...

 

Verzeichnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung 2018

JHK 2018 | Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung | Seite 203-211 | Metropol Verlag

Jörg Baberowski

Prof. Dr. phil., geb. 1961 in Radolfzell. 1982 bis 1988 Studium der Geschichte und Philosophie an der Universität Göttingen, 1989 bis 1994 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Osteuropäische Geschichte an der Universität Frankfurt a. M., 1994 Promotion an der Historischen Fakultät der Universität Frankfurt a. M., Titel der Dissertation: »Autokratie und Justiz. Zum Verhältnis von Rechtsstaatlichkeit und Rückständigkeit im ausgehenden Zarenreich 1864–1914«; September 2000 Habilitation an der Universität Tübingen; 2001 bis 2002 Vertretung des Lehrstuhls für Osteuropäische Geschichte an der Universität Leipzig, seit Oktober 2002 Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin. Veröffentlichungen u. a.: Räume der Gewalt, Frankfurt a. M. 2015; Verbrannte Erde. Stalins Diktatur der Gewalt, München 2012; Ordnung durch Terror. Gewaltexzesse und Vernichtung im nationalsozialistischen und im stalinistischen Imperium (mit Anselm Doering-Manteuffel), 2. Aufl. Bonn 2007; Der Feind ist überall. Stalinismus im Kaukasus, München 2003. Mithg.: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas; Kritika. Explorations in Russian and Eurasian History; Zeithistorische Forschungen; Journal of Modern European History; Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

 

Bernhard H. Bayerlein

Dr. habil., geb. 1949 in Wiesbaden. Historiker und Romanist. Wissenschaftlicher Angestellter am Institut für soziale Bewegungen (ISB), Ruhr-Universität Bochum; Associate Fellow am Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF), Potsdam. Studium der Romanistik, Philosophie und Geschichte in Heidelberg, Toulouse, Coimbra und Bochum. Schwerpunkte: Vergleichende historische Kommunismus- und Sozialismusforschung, Europäische Archivprojekte und Digital Humanities (The International Comitee for the Computerization of the Komintern Archives/INCOMKA, Internationales Willi-Münzenberg Forum u. a.), portugiesische und spanische Studien. Autor/Hg.: Deutschland – Russland – Komintern 1918–1943, 3 Bde., Berlin 2013/2014; »Abschied von einem Mythos. Die UdSSR, die Komintern und der Antifaschismus«, in: Osteuropa 58 (2009), H. 7/8, S. 125–148; »Der Verräter, Stalin, bist Du!«. Vom Ende der internationalen Solidarität, Berlin 2008; Deutscher Oktober 1923, Berlin 2003; Der Thälmann-Skandal, Berlin 2003; Moscou – Paris – Berlin, 1939–1941, Paris 2003; Archives de Jules Humbert-Droz, Bd. IV, Zürich 2001; Georgi Dimitroff. Tagebücher, Berlin 2000; Entwaffnete Utopien. Utopies désarmées, Leipzig 1999. Begründer und Herausgeber von The International Newsletter of Communist Studies; Mithg. u. a.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

 

Marcel Bois

Dr. phil., geb. 1978 in Bonn. 1998 bis 2004 Studium der Geschichte, Soziologie und Kunstgeschichte an den Universitäten Konstanz und Hamburg, 2014 Promotion an der Technischen Universität Berlin. Seit 2015 Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bochum. Derzeit Forschungsstipendiat der Gerda-Henkel-Stiftung mit einem Projekt über die österreichische Architektin und Kommunistin Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000). Wissenschaftspreis 2015 der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen für seine Dissertationsschrift »Kommunisten gegen Hitler und Stalin. Die Linke Opposition der KPD in der Weimarer Republik. Eine Gesamtdarstellung« (Klartext 2014, 2. Auflage 2016). Weitere Veröffentlichungen u. a.: »Zurück ins Bewusstsein. Ein kurzer Ausblick auf hundert Jahre Revolution und Kriegsende«, in: Axel Weipert u. a. (Hg.): »Maschine zur Brutalisierung der Welt«? Der Erste Weltkrieg – Deutungen und Haltungen. 1914 bis heute, Münster 2017, S. 76–94; »Thälmanns Gegenspieler: Hugo Urbahns in der frühen Hamburger KPD«, in: Ulrich Mählert u. a. (Hg.): Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2016, Berlin 2016, S. 217–233; »Eine transnationale Freundschaft im Zeitalter der Extreme. Leo Trotzki und die Pfemferts«, in: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung 14 (2015), H. 3, S. 98–116; »Linkskommunismus«, in: Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus, Bd. 8/II, hrsg. von Wolfgang Fritz Haug u. a., Hamburg 2015, Sp. 1180–1193; »Ein kleiner Boom. Entwicklungen und Tendenzen der KPD-Forschung seit 1989/90«, in: Ulrich Mählert u. a. (Hg.): Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2010, Berlin 2010, S. 309–322 (mit Florian Wilde).

