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Russlands Westen. Westorientierung und Reformgesetzgebung im ausgehenden Zarenreich 1905-1917

Analyse | Fachbuch

Benjamin Beuerle

Cover des Buches "Russlands Westen", Verlag Harrassowitz
Cover des Buches "Russlands Westen", Verlag Harrassowitz

Benjamin Beuerles Buch „Russlands Westen“ behandelt die russische Politik zwischen den Revolutionen von 1905 und 1917. Nach dem Petersburger Blutsonntag und den darauf folgenden Unruhen stimmte der Zar der Etablierung einer gewählten Versammlung zu. Mit der Duma gab es erstmals ein gewähltes Parlament, das die Reformbedürftigkeit Russlands öffentlich anprangerte. Orientierung und Vorbild für den Staat sollte dabei der Westen sein. Benjamin Beuerle untersucht in seiner Dissertation die Diskussionsverläufe und die Gesetzgebungsverfahren im neuen Parlament. Zentral dabei sind drei Reformansätze: die Agrarreform, die Arbeiterversicherung und die Abschaffung der Todesstrafe. Erstaunlich ist der der Umstand eines überparteilichen Grundkonsenses über die Ausrichtung der staatlichen Entwicklung nach Westen, um zu Wohlstand und Fortschritt zu gelangen. Beuerle betont die Stabilität des politischen Systems des Russischen Reiches am Vorabend des Ersten Weltkriegs, das von der Oktoberrevolution zerstört worden sei.

Bibliografische Angabe

Benjamin Beuerle: Russlands Westen. Westorientierung und Reformgesetzgebung im ausgehenden Zarenreich 1905-1917, Wiesbaden: Harrassowitz Verlag 2016.