellschaft, 1917–1927« (Betreuer: Prof. Dr. Thomas Welskopp, Prof. Dr. Klaus Gestwa). Mithg.: The International Newsletter of Communist Studies.

Bernhard H. Bayerlein

Dr. phil., geb. 1949, Historiker und Romanist am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES), seit 2009 Fellow am Zentrum für Zeithistorische Forschungen (ZZF), Potsdam; tätig u. a. für transnationale Projekte der Archiverschließung und Vernetzung, z. B. The International Committee for the Computerization of Comintern Archives (INCOMKA); Veröffentlichungen u. a.: Hg.: Archives de Jules Humbert-Droz, Amsterdam 1983–2001; Hg.: Georgi Dimitroff. Tagebücher, Berlin 2000; Mithg.: Moscou – Paris – Berlin. Telegrammes chiffres du Komintern, Paris 2003; Mithg.: Deutscher Oktober 1923. Ein Revolutionsplan und sein Scheitern, Berlin 2003; Mithg.: Der Thälmann- Skandal. Geheime Korrespondenzen mit Stalin, Berlin 2003; »Der Verräter, Stalin, bist Du!« Vom Ende der linken Solidarität. Komintern und kommunistische Parteien im Zweiten Weltkrieg 1939–1941, Berlin 2008; Hg.: The International Newsletter of Communist Studies; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Andrew H. Beattie

Ph.D., geb. 1976 in Sydney, 1995–1998 Studium der Germanistik und Geschichte, 2005 Ph.D. an der University of Sydney. Bis 2008 Dozent im Fachbereich German Studies an der University of Technology, Sydney, seit 2008 an der University of New South Wales, 2006/2007 Max Weber Fellow am Europäischen Hochschul-
institut. Veröffentlichungen u. a.: Playing Politics with History. The Bundestag Inquiries into East Germany, New York 2008; »Orte des Terrors oder der ›stalinistischen Entnazifizierung‹? Zeitgenössische britische Wahrnehmungen sowjetischer Speziallager in der SBZ«, in: Peter Barker/Marc-Dietrich Ohse/Dennis Tate (Hg.): Views from Abroad. Die DDR aus britischer Perspektive, Bielefeld 2007; »Geschichte und Erinnerung in deutschen und europäischen Integrations-Diskursen«, in: Christian Joerges/Matthias Mahlmann/Ulrich K. Preuß (Hg.): »Schmerzliche Erfahrungen« der Vergangenheit und der Prozess der Konstitutionalisierung Europas, Wiesbaden 2008.

Klaus J. Becker

Dr. phil., geb. 1963 in Bockenheim, 1989–1994 Studium der Politischen Wissenschaft, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie der Neueren Geschichte, 1999 Promotion und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadtarchivs Ludwigshafen am Rhein, seit 2006 stellv. Archivleiter. Zahlreiche Veröffentlichungen zur regionalen Geschichte des deutschen Kommunismus und der deutschen Sozialdemokratie sowie der Gewerkschaften und des Arbeitersports in Rheinland-Pfalz, der Pfalz und in Ludwigshafen am Rhein.

Stefan Berger

Prof. Dr., geb. 1964 in Langenfeld/Rhld., 1985–1988 Studium der Geschichte, Politischen Wissenschaft und Germanistik in Köln und Oxford, 1991 Promotion. 1990/1991 Lecturer in History, Universität Plymouth; 1991–2000 Senior Lecturer in History, Universität Cardiff; 2000–2005 Professor für Zeitgeschichte, Universität Glamorgan; seit 2005 Professor für moderne deutsche und vergleichende europäische Geschichte an der Universität Manchester und Direktor des Manchester Jean-Monnet-Centre of Excellence. Zwischen 2003 und 2008 Leiter des von der European Science Foundation geförderten Projekts »Representations of the Past: the Writing of National Histories in Nineteenth and Twentieth Century Europe.« Veröffentlichungen u. a.: Companion to 19th Century Europe, Oxford 2006; Writing the Nation – a Global Perspective, London 2007; The Contested Na-
tion, London 2008 (mit Chris Lorenz); Narrating the Nation, Oxford 2008 (mit Linas Eriksonas und Andrew Mycock); Friendly Enemies: Britain and the GDR, 1949–1990, Oxford 2010 (mit Norman LaPorte); Kaliningrad in Europa, Berlin 2010.

Bülent Bilmez

Assistent Prof. Dr., geb. 1964, 1982–1988 Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Middle East Technical University, Ankara, Türkei, 1998 Promotion am Institut für Moderne Vorderasienstudien, Humboldt-Universität zu Berlin. 1996–1998 Lehrbeauftragter am Institut für Turkologie an der Freien Universität Berlin; 1998–2001 Gastprofessor an der Alexander Xhuvani Universität, Elbasan, Albanien; 2000–2004 Assistent Professor am Fachbereich Geschichte an der Yeditepe Universität, Istanbul, Türkei; 2004–2005 Honorary Research Fellow an der School of Slavonic and East European Studies, University College London, Großbritannien. Seit 2005 am Fachbereich Geschichte an der Bilgi University Istanbul, Türkei. Veröffentlichungen u. a.: »A Contested Nation-Builder: Şemseddin Sami Frasheri (1850–1904) and the Construction of Albanian and Turkish Nations«, in: Diana Mishkova (Hg.): We, the People. Politics of National Peculiarity in Southeastern Europe, Budapest 2008, S. 341–371; »European Investments in the Ottoman Empire, 1850–1914«, in: Ralf Roth/Günter Dinbohl (Hg.): Across the Borders. Financing the World’s Railways in the Nineteenth and Twentieth Centuries, Aldershot 2008, S. 183–206. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Włodzimierz Borodziej

