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Den Jazz sowjetisch machen: Kulturelle Leitbilder, Musikmarkt und Distinktion zwischen 1953 und 1970

Analyse

Michel Abeßer

Buchcover
Buchcover

Die Studie Den Jazz sowjetisch machen: Kulturelle Leitbilder, Musikmarkt und Distinktion zwischen 1953 und 1970 von Michel Abeßer zeichnet die Entwicklung und kulturellen Auswirkungen der Jazzmusik in der Sowjetunion nach. Stets rang die Staatsmacht um die kulturelle Hoheit und Hörergunst gegen den als potentiell politisch subversiv betrachteten Jazz. Trotzdem vermochte man nicht, die Verbreitung des Jazzs zu verhindern. 1953 veränderte die Förderung der Konsumgüterindustrie die Freizeit und Alltagskultur von Millionen Bürgern radikal. Daraufhin entstand ein symbiotisches Verhältnis von Jugendkultur und staatlichen Einrichtungen, was sich in den Jazzclubs und Jugendcafés zeigte, die niemand geringeres als der Komsomol unterhielt. Das Buch möchte jedoch nicht vorrangig die Geschichte des sowjetischen Jazz abhandeln, sondern einen Einblick in das gesellschaftliche Leben einer Epoche geben, in der Kunst im Tauwetter Gesellschaft zu verändern vermochte.

Bibliografische Angabe

Michel Abeßer: Den Jazz sowjetisch machen: Kulturelle Leitbilder, Musikmarkt und Distinktion zwischen 1953 und 1970, Köln: Böhlau Verlag 2018.