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Museum der Okkupationen und des Freiheitskampfes, Tallinn, Estland

Ausstellungen | Museum
Haupteingang des Museums der Okkupationen und des Freiheitskampfes © Bundesstiftung Aufarbeitung
Haupteingang des Museums der Okkupationen und des Freiheitskampfes © Bundesstiftung Aufarbeitung

Das estnische Museum der Okkupationen und des Freiheitskampfes wurde am 27. Juni 2003 aus Anlass des Jahrestages der ersten sowjetischen Besatzung 1940 eingeweiht. Die amerikanisch-estnische Kistler-Ritso-Stiftung hatte 1998 das Projekt zur Errichtung des Museums initiiert. Die Ausstellung zeigt einen chronologischen Abriss der drei Okkupationen Estlands im zwanzigsten Jahrhundert, angefangen von der sowjetischen Besatzung 1940/41 über die Herrschaft der Nationalsozialisten zwischen 1941 und 1944 bis zur erneuten sowjetischen Okkupation von 1944 bis 1991. Anhand von offiziellen Zeugnissen und persönlichen Hinterlassenschaften ehemaliger Häftlinge und Verfolgter sowie zahlreicher audiovisueller Medien werden verschiedene Aspekte von Unterdrückung, Anpassung und Widerstand illustriert. Im Zentrum des Ausstellungsbereichs befinden sich zwei große, abstrakt gestaltete Lokomotivnachbildungen. Ein mit dem Symbol der Swastika versehenes Exemplar repräsentiert dabei die nationalsozialistische deutsche Besatzungszeit Estlands, während eine andere mit dem Roten Stern gekennzeichnete Lok die zwei sowjetischen Okkupationen des Landes darstellen soll. Das Okkupationsmuseum führt in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen Seminare und Konferenzen durch. Die Einrichtung bietet zudem Exkursionen zu den Verstecken der „Waldbrüder“ an.

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