 

Thomas Drerup

Dipl.-Soz., geb. 1984. 2005 bis 2012 Studium der Soziologie und Kommunikationswissenschaften in Dresden. Von 2012 bis 2016 Mitarbeit im Ausstellungsbüro Die Exponauten; u. a. als Volontär und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Aufbau des 2016 neu eröffneten Museums Friedland mit Arbeitsschwerpunkten zur deutschen Nachkriegs- und Migrationsgeschichte sowie in der Sammlungs- und Zeitzeugenarbeit. Von 2016 bis 2017 freie Tätigkeit als Co-Kurator bei der Ausstellung »Nach der Flucht – wie wir leben wollen« in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde sowie bei Archiv-Erschließungsprojekten. Seit September 2017 Archivmitarbeiter bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

 

Bernd Faulenbach

Prof. Dr., geb. 1943. Historiker an der Fakultät für Geschichtswissenschaft (Bereich Zeitgeschichte) der Ruhr-Universität Bochum, bis 2007 stellv. Direktor des Forschungsinstitutes Arbeit, Bildung, Partizipation, 1992 bis 1998 Mitglied der Enquetekommissionen des Bundestages zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und ihrer Folgen, 1998 bis 2015 stellv. Vorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, seit 2002 Mitglied der wissenschaftlichen Leitung des Editionsprojektes Dokumente zur Deutschlandpolitik, 2002 bis 2015 Mitglied der Deutsch-Russischen Historikerkommission. Mitglied in einer Reihe von Fachgremien zur deutschen und europäischen Erinnerungskultur. Seit 1989 Vorsitzender der Historischen Kommission beim Parteivorstand der SPD, seit 2015 Vorsitzender von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Veröffentlichungen u. a.: Willy Brandt, München 2013; Das sozialdemokratische Jahrzehnt. Von der Reformeuphorie zur Neuen Unübersichtlichkeit. Die SPD 1969–1982, Bonn 2011; Erfahrungen des 20. Jahrhunderts und politische Orientierung heute, Essen 1996. Mithg.: »Transformationen« der Erinnerungskulturen in Europa nach 1989, Essen 2006; Bilanz und Perspektiven der DDR-Forschung, Paderborn u. a. 2003; Die deutsche Sozialdemokratie und die Umwälzung 1989/90, Essen 2001; Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

 

Thomas Wegener Friis

Ph.D., geb. 1975. Associate Professor und Netzwerkkoordinator am Zentrum für das Studium des Kalten Krieges (Center for Koldkrigsstudier) an der Süddänischen Universität in Odense. 2003 Dissertation über den Militärischen Nachrichtendienst der DDR und Dänemarks. 2003 bis 2005 Mitarbeiter der Kommission zum Thema »Dänemark im Kalten Krieg«, seit 2005 an der Süddänischen Universität, Mitglied des Vorstands von The Baltic Intelligence und Security Studies Association (BISSA); 2015 Gastprofessor an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie an der Bar-Ilan-Universität in Tel Aviv, Israel. Redaktionsmitglied der Zeitschrift Arbejderhistorie, Redakteur für Nord- und Zentraleuropa für The International Journal of Intelligence, Security and Public Affairs; Mitglied des Research Institute of European and American Studies, Athen/ Griechenland, des Museums »Grenzhus« in Schlagsdorf sowie des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

 

Tobias Grill

Dr. phil. 1992 bis 1998 Studium der Slawischen Philologie, Ost- und Südosteuropäischen sowie Neueren und Neuesten Geschichte, 2009 Promotion am Lehrstuhl für jüdische Geschichte und Kultur der Ludwig-Maximilians-Universität München, seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Postdoc an verschiedenen Lehrstühlen und Forschungsinstitutionen der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität der Bundeswehr München. 2015 Junior Researcher in Residence am Center for Advanced Studies der Ludwig-Maximilians-Universität München. Veröffentlichungen u. a.: Israel. Geschichte, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Opladen u. a. 2016 (mit Michael Wolffsohn); »Kampf für Sozialismus und Judentum auf vier Kontinenten: Isaac Nachman Steinbergs rooted cosmopolitanism«, in: BIOS – Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen 28 (2015), H. 1–2, S. 41–65; Der Westen im Osten. Deutsches Judentum und jüdische Bildungsreform in Osteuropa (1783–1939), Göttingen 2013.

