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Lernen

Der Bereich Lernen informiert über Museen, Gedenkstätten, Ausstellungen und didaktische Materialien zur Vermittlung der Geschichte des Kommunismus:

 

Auf Museen und aktuell laufende Sonderausstellungen wird in der Unterkategorie Ausstellungen verwiesen. Sie beschränkt sich dabei nicht auf historische Lernorte, sondern stellt auch Online-Ausstellungen und Kunstpräsentationen vor. So geraten neben der Politik- und Gesellschaftsgeschichte des Kommunismus auch kulturelle Rezeptionen und der Alltag in kommunistischen Regimen in den Blick.

Gedenken zeigt die Vielfalt und Bandbreite weltweiter Erinnerungsorte an die Verbrechen kommunistischer Diktaturen und Bewegungen. Große Denkmäler finden hier ebenso Beachtung wie kleine Gedenkplaketten. Über gesellschaftliche Initiativen, Vereine und Stiftungen, die sich der Beratung von Opfern kommunistischer Gewalt und dem Gedenken widmen, können sie sich ebenfalls informieren.

Die Unterkategorie Vermittlung präsentiert Akteure, Materialien und Netzwerke der historisch-politischen Bildung. Schülerinnen und Schüler finden hier Anregungen, die vielleicht bei der Vorbereitung des nächstens Vortrags helfen. Lehrkräfte können sich einen Überblick verschaffen über die verschiedenen didaktischen Materialien, Online-Ressourcen und Schulbücher zur Oktoberrevolution und der Kommunismusgeschichte.

 

„Es lebe das Neue!“? Rastatt in der Weimarer Republik – Ein Stück Demokratiegeschichte

Archiv | Sonderausstellung | vom 18.05.2018 | bis zum 03.02.2019
Ankündigung der Sonderausstellung
Ankündigung der Sonderausstellung

Die Novemberrevolution 1918/19 in der Endphase des Ersten Weltkriegs bedeutete nicht nur das Ende des Krieges, sondern führte auch zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich. Erstmals war die Gründung einer parlamentarischen Demokratie, der Weimarer Republik, möglich. Diese Entwicklungen brachten für die ehemalige Grenz- und Garnisonsstadt Rastatt tiefgreifende Änderungen mit sich. Durch die Nachwirkungen des Ersten Weltkrieges und den Sturz der Monarchie entstand ein tiefer Einschnitt im gesellschaftlichen Leben der Stadt, sowie im Stadtbild selbst. Rastatt als Grenz- und Garnisonsstadt musste entmilitarisiert werden und litt wirtschaftlich durch das Handelsembargo mit dem Elsass. Trotz der schlechten wirtschaftlichen Situation, der großen Wohnungsnot und der Arbeitslosigkeit war die Moderne der 1920er-Jahre greifbar und es entstand einer ein neuer Stadtteil im Stil einer Gartenstadt. Obwohl die wirtschaftliche Situation schlecht war, besaß Rastatt trotzdem einen aktiven Gewerbeverein und die Stadt bemühte sich das gesellschaftliche Leben durch neue Kinos, ein umfassendes Unterhaltungsprogramm und neu gegründete Vereine zu bereichern. Rastatts liberaler Bürgermeister August Renner war bestrebt, die Reformen Friedrich Eberts umzusetzen. Die Ausstellung „Es lebe das Neue!“? Rastatt in der Weimarer Republik – Ein Stück Demokratiegeschichte im Stadtmuseum Rastatt beleuchtet das Stadtgeschehen von 1918 bis 1933 und arbeitet dadurch ein bis dato noch recht unerforschtes Stück Stadtgeschichte auf. Interaktive Stationen verdeutlichen den Wandel und die Entwicklungen der Stadt während der Weimarer Republik und machen diese Zeit für die Besuchenden greifbar und anschaulich. Der Rundgang durch die Ausstellung wird durch einen kostenfreien Audioguide ergänzt, der zu den einzelnen Stationen Zusatzinformationen liefert. Zu sehen ist die Ausstellung vom 17. Mai 2018 bis zum 3. Februar 2019 im Stadtmuseum Rastatt. Besucher können von Donnerstag bis Samstag von 12:00 bis 17:00 Uhr und sonntags oder an Feiertagen von 11:00 bis 17:00 Uhr die Ausstellung besuchen. Gleichzeitig ist das Stadtmuseum mit der Ausstellung am länderübergreifenden Kooperationsprojekt „Netzwerk Museen“ beteiligt. Das gemeinsame Thema 2018/19 lautet „Zeitenwende 1918/19 Le tournant“. Das Netzwerk umfasst insgesamt über 20 Museen in Frankreich, Deutschland und der Schweiz.