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KGB Cells museum, Tartu, Estland

KGB Kongide Muuseum

Ausstellungen | Museum
Screenshot der Website des Museums
Screenshot der Website des Museums

Das KGB Kongide Muuseum (dt. KGB Kerker Museum) ist eine Zweigstelle des Stadtmuseums Tartu. Es befindet sich im sogenannten „Grauen Haus“, in dem sich in den 1940er und 1950er-Jahren die Quartiere des sowjetischen Geheimdienstes befanden. Das Museum wurde 2001 auf Initiative von ehemaligen Gefangenen und Mitgliedern der studentischen Widerstandsbewegung eröffnet. Die Dauerausstellung, die sich in den ehemaligen Zellen befindet, behandelt verschiedene Aspekte der sowjetischen Besatzung Estlands. Die einzelnen Räume bzw. Zellen sind unter anderem dem Zweiten Weltkrieg, den darauf folgenden Kämpfen um die Unabhängigkeit Estlands, den Verbrechen des Sowjetregimes und den Bedingungen der politischen Gefangenen gewidmet. Die Exponate sind vielfältiger Natur und reichen von Fotos und Gegenständen aus sibirischen Gefangenenlagern über Materialien der estnischen Partisaninnen und Partisanen bis zu Informationen zur Geschichte der estnischen Widerstandsbewegung und zu Alexander Solschenizyns Beziehung zu Estland. Estland wurde 1940 zusammen mit Lettland und Litauen gemäß der Bestimmungen des deutsch-sowjetischen Nicht-Angriffspaktes von der Sowjetunion annektiert. Zwischen 1941 und 1944 war das Land von deutschen Truppen besetzt, wurde jedoch anschließend wieder als Estnische Sozialistische Sowjetrepublik in die Sowjetunion eingegliedert und erlangte erst 1991 seine Unabhängigkeit zurück.

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