 

Gabriella Hauch

Mag.a, Dr.in, Univ.Prof.in, geb. 1959 in Salzburg/Österreich. Studium der Geschichte und Deutschen Philologie, 1984 Sponsion, 1990 Promotion, 1996 Habilitation für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte. 1985 bis 2000 Mitarbeiterin des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Geschichte der Arbeiterbewegung bzw. Kultur- und Gesellschaftsgeschichte. 2000 bis 2003 Univ. Prof.in für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, von 2003 bis 2011 Univ.Prof.in für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der Johannes Kepler Universität Linz. Seit 2011 Univ.Prof.in für Geschichte der Neuzeit/Frauen- und Geschlechtergeschichte an der Universität Wien. Mithg.in der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaften und L’Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft. Monografien u. a.: Frauen.Leben.Linz. Eine Frauen- und Geschlechtergeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, Linz 2013; Frauen bewegen Politik. Österreich 1848–1938, Innsbruck/Wien/Bozen 2009; Frau Biedermeier auf den Barrikaden. Frauen in der Wiener Revolution 1848, Wien 1990.

 

Christoph Jünke

Dr. phil., geb. 1964 in Einbeck. Studium der Geschichte, Soziologie und Philosophie an den Universitäten Köln und Bochum, 2006 Promotion über das Leben und Werk Leo Koflers. Er forscht und publiziert zur Geschichte des 20. Jahrhunderts, zur politischen Ideengeschichte und zur Geschichte sozialer Bewegungen. Er ist Vorsitzender der Leo Kofler-Gesellschaft e.V. (www.leo-kofler.de), arbeitete zuletzt (bis 2016) am Historischen Institut der FernUniversität Hagen und zurzeit an einer Biografie von Viktor Agartz. Veröffentlichungen u. a.: Leo Koflers Philosophie der Praxis. Eine Einführung, Hamburg 2015; Streifzüge durch das rote 20. Jahrhundert, Hamburg 2014; Sozialistisches Strandgut. Leo Kofler – Leben und Werk (1907–1995), Hamburg 2007; Der lange Schatten des Stalinismus. Sozialismus und Demokratie gestern und heute, Köln 2007; als Hg. (u. a.): Marxistische Stalinismus-Kritik im 20. Jahrhundert. Eine Anthologie, Köln 2017; Linkssozialismus in Deutschland. Jenseits von Sozialdemokratie und Kommunismus?, Hamburg 2010.

 

Peter Kaiser

Dr. phil., M.A., geb. 1976 in Alma-Ata/Kasachstan. 1997 bis 2003 Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, der historischen Anthropologie, des Journalismus und der Politikwissenschaften an den Universitäten Leipzig und Freiburg; 2004 bis 2009 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg. Promotionsstipendien der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Dorothee-Wilms-Stiftung und des DHI Moskau. 2015 Promotion, bis 2016 Mitglied des Graduiertenkollegs Geschichte und Kultur Osteuropas und der Graduiertenschule Humanities der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Veröffentlichungen u. a.: Das Schachbrett der Macht. Handlungsspielräume eines sowjetischen Funktionärs unter Stalin am Beispiel des Generalsekretärs des Komsomol Aleksandr Kosarev (1929-1938), Stuttgart 2017. 2013 bis 2016 in der Privatwirtschaft zuletzt als Berater tätig. Seit April 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Osteuropäische Geschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

 

