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Logo der Ausstellung "1917 Revolution. Russland und die Schweiz"

Sonderausstellung

1917 Revolution. Russland und die Schweiz

vom 24.02.2017 | bis zum 25.06.2017

Als 1917 in Russland die Revolution ausbricht, leben dort tausende Schweizerinnen und Schweizer. Es sind Unternehmer, Bauern, Lehrerinnen. Umgekehrt halten sich zu Beginn des Jahres russische Intellektuelle, Künstler und Sozialisten in der Schweiz auf – unter ihnen auch Lenin, der sich in Genf, Bern und Zürich auf die Revolution vorbereitet. Zum 100. Jahrestag der Russischen Revolution erzählt die Ausstellung im Landesmuseum Zürich anhand von Objekten, Fotografien, Dokumenten und Kunstwerken von den Beziehungen und engen Verflechtungen der beiden Länder in einer Zeit des Umbruchs und bietet einen Überblick über die politische und kulturelle Entwicklung Russlands in dieser Periode. Die Ausstellung des Landesmuseums Zürich ist in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum entstanden. Es finden zwei separate Ausstellungen statt, die jedoch durch ein gemeinsames Kapitel und einen gemeinsamen Katalog miteinander verbunden sind.

Cover des Ausstellungskatalogs zu "Das sowjetische Experiment"

Ausstellung

Das sowjetische Experiment - 100 Jahre Oktoberrevolution

Ivan Kulnev | vom 11.07.2017 | bis zum 11.09.2017

Die Ausstellung „Das sowjetische Experiment - 100 Jahre Oktoberrevolution“ des russischen Kuratoren Ivan Kulnev verbindet historische Analyse mit künstlerischer Präsentation. Kulnev möchte anhand von Collagen einen Diskurs über die Entstehung, den Verlauf und das Scheitern des „sowjetischen Experiments“ anregen. Hierzu trug er im Rahmen seiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Sowjetunion Zeitungsausschnitte, Fotografien und Filmsequenzen zusammen, die er zu Collagen neu arrangierte. Der Betrachter soll sich anhand der Vielzahl dieser Quellen historisch verorten, die Zusammenhänge der jeweiligen Zeit besser verstehen und Schlussfolgerungen für die Gegenwart und Zukunft ziehen. Kulnev will damit eine differenzierte Betrachtung des kommunistischen Systems fördern, gerade weil er die lauter werdenden Rufe von jungen Leuten in seiner Heimat nach einer Resowjetisierung mit Sorge verfolgt. Die zumeist in russischer Sprache verfassten Texte der neu arrangierten Dokumente und Bilder sind mit kurzen Übersetzungen für deutsche Besucher versehen worden.

Logo Deutsches Historisches Museum

Museum

Deutsches Historisches Museum

Das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin-Mitte ist das zentrale nationale Geschichtsmuseum in Deutschland. 1987 wurde es anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin gegründet. Zu einem gesamtdeutschen Museum wurde es nach der deutschen Wiedervereinigung, als die Sammlungen des Museums für Deutsche Geschichte der DDR in dessen Besitz überführt wurden. Die Sammlung des DHM umfasst derzeit etwa 900 000 Objekte, die über eine Datenbank größtenteils recherchierbar sind. Die Dauerausstellung im Zeughaus mit mehr als 7.000 Objekten gibt einen einzigartigen Überblick über die deutsche Geschichte im internationalen Kontext und bietet auch einen Einblick über die Geschichte der Russischen Revolution 1917 sowie die Entstehung und Entwicklung des Kommunismus, bezogen auf Deutschland. Wechsel- und Sonderausstellungen sind in dem vom chinesisch-amerikanischen Architekten I. M. Pei entworfenen Anbau zu sehen. Führungen, Geschichtswerkstätten, Tagungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen ergänzen as Spektrum der in den verschiedenen Ausstellungen dargebotenen Informationen. Zum DHM gehören darüber hinaus das Zeughauskino, eine öffentliche Präsenzbibliothek und ein Bildarchiv.

Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus und des Widerstands, Memorialul Victimelor Comunismului şi al Rezistenţei, Rumänien

Forschungsinstitut | Museum

Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus und des Widerstands

Die rumänische Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus und des Widerstands (Memorialul Victimelor Comunismului şi al Rezistenţei) wurde im Jahr 1992 initiiert. Nur drei Jahre später wurde sie unter die Schirmherrschaft des Europarats gestellt, der sie als eine der wichtigsten Gedenkstätten Europas betrachtet. Zu ihr gehört ein Museum, das sich in den Räumen des ehemaligen politischen Gefängnisses in Sighet (Nordrumänien) befindet, und das Internationale Zentrum für Studien über den Kommunismus mit Sitz in Bukarest. Zusätzlich bietet die Einrichtung Summer Schools an. Die Gedenkstätte beschreibt diese Kombination aus Forschungs- und Bildungseinrichtung sowie Museum als einzigartig. Das Museum ist in über 50 Räumen einer ehemaligen Haftanstalt untergebracht. Die wissenschaftliche Relevanzsoll durch die Mitarbeit von renommierten internationalen Wissenschaftlern gewährleistet werden.

