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Lesen

Im Bereich Lesen finden Sie einen kommentierten Querschnitt von Büchern und Online-Ressourcen zur Geschichte des Kommunismus.

 

Die umfangreiche wissenschaftliche Literatur wird in der Unterkategorie Analyse gesammelt und ausgehend von wichtigen Autorinnen und Autoren sowie für die Forschung relevanten Werken laufend erweitert. Thematisch und methodisch unterschiedliche Ansätze werden berücksichtigt und inhaltlich ausgerichtete Websites vorgestellt.

Bei Quellen sind Hinweise auf Quelleneditionen und Online-Portale aufgelistet, über die der Zugriff auf Originalquellen möglich ist. Die Website kommunismusgeschichte.de stellt nur wenige Quellen selbst zur Verfügung, sondern lotst den User gezielt zu weiterführenden Portalen.

Die Biografien und Autobiografien kommunistischer Führer, Politiker und Oppositioneller werden bei Biografien eingeführt und immer in kurzen Texten angeteasert und mit Rezensionen verlinkt. Romane und Erzählungen finden Sie bei Belletristik, wo zunächst Neuerscheinungen eingepflegt werden.

Bei LiesMich! sind die Kurzrezensionen renommierter Wissenschaftler, Historiker und Journalisten versammelt, die Ihre „Lieblingsbücher“ zur Kommunismusgeschichte vorstellen. Die Rezensionen stellen neue und alte Forschungsliteratur, Biografien und Romane vor, die es immer wieder wert sind, gelesen zu werden.

 

Den Jazz sowjetisch machen: Kulturelle Leitbilder, Musikmarkt und Distinktion zwischen 1953 und 1970

Analyse

Michel Abeßer

Buchcover
Buchcover

Die Studie Den Jazz sowjetisch machen: Kulturelle Leitbilder, Musikmarkt und Distinktion zwischen 1953 und 1970 von Michel Abeßer zeichnet die Entwicklung und kulturellen Auswirkungen der Jazzmusik in der Sowjetunion nach. Stets rang die Staatsmacht um die kulturelle Hoheit und Hörergunst gegen den als potentiell politisch subversiv betrachteten Jazz. Trotzdem vermochte man nicht, die Verbreitung des Jazzs zu verhindern. 1953 veränderte die Förderung der Konsumgüterindustrie die Freizeit und Alltagskultur von Millionen Bürgern radikal. Daraufhin entstand ein symbiotisches Verhältnis von Jugendkultur und staatlichen Einrichtungen, was sich in den Jazzclubs und Jugendcafés zeigte, die niemand geringeres als der Komsomol unterhielt. Das Buch möchte jedoch nicht vorrangig die Geschichte des sowjetischen Jazz abhandeln, sondern einen Einblick in das gesellschaftliche Leben einer Epoche geben, in der Kunst im Tauwetter Gesellschaft zu verändern vermochte.

Bibliografische Angabe

Michel Abeßer: Den Jazz sowjetisch machen: Kulturelle Leitbilder, Musikmarkt und Distinktion zwischen 1953 und 1970, Köln: Böhlau Verlag 2018.