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Lesen

Im Bereich Lesen finden Sie einen kommentierten Querschnitt von Büchern und Online-Ressourcen zur Geschichte des Kommunismus.

 

Die umfangreiche wissenschaftliche Literatur wird in der Unterkategorie Analyse gesammelt und ausgehend von wichtigen Autorinnen und Autoren sowie für die Forschung relevanten Werken laufend erweitert. Thematisch und methodisch unterschiedliche Ansätze werden berücksichtigt und inhaltlich ausgerichtete Websites vorgestellt.

Bei Quellen sind Hinweise auf Quelleneditionen und Online-Portale aufgelistet, über die der Zugriff auf Originalquellen möglich ist. Die Website kommunismusgeschichte.de stellt nur wenige Quellen selbst zur Verfügung, sondern lotst den User gezielt zu weiterführenden Portalen.

Die Biografien und Autobiografien kommunistischer Führer, Politiker und Oppositioneller werden bei Biografien eingeführt und immer in kurzen Texten angeteasert und mit Rezensionen verlinkt. Romane und Erzählungen finden Sie bei Belletristik, wo zunächst Neuerscheinungen eingepflegt werden.

Bei LiesMich! sind die Kurzrezensionen renommierter Wissenschaftler, Historiker und Journalisten versammelt, die Ihre „Lieblingsbücher“ zur Kommunismusgeschichte vorstellen. Die Rezensionen stellen neue und alte Forschungsliteratur, Biografien und Romane vor, die es immer wieder wert sind, gelesen zu werden.

 

Jenseits von Wahrheit und Lüge

Erinnerungen

Biografie | Biografie

Aleksander Wat

Screenshot vom