Stefan Karner

Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c., geb. 1952. Historiker, Vorstand des Instituts für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte der Universität Graz; Leiter des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung, Graz – Wien – Raabs; Co-Vorsitzender der Österreichisch-Russischen Historikerkommission; zahlreiche öffentliche Funktionen und Mitgliedschaften in internationalen wissenschaftlichen Vereinigungen, u. a. Österreichischer Wissenschaftler des Jahres 1995; Gründungsdirektor des Österreichischen »Hauses der Geschichte« (St. Pölten); wiss. Leiter der Republiksausstellung im Parlament 2008/2009 (mit Lorenz Mikoletzky); wissenschaftlicher Leiter der NÖ Landesausstellung 2009 »Österreich – Tschechien«. Veröffentlichungen u. a.: Prager Frühling. Das internationale Krisenjahr 1968, 2 Bde., Köln u. a. 2008; Die Rote Armee in Österreich. Sowjetische Besatzung 1945–1955, 2 Bde., Wien/München 2005; Im Archipel GUPVI. Kriegsgefangenschaft und Internierung in der Sowjetunion 1941–1956, Wien/München 1995. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

 

Mark Kramer

Prof., Direktor des Cold War Studies Program an der Harvard University und Senior Fellow des dortigen Davis Center for Russian and Eurasian Studies. Lehrtätigkeit für vergleichende Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an den Universitäten Harvard, Yale und Brown. Ehemals wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Harvard Academy of International and Area Studies sowie Rhodes-Stipendiat an der University of Oxford. Übersetzer und amerikanischer Herausgeber des Bandes Schwarzbuch des Kommunismus, Autor zahlreicher wissenschaftlicher Aufsätze und Bücher, u. a.: Imposing, Maintaining, and Tearing Open the Iron Curtain: The Cold War in East-Central Europe, 1945–1990, New York 2013; Crisis, Compromise, and Coercion in the Soviet Bloc. 1956: De-Stalinization, the USSR, and Upheavals in Poland and Hungary, Cambridge, MA 2008. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

 

Jochen Krüger

geb. 1987 in Schwerin. 2007 bis 2011 Studium der Geschichte und Ostslawistik in Leipzig, 2011 bis 2014 Geschichtswissenschaften in Berlin. 2013 bis 2017 freier Mitarbeiter bei Götz Aly. 2014 bis 2017 Promotion als Stipendiat der Humboldt Graduate School im Graduiertenkolleg »Diktaturen als alternative Ordnungen«. Seit Frühjahr 2017 wissenschaftlicher Volontär in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

 

Norman LaPorte

Ph.D. (Stirling), geb. 1964. Historiker, seit 2000 an der University of South Wales, Dozent (Reader) am Fachbereich Geschichte. Veröffentlichungen u. a.: Hg.: »Lives on the Left«, in: Moving the Social – Journal of Social History and the History of Social Movements 51 (2014); Friendly Enemies: Britain and the GDR, 1949–1989, Oxford 2010 (mit Stefan Berger); Hg.: Bolshevism, Stalinism and the Comintern. Perspectives on Stalinisation, Basingstoke 2008 (mit Matthew Worley und Kevin Morgan); Hg.: The Other Germany. Perceptions and Influences in British-East German Relations, 1945–1990, Augsburg 2005 (mit Stefan Berger); The German Communist Party in Saxony, Oxford/Bern 2003. Mitbegründer: Twentieth Century Communism: A Journal of International History (seit 2009); Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

 

Timo Leimbach

Dr. phil., geb. 1985 in Eschwege. 2005 bis 2009 Studium der Geschichtswissenschaft und Latinistik, 2009/10 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 2010 bis 2013 Stipendiat am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien an der Universität Erfurt, 2013 Promotion mit dem Prädikat summa cum laude, 2014 Auszeichnung mit dem Max-Weber-Preis für Nachwuchsforschung, seit 2014 Junior Fellow am Max-Weber-Kolleg. Seit 2013 Studienrat der Freien und Hansestadt Hamburg. Veröffentlichungen u. a.: Der Landtag von Thüringen 1919/20–1933, Düsseldorf 2016.

 

Ulrich Mählert

Dr. phil., geb. 1968 in Neckarsulm. 1987 bis 1992 Studium der Politischen Wissenschaft, Anglistik und Germanistik, 1994 Promotion und bis 1998 Mitarbeiter eines internationalen Forschungsprojekts an der Universität Mannheim zur Geschichte der Parteisäuberungen im Kommunismus. Seit 1999 Referent für Wissenschaftsförderung, Förderung der Archive und Internationale Zusammenarbeit bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Veröffentlichungen u. a.: Hg.: Die DDR als Chance. Neue Perspektiven auf ein altes Thema, Berlin 2016; Die Tschechoslowakei 1945/48 bis 1989. Studien zu kommunistischer Herrschaft und Repression, Leipzig 2008 (mit Pavel Zacek und Bernd Faulenbach); Autor: Kleine Geschichte der DDR, 5. Aufl. München 2007; Mithg.: Bilanz und Perspektiven der DDR-Forschung, Paderborn u. a. 2003; Hg.: Terror. Stalinistische Parteisäuberungen 1936–1953, Paderborn 2001 (mit Hermann Weber); Die Freie Deutsche Jugend 1945–1949, Paderborn 1995. Leitender Herausgeber des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

