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Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine

Analyse | Monographie

Anne Applebaum

Buchcover "Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine", Siedler Verlag.
Buchcover "Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine", Siedler Verlag.

Die amerikanische Historikerin Anne Applebaum beschäftigt sich in ihrer Monografie Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine mit dem erzwungenen Hungertod von mehreren Millionen Ukrainerinnen und Ukrainern durch die kommunistische Führung der Sowjetunion zwischen 1932 und 1933. Applebaum zeichnet nach, wie Stalin ein Terrorregime gegenüber der Ukraine errichten ließ und wie er seine Vernichtungspolitik gegenüber der ukrainischen Bevölkerung umsetzte. Zahlreiche Bewohner der Ukraine fielen einer Hungersnot zum Opfer, die als „Holodomor“ bezeichnet wird. Stalins Ziel war es, den ukrainischen Freiheitsdrang zu unterdrücken, die sowjetische Macht in der Ukraine zu festigen und die ukrainische Kultur zu vernichten. Die Autorin greift in ihrer Monografie die Debatte auf, ob die Hungersnot von Stalin vorsätzlich verursacht wurde oder vorwiegend durch die vorangetriebene Zwangskollektivierung bedingt wurde. Applebaum beschäftigt sich vor allem auch mit der historischen Aufarbeitung und den kontroversen Diskussionen um den Begriff „Holodomor“ und geht der Frage nach, ob die Geschehnisse 1932 als Genozid zu beurteilen sind. Zusätzlich analysiert sie die Bedeutung dieser menschlichen Katastrophe für die heutige Ukraine und ihr Verhältnis zu Russland.

Bibliografische Angabe

Anne Applebaum: Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine, München: Siedler 2019.