Horchposten 1941

Wanderausstellung

Horchposten 1941 / я слышу войну

Andreas von Westphalen, Jochen Langner

Der „Horchposten 1941“ bezeichnet sowohl eine interaktive Audioinstallation als auch ein zweiteiliges Hörspiel des Deutschlandfunks. Das deutsch-russische Dialog-Projekt sammelte Dokumente und Tagebucheinträge, die von russischen und deutschen Sprechern vertont wurden. Die Installation erzählt die Geschichte der Stadt St. Petersburg im Zweiten Weltkrieg. Hitler hatte beschlossen, an Leningrad (wie die Stadt zwischen 1924 und 1991 genannt wurde) ein Exempel zu statuieren und die Stadt dem Erdboden gleich zu machen. Für Stalin war die Leningrad das Tor zu Europa und deshalb strategisch wichtig, aber auch verdächtig. Die Installation schildert die Erfahrungen von Zivilisten und Soldaten, von Opfern und Tätern, Deutschen und Sowjets zwischen den Fronten des Nationalsozialismus und Stalinismus. Der Besucher sitzt auf Stühlen in einem Raum und hört die eingesprochenen Texte von Zeitzeugen. Aufgeteilt ist der Raum in fünf Zonen, die einen multiperspektivischen Blick ermöglichen. Das Projekt wird ebenfalls von Deutschlandfunk, Radio Echo Moskwy und dem Westdeutschen Rundfunk als Hörspiel ausgestrahlt.

Webseite The Museum of Occupations

Museum

Museum der Okkupationen

Das Okkupationsmuseum in Tallinn präsentiert seit Juli 2003 in einer Dauerausstellung die Geschichte Estlands und seiner Bevölkerungen von 1940 bis 1991. In dieser Zeit erlebte das Land drei Besatzungsperioden: die sowjetische Besatzung von 1940 bis 1941, die nationalsozialistische von 1941 bis 1944 und schließlich als Estnische Sozialistische Sowjetrepublik bis 1991 wieder die sowjetische Besatzung. Die Repressionen, der nationale Widerstand und der Alltag der Menschen in diesen unterschiedlichen Phasen werden anhand von Bildern, Filmen und Tonaufnahmen dargestellt. Es soll gezeigt werden, wie Esten, Russen, Deutsche, Juden und Schweden unter den Regimen lebten und behandelt wurden. Eine besondere Rolle nehmen in der Ausstellung die historischen Gegenstände ein, die dem Museum von Privatpersonen überlassen wurden.

Museum of Socialist Art, Muzey na sotsialisticheskoto izkustvo, Sofia, Bulgaria

Museum

Museum of Socialist Art

Das Museum of Socialist Art (Muzey na sotsialisticheskoto izkustvo) in Sofia, im September 2011 auf Initiative des bulgarischen Kulturministeriums eröffnet, stellt Skulpturen, Bilder und Plakate aus der Zeit von 1945 bis 1989 aus. Viele Ausstellungsstücke wurden im Auftrag der Regierung zu Propagandazwecken von einigen der renommiertesten Künstler Bulgariens geschaffen. Häufig sind sowjetische Führer oder entscheidende Personen der Zeitgeschichte wie Lenin dargestellt. Andere Werke glorifizieren das Leben der Arbeiterklasse. Über 70 nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems an ihren bisherigen Standorten abgebaute Büsten und Statuen sind auf dem Außengelände des Museums zu besichtigen. Das Museum soll vor allem eine Attraktion für Touristen und jüngere Bulgaren sein und die Zeit des Sozialismus im Land endlich „dorthin stellen, wo sie hingehört: in ein Museum“ (Vezhdi Rashidov, ehemaliger Kulturminister Bulgariens bei der Eröffnung des Museums). Trotzdem solle aber dem künstlerischen Wert der Arbeiten Beachtung geschenkt werden. Das Museum verfügt über keine eigene Webpräsenz, lediglich über einen Facebook-Auftritt.

Museum

Retro Museum of Socialism

Das Retro Museum of Socialism in Varna stellt Alltagsgegenstände und Kultobjekte aus den Jahren 1945 bis 1989 aus. Unter anderem Modelle bekannter Automarken, Motorräder, Luxusgüter und Haushaltsgegenstände, die in den Ostblock-Staaten produziert wurden. Zur Ausstellung gehören auch Wachsfiguren berühmter sozialistischer Herrscher. Durch Spenden und Schenkungen aus ganz Bulgarien soll die Sammlung stetig vergrößert werden. Der Gründer des Museums ist der bulgarische Geschäftsmann Tsvetan Atanasov. Die Räumlichkeiten des Museums sind in einem Einkaufzentrum untergebracht, eine eigene Museums-Website existiert nicht, die Facebookseite wird ausschließlich in kyrillischer Schrift unterhalten. Die Ausrichtung des Hauses und das Narrativ der Ausstellung sind somit nur schwer einschätzbar.

Logo Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Ausstellung | Stiftung

Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

In Bonn, Leipzig und Berlin vermittelt die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland deutsche Zeitgeschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute. Der Deutsche Bundestag verabschiedete im Februar 1990 das Gesetz zur Errichtung der Stiftung, die sowohl die Geschichte der Bundesrepublik als auch der DDR anhand von Originalobjekten und vielfältigen multimedialen Angeboten aufbereiten soll. Im Haus der Geschichte in Bonn, im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig, im Tränenpalast und im Museum in der Kulturbrauerei in Berlin werden Dauerausstellungen besucherfreundlich präsentiert. Wechselausstellungen, in denen einzelne Aspekte und Themen näher behandelt werden, ergänzen das Angebot an den verschiedenen Orten. Der Anspruch der Stiftung ist es, Inhalte und Darstellungsformen wissenschaftlich, politisch unabhängig und im Austausch mit der Gesellschaft zu erarbeiten. Zu dieser Arbeit gehören auch Aufbau und Pflege der historischen Sammlungen.