Prof. Dr., geb. 1956 in Warschau, 1984 Promotion, 1991 Habilitation am Historischen Institut der Universität Warschau. 1991/1992 Direktor des Büros für interparlamentarische Beziehungen in der Sejmkanzlei, 1992–1994 Generaldirektor für wissenschaftliche Dienste in der Sejmkanzlei. Derzeit Professor für Zeitgeschichte an der Universität Warschau, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats am Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin, Co-Direktor des Käthe Hamburger Kollegs »Europas Osten im 20. Jahrhundert« sowie Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Hauses der Geschichte in Brüssel. Veröffentlichungen u. a.: Der Warschauer Aufstand 1944, Frankfurt a. M. 2001 (TB 2004); Hg.: Die Deutschen östlich von Oder und Neiße 1945–1950: Dokumente aus polnischen Archiven, 4 Bde., Marburg 2000–2004 (mit Hans Lemberg); Mithg.: Option Europa, deutsche, polnische und ungarische Europapläne des 19. und 20. Jahrhunderts, 3 Bde., Göttingen 2005; Polish Documents on Foreign Policy, 24 October 1938–30 September 1939, Warschau 2009.

Horst Dähn

Prof. Dr., geb. 1941, 1973 Promotion, 1981 Habilitation. Seit 1987 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Stuttgart; langjährige Mitarbeit am früheren Arbeitsbereich Geschichte und Politik der DDR an der Universität Mannheim; seit 1994 ehrenamtlicher Leiter des Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung in Berlin. Veröffentlichungen u. a.: Das politische System der DDR, Berlin 1985; Die Rolle der Kirchen in der DDR, München 1993; Mithg.: Luther und die DDR, Berlin 1996; Mithg.: Staat und Kirchen in der DDR, Frankfurt a. M. u. a. 2003; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

György Dalos

Geb. 1943 in Budapest, 1962–1967 Studium an der Universität Moskau, Mitglied der ungarischen KP bis 1968, danach Berufs- und Publikationsverbot wegen »staatsfeindlicher Aktivitäten«. 1984 Stipendium des Berliner DAAD und Arbeit an der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen. Von 1987–1995 u. a. für deutsche Rundfunkanstalten und Zeitungen tätig; 1992–1997 Mitglied des Vorstands der Heinrich-Böll-Stiftung in Köln; 1995 Erhalt des Adelbert-von-Chamisso-Preises; 1995–1999 Leitung des Ungarischen Kulturinstituts in Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen und Preise. Veröffentlichungen u. a.: 1956: Der Aufstand in Ungarn, München 2006; 1989 – Der Vorhang geht auf: Das Ende der Diktaturen in Osteuropa, München 2009; Gorbatschow: Mensch und Macht. Eine Biografie, München 2011.

Ulrich Eumann

Dr. phil., geb. 1960 in Recklinghausen, 1988–1996 Studium der Neueren Geschichte, Soziologie und Philosophie, 2004 Promotion an der Universität zu Köln mit einer von Wolfgang Schieder betreuten Dissertation zur Sozialgeschichte von fünf Bezirksorganisationen der KPD in der Weimarer Republik. Seit 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Projekt »Opposition und Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Köln 1933–1945« des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln.

Bernd Faulenbach

Prof. Dr., geb. 1943, Historiker am Forschungsinstitut Arbeit, Bildung, Partizipation in Recklinghausen und an der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, Vorsitzender der Historiker-Kommission beim Parteivorstand der SPD, 1992–1998 Mitglied der Enquetekommission des Bundestags zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und ihrer Folgen, seit 1998 stellvertretender Vorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: Halbherziger Revisionismus. Zum postkommunistischen Geschichtsbild, München u. a. 1996; Die deutsche Sozialdemokratie und die Umwälzung 1989/90, Essen 2001; Mithg.: Bilanz und Perspektiven der DDR-Forschung, Paderborn u. a. 2003; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Moritz Florin

Geb. 1983 in München, 2002–2008 Studium der Geschichte, Volkswirtschaftslehre, Lateinamerikastudien und Musikwissenschaft an der Universität Hamburg. 2009 zusätzlicher Abschluss im Aufbaustudiengang Osteuropastudien. Seitdem wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Fachbereich Geschichte, Arbeitsbereich Europäische Geschichte der Universität Hamburg. 2010 Archivrecherchen in Moskau und Zentralasien. Veröffentlichungen u. a.: Der Hitler-Stalin-Pakt in der Propaganda des Leitmediums. Der »Völkische Beobachter« über die UdSSR im Jahre 1939 (= Osteuropa: Geschichte, Wirtschaft, Politik, Bd. 45), Berlin 2009.

