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Rußland 1917. Ein Land auf der Suche nach sich selbst

Erweiterte Neuauflage

Analyse | Fachbuch

Helmut Altrichter

Cover des Buches " Rußland 1917", Verlag Schöningh
Cover des Buches " Rußland 1917", Verlag Schöningh

Nicht die Rolle Lenins oder die Wirkung seiner „donnergleichen Reden“ (Suchanow) als treibende Kräfte der Russischen Revolution stehen im Fokus dieser neu aufgelegten und erweiterten Darstellung von Helmut Altrichter. Die Strukturen des russischen Zarenreichs und seiner Gesellschaft werden als Rahmen für die sich entwickelnden Umbrüche des Revolutionsjahres 1917 in Russland betrachtet. Mit den Methoden der Sozialgeschichte fragt Altrichter nach den Erwartungen der Arbeiter, Bauern, Bürgern und Soldaten, die aus völlig unterschiedlichen Gründen heraus am Sturz des Zaren mitwirkten. Die urbanen, zentralen Akteure der Russischen Revolution in Petrograd und Moskau sind bereits in zahlreichen Studien thematisiert worden, weshalb der Autor dieses Bandes auch einen Blick auf die Forderungen und Aktivitäten der nationalen Gruppierungen in den Randgebieten des sich im Auflösen befindenden Zarenreiches wirft. Nationalisten in Polen, Finnland, der Ukraine und weiteren Provinzen forderten die Unabhängigkeit, die im Russischen Bürgerkrieg erkämpft wurde. Helmut Altrichters Darstellung „Rußland 1917“ wird von Rezensent Diethard Hennig besonders für die „sachliche und distanzierte Art“, mit der der Autor den Verlauf der Russischen Revolution nachzeichnet, gelobt.

Bibliografische Angabe:

Helmut Altrichter: Rußland 1917. Ein Land auf der Suche nach sich selbst, Erweiterte Neuauflage, Paderborn: Schöningh 2017.