Logo des Deutschen Historischen Museums

Sonderausstellung

1917. Revolution. Russland und Europa

vom 18.10.2017 | bis zum 15.04.2018

Die Ausstellung „1917. Revolution. Russland und Europa“ im Deutschen Historischen Museum thematisiert die Russische Revolution und deren komplexe und vielfältige Folgen für Europa. Die revolutionären Ereignisse und der fünf Jahre wütende Bürgerkrieg in Russland führten zur Errichtung eines neuen Systems, das neue Formen in allen Bereichen der Gesellschaft herbeiführte und das gesamte 20. Jahrhundert prägte. Von Beginn an war der Kommunismus aber auch mit politischen Gegenbewegungen konfrontiert, die mit Terror gewaltsam unterdrückt wurden. Nach den politisch-gesellschaftlichen Umwälzungen wurde der russische Kommunismus als Gegensatz zur parlamentarisch-demokratischen Entwicklung vieler europäischer Staaten wahrgenommen. Zum 100. Jahrestag der Revolution wirft die Sonderausstellung des DHM einen Blick auf die Geschichte und Gegenwartsbezüge der Russischen Revolution. Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Landesmuseum Zürich entstanden. Es finden zwei separate Ausstellungen statt, die jedoch durch ein gemeinsames Kapitel und einen gemeinsamen Katalog miteinander verbunden sind.

Plakat Der Kalte Krieg. Ursachen – Geschichte – Folgen

Ausstellung

Der Kalte Krieg. Ursachen – Geschichte – Folgen

Bernd Greiner

Die Ausstellung besteht aus 22 Plakaten, die den Ost-West-Konflikt vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Auflösung der Sowjetunion thematisieren. Die Ursachen des Kalten Krieges in globaler Perspektive werden ebenso herausgearbeitet wie die Dynamik des nuklearen Rüstungswettlaufs und die „heißen Kriege“ in der Dritten Welt, die bis heute Traumata und ökonomische Entwicklungsdefizite verursachen. Schließlich widmet sich die Ausstellung diplomatischen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, die den Kalten Krieg mindestens zeitweilig eindämmten. Damit bietet die Ausstellung zugleich Anknüpfungspunkte, sich mit aktuellen internationalen Konflikten zu befassen. Es werden rund 160 zeithistorische Fotos, Dokumente und Schaubilder gezeigt. Über QR-Codes können außerdem zeitgenössische Filmdokumente zu den Ausstellungsthemen online abgerufen werden. Die Plakate eignen sich für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit und können an öffentlichen Orten, wie Rathäusern, Volkshochschulen, Stadtbibliotheken oder Kirchen präsentiert werden.

Logo des Zentrum Paul Klee

Ausstellung

Die Revolution ist tot. Lang lebe die Revolution!

vom 13.04.2017 | bis zum 09.07.2017

Das Kunstmuseum Bern und das Zentrum Paul Klee lassen mit der Ausstellung Die Revolution ist tot. Lang lebe die Revolution! ein äußerst bedeutendes Jahrhundert der Kunstgeschichte Revue passieren. Sie zeigt sowohl den Aufbruch zur radikal gegenstandslosen Kunst als auch die verschiedenen Formen des «Sozialistischen Realismus». Die Schau beschränkt sich nicht nur auf die verschiedenen Stilrichtungen, sondern beleuchtet auch die Reflexion der gesellschaftlichen Revolution bis in die Gegenwartskunst. Die Ausstellung im Zentrum Paul Klee widmet sich dem revolutionären bildnerischen Geist des Suprematismus und Konstruktivismus und reicht von der russischen Avantgarde bis zur Minimal Art und Konzeptkunst der 1960er- und 1970er-Jahre. Die Schwerpunkte der Ausstellung im Kunstmuseum Bern bilden der sozialistische Realismus und dessen Wandlungen und Verwerfungen bis hinein in die Gegenwartskunst.

Logo des State Museum of Political History of Russia

Ausstellung

Georgy Plekhanov: the Apostle of Russian Marxism

vom 09.12.2016 | bis zum 28.08.2017

Der einflussreichste russische Theoretiker zur Arbeiterbewegung, Denker und revolutionärer Aktivist, der Begründer der Sozialdemokratie Russlands, Georgi Walentinowitsch Plechanow wurde am 11. Dezember 1856 im Dorf Gudalovka, Provinz Tambov geboren. Anlässlich des 160. Jahrestags seiner Geburt widmet sich das State Museum of Political History of Russia mit der Ausstellung Georgy Plekhanov: the Apostle of Russian Marxism dem Leben und den politischen Ansichten Plechanows.  Plechanow war russischer Journalist und Philosoph. Im Exil nahm Georgi Plechanow an den Kongressen der Zweiten Internationale teil und schrieb mehrere theoretische, journalistische, philosophische und literarische Werke der Ästhetik. Er übersetzte das "Manifest der Kommunistischen Partei" ins Russische, was ihn zu einem prominenten Marxismus-Theoretiker machte.