 

Ehrhart Neubert

Dr. phil., geb. 1940. Theologiestudium in Jena, 1964 bis 1984 Gemeinde- und Studentenpfarrer in Weimar, 1984 bis 1992 Referent in der Studienabteilung beim Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR; 1989 Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs und Mitglied am Zentralen Runden Tisch der DDR, von 1997 bis 2005 Fachbereichsleiter der Abteilung Bildung und Forschung der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU). Veröffentlichungen u. a.: Unsere Revolution. Die Geschichte der Jahre 1989/90, 2. Aufl. München 2009; Koautor: Die verdrängte Revolution. Der Platz des 17. Juni in der deutschen Geschichte, Bremen 2004; Mithg.: Lexikon Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur, Berlin/München 2000; Geschichte der Opposition in der DDR, Berlin 1997; Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

 

Zhanna Popova

geb. 1989. Doktorandin am International Institute of Social History an der Universität Amsterdam/Niederlande mit dem Thema »Four centuries of labor camps« (IISH/NIOD), einer Untersuchung zu Kontinuität und Veränderung der russischen Strafpolitik vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1950er-Jahre. Zuvor Studium der Sowjetischen Geschichte und quantitativer Methoden in der Geschichtswissenschaft an der Lomonossow-Universität in Moskau, anschließend Masterstudiengang der Sozialwissenschaften an der École normale supérieure in Paris. Forschungsschwerpunkte: russische Sozialgeschichte, internationale Geschichte sowie Geschichte der Bestrafung und Zwangsmigration.

 

Krzysztof Ruchniewicz

Prof. Dr., geb. 1967 in Wrocław/Polen. Studium der Geschichte, osteuropäischen Geschichte an der Universität Wrocław, Universität des Saarlandes und der Philipps-Universität Marburg; 2000 Promotion zum Thema »Berlin – Warschau – Bonn. Die politischen Beziehungen in den Jahren 1949–1958«; 2007 Habilitation mit dem Thema »Die polnischen Bemühungen um die deutsche Wiedergutmachung in den Jahren 1944/45–1975«. Professor für Zeitgeschichte an der Universität Wrocław; Direktor des Willy-Brandt-Zentrums für Deutschland- und Europastudien der Universität Wrocław, gleichzeitig Lehrstuhlinhaber für Zeitgeschichte ebendort; Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: Länderbericht Polen. Geschichte – Politik – Wirtschaft – Gesellschaft – Kultur, Bonn 2009 (mit Dieter Bingen); »Noch ist Polen nicht verloren«. Das historische Denken der Polen, Münster u. a. 2007; Zögernde Annäherung. Studien zur Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen im 20. Jahrhundert, Dresden 2005. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

 

Marcus Schönewald

Doktorand am Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bremen mit einer Arbeit zur Biografie Wilhelm Piecks. In diesem Zusammenhang zuletzt erschienen: »Wilhelm Pieck im Krieg. Der Erste Weltkrieg als biografische Zäsur und das rote Erbe der Front«, in: Emmanuel Droit/Nicolas Offenstadt (Hg.): Das rote Erbe der Front. Der Erste Weltkrieg in der DDR, Berlin 2018.

 

Volker Stalmann

Dr. phil., geb. 1964 in Duisburg. Studium der Geschichte und Romanistik in München und Berlin. 1998 Promotion; 1998 bis 2003 Forschungsstipendiat der DFG und der Gerda-Henkel-Stiftung; seit 2004 wissenschaftlicher Projektmitarbeiter der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien (KGParl) und im Rahmen des Editionsprogramms »Fraktionen im Deutschen Bundestag (1949–1990)« zuständig für die Teiledition »Die CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag. Sitzungsprotokolle 1972–1983«. Veröffentlichungen u. a.: Kurzbiografien über August Thalheimer (1884–1948) und Ernst Däumig (1866–1922) in der Reihe »Baden-Württembergische Biographien« bzw. im Sammelband Weltkrieg. Spaltung. Revolution – Sozialdemokratie 1916–1922, hrsg. von Uli Schöler und Thilo Scholle (ET 2018); Die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag. Sitzungsprotokolle 1949–1969, 2 Halbbde., Düsseldorf 2017; Die Revolution in Hamburg. Die Sitzungsprotokolle des Hamburger Arbeiter- und Soldatenrates von 1918/19 (unter Mitwirkung von Jutta Stehling), Düsseldorf 2013; Fürst Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Ein deutscher Reichskanzler, Paderborn 2009.