Monika Gänßbauer

PD Dr., geb. 1968, Studium der Sinologie, Japanologie und Politikwissenschaft in Erlangen, Bochum und Beijing. 1996 Promotion über die Verarbeitung der chinesischen Kulturrevolution. Von 1996–2009 Leitung einer China Studienstelle in Hamburg. 2008 Habilitation an der Universität Erlangen-Nürnberg. Seit 2009 Professurvertretung für Sinologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Veröffentlichungen u. a.: Trauma der Vergangenheit. Die Rezeption der Kulturrevolution und der Schriftsteller Feng Jicai, Dortmund 1996; Parteistaat und Protestantische Kirche. Religionspolitik im nachmaoistischen China, Frankfurt a. M. 2004.

Zaur Gasimov

Dr. phil., geb. 1981 in Baku, Aserbaidschan, 1998–2005 Studium der Internationalen Beziehungen, Geschichte und Soziologie, 2008 Promotion. Bis 2003 Pressesprecher an der Deutschen Botschaft in Baku, seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Europäische Geschichte in Mainz. Veröffentlichungen u. a.: Militär schreibt Geschichte: Instrumentalisierung der Geschichte durch das Militär in der Volksrepublik Polen und in der Sowjetunion 1981–1991, Berlin 2009.

Johannes Großmann

Dipl.-Kulturwiss., geb. 1981 in Regensburg, 2001–2006 Studium der Kulturwissenschaften, der Geschichte, der Politikwissenschaften und des Öffentlichen Rechts in Saarbrücken, Paris und Tübingen. Seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität des Saarlandes. Dissertationsprojekt über »Konservative Elitenzirkel und private Außenpolitik in Westeuropa nach 1945«. Veröffentlichungen u. a.: »Auf dem Jakobsweg. Das Centre Européen de Documentation et d’Information (CEDI) als Mittler zwischen Spanien, Deutschland und Frankreich«, in: Armin Heinen/Dietmar Hüser (Hg.): Tour de France. Eine historische Rundreise, Stuttgart 2008, S. 321–329; »Die Warnung vor dem falschen Frieden. Konservative Elitenzirkel und private Außenpolitik zwischen Europäischer Integration und Liberation Policy«, in: Cahiers d’Études Germaniques 64 (2009), H. 2, S. 427–437.

Hope M. Harrison

Prof. Dr. phil, geb. 1963 in Albany, New York, 1981–1985 Studium der Social Studies an der Harvard University, 1986–1993 Studium der Politischen Wissenschaft, 1993 Promotion an der Columbia University. Professorin für Geschichte und Internationale Beziehungen an der George Washington University. 2000–2001 Direktorin für Europäische und Euroasiatische Angelegenheiten im Nationalen Sicherheitsrat. Fellowship mit Fulbright Stipendium bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der American Academy in Berlin, dem Norwegischen Nobel-Institut, dem Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam; u. a. Expertin für Fragen des Kalten Krieges. Veröffentlichungen u. a.: »Ulbricht und der XX. Parteitag der KPdSU«, in: Deutschland Archiv 39 (2006), H. 1; »Wie kam es zum Mauerbau?«, in: Tagung Mauer und Grenze – Denkmal und Gedenken (= DNK Schriftenreihe), Bonn 2009; »The Demise and Resurrection of the Berlin Wall«, in: Birgit Hofmann/Katja Wezel u. a. (Hg.): Diktaturüberwindung in Europa, Heidelberg 2010; Ulbrichts Mauer, Berlin 2011.

Andreas Herbst

Diplom-Historiker, geb. 1955, 1977–1982 Studium der Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, bis 1990 wissenschaftlicher Assistent/Oberassistent am Museum für Deutsche Geschichte, danach Mitarbeiter der Historischen Kommission zu Berlin bzw. der Stiftung Gesellschaftsanalyse und Politische Bildung e.V., bis 2001 Mitarbeiter am Forschungsprojekt »Biographisches Handbuch des deutschen Kommunismus 1918–1945« an der Universität Mannheim, seit 2001 Mitarbeiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: So funktionierte die DDR, 3 Bde., Hamburg 1994; Die SED. Geschichte – Organisation – Politik. Ein Handbuch, Berlin 1997; Die Parteien und Organisationen der DDR. Ein Handbuch, Berlin 2002; Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945, Berlin 2004 und 2008 (mit Hermann Weber); Wer war wer in der DDR?, Berlin 2010; SED-Kader. Die mittlere Ebene, Paderborn 2010 (mit Mario Niemann).

Hans-Christian Herrmann

Dr., geb. 1964 in Saarbrücken, seit Mai 2010 Leiter des Stadtarchivs Saarbrücken. Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität des Saarlandes, 1995 Promotion zu einem Thema der deutsch-französischen Beziehungen, 1995–1997Ausbildung zum höheren Archivdienst am nordrhein-westfälischen Staatsarchiv Münster/Archivschule Marburg, seit 1997 im Sächsischen Archivdienst in Dresden (1997–2001), Leipzig (2001–2009) und Chemnitz (2009–2010), dort u. a. für SED-Bestände zuständig. Publikationen zur DDR-Geschichte beispielsweise zu den Außen- und Wirtschaftsbeziehungen der DDR zu Frankreich und zu Japan, zur Saarpolitik der SED und zur Modernisierung des Fahrzeugbaus in der DDR.