Logo Inszenierung und Medialisierung politischer Justiz in Osteuropa

Online-Ausstellung

Inszenierung und Medialisierung politischer Justiz in Osteuropa

Die Online-Ausstellung ist das Ergebnis eines Projekts, das von Studierenden der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Jahr 2015 erarbeitet wurde. Sie zeigt Aspekte der Inszenierung und Medialisierung politischer Justiz in Osteuropa anhand von zehn Schauprozessen aus vier osteuropäischen Staaten. Präsentiert werden Bilder, Auszüge aus Zeitungsartikeln, Audio- und Videosequenzen sowie den Prozessprotokollen. Die Beispiele stammen aus der Sowjetunion der 1920er- und 1930er-Jahre, aus Ungarn, der Tschechoslowakei und der DDR in der Anfangszeit des Kalten Krieges. Ihnen wird die westliche Rezeption der medial vermittelten Prozesse gegenübergestellt. Neben einer Einführung zu den Themen „politische Justiz“ und „Schauprozesse“ bietet die Webseite ein Personenregister mit den wichtigsten Informationen zu den historischen Akteuren.

Museum der Opfer des Genozids, Genocido aukų muziejus, Vilnius, Litauen

Dauerausstellung | Aufarbeitungsinitiative | Museum

Museum der Opfer des Genozids

Das Museum der Opfer des Genzozids (Genocido aukų muziejus) hat den Anspruch, das Leiden der litauischen Bevölkerung unter der sowjetischen Okkupation und der deutschen Besatzung zu dokumentieren und museal aufzubereiten. Es erinnert gleichermaßen an die Opfer des Regimes und die Widerstandskämpfer. Die Dauerausstellung umfasst auch die Zeit der Besetzung durch die Nationalsozialisten und des Holocausts und erzählt somit die Vorgeschichte der sowjetischen Herrschaft. Außerdem zeigt das Museum wechselnde Ausstellungen zu verschiedenen historischen Themen. Grund für die Behandlung beider Regimes ist die historische Nutzung des Gebäudes, das sowohl der Gestapo als auch dem KGB (sowjetischer Geheimdienst) für Verhöre und als Gefängnis diente. Die umfassende Behandlung der KGB-Zeit beinhaltet Darstellungen zu sowjetischen Arbeits- und Gefangenenlagern, dem Leben der Deportierten und den Abhörmethoden des KGB.

Museum of socialist curiosities, Múzeum socialistických kuriozít, Hnusta, Museum, Slowakei

Museum

Museum of Socialist Curiosities

Das slowakische Museum of Socialist Curiosities (Múzeum socialistických kuriozít) zeigt das Alltagsleben unter der kommunistischen Herrschaft in drei Wohnräumen, die in der Stadt Hnúšťa in einem ehemaligen Amphitheater errichtet wurden. Die Ausstellung umfasst rund 100 Objekte und Bilder, die sich auf Küche, Kinderzimmer und Wohnzimmer verteilen. Anhand dieser plastischen Alltagsdarstellung soll jüngeren Generationen der Einfluss eines sozialistischen Regimes auf das Leben der Einwohner vor Augen geführt werden. Hnúšťa ist die ehemalige Hochburg der slowakischen Schwerindustrie und steht somit sinnbildlich für die Situation der Arbeiterklasse. Heute ist Hnúšťa durch wirtschaftliche Rezession geprägt. Die aufwendig gestaltete Website ist ausschließlich auf slowakischer Sprache verfügbar.

Revolutionär und Ministerpräsident: Kurt Eisner (1867-1919)

Sonderausstellung

Revolutionär und Ministerpräsident: Kurt Eisner (1867-1919)

vom 12.05.2017 | bis zum 08.10.2017

Die einen verspotten ihn als Idealisten und Utopisten, die anderen sehen ihn ihm einen fortschrittlichen Mann der Tat. Mit seinen Ideen beeinflusste der Revolutionär zu seiner Zeit eine ganze Generation von Sozialisten, kurze Zeit sogar den jungen Adolf Hitler. Zum 150. Geburtstag von Kurt Eisner widmet das Münchner Stadtmuseum dem ersten Ministerpräsidenten Bayerns eine Sonderausstellung. Schwerpunkte ist sein publizistischer und politischer Werdegang.Am 14. Mai 1867 in Berlin geboren, studierte Eisner zunächst Philosophie, Geschichts- und Literaturwissenschaft. Als Eisner sein Studium aufgeben musste, begann seine Laufbahn als monarchiekritischer Journalist. Mit seinen treffsicheren Argumenten  erwarb er in den Kreisen der Sozialdemokraten großes Renommee und trat 1898 der SPD bei, 1917 der USPD. Am Ende des Ersten Weltkriegs proklamierte Eisner in der Nacht vom 7. auf den 8. November 1918 die Absetzung des Hauses Wittelsbach und die Gründung der Bayerischen Republik. Von der Versammlung der Arbeiter- und Soldatenräte wurde er schließlich zum Ministerpräsidenten gewählt, wenige Monate später jedoch, am 21. Februar 1919, von einem antisemitischen Nationalisten auf offener Straße erschossen.

