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The Screen Is Red. Hollywood, Communism, and the Cold War

Analyse | Fachbuch

Bernard F. Dick

Buchcover
Buchcover

Mit „The Screen Is Red. Hollywood, Communism, and the Cold War“ liefert Bernard F. Dick einen Überblick über Repräsentationen des Kommunismus im US-Amerikanischen Film. Das Buch verfolgt den Wandel der Darstellungen im Spiegel weltpolitischer Entwicklungen. In den 1930er Jahren wird der Kommunismus noch als ideologische Verirrung dargestellt, der jedoch mit der Überzeugungskraft der kapitalistischen Konsumwelt entgegengetreten werden kann (ein Beispiel hierfür der Film „Ninotschka“ aus dem Jahr 1939). Geprägt ist diese Phase vor allem vom Aufkommen faschistischer Ideologien in Europa, denen in filmischen Repräsentationen die Rolle des ultimativ Bösen vorbehalten ist. Diese Tendenz verschärft sich mit dem deutschen Einmarsch in die Sowjetunion, die sowjetischen Charakteren in Filmen der frühen 1940er Jahre eine fast schon heldenhaft anmutende Darstellung im gemeinsamen Kampf gegen den Faschismus zukommen lässt. Dies ändert sich mit dem Beginn des Kalten Krieges und den sich zunehmend verhärtenden Fronten zwischen USA und Sowjetunion, welche in fiktiven Nuklearkriegen sowie omnipräsenten Spionen auf der Leinwand reproduziert werden. Auch fast 30 Jahre nach Ende des Kalten Krieges verzichtet die amerikanische Filmindustrie allerdings nicht auf die Fülle an Stoff, die ihr der Ost-West-Konflikt beschert. Der Erfolg moderner Produktionen, welche sich dem Thema weiterhin widmen, wie die Serie „The Americans“ belegt die fortdauernde Bedeutung des Kalten Krieges für den amerikanischen Film.

Bibliografische Angabe

Bernard F. Dick: The Screen Is Red. Hollywood, Communism, and the Cold War, Jackson: University Press of Mississippi, 2016.