Ulrike Huhn

Geb. 1979 in Berlin, 1999–2007 Studium der Geschichte, Germanistik und Erziehungswissenschaften. Seit 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für die Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin. Promoviert zu Volksfrömmigkeit und kirchlichem Untergrund in der Sowjetunion. Zahlreiche Rechercheaufenthalte in Russland, Belarus, der Ukraine und Polen. Publikationen u. a. zur russischen Erinnerungslandschaft sowie zu NS-Zwangsarbeit in Berlin.

Eckhard Jesse

Prof. Dr., geb. 1948 in Leipzig, 1971–1976 Studium der Politik- und Geschichtswissenschaft an der Freien Universität Berlin, 1982 Promotion über Wahlen und Wahlsysteme, 1989 Habilitation über die streitbare Demokratie an der Universität Trier, seit 1993 Inhaber der Professur Politische Systeme/Politische Institutionen an der Technischen Universität Chemnitz. Von 2007–2009 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft. Veröffentlichungen u. a.: Die Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland, 8. Aufl. Baden-Baden 1997; Hg.: Totalitarismus im 20. Jahrhundert, 2. Aufl. Baden-Baden 1999; Systemwechsel in Deutschland. 1918/19 – 1933 – 1945/49 – 1989/90, Köln u. a. 2010; seit 1989 Mithg.: Jahrbuch Extremismus und Demokratie.

Stefan Karner

Univ.-Prof. Dr., geb. 1952, Historiker, Leiter des Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung, Graz – Wien – Klagenfurt; stellv. Vorstand des Instituts für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte der Universität Graz; österreichischer Vertreter in der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) des Europarates; Co-Vorsitzender der österreichisch-russischen sowie der österreichisch-slowenischen Historikerkommission; zahlreiche öffentliche Funktionen und Mitgliedschaften in internationalen wissenschaftlichen Vereinigungen, u. a. Österreichischer Wissenschaftler des Jahres 1995; Wissenschaftlicher Leiter der Republiksausstellung im Parlament 2008/2009 (gemeinsam mit Lorenz Mikoletzky); Wissenschaftlicher Leiter der NÖ Landesausstellung 2009 »Österreich – Tschechien«. Veröffentlichungen u. a.: Im Archipel GUPVI. Kriegsgefangenschaft und Internierung in der Sowjetunion 1941–1956, Wien/München 1995; Die Rote Armee in Österreich. Sowjetische Besatzung 1945–1955, 2 Bde., Wien/München 2005; Prager Frühling. Das internationale Krisenjahr 1968, 2 Bde., Köln u. a. 2008. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Mario Keßler

Prof. Dr. phil., geb. 1955 in Jena, 1974–1979 Studium der Geschichte und Germanistik in Jena und Leipzig, 1979 Diplomhistoriker, 1982 Promotion in Leipzig, 1990 Habilitation an der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1991 Ford Foundation Scholar an der Johns Hopkins University (Baltimore), 1992–1995 bei der Förderungsgesellschaft für wissenschaftliche Neuvorhaben, seit 1996 am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, seit 2001 Lehrtätigkeit an der Universität Potsdam. Gastprofessuren an der University of Massachusetts (Amherst), der Yeshiva University (New York) und der Columbus State University (Columbus, Georgia). Forschungsaufenthalte in der UdSSR, in Polen, Israel, Großbritannien und den USA. Zahlreiche Bücher in deutscher und englischer Sprache, zuletzt: On Anti-Semitism and Socialism, Berlin 2005; Ossip K. Flechtheim, Köln 2007; Von Hippokrates zu Hitler, Berlin 2008. Gegenwärtig Arbeit an einer Biografie Ruth Fischers.

Mark Kramer

Prof., Direktor des Cold War Studies Program an der Harvard University und Senior Fellow des dortigen Davis Center for Russian and Eurasian Studies. Lehrtätigkeit für vergleichende Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an den Universitäten Harvard, Yale und Brown. Ehemals wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Harvard Academy of International and Area Studies sowie Rhodes-Stipendiat an der University of Oxford. Übersetzer und amerikanischer Herausgeber des Bandes Schwarzbuch des Kommunismus, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Aufsätze und Bücher, u. a.: Crisis, Compromise, and Coercion in the Soviet Bloc, 1956: De-Stalinization, the USSR, and Upheavals in Poland and Hungary, Cambridge, MA 2008. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Norman LaPorte

Ph.D. (Stirling), geb. 1964, Historiker, seit 2000 an der Universität Glamorgan (Süd-Wales). Veröffentlichungen u. a.: The German Communist Party in Saxony, Oxford, Bern 2003; Hg.: The Other Germany. Perceptions and Influences in British-East German Relations, 1945–1990, Augsburg 2005 (mit Stefan Berger); Hg.: Bolshevism, Stalinism and the Comintern. Perspectives on Stalinisation, Basingstoke 2008 (mit Matthew Worley/Kevin Morgan); Friendly Enemies: Britain and the GDR, 1949–1989, Oxford 2010 (mit Stefan Berger). Mitbegründer: Twentieth Century Communism: a journal of international history (seit 2009); Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Ottokar Luban

Geb. 1937 in Berlin, Studium der Geschichte, Pädagogik, Psychologie und Sonderpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Berlin-Lankwitz und der Freien Universität Berlin; Lehrer, Sonderschullehrer (pens.); ehrenamtl. Sekretär der Internationalen Rosa-Luxemburg-Gesellschaft; Veröffentlichungen u. a.: zum Kreis um Rosa Luxemburg, z. B. biografische Studien zu Mathilde Jacob, Leo Jogiches, Fanny Jezierska-Thomas (1993, 1995, 2002, 2003); »Rosa Luxemburg und die KPD-Führung im Januaraufstand 1919«, in: IWK (1999), H. 2, S. 176–206; »Der Einfluss Clara Zetkins auf die Spartakusgruppe 1914–1918«, in: Ulla Plener (Hg.): Clara Zetkin in ihrer Zeit, Berlin 2008, S. 79–85; Rosa Luxemburgs Demokratiekonzept, Berlin 2008; Mithg.: Rosa Luxemburg. Ökonomische und historisch-politische Aspekte ihres Werkes, Berlin 2010; detaillierte Angaben sowie weitere Veröffentlichungen unter: www.ottokar-luban--rosa-luxemburg-forschung.de.