Plakat The Art of Revolution 1917-2017

Ausstellung

The Art of Revolution 1917-2017

vom 05.09.2017 | bis zum 30.09.2017

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Russischen Revolution von 1917 zeigt die Norwich Studio Art Gallery die Ausstellung „The Art of Revolution 1917-2017“, die von dem aus Belarus stammenden russischen Künstler Gennadiy Ivanov kuratiert wird. Darin verarbeitet er seine persönlichen Themen, wie Konflikt, Repression, Migration und Heimat. Die 29 beteiligten lokalen, nationalen und internationalen Künstler und Künstlerinnen beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit der Bedeutung der Oktoberrevolution und ihrem kulturellem Erbe. Mit Musik, Film, Theater, Mode, bildender Kunst und politischem Aktivismus wollen sie provozieren und soziale Fragen aufwerfen. Das Ziel der Ausstellungsmacher ist, die Öffentlichkeit zu konfrontieren und zum Nachdenken anzuregen sowie bürgerschaftliche Bewegungen für mehr soziale Gerechtigkeit zu stärken.

Logo der Eremitage Amsterdam

Ausstellung

1917. Romanovs & Revolution. The End of Monarchy

vom 04.02.2017 | bis zum 17.09.2017

Die Ausstellung 1917. Romanovs & Revolution. The End of Monarchy umfasst über 250 Exponate aus den Sammlungen des Staatlichen Eremitage-Museums in St. Petersburg, des Staatsarchivs der Russischen Föderation in Moskau und das Artillerie-Museum in St. Petersburg. Anhand von Filmen, Fotografien, Gemälden, Kunstgegenständen und historischen Dokumenten können Besucher sehen und hören, wie Entscheidungen des Zaren die Revolution unvermeidlich machten und zum unausweichlichen Ende der 300-jährigen Romanov-Monarchie in Russland führten. Die Ausstellung bietet Einblicke in die letzten Jahre der kaiserlichen Familie, die in ihrer Ermordung enden. Zu den Exponaten zählen unter anderem Gegenstände aus dem Kleiderschrank des Kaiserpaares, Porträts, Kinderspielzeug und -zeichnungen, Kunstwerke aus jener Zeit und eine der Mordwaffen.

Plakatausstellung "Der Kommunismus in seinem Zeitalter" - © Bundesstiftung Aufarbeitung

Ausstellung

Der Kommunismus in seinem Zeitalter

Gerd Koenen

2017 jährt sich die Russische Revolution zum 100. Mal. Der zur Oktoberrevolution mystifizierte Putsch der Bolschewiki war die Geburtsstunde des Kommunismus, der zur größten und tiefgreifendsten Massenbewegung des 20. Jahrhunderts wurde. Aus diesem Anlass zeigt die Plakatausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ den Aufstieg und Niedergang der kommunistischen Bewegungen. Diese waren im 20. Jahrhundert dazu angetreten, nicht nur die Welt, sondern auch die Menschen grundlegend zu verändern. Ihr totalitärer Anspruch mobilisierte rund um den Globus Millionen und entwickelte sich zum Albtraum von Abermillionen, die Opfer kommunistischer Gewaltregime wurden. Die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ umfasst 25 Tafeln mit über 200 zeithistorischen Fotos, Dokumenten sowie QR-Codes, die mit Filmdokumenten im Internet verlinkt sind. Herausgeber der Ausstellung sind die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Deutsche Historische Museum Berlin. Ihr Autor ist der Frankfurter Historiker Gerd Koenen.

Engels-Haus, Wuppertal, Friedrich Engels

Museum

Engels-Haus

Das Engels-Haus des Historischen Zentrums Wuppertal beschäftigt sich mit dem Leben und Werk von Friedrich Engels (1820–1895). Es befindet sich in einem ehemaligen Wohnhaus auf dem Anwesen der Familie Engels in Wuppertal. Die Ausstellung arbeitet mit Originalobjekten und soll veranschaulichen, wie Engels’ persönliche Erfahrungen als junger Erwachsener und Auszubildender in der englischen Textilindustrie seine kritischen Ansichten und sein politisches sowie theoretisches Wirken beeinflusst haben. Besondere Berücksichtigung findet seine Freundschaft und gemeinsame Arbeit mit Karl Marx. Es wird also sowohl die persönliche Geschichte Engels’ als auch eine damit verbundene Intellektuellen- und Theoriegeschichte des 19. Jahrhunderts nachgezeichnet. Das Museum ist ein beliebter außerschulischer Bildungsort und kann ebenso von interessierten Einzelpersonen besichtigt werden.

GULAG: Soviet Forced Labor Camps and the Struggle for Freedom

Online-Ausstellung | Gedenkstätte

GULAG: Soviet Forced Labor Camps and the Struggle for Freedom

Die Onlineausstellung GULAG informiert über das Entstehen der sowjetischen Arbeitslager, ihren Bedeutungsgewinn in der Zeit Stalins und den Einfluss der Menschenrechtsbewegung in den 1960er- und 70er-Jahren. Auch die Bedeutung für das heutige Russland spielt eine Rolle, in dem die Geschichte der Arbeitslager aufgearbeitet werden soll. Die Onlineausstellung basiert auf dem Museum in den Räumen des ehemaligen Lagers „Perm 36“, das von der NGO Perm-36 erarbeitet und 2014 verstaatlicht wurde. Der Schwerpunkt liegt auf dem Lager „Perm 36”, das als Hochsicherheitslager für politische Gefangene diente. In der Online-Ausstellung findet der Nutzer Informationen sowohl zu verschiedene Facetten des Lagerlebens wie der Situation von Frauen, Arbeitsbedingungen, Gründe für Inhaftierungen als auch zur Dissidentenbewegung nach dem Tod Stalins im Jahr 1953 und den Wandel mit dem Ende der Sowjetunion.

