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Maos Großer Hunger

Massenmord und Menschenexperiment in China

Analyse | Fachbuch

Frank Dikötter

Buchcover
Buchcover

Als einer der ersten westlichen Historiker erhielt Frank Dikötter Zugang zu bisher geheimen Parteiarchiven und Dokumenten und stellt mit dieser Analyse auf eine erschütternde Weise das gesamte Ausmaß der Zerstörung unter Mao Zedong dar. Mit seinem "Großen Sprung", zu dessen wesentlichen Elementen Zwang, Terror und systematische Gewalt gehörten, trieb Zedong die Modernisierung Chinas voran und verantwortete dabei skrupellos die furchtbarsten Katastrophen der chinesischen Geschichte. 
"Maos Großer Hunger" schildert die Willkür der Ortsbehörden, die unermessliche Not in den Dörfern und stellt die chinesische Hungersnot auf wissenschaftlich fundierte Weise dar: Hunger sollte jene "Klassenfeinde" strafen, die nicht mit den Arbeitsnormen Schritt hielten oder sich gar weigerten, sie zu erfüllen. Es kam zu gewollten Vergiftungen, unzähligen Krankheiten durch Mangelerscheinungen, Handel von Menschenfleisch auf dem Schwarzmarkt, dem Aussetzen der eigenen Kinder, Sex für eine halbe Schale Reis und unzähligen Suiziden. Laut Dikötters Akteneinsichten starben in diesem grausamen Menschenexperiment zwischen 1958 und 1962 zwischen 20 und 45 Millionen Menschen einen unnötigen Tod. 

Bibliografische Angabe

Frank Dikötter: Maos Großer Hunger. Massenmord und Menschenexperiment in China, Stuttgart: Klett-Cotta, 2014.