 

Peter Steinbach

Prof. Dr., geb. 1948 in Lage (Lippe). Wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin und Professor emeritus für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Mannheim. Veröffentlichungen u. a.: Mithg.: Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur 1933–1945 (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 438), Bonn 2004; Der 20. Juli 1944. Gesichter des Widerstands, München 2004; Opposition und Widerstand in der DDR. Politische Lebensbilder, München 2002; als Autor: Widerstand im Widerstreit. Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Erinnerung der Deutschen. Ausgewählte Studien, 2. Aufl. Paderborn u. a. 2001; als Mithg.: Lexikon des Widerstandes 1933–1945, 2. Aufl. München 1998. Außerdem Mitherausgeber von Neue Politische Literatur (NPL), Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG) sowie Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

 

Brigitte Studer

Prof. Dr., unterrichtete an den Universitäten Zürich, Genf, Bern sowie an der Washington University in St. Louis (USA). Dissertation zu den transnationalen Beziehungen der Kommunistischen Partei der Schweiz zur Komintern (Un parti sous influence, Lausanne 1994). Seit 1997 Professorin für Schweizer und Neueste Allgemeine Geschichte an der Universität Bern. 2001 bis 2004 Gastprofessorin in Glasgow, 2013 Professeure invitée an der EHESS in Paris. 2001 bis 2007 Mitglied des Forschungsrates der Abteilung I (Sozial- und Geisteswissenschaften) des Schweizerischen Nationalfonds der wissenschaftlichen Forschung, 2001 bis 2005 ausländisches Mitglied des Conseil scientifique du département des Sciences de l’Homme et de la Société (CNRS) in Paris. Zurzeit Leitung des Forschungsprojektes »Krieg und Krise: Kultur- und emotionshistorische Perspektiven auf den schweizerischen Landesstreik vom November 1918«. Veröffentlichungen u. a. zur Geschichte des internationalen Kommunismus und zur Sozial- und Kulturgeschichte des Stalinismus: The Transnational World of the Cominternians, Basingstoke 2015; Der stalinistische Parteikader, Köln 2001; Archives de Jules Humbert-Droz, Bd. V, Zürich 1996. Mithg.: Moscou – Paris – Berlin. Télégrammes chiffrés du Komintern, Paris 2003; Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften; Mitglied des Editorial Board von Twentieth Century Communism. A Journal of International History und des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

 

Jakub Szumski

Magister, geb. 1990 in Warschau/Polen. 2009 bis 2016 Studium der Philosophie und Geschichte an der Universität Warschau und Universität Konstanz. Seit 2014 Doktorand im Tadeusz-Manteuffel-Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau; seit 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Graduiertenkolleg »Die DDR und die europäischen Diktaturen nach 1945« an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Stipendiat des Herder-Instituts in Marburg und der Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa (GFPS) in Berlin. Veröffentlichungen u. a.: Rozliczenia z ekipą Gierka 1980–1984 [Die Auseinandersetzung mit der Mannschaft Giereks 1980–1984], Warschau 2018.

 