Lettisches Okkupationsmuseum, Urheber: Avishai Teicher, Lizenz: CC-BY 3.0

Museum

Lettisches Okkupationsmuseum

Das Lettische Okkupationsmuseum wurde 1993 von einer unabhängigen Stiftung in Riga gegründet, um Objekte und Archivdokumente zur Geschichte der sowjetischen und deutschen Besatzung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Museum erforscht die Verbrechen gegen den lettischen Staat und die Bevölkerung unter sowjetischer Besatzung zwischen 1940 und 1941, unter nationalsozialistischer von 1941 bis 1944 sowie unter erneuter sowjetischer Okkupation bis 1991. Es will das historische Gedächtnis an diese Zeit bewahren, der Opfer gedenken sowie über die Folgen der Besatzung aufklären. Neben einer ständigen Exposition zeigt das Museum wechselnde Sonderausstellungen. Sowohl die Objektsammlung als auch das audiovisuelle Archiv können von Forschern genutzt werden. Außerdem werden Führungen durch die Ausstellung, Konferenzen und Bildungsveranstaltungen für Schüler und Studenten angeboten.

Logo Muzeum Komunismu

Museum

Museum of Communism

Das Museum will das Leben in der Tschechoslowakei von der Machtübernahme der Kommunistischen Partei 1948 bis zum Zusammenbruch des Regimes im November 1989 veranschaulichen. Es ist das erste und einzige Museum in Prag, das die Geschichte des im sowjetischen Herrschaftsbereich etablierten Systems aus der tschechischen Perspektive aufbereitet. Thematisiert werden das Alltagsleben, Bildung, Sport und Kunst, aber auch Politik, Staatssicherheit und Arbeitslager sowie Medienpropanda und Zensur. Seit 2001 können in den Räumen „Kommunismus – Der Traum“, „Die Realität“ und „Der Albtraum“ auf 500 Quadratmetern originale Gegenstände und Installationen besichtigt werden. Dazu gehören auch ein historisches Klassenzimmer sowie ein Verhörraum.

Cover der Ausstellung. Urheber: Gustavs Klucis, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Ausstellung

Oкнa - Fenster. Sowjetische Plakate als Fenster zum Kommunismus

vom 08.09.2017 | bis zum 30.03.2018

Anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution zeigt das Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) die Ausstellung „Oкнa - Fenster. Sowjetische Plakate als Fenster zum Kommunismus“. Sie thematisiert die „Fenster“, wie sowjetrussische Propagandisten ihre meist eilig konzipierten Werke nannten. Für die Sowjetunion und ihre Nachrichtenagenturen produzierten Künstler erster Güte in einer enormen Geschwindigkeit politisch agitierende Plakate. Die Ausstellung des ZZF konzentriert sich im Jubiläumsjahr 2017 in 28 Reproduktionen auf die Geburt der Sowjetunion durch die Russische Revolution und den darauf folgenden Russischen Bürgerkrieg sowie die ersten Jahren der Industrialisierung, die in der Sowjetunion ca. 1930 einsetzte. Den Flyer zur Plakatausstellung können Sie hier als PDF betrachten.Eröffnet wird die Ausstellung am 7. September 2017 um 18 Uhr in folgenden Räumen:Zentrum für Zeithistorische Forschung PotsdamGroßer SeminarraumAm Neuen Markt 9 d14467 Potsdam

Logo Risiko Freiheit

Online-Ausstellung

Risiko Freiheit

In dieser Online-Ausstellung erzählen fünf Multimedia-Touren von Flucht und Fluchthilfe aus der DDR in die Bundesrepublik oder nach Westberlin. Die Inhalte der Webseite beruhen auf einer Ausstellung, die 2014/15 in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde gezeigt wurde. Die zwischen 1961 und 1989 angesiedelten Touren sind in thematische Abschnitte unterteilt, die über Fluchtwege, professionelle Fluchthilfegruppen und private Fluchthelfer, ihre Motive und Methoden sowie die damit verbundenen Risiken Auskunft geben. Nachzulesende Erläuterungen, die auch von einem Sprecher vorgetragen werden,  Quelldokumente, historische Filmaufnahmen, Fotografien sowie Zeitzeugeninterviews veranschaulichen geglückte und gescheiterte Aktionen sowie öffentliche Reaktionen darauf. Zwei Karten zeigen Fluchthilfewege im geteilten Berlin sowie die Fluchtrouten über Osteuropa. Gesetzestexte belegen die unterschiedliche Bewertung von Fluchthilfe in der Bundesrepublik und der DDR.

Logo The State Museum of Political History of Russia

Ausstellung

The Russian Revolution 1917-1922

Die Ausstellung zur Russischen Revolution ist Teil der permanenten Exposition des Museums der Politischen Geschichte Russlands in St. Petersburg. In der ersten Sektion der Ausstellung wird erklärt, welche politischen und gesellschaftlichen Bedingungen zum Fall des Zaren 1917 führten, und welche Versuche unternommen wurden, um ein neues demokratisches System zu etablieren. Ein weiterer Teil der Ausstellung beschäftigt sich intensiv mit der Oktoberrevolution, der Machtergreifung der Bolschewiki und dem ab Sommer 1918 ausbrechenden Bürgerkrieg auf dem Territorium des früheren Russischen Zarenreiches. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf die Entwicklungen in den verschiedenen nationalen Regionen Russlands gelegt. In der letzten Sektion schließt die Ausstellung mit dem Ende des Bürgerkriegs und der Etablierung des neuen Staates, der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, sowie mit der Zwangsmigration von mehr als zwei Millionen Einwohnern Russlands aus ihren Heimatregionen.

