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Lernen

Der Bereich Lernen informiert über Museen, Gedenkstätten, Ausstellungen und didaktische Materialien zur Vermittlung der Geschichte des Kommunismus:

 

Auf Museen und aktuell laufende Sonderausstellungen wird in der Unterkategorie Ausstellungen verwiesen. Sie beschränkt sich dabei nicht auf historische Lernorte, sondern stellt auch Online-Ausstellungen und Kunstpräsentationen vor. So geraten neben der Politik- und Gesellschaftsgeschichte des Kommunismus auch kulturelle Rezeptionen und der Alltag in kommunistischen Regimen in den Blick.

Gedenken zeigt die Vielfalt und Bandbreite weltweiter Erinnerungsorte an die Verbrechen kommunistischer Diktaturen und Bewegungen. Große Denkmäler finden hier ebenso Beachtung wie kleine Gedenkplaketten. Über gesellschaftliche Initiativen, Vereine und Stiftungen, die sich der Beratung von Opfern kommunistischer Gewalt und dem Gedenken widmen, können sie sich ebenfalls informieren.

Die Unterkategorie Vermittlung präsentiert Akteure, Materialien und Netzwerke der historisch-politischen Bildung. Schülerinnen und Schüler finden hier Anregungen, die vielleicht bei der Vorbereitung des nächstens Vortrags helfen. Lehrkräfte können sich einen Überblick verschaffen über die verschiedenen didaktischen Materialien, Online-Ressourcen und Schulbücher zur Oktoberrevolution und der Kommunismusgeschichte.

 

Holodomor Victims Memorial Museum, Kiev, Ukraine

Меморіал жертв Голодомору

Gedenken | Gedenkstätte
Screenshot der Website der Gedenkstätte von memorialholodomor.org.ua
Screenshot der Website der Gedenkstätte von memorialholodomor.org.ua

2006 wurde in Kiev eine Gedenkstätte in Erinnerung an den Holodomor eröffnet, die mehrere Skulpturen und Denkmäler sowie ein kleines Museum umfasst. Der Begriff Holodomor bezeichnet eine Hungersnot, die in den Jahren 1932 und 1933 unterschiedlichen Schätzungen zufolge zwischen 3,5 und 14 Millionen Menschen das Leben kostete. Unter Historikerinnen und Historikern existieren zwei gegnerische Auffassungen, worin die Ursache der Hungersnot zu sehen sei. Ein Teil vertritt die Meinung, dass die Hungersnot von Stalin bewusst verursacht wurde, um den Widerstand der Ukraine, sich der Sowjetunion anzuschließen, zu brechen. Diese Bewertung impliziert, den Holodomor als Genozid am ukrainischen Volk anzusehen. Die andere Auffassung widerspricht dieser Vorsätzlichkeit und sieht die Ursache der Hungersnot in Zwangskollektivierungen und Missernten. Die Ukraine bemüht sich seit ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1991 um die internationale Anerkennung des Holodomor als Genozid; Russland widerspricht einer solchen. Die Gedenkstätte versteht es als ihren Auftrag, über die Geschichte des Holodomor zu informieren, über Menschenrechte aufzuklären und die ukrainische Identität zu stärken. Das Museum ist täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet; an staatlichen Feiertagen ist der Eintritt frei. 

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