Stefan Troebst

Prof. Dr., geb. 1955 in Heidelberg. Osteuropahistoriker und Slawist, Professur für die Kulturgeschichte des östlichen Europa und Ko-Direktor des Global and European Studies Institute (GESI) der Universität Leipzig sowie stellv. Direktor des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa ebendort. Studium in Tübingen, Berlin, Sofia, Skopje und Bloomington. 1984 Promotion und 1995 Habilitation an der Freien Universität Berlin. Veröffentlichungen u. a.: Zwischen Arktis, Adria und Armenien. Das östliche Europa und seine Ränder, Köln u. a. 2017; West-östliche Europastudien. Rechtskultur, Kulturgeschichte, Geschichtspolitik, Leipzig 2015; Mithg.: Remembering Communism. Private and Public Recollections of Lived Experience in Southeast Europe, New York/Budapest 2015; Post-Panslavismus. Slavizitat, Slavische Idee und Antislavismus im 20. und 21. Jahrhundert, Göttingen 2014; Ėnciklopedija izgnanij. Deportacija, prinuditel’noe vyselenie i ėtničeskaja čistka v Evrope v XX veke [Lexikon der Vertreibungen. Deportation, Zwangsaussiedlung und ethnische Säuberung im Europa des 20. Jahrhunderts], Moskau 2013; Erinnerungskultur – Kulturgeschichte – Geschichtsregion. Ostmitteleuropa in Europa, Stuttgart 2013; Geschichtspolitik in Europa seit 1989. Deutschland, Frankreich und Polen im internationalen Vergleich, Göttingen 2013; Hg.: Postdiktatorische Geschichtskulturen im Süden und Osten Europas. Bestandsaufnahme und Forschungsperspektiven, Göttingen 2010; Mithg.: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

 

Krisztián Ungváry

Dr. der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, geb. 1969. Studium in Budapest, Jena und Freiburg/Breisgau. Promotion 1998 zum Thema »Belagerung Budapests im Zweiten Weltkrieg«. Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Ungarischen Nationalbibliothek Széchenyi, Budapest; Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Veröffentlichungen u. a.: Ungarische Besatzungstruppen in der Sowjetunion 1941–1944. Ereignis – Erzählung – Nachleben, Budapest 2015; Das Horthy-System und sein Antisemitismus auf der Waagschale, Budapest 2013 (auf Ungarisch); Verschwiegene Vergangenheit. Der Parteistaat und das Ministerium des Inneren. Die politische Polizei in Ungarn zwischen 1956 und 1990, Budapest 2008 (auf Ungarisch mit Gabor Tabajdi); Ungarn und der Zweite Weltkrieg, Budapest 2005 (auf Ungarisch); Die Schlacht um Budapest, München 1999 (erschienen in deutscher, ungarischer, englischer, amerikanischer und russischer Sprache). Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

 

Alexander Vatlin

Prof. Dr., geb. 1962 in Aschgabad/Turkmenien. 1979 bis 1984 Studium der Geschichte und 1987 Promotion am Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte an der Moskauer Lomonossow-Universität zum Thema »Die Wiedergründung der SPD in Westdeutschland 1945–1949«. Seit 1991 Leiter des Programms »Moderne Geschichte« am Institut für Menschenrechte und demokratische Forschung. Seit 1997 Lehrtätigkeit am Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte der Lomonossow-Universität; 1998 Habilitation zum Thema »KPdSU und Komintern in den Zwanzigerjahren. Probleme ihrer Wechselbeziehungen«. 2001 Mitbegründer und seitdem Koordinator der »Arbeitsgruppe zur Erforschung der neuesten Geschichte Deutschlands« an der Lomonossow-Universität (www.rusgermhist.ru). Seit 2006 Professor am Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte ebendort sowie seit 2015 Mitglied der Deutsch-Russischen Historikerkommission. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.

 

Manfred Wilke

Prof. Dr., geb. 1941. 1976 Promotion zum Dr. rer. pol., 1976 bis 1980 wissenschaftlicher Assistent an der Technischen Universität Berlin, 1981 Habilitation im Fach Soziologie an der Freien Universität Berlin, 1985 Professor für Soziologie an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, 1992 Mitbegründer und bis 2006 Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat an der Freien Universität Berlin; 1992 bis 1998 sachverständiges Mitglied der Enquetekommissionen des Bundestags zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und deren Folgen; seit 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung, Graz. Veröffentlichungen u. a.: Der Weg zur Mauer, Berlin 2011; Der SED-Staat. Geschichte und Nachwirkungen, Weimar 2006; Die Streikbrecherzentrale. Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) und der 17. Juni 1953, Münster 2004; Hg.: Anatomie der Parteizentrale, Berlin 1998; Mithg.: Hart und kompromißlos durchgreifen. Die SED contra Polen 1980/81, Berlin 1995; Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung.

Inhalt – JHK 2018

Copyright:

Eventuell enthaltenes Bildmaterial kann aus urheberrechtlichen Gründen in der Online-Ausgabe des JHK nicht angezeigt werden. Ob dieser Beitrag Bilder enthält, entnehmen Sie bitte dem PDF-Dokument.