Ulrich Mählert

Dr. phil., geb. 1968 in Neckarsulm, 1987–1992 Studium der Politischen Wissenschaft, Anglistik und Germanistik, 1994 Promotion und bis 1998 Mitarbeiter eines internationalen Forschungsprojekts an der Universität Mannheim zur Geschichte der Parteisäuberungen im Kommunismus. Seit 1999 Referent für Wissenschaftsförderung, Förderung der Archive und Internationale Zusammenarbeit bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Veröffentlichungen u. a.: Die Freie Deutsche Jugend 1945–1949, Paderborn 1995; Hg.: Vademekum DDR-Forschung, Berlin 2002; Mithg.: Bilanz und Perspektiven der DDR-Forschung, Paderborn u. a. 2003; Kleine Geschichte der DDR, 5. Aufl. München 2007; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Olaf Mertelsmann

Dr. phil., geb. 1969, 2000 Promotion an der Universität Hamburg, 1998–2002 als Lektor des DAAD in Novosibirsk, 2004–2008 Leiter der Forschungsstelle für sowjetische Geschichte der Universität Tartu, Estland, seit 2005 Dozent für Zeitgeschichte am Institut für Geschichte und Archäologie der Universität Tartu. Veröffentlichungen u. a.: Zwischen Krieg, Revolution und Inflation. Die Werft Blohm & Voss 1914–1923, München 2003; Hg.: The Sovietization of the Baltic States, 1940–1956, Tartu 2003; Hg.: Vom Hitler-Stalin-Pakt bis zu Stalins Tod. Estland 1939–1953, Hamburg 2005; Hg.: Estland und Russland. Aspekte der Beziehungen beider Länder, Hamburg 2005; Der stalinistische Umbau in Estland. Von der Markt- zur Kommandowirtschaft, Hamburg 2006; Mithg.: Border Changes in 20th Century Europe. Selected Case Studies, Münster 2010.

Jörg Morré

Dr. phil, geb. 1964 in Berlin, 1984–1991 Studium der Geschichtswissenschaften, Russistik und Erziehungswissenschaften, 1999 Promotion. Bis 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Gedenkstätte Bautzen, seit 2009 Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst. Veröffentlichungen u. a.: Hinter den Kulissen des Nationalkomitees. Das Institut 99 in Moskau und die Deutschlandpolitik der UdSSR 1943–1946, München 2001; Mithg.: Geschichte des Speziallagers Bautzen. 1945–1956. Katalog zur Ausstellung, Dresden 2004; Stasi-Gefängnis Bautzen II. Katalog zur Ausstellung, Dresden 2008.

Daniela Muraca

Ph.D. 2008 in europäischer und euro-amerikanischer Politik an der Universität Turin; 2004–2005 Forschungsstipendium der Fondazione Luigi Einaudi, 2007–2009 Forschungsstipendium am Istituto Nazionale per la Storia del Movimento di Liberazione in Italia, seit 2009 am Centro Internazionale di Studi »Primo Levi« in Turin. Zahlreiche Veröffentlichungen über Angelo Tasca und den Kongress für kulturelle Freiheit. Veröffentlichungen u. a.: in Zusammenarbeit mit dem Istituto piemontese per la storia della Resistenza e della società contemporanea »Giorgio Agosti« (Turin): Germano Facetti dalla rappresentazione del Lager alla storia del XX secolo, Mailand 2008; »Angelo Tasca: un ›eretico per predestinazione‹«, in: L’altronovecento. Comunismo eretico e pensiero critic, Mailand 2010.

Ehrhart Neubert

Dr. phil., geb. 1940, Theologiestudium in Jena, 1964–1984 Gemeinde- und Studentenpfarrer in Weimar, 1984–1992 Referent in der Studienabteilung beim Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR; 1989 Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs und Mitglied am Zentralen Runden Tisch der DDR, seit 1997 Fachbereichsleiter der Abteilung Bildung und Forschung der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), seit 2005 in Pension. Veröffentlichungen u. a.: Geschichte der Opposition in der DDR, Berlin 1997; Mithg.: Lexikon Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur, Berlin/München 2000; Koautor: Die verdrängte Revolution. Der Platz des 17. Juni in der deutschen Geschichte, Bremen 2004; Unsere Revolution. Die Geschichte der Jahre 1989/90, 2. Aufl. München 2009; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Manuela Putz

Geb. 1976 in Wien, 1998–2001 Mitarbeiterin des Deutsch-Russischen Austausch e.V., Berlin, und im Uralzentrum zur Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen, Perm. 2000–2008 Studium der Geschichte, Russistik und Osteuropäischen Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin. Seit 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen. Derzeit Promotion am Lehrstuhl für Zeitgeschichte und Kultur Osteuropas der Universität Bremen zum Einfluss der Lagerhaft auf soziale Bewegungen und Untergrundkultur in der späten Sowjetunion. Veröffentlichungen zu Berufskriminellen im Gulag, zu Politlagern der poststalinistischen Ära sowie zu Erinnerungskultur und Zivilgesellschaft im heutigen Russland.

