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Im dunklen Keller der Erinnerung

Analyse | Fachbuch

Norbert Beckmann-Dierkes, Alexander Welscher

Logo der Konrad-Adenauer-Stiftung
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Alexander Welscher und Norbert-Beckmann-Dierkes sind Mitarbeiter des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung im lettischen Riga, welche den vorgelegten Band herausgegeben hat. Anlässlich des in Riga gefeierten europäischen Kulturhauptstadtjahres 2014, untersucht dieser Band die Orte stalinistischer Verbrechen im heutigen Riga. Die Initiatoren der Kulturhauptstadt haben die Eröffnung der ehemaligen Geheimdienstzentrale in Riga als Gedenkort für die stalinistischen Verbrechen bis 2014 vorangetrieben. Die gesellschaftliche Debatte und die Nutzung anderer Orte kommunistischer Verbrechen in der lettischen Hauptstadt soll der vorliegende Band dokumentieren. Dem Buch gelingt es, ausgehend von der Gegenwart einen Blick in die Vergangenheit Rigas zu werfen. Auf eine detaillierte Analyse der Geheimdiensttätigkeiten, staatlicher Repression und Verbrechen in Lettland zwischen den 1940er-Jahren und 1990, wird die Aufarbeitung der sozialistischen Diktaturerfahrung kritisch beleuchtet. Die Nutzung von Gebäuden des ehemaligen staatlichen Repressionsapparates steht hierbei im Fokus. Wenn der vorgelegte Band aktuelle Nutzungsdebatten als Spiegel des Standes der Aufarbeitung vorstellt, spannen die Autoren den Bogen bis in die Gegenwart.

Bibliografische Angabe

Norbert Beckmann-Dierkes, Alexander Welscher: Im dunklen Keller der Erinnerung, Riga: Konrad-Adenauer-Stiftung Lettland 2016.

Herausgbeber: