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Der Rote Gott - Stalin und die Deutschen

Ausstellungen | Sonderausstellung | vom 26.01.2018 | bis zum 30.06.2018 | Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Kundgebung anlässlich der Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Ost-Berlin im Jahr 1951 © SLUB / Deutsche Fotothek
Kundgebung anlässlich der Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Ost-Berlin im Jahr 1951 © SLUB / Deutsche Fotothek

Am 25. Januar wurde die Sonderausstellung Der Rote Gott - Stalin und die Deutschen in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen eröffnet. Bis zum 30. Juni 2018 kann die Ausstellung in den Räumen der Gedenkstätte täglich von 9.00-18.00 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung untersucht den Personenkult Stalins in der frühen DDR. Der Mythos um den sowjetischen Diktator soll mit der gewaltsamen Errichtung der SED-Diktatur in eine Beziehung gesetzt werden. Somit zeigt die Ausstellung wie Widersprüche durch Ideologie und Propaganda verschleiert werden. Stalin-Kult und Propaganda dienten in der DDR dazu, die Bevölkerung auf die sozialistische „Diktatur des Proletariats“ einzuschwören. Es werden Bilder, Fotos und Dokumente präsentiert. Bilder des Diktators, Teile von Stalinstatuen, Filmdokumente oder Architekturentwürfe für den Wiederaufbau von Berlin können die Besucher besichtigen. Die Ausstellung zeichnet sich durch eine Vielzahl spannender Exponate aus und legt den Fokus weniger auf lange Texttaflen. So wird plastisch und anschaulich die Funktion der Stalinpropaganda in der frühen DDR deutlich.

Bei der Eröffnung haben Dr. Hubertus Knabe (Direktor Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen) und Dr. Klaus Lederer (Senator für Kultur und Europa, Berlin) ein Grußwort gesprochen. Die Moskauer Historikerin und Aktivistin Prof. Dr. Irina Scherbakowa (MEMORIAL Moskau) und der Ausstellungsleiter Andreas Engwert gaben eine Einführung in Thema und Ausstellung. Den Videomitschnitt der Veranstaltung können sie hier sehen.