Krzysztof Ruchniewicz

Prof. Dr., geb. 1967 in Wrocław, Polen, Studium der Geschichte, osteuropäischen Geschichte an der Universität Wrocław, Universität des Saarlandes und der Philipps-Universität Marburg; 2000 Promotion zum Thema »Berlin – Warschau – Bonn. Die politischen Beziehungen in den Jahren 1949–1958«; 2007 Habilitation mit dem Thema »Die polnischen Bemühungen um die deutsche Wiedergutmachung in den Jahren 1944/45–1975«. Professor für Zeitgeschichte an der Universität Wrocław; Direktor des Willy Brandt Zentrums für Deutschland- und Europastudien der Universität Wrocław, gleichzeitig Lehrstuhlinhaber für Zeitgeschichte am gleichen Zentrum; Veröffentlichungen: Zögernde Annäherung. Studien zur Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen im 
20. Jahrhundert, Dresden 2005; »Noch ist Polen nicht verloren«. Das historische Denken der Polen, Münster u. a. 2007; Mithg.: Länderbericht Polen. Geschichte – Politik – Wirtschaft – Gesellschaft – Kultur, Bonn 2009 (mit Dieter Bingen). Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Karl-Peter Schwarz

Mag. phil., geb. 1952 in Villach, Studium der Geschichte und Romanistik in Wien und in Rom. 1986–1990 Auslandskorrespondent des österreichischen ORF (TV und Hörfunk) in Rom, 1990–1994 Auslandskorrespondent der Presse und der Welt in Prag, 1995 außenpolitischer Redakteur der Woche in Hamburg, 1995–1996 Ressortleiter des Wirtschaftsblatts in Wien, 1996–2000 stellvertretender Chefredakteur der Wiener Presse, seit 2000 Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für die Tschechische Republik, die Slowakei, Slowenien, Kroatien und Rumänien. Veröffentlichungen: Tschechen und Slowaken. Der lange Weg zur friedlichen Teilung, Wien 1993. Zahlreiche Aufsätze in Zeitschriften und Anthologien zu Themen der Zeit- und Ideengeschichte sowie zu ordnungspolitischen Fragen.

Peter Steinbach

Prof. Dr., geb. 1948 in Lage (Lippe), Wissenschaftlicher Leiter der Zentralen Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin und Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Karlsruhe. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: Lexikon des Widerstandes 1933–1945, 2. Aufl. München 1998; Widerstand im Widerstreit. Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Erinnerung der Deutschen. Ausgewählte Studien, 2. Aufl. Paderborn u. a. 2001; Mithg: Opposition und Widerstand in der DDR. Politische Lebensbilder, München 2002; Mithg.: Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur 1933–1945 (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 438), Bonn 2004; Der 20. Juli 1944. Gesichter des Widerstands, München 2004; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Andreas Stergiou

Dr., Historiker und Politologe, geb. 1974, 2001 Promotion an der Universität Mannheim, heute Dozent an der Universität Kreta, Griechenland, Fakultät für Politik. Daneben Lehrtätigkeit an der Hellenic Open University. Von 2004–2006 postdoktorales Studium im Rahmen des Forschungsvorhabens Pythagoras der Europäischen Union: »Die Transatlantischen Beziehungen und ihr Einfluss auf Griechenland.« Veröffentlichungen u. a.: Im Spagat zwischen Solidarität und Realpolitik. Die Beziehungen zwischen der DDR und Griechenland und das Verhältnis der SED zur KKE, Mannheim-Möhnesee, 2001; Die deutsche Außenpolitik 1945–2005. Von der Abhängigkeit zur Autonomie (auf Griechisch), Athen 2005.

Brigitte Studer

Prof. Dr., Studium der Geschichte und Anglistik in Freiburg/Fribourg, Lausanne und Paris, Stipendiatin des Schweizerischen Nationalfonds der wissenschaftlichen Forschung und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei verschiedenen Forschungsprojekten an den Universitäten Lausanne und Basel; Lehrbeauftragte an den Universitäten Zürich, Genf, Bern sowie an der Washington University in St. Louis (USA). Seit 1997 Professorin für Schweizer und Neueste Allgemeine Geschichte an der Universität Bern. 2001–2004 Visiting Professor in Glasgow. 2001–2007 Mitglied des Forschungsrates der Abteilung I (Sozial- und Geisteswissenschaften) des Schweizerischen Nationalfonds der wissenschaftlichen Forschung, 2001–2005 ausländisches Mitglied des Conseil scientifique du département des Sciences de l’Homme et de la Société, Conseil National de la Recherche Scientifique (CNRS) in Paris. Zurzeit Leitung eines Forschungsprojekts zur Geschichte der 68er-Bewegung in der Schweiz. Verschiedene Publikationen zur historischen Kommunismusforschung und zur Sozial- und Kulturgeschichte des Stalinismus. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Kacper Szulecki

