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Russia in Flames. War, Revolution, Civil War, 1914–1921

Analyse

Laura Engelstein

Laura Engelsteins Buch "Russia in Flames" widmet sich der Frage, wie die Umbruchszeit der Russischen Revolution zu bewerten ist: ob als emanzipatorisches Moment, das die Unterdrückung zaristischer Herrschaft beendete – oder als eine Zeit, die von Verbrechen und Katastrophen geprägt ist. In ihrer Analyse widmet sich die Autorin den Jahren 1914 bis 1921. Innerhalb dieser Jahre ereignen sich drei Großereignisse: der Erste Weltkrieg, die revolutionären Momente im Februar und Oktober 1917 sowie der Russische Bürgerkrieg. Am Ende dieser sieben Jahre steht die Gründung des ersten sich selbst als sozialistisch bezeichnenden Staates: der Sowjetunion. Gewalt prägt diese Jahre – ausgeführt von zaristischer Staatsmacht, von Bürgerkriegsparteien, und später auch von den neuen bolschewistischen Machthabern. Über diese hinaus setzten die Ereignisse rund um die Oktoberrevolution aber auch Bestrebungen nach Demokratie innerhalb der Bevölkerung frei. Laura Engelstein analysiert, wie die Russische Revolution das Aufkommen und die Entwicklung freiheitlicher Bestrebungen begünstigte – und, wie diese im weiteren Verlauf brutal niedergeschlagen und unterdrückt wurden. 

Bibliografische Angabe

Engelstein, Laura: Russia in Flames. War, Revolution, Civil War, 1914–1921. Oxford: Oxford University Press 2018.