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Lesen

Im Bereich Lesen finden Sie einen kommentierten Querschnitt von Büchern und Online-Ressourcen zur Geschichte des Kommunismus.

 

Die umfangreiche wissenschaftliche Literatur wird in der Unterkategorie Analyse gesammelt und ausgehend von wichtigen Autorinnen und Autoren sowie für die Forschung relevanten Werken laufend erweitert. Thematisch und methodisch unterschiedliche Ansätze werden berücksichtigt und inhaltlich ausgerichtete Websites vorgestellt.

Bei Quellen sind Hinweise auf Quelleneditionen und Online-Portale aufgelistet, über die der Zugriff auf Originalquellen möglich ist. Die Website kommunismusgeschichte.de stellt nur wenige Quellen selbst zur Verfügung, sondern lotst den User gezielt zu weiterführenden Portalen.

Die Biografien und Autobiografien kommunistischer Führer, Politiker und Oppositioneller werden bei Biografien eingeführt und immer in kurzen Texten angeteasert und mit Rezensionen verlinkt. Romane und Erzählungen finden Sie bei Belletristik, wo zunächst Neuerscheinungen eingepflegt werden.

Bei LiesMich! sind die Kurzrezensionen renommierter Wissenschaftler, Historiker und Journalisten versammelt, die Ihre „Lieblingsbücher“ zur Kommunismusgeschichte vorstellen. Die Rezensionen stellen neue und alte Forschungsliteratur, Biografien und Romane vor, die es immer wieder wert sind, gelesen zu werden.

 

Das Gesicht der Zeit

Belletristik | Roman

Czesław Miłosz

Buchcover
Buchcover

Die ersten Gedichte Czesław Miłosz' wurden bereits 1930 in der Studentenzeitung "Alma Mater Vilnensis" abgedruckt. "Das Gesicht der Zeit" gilt als sein erster Roman, der aus den zwei Teilen "Sommer 1944" und "Elba" besteht und die Leidenszeit Polens beschreibt. Er stellt den Prozess der Installation der kommunistischen Macht in Polen dar, die darin bestand, die Gesellschaft durch Gewalt und Angst zu entmachten. Nicht nur aufgrund ihrer Größe und der Bedeutung für Moskau als wichtigstes Transitland, nahm die Volksrepublik Polen zum Westen eine Sonderstellung im ehemaligen Ostblock ein: Als einziges Land in Osteuropa hatte Polen im Zweiten Weltkrieg nicht mit dem Dritten Reich kollaboriert und vor dem Krieg hatten die Kommunisten – anders als in der Tschechoslowakei – keine nennenswerte Unterstützung gefunden.
Czesław Miłosz selbst, gehörte zwischen 1931 und 1934 den "Żagary" an, einem polnischen Kreis von Literaten, die dem Nationalismus kritisch gegenüberstanden, während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg war er im Untergrund tätig und in der Zeit von 1945 und 1949 war er auf verschiedenen Posten diplomatischer Vertretungen der Volksrepublik Polen in Washington, D.C und New York City. 1980 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Bibliografische Angabe

Czesław Miłosz: Das Gesicht der Zeit, Stuttgart: Europa Verlag, 1953.