Screenshot der Ankündigung der Ausstellung "A Romance with Revolution"

Ausstellung

A Romance with Revolution

Anastasia Patsey | vom 18.08.2017 | bis zum 03.09.2017

Die Russische Revolution 1917 diente als Inspiration für zahllose künstlerische Werke. Zentral dabei ist der Gedanke, dass neue soziale Formen neuer Kunst bedürfen und umgekehrt neue Kunst nach dem Ende bestehender Ordnungen entsteht. 100 Jahre nach der Russischen Revolution fragt die internationale Gruppenausstellung „A Romance with Revolution“ nach dem Erbe und den Konsequenzen der epochalen Ereignisse des Jahres 1917 und der Gestalt revolutionärer Ideen und Umbrüche der Gegenwart. Die Ausstellung wird in Weimar und St. Petersburg gezeigt und präsentiert Werke von 19 Künstlern aus 11 Ländern. Sie wird kuratiert von Anastasia Patsey, Leiterin des „Museums für nonkonformistische Kunst“ im 1989 gegründeten unabhängigen Petersburger Kulturzentrum „Pushkinskaya-10“.

Außenansicht des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Museum

Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

Das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst thematisiert in seiner Dauerausstellung den „Großen Vaterländischen Krieg“. So wurde in der Sowjetunion der Deutsch-Sowjetische Krieg 1941-1945 bezeichnet. Nach dem Betreten des Gebäudes müssen sich die Besucher entscheiden, ob sie sich dem Thema zuerst aus der deutschen oder der russischen Perspektive nähern möchten, symbolisiert durch zwei Türen, die mit „8. Mai 1945“ und „9 мая 1945“ beschriftet sind. Im Gebäude des Museums wurde an diesem Tag die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnet, was es zu einem historischen Ort macht. Die unterschiedlichen Daten ergeben sich aus dem Umstand, dass in der Sowjetunion  die Kapitulation erst nach null Uhr bekanntgegeben wurde. Zum 50. Jahrestag des Kriegsendes in Europa wurde das Museum am 10. Mai 1995 eröffnet und präsentiert neben der Dauerausstellung auch Sonderausstellungen und veranstaltet Gedenkfeiern sowie wissenschaftliche Tagungen.

Gedenkstätte Bautzen, Urheber: Stephan M. Höhne, Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Gedenkstätte

Gedenkstätte Bautzen

Die Gedenkstätte Bautzen ist ein Gedenkort an die Opfer der Haftanstalten Bautzen I und Bautzen II. Ehemalige Häftlinge der Anstalten hatten 1990 das „Bautzen-Komitee“ gegründet und sich für die Einrichtung der Gedenkstätte eingesetzt. Zwei Jahre später wurde das noch bestehende Gefängnis Bautzen II aufgrund seiner Bedeutung als politische Haftanstalt geschlossen. Die im Februar 1994 gegründete Stiftung Sächsische Gedenkstätten übernahm den Aufbau der Gedenkstätte Bautzen im Gebäude der ehemaligen Sonderhaftanstalt Bautzen II mit dem Auftrag, die Geschichte der Haftanstalt und der unmenschlichen Behandlung der Insassen während der nationalsozialistischen Diktatur, der sowjetischen Besatzungszeit und der SED-Diktatur am historischen Ort aufzuarbeiten und zu dokumentieren. Die Dauerausstellung dokumentiert die Leiden der Opfer und zeigt die politisch-historischen Zusammenhänge auf.

Museum Haus des Terrors, Terror Háza Múzeum, Budapest

Museum

Haus des Terrors

Das Museum Haus des Terrors (Terror Háza Múzeum) erinnert an die Leiden Ungarns unter den Regimen des 20. Jahrhunderts: die Herrschaft der Pfeilkreuzler und den Sozialismus. Das Gebäude, in dem das Museum seit 2002 untergebracht ist, hatte unter beiden Diktaturen eine maßgebliche Funktion: Zum einen diente es als Sitz und Gefängnis der Pfeilkreuzlerpartei und nachfolgend als Hauptquartier des kommunistischen Staatsicherheitsdienstes und als dessen Foltergefängnis. Die Ausstellung verfolgt das Ziel, die Erinnerung an die Opfer zu wahren, die an diesem Ort der Willkür der Regime ausgesetzt waren. Das House of Terror steht immer wieder in der Kritik, durch das gewählte Narrativ politisch unterschiedliche Diktaturen gleichzusetzen, durch parteipolitische Anbindung historische Themen wie das Horthy-Regime auszuschließen oder den ungarischen Einfluss auf den Holocaust durch die gewählte Opferdarstellung zu marginalisieren.

Logo Menschenrechtszentrum Cottbus e. V.

Gedenkstätte

Menschenrechtszentrum Cottbus e. V.

