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Mahnmal für die Opfer des Kommunismus, Prag, Tschechien

Gedenken | Denkmal
Mahnmal für die Opfer des Kommunismus, Foto: Bundesstiftung Aufarbeitung
Mahnmal für die Opfer des Kommunismus, Foto: Bundesstiftung Aufarbeitung

Das Mahnmal für die Opfer des Kommunismus wurde am 22. Mai 2002 am Fuße des Petrin-Hügels (Laurenziberg) auf der Prager Kleinseite eingeweiht. Die Konföderation der politischen Häftlinge der Tschechischen Republik hatte sich seit Mitte der 1990er-Jahre für die Errichtung eines Denkmals eingesetzt. Unterstützt wurde der Verband vom Bürgermeister der Stadt Prag sowie von der Bezirksverwaltung des Stadtteiles Prag 1.

Der Bildhauer und ehemalige politische Häftling Olbram Zoulbek entwarf die 60 Meter lange und sieben Meter breite Anlage. Auf einer weißen, immer enger werdenden Treppe stehen auf sechsundzwanzig Stufen sieben stilisierte, aus Bronze gestaltete Männerskulpturen. Vom Fuße der Anhöhe aus betrachtet, lösen sich die Figuren, je weiter die Treppe emporsteigt, immer mehr auf, bis sie schließlich nur noch als Fragmente auszumachen sind. Die Männerfiguren repräsentieren symbolhaft einen Menschen, der zur Liquidierung bestimmt wurde (auf Tschechisch „Muž určený k likvidaci“, Abkürzung „Mukl“). Entlang der Treppe verläuft ein Bronzestreifen mit eingravierten Angaben zu den Opfern des Kommunismus in der ehemaligen ČSSR. Am Fuße der Anlage befindet sich ein mit Inschriften versehener Granitsockel. Umgesetzt wurde das Mahnmal von den Architekten Zdenék Hölzel und Jan Kerel aus Prag.

Mahnmal für die Opfer des Kommunismus

Prag, am Fuße des Petrin Hügels

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