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Lernen

Der Bereich Lernen informiert über Museen, Gedenkstätten, Ausstellungen und didaktische Materialien zur Vermittlung der Geschichte des Kommunismus:

 

Auf Museen und aktuell laufende Sonderausstellungen wird in der Unterkategorie Ausstellungen verwiesen. Sie beschränkt sich dabei nicht auf historische Lernorte, sondern stellt auch Online-Ausstellungen und Kunstpräsentationen vor. So geraten neben der Politik- und Gesellschaftsgeschichte des Kommunismus auch kulturelle Rezeptionen und der Alltag in kommunistischen Regimen in den Blick.

Gedenken zeigt die Vielfalt und Bandbreite weltweiter Erinnerungsorte an die Verbrechen kommunistischer Diktaturen und Bewegungen. Große Denkmäler finden hier ebenso Beachtung wie kleine Gedenkplaketten. Über gesellschaftliche Initiativen, Vereine und Stiftungen, die sich der Beratung von Opfern kommunistischer Gewalt und dem Gedenken widmen, können sie sich ebenfalls informieren.

Die Unterkategorie Vermittlung präsentiert Akteure, Materialien und Netzwerke der historisch-politischen Bildung. Schülerinnen und Schüler finden hier Anregungen, die vielleicht bei der Vorbereitung des nächstens Vortrags helfen. Lehrkräfte können sich einen Überblick verschaffen über die verschiedenen didaktischen Materialien, Online-Ressourcen und Schulbücher zur Oktoberrevolution und der Kommunismusgeschichte.

 

spaç: isolation - memory - resistance, Burgu i Spaçit, Albanien

Gedenken | Gedenkstätte
Screenshot der Webseite
Screenshot der Webseite

Unter dem Titel "Sharing Stories, Shaping the Future: Dialogues for Spaç" begann das Kulturerbe ohne Grenzen (CHwB) mit dem Projekt, die Erinnerungen ehemaliger Häftlinge in Spaç zu sammeln und dadurch das Gedenken an die kommunistische Vergangenheit Albaniens zu fördern. Spaç war von 1968 bis 1991 ein Straflager für politische Gefangene in Nordalbanien und wurde nach Vorbild der stalinistischen Gulags errichtet. Spaç galt als eines der schlimmsten Gefängnisse Albaniens, in dem tausende Insassen als vermeintliche Gegner des kommunistischen Regimes inhaftiert wurden und in Kupferminen arbeiten mussten. Zahlreiche Häftlinge erlitten Misshandlungen, wurden getötet oder starben an Erschöpfung. Noch heute in Erinnerung geblieben ist der Aufstand unter den Gefangenen vom 21. bis 23. Mai 1973. Dieser Aufstand war die erste Revolte gegen die kommunistische Regierung in Albanien. Die Aufständischen hissten dabei als Zeichen des Protests eine Flagge ohne den kommunistischen Stern. Das Projekt und die Webseite https://spacdialog.org/ wollen die Geschichten der ehemaligen Gefangenen sammeln und für die Öffentlichkeit zugänglich machen, um somit auf die Verbrechen unter dem kommunistischen Regime Albaniens aufmerksam zu machen. Auf der Webseite finden sich einige Berichte über das ehemalige Gefängnis und Informationen rund um Spaç und das kommunistische Regime. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems wurde 1991 das Gefängnis Spaç geschlossen. Es stellt heute ein „Symbol des Schreckens“ dar und ist ein Mahnmal der Verbrechen der kommunistischen Diktatur.

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