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Der Prager Frühling. Aufbruch in eine neue Welt

Analyse | Fachbuch

Martin Schulze Wessel

Mit seiner umfassenden Analyse "Der Prager Frühling. Aufbruch in eine neue Welt" liefert der Osteuropahistoriker Martin Schulze Wessel einen neuen Blickwinkel auf die Ereignisse des Jahres 1968. Unter dem Generalsekretär Alexander Dubček formierte sich in der damaligen Tschechoslowakei eine reformkommunistische Bewegung, deren Ziel es war, einen "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" zu schaffen. Die Bewegung wurde im August 1968 von Truppen des Warschauer Paktes gewaltsam niedergeschlagen. Schulze Wessels Buch besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil liefert eine detaillierte Analyse derjenigen Ideen, die der Reformbewegung des Prager Frühlings zugrunde liegen. Der zweite Teil liefert eine kleinteilige Beschreibung der Ereignisse zwischen dem Amtsantritt von Alexander Dubček am 5. Januar 1968 und dem Einmarsch von Warschauer Pakt-Truppen in der Nacht vom 20. Auf den 21. August 1968. Dieser zweite Teil unterscheidet Schulze Wessels Analyse von den zahlreichen bereits erschienenen Analysen des Prager Frühlings dahingehend, dass der Autor die Ereignisse allesamt als Form der Vergangenheitsbewältigung deutet. Die 1950er-Jahre waren von einem extrem repressiven Regime und dessen Schauprozessen geprägt. Als Reaktion auf diese Vergangenheit liest der Autor die reformpolitischen Bestrebungen des Prager Frühlings. 

Bibliografische Angabe

Martin Schulze Wessel: Der Prager Frühling: Aufbruch in eine neue Welt, Ditzingen: Reclam 2018.