Doktorand am Exzellenzcluster für Kulturelle Grundlagen von Integration an der Universität Konstanz. M.Sc. in Politikwissenschaft von der Freien Universität Amsterdam. Studium der Internationalen Politik, Soziologie und Linguistik in Oslo und Warschau. Veröffentlichungen u. a.: »Smashing concrete with words. The Central European ›dissidents‹, their representations and discourses«, in: Sabine Fischer/Heiko Pleines (Hg.): Civil Society in Central and Eastern Europe before and after the End of Socialism, Bremen 2010; »Tracing the Process of Norm Empowerment in the ›New EU‹: Rhetoric, Activism and the Political Controversy over the Rospuda River Valley in Poland« (mit Julia Ziemińska), in: ESPRi Working Paper (Februar 2010), H. 1, Warschau.

Stefan Troebst

Prof. Dr., geb. 1955 in Heidelberg, Studium der Geschichte, Slawistik, Balkanologie und Islamwissenschaften an der Freien Universität Berlin sowie an den Universitäten in Tübingen, Sofia (Bulgarien), Skopje (Jugoslawien, heute Makedonien) und an der Indiana University in Bloomington, USA; 1984 Promotion zum Thema »Mussolini, Makedonien und die Mächte 1922–1930. Die ›Innere Makedonische Revolutionäre Organisation‹ in der Südosteuropapolitik des faschistischen Italien«, 1995 Habilitation mit dem Thema »Handelskontrolle – ›Derivation‹ – Eindämmung. Schwedische Moskaupolitik 1617–1661«. Professor für Kulturstudien Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig, stellv. Direktor des GWZO Leipzig, Veröffentlichungen u. a.: Das makedonische Jahrhundert, München 2007; Postkommunistische Erinnerungskulturen im östlichen Europa, Breslau 2005; Radical Ethnic Movements in Contemporary Europe, New York/Oxford 2003 (mit Farimah Daftary), Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Oldřich Tůma

Dr., geb. 1950, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik; Forschungsschwerpunkt: Nachkriegsgeschichte der Tschechoslowakei; Themen der aktuellen Forschungsarbeit: Die Tschechoslowakei im Kalten Krieg, der Prager Frühling und die tschechoslowakische Gesellschaft 1969–1989 sowie der Umbruch von 1989 in Mitteleuropa. Jüngste Veröffentlichung u. a.: Mithg.: Prager Frühling. Das internationale Krisenjahr 1968. Dokumente. Pražskaja vesna. Meždunarodnyj krizisnyj 1968g. 2. Dokumenty (= Veröffentlichungen des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung. Sonderband 9/2), Köln/Weimar/Wien 2008 (mit Stefan Karner u. a.). Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Krisztián Ungváry

Ph.D., geb. 1969, Studium in Budapest, Jena und Freiburg/Breisgau. Promotion 1998 zum Thema Belagerung Budapests im Zweiten Weltkrieg. Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für die Erforschung der ungarischen Revolution 1956 (Budapest); Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung »Flucht, Vertreibung, Versöhnung«. Veröffentlichungen u. a.: Die Schlacht um Budapest, München 1999; Ungarn und der Zweite Weltkrieg (auf Ungarisch), Budapest 2005; Verschwiegene Vergangenheit. Der Parteistaat und das Ministerium des Inneren. Die politische Polizei in Ungarn zwischen 1956 und 1990 (auf Ungarisch mit Gábor Tabajdi), Budapest 2008. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Alexander Vatlin

Prof. Dr., geb. 1962 in Aschgabad, Turkmenien, 1979–1984 Studium der Geschichte und 1987 Promotion am Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte an der Moskauer Lomonossow-Universität zum Thema »Die Wiedergründung der SPD in Westdeutschland 1945–1949«. Seit 1991 Leiter des Programms »Moderne Geschichte« am Institut für Menschenrechte und demokratische Forschung. Seit 1997 Lehrtätigkeit am Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte der Lomonossow-Universität; 1998 Habilitation zum Thema »KPdSU und Komintern in den Zwanzigerjahren. Probleme ihrer Wechselbeziehungen«. 2001 Mitbegründer und seitdem Koordinator der »Arbeitsgruppe zur Erforschung der neuesten Geschichte Deutschlands« an der Lomonossow-Universität (www.rusgermhist.ru). Seit 2006 dortiger Professor am Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Hermann Weber

Prof. Dr. Dr. h. c., geb. 1928, 1943/1944 Lehrerbildungsanstalt, 1945 KPD-Mitglied, 1947–1949 SED-Parteihochschule Karl-Marx, Chefredakteur der westdeutschen FDJ-Zeitung bis zur Absetzung durch Erich Honecker, 1954 Ausschluss aus der KPD, seit 1955 Mitglied der SPD, 1964–1968 Studium in Marburg und Mannheim, 1968 Promotion, 1970 Habilitation, seit 1973 Professor, 1975–1993 Ordinarius, Inhaber des Lehrstuhls für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte an der Universität Mannheim bis zur Emeritierung 1993, seit 1981 Leiter des Forschungsschwerpunktes DDR-Geschichte an der Universität Mannheim. Veröffentlichungen u. a.: Ulbricht fälscht Geschichte, Köln 1964; Die Wandlung des deutschen Kommunismus, 2 Bde., Frankfurt a. M. 1969; Das Prinzip links, Hannover 1973; Hauptfeind Sozialdemokratie, Düsseldorf 1982; Geschichte der DDR, München 1985; Damals, als ich Wunderlich hieß, Berlin 2002 (mit Gerda Weber); Mithg.: Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945, Berlin 2004; Leben nach dem »Prinzip links«. Erinnerungen aus fünf Jahrzehnten, Berlin 2006 (mit Gerda Weber). Begründer und bis 2008 Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Thomas Wegener Friis