Das Menschenrechtszentrum Cottbus e. V. (MRZ) wurde im Oktober 2007 von ehemaligen politischen Häftlingen der DDR gegründet. Viele von ihnen saßen im Zuchthaus Cottbus ein. Seit 2011 betreibt das MRZ die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus im früheren Gefängnis an der Bautzener Straße. Mit der Dauerausstellung „Karierte Wolken – politische Haft im Zuchthaus Cottbus 1933 – 1989" sowie Rekonstruktionen innerhalb des Hafthauses will das MRZ Besuchern die Geschichte des Strafvollzugs im Nationalsozialismus und in der DDR näher bringen und an die Verfolgten erinnern. Zu den Aufgaben des Vereins gehören darüber hinaus die Dokumentation und Erforschung des Haftortes Cottbus, die Arbeit mit Zeitzeugen sowie die Ausrichtung von Veranstaltungen zu historischen und aktuellen Themen. Das MRZ setzt sich aktiv für die Einhaltung von Menschenrechten außerhalb Deutschlands ein.

Museum of Crimes and Victims of Communism, Múzeum zločinov a obetí komunizmu, Bratislava,

Museum | Erinnerungsstätte

Museum of Crimes and Victims of Communism

Das Museum of Crimes and Victims of Communism (Múzeum zločinov a obetí komunizmu) wurde im März 2013 am 25. Jahrestag der antikommunistischen Demonstration Sviečková manifestácia, auch Kerzendemonstration genannt, in Bratislava eröffnet. Zu den Bildungsangeboten des Museums gehören neben Ausstellungen auch eine Bibliothek, Vorträge und Besuche von Mahn- und Erinnerungsorten. Das didaktische Angebot des Hauses richtet sich vor allem an Schulen. Die Gründungsinitiative kam von der Civil Society Unknown Heroes. Diese hat sich zur Aufgabe gemacht, junge Menschen und Lehrer „unbekannte Helden“ entdecken zu lassen, die durch ihre Einstellung und ihr Engagement dazu beigetragen haben, die Freiheit für alle Menschen unter kommunistischer Herrschaft zurückzugewinnen. Die Fortführung des Museums wird ermöglicht von ehrenamtlichen „professionals“, deren Profession jedoch nicht weiter erklärt wird. Die Website ist nur in der Landessprache verfügbar.

Logo der Tate Gallery

Ausstellung

Red Star Over Russia

vom 08.11.2017 | bis zum 18.02.2018

Die Oktoberrevolution löste eine Welle an Innovationen und neuem Design in Russland aus. In den Jahren nach 1917, als Russland zur Sowjetunion wurde, bildeten diese frühen Experimente und vielfältigen Praktiken eine neue visuelle Kultur, der sich die Ausstellung im Tate Modern London, eines der größten Museen für moderne Kunst und zeitgenössische Kunst weltweit, widmet. Red Star Over Russia erforscht Kunstwerke von russischen und sowjetischen Künstlern über fünf Jahrzehnte, von der ersten Revolution von 1905 bis zum Tod von Stalin im Jahre 1953. Bislang kaum gesehene Plakate, Fotografien und andere grafische Werke aus der David King Collection - jetzt Teil von Tate – werden gezeigt, darunter die Arbeiten von El Lissitzky, Gustav Klutsis, Dmitri Moor, Alexander Deineka, Nina Vatolina und Jewgeni Khaldei.

Eingangstor zur British Library, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Ausstellung

Russian Revolution: Hope, Tragedy, Myths. Liberty and Revolution: Russia 1917 Revisited

vom 28.04.2017 | bis zum 29.08.2017

Zur Erinnerung an das 100-jährige Jubiläum der Russischen Revolution wird die British Library auf Exponate aus ihrer reichhaltigen Sammlung sowie einige einzigartige und aufschlussreiche Leihgaben zurückgreifen, um dieses einschneidende historische Ereignis des 20. Jahrhunderts darzustellen. Mit dem Fokus auf das traumatische und außergewöhnliche Leben des russischen Volkes zu dieser Zeit wird diese Ausstellung einen Blick auf die russische Revolution, ihre wichtigsten Akteure und einige der dramatischsten Momente werfen. Anhand seltener Ausstellungsstücke wie dem Tagebuch von Nikolaus II, einem Entwurf von Trotzkis Rede und Propagandamaterialien erzählt die Sammlung die mehrschichtige und komplizierte Geschichte nach. Die Ausstellung befasst sich mit den letzten Tagen des letzten Zaren Russlands, dem Aufstieg des ersten kommunistischen Staates der Welt, sowie dem Erbe der russischen Revolution für das moderne Russland und die globale Politik.

Virtual Exhibits on Communism, Victims of Communism Memorial Foundation

Online-Ausstellung

Virtual Exhibits on Communism

Die Website „Virtual Exhibits on Communism“ der Victims of Communism Memorial Foundation präsentiert virtuelle Ausstellungen und Medien verschiedenster Gattungen rund um den Themenkomplex „Kommunismus“. Neben den „Main Exhibits“, die u. a. eine Timeline und eine Weltkarte zum Thema umfassen, werden interaktive Materialien zu momentan sechzehn Staaten, die von kommunistischen Regimen regiert wurden oder noch immer werden, und Features zu spezielleren und Randthemen dargeboten. Die Auswahl wird ständig erweitert. Die Website ist für den interessierten Leser aufwendig und ansprechend gestaltet. Die Informationen und Themenangebote werden in hoher Dichte im Stile einer Nachrichtenseite präsentiert. Der multimediale Zugriff erlaubt einen einfachen Einstieg in das Thema. Der Leser sollte die kommunismuskritische Haltung der finanzierenden amerikanischen Victims of Communism Memorial Foundation beachten.