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Lesen

Im Bereich Lesen finden Sie einen kommentierten Querschnitt von Büchern und Online-Ressourcen zur Geschichte des Kommunismus.

 

Die umfangreiche wissenschaftliche Literatur wird in der Unterkategorie Analyse gesammelt und ausgehend von wichtigen Autorinnen und Autoren sowie für die Forschung relevanten Werken laufend erweitert. Thematisch und methodisch unterschiedliche Ansätze werden berücksichtigt und inhaltlich ausgerichtete Websites vorgestellt.

Bei Quellen sind Hinweise auf Quelleneditionen und Online-Portale aufgelistet, über die der Zugriff auf Originalquellen möglich ist. Die Website kommunismusgeschichte.de stellt nur wenige Quellen selbst zur Verfügung, sondern lotst den User gezielt zu weiterführenden Portalen.

Die Biografien und Autobiografien kommunistischer Führer, Politiker und Oppositioneller werden bei Biografien eingeführt und immer in kurzen Texten angeteasert und mit Rezensionen verlinkt. Romane und Erzählungen finden Sie bei Belletristik, wo zunächst Neuerscheinungen eingepflegt werden.

Bei LiesMich! sind die Kurzrezensionen renommierter Wissenschaftler, Historiker und Journalisten versammelt, die Ihre „Lieblingsbücher“ zur Kommunismusgeschichte vorstellen. Die Rezensionen stellen neue und alte Forschungsliteratur, Biografien und Romane vor, die es immer wieder wert sind, gelesen zu werden.

 

Rote Handschuhe

Belletristik | Roman

Eginald Schlattner

Cover des Buches "Rote Handschuhe", Deutscher Taschenbuchverlag
Cover des Buches "Rote Handschuhe", Deutscher Taschenbuchverlag

Eginald Schlattners Gefängnisroman „Rote Handschuhe“ beschreibt die Erfahrungen des Autors in den berüchtigten Geheimpolizei-Gefängnissen im Rumänien unter der Herrschaft Nicolae Ceausescus. Eginald Schlattner selbst wurde 1957 verhaftet und 1959 wegen "Nichtanzeige von Hochverrat" verurteilt. Im Roman beschreibt er eindrücklich den Alltag der Häftlinge: die Haftbedingungen, die Verhöre, die Folter und nicht zuletzt den Punkt, an dem die psychisch und physisch gebrochenen Gefangenen „kollaborieren“ und Namen vermeintlicher Komplizen aussagen. Eginald Schlattner, 1933 in Arad (Rumänien) geboren, wuchs in Fogarasch am Fuße der Karpaten auf und studierte bis zu seiner Relegation evangelische Theologie in Klausenburg, anschließend Mathematik und Hydrologie. Nach der Entlassung aus dem Gefängnis arbeitete er als Tagelöhner und später als Ingenieur. 1973 nahm Schlattner noch einmal das theologische Studium auf. Er ist heute Gefängnispfarrer in in Rosia (Rothberg) bei Hermannstadt.

Bibliografische Angabe

Eginald Schlattner: Rote Handschuhe, München: Deutscher Taschenbuch-Verlag 2006.