Dr. phil., geb. 1975, Historiker und Netzwerkkoordinator des neu gegründeten Zentrums für das Studium des Kalten Krieges (Center for Koldkrigsstudier) an der Süddänischen Universität in Odense. 2000 M.A. in Geschichte an der Süddänischen Universität, 2003 Dissertation über den Militärischen Nachrichtendienst der DDR und Dänemarks. 2003–2005 Mitarbeiter der Kommission zum Thema »Dänemark im Kalten Krieg«, seit 2005 Forschungsmitarbeiter an der Süddänischen Universität, seit 2010 Vorstandsmitglied des Dänischen Arbeitermuseums mit Archiv und Bibliothek zur Arbeiterbewegung, seit 2001 Mitglied des Vorstands der Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Arbeiterbewegung, seit 2005 Redaktionsmitglied der Zeitschrift Arbejderhistorie, seit 2004 Mitinhaber des Friis Verlags; Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

Felix Wemheuer

Dr., geb. 1977, Sinologe und Autor mehrerer Bücher zur Mao-Ära. Studium der ostasiatischen Politik an der Ruhr-Universität Bochum und von 2000–2002 »Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas« an der Volksuniversität in Peking. Seit 2004 Universitätsassistent am Institut für Ostasienwissenschaften/Sinologie an der Universität Wien. 2008/2009 Forschungsaufenthalt an der Harvard Universität (USA) zu den Hungersnöten in China und der Sowjetunion. Veröffentlichungen u. a.: Chinas Großer Sprung nach vorne (1958–1961): Von der kommunistischen Offensive in die Hungersnot – Intellektuelle erinnern sich, Münster 2004; Steinnudeln: Ländliche Erinnerungen und staatliche Vergangenheitsbewältigung der Großen Sprung-Hungersnot in der chinesischen Provinz Henan, Wien 2007; Kulturrevolution als Vorbild? Maoismen im deutschsprachigen Raum, Wien 2008 sowie die Textsammlung Maoismus: Ideengeschichte und revolutionärer Geist, Wien 2009. Zuletzt erschien Mao Zedong in der Reihe Rowohlt-Monographien, Reinbek b. Hamburg 2010.

Manfred Wilke

Prof. Dr., geb. 1941, 1976 Promotion zum Dr. rer. pol., 1976–1980 wissenschaftlicher Assistent an der TU Berlin, 1981 Habilitation im Fach Soziologie an der Freien Universität Berlin, 1985 Professor für Soziologie an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, 1992 Mitbegründer und bis 2006 Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat an der FU. 1992–1998 sachverständiges Mitglied der Enquetekommission des Bundestags zur 
Aufarbeitung der SED-Diktatur und deren Folgen. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: Entstalinisierung. Der 
XX. Parteitag der KPdSU und seine Folgen, Frankfurt a. M. 1977; Mithg.: Hart und kompromißlos durchgreifen. Die SED contra Polen 1980/81, Berlin 1995; Hg.: Anatomie der Parteizentrale, Berlin 1998; Die Streikbrecherzentrale. Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) und der 17. Juni 1953, Münster 2004; Der SED-Staat. Geschichte und Nachwirkungen, Weimar 2006, Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Georg Wurzer

Dr. phil., geb.1964 in Ehingen/Donau, 1983–1990 Studium der Osteuropäischen Geschichte, Politikwissenschaften, Soziologie und Ostslawischen Philologie an der Universität Tübingen, 2000 Promotion in Tübingen. Seit 2005 Arbeit an dem Projekt »Leben und Werk des Schriftstellers Edwin Erich Dwinger im Kontext seiner Zeit« (ohne institutionelle Unterstützung). Mehrere längere Forschungsaufenthalte in Moskau und Sibirien. Monografie: Kriegsgefangene der Mittelmächte in Russland im Ersten Weltkrieg, Göttingen 2006. Eine Vielzahl von Aufsätzen und Rezensionen in deutschen, russischen und englischsprachigen Zeitschriften und Sammelbänden.

Marc Zivojinovic

M.A., geb. 1978 in Düsseldorf, 2000–2006 Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Osteuropäischen Geschichte und Politikwissenschaft. 2006–2007 Mitarbeit am Projekt »Öffentliche Kommunismuskritik – Vergleichsaspekte der Gedenkstätten Buchenwald und Sighet«, seit 2007 Kollegiat am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Forschung der Universität Erfurt, Dissertation zum Thema: Der jugoslawische Titokult. Seit 2009 Koordinator des Wissenschaftlichen Netzwerks (DFG) »Herrschaft in Südosteuropa«. Veröffentlichungen u. a.: »Die Stafette der Jugend zu Ehren des Marschall – Der 25. Mai als Festtag des Titokultes«, in: Südost-Forschungen 67 (2008), S. 253–276.

Inhalt – JHK 2011

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