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National Museum and Memorial to the Victims of Occupation, Lwiw, Ukraine

Тюрма на Лонцького

Ausstellungen | Museum
Screenshot von www.lonckoho.lviv.ua
Screenshot von www.lonckoho.lviv.ua

Das ehemalige Lonzki-Gefängnis (ukrainisch: Тюрма на Лонцького) im ukrainischen Lwiw ist heute Museum und Gedenkstätte. Die Ausstellung besteht in erster Linie aus der Bewahrung der ursprünglichen Räumlichkeiten, die durch zusätzliche Informationen zur Geschichte des Gebäudes und zu den Schicksalen der dort Inhaftieren ergänzt werden. 
Das Lonzki-Gefängnis war das größte Gefängnis der Westukraine; nacheinander wurde es von den drei Besatzungsmächten genutzt. Als Lwiw Teil der Zweiten Polnischen Republik (1918-1939) war, wurden hier vornehmlich "regierungsfeindliche" Akteurinnen und Akteure wie ukrainische Nationalistinnen und Nationalisten interniert. Mit Besetzung der Polnischen Republik durch die Sowjetunion 1939 wurde das Gebäude zum zentralen Gefängnis des NKWD, der damaligen sowjetischen Geheimpolizei. Nach dem Überfall der Stadt durch deutsche Truppen 1941 wurde es zum Untersuchungsgefängnis der deutschen Geheimpolizei Gestapo. 1944 wurde das Gefängnis durch Kämpferinnen und Kämpfer der Widerstandsorganisation "Polnische Heimatarmee" im Zuge des sogenannten "Lemberger Aufstands" befreit. Nur kurze Zeit danach besetzte jedoch die Rote Armee die Stadt und nutzte das Gebäude wieder als NKDW- und später KGB-Gefängnis. In der Ukraine ist dies das erste Mal, dass ein Gefängnis zur Gedenkstätte umgewidmet wurde; die Eröffnung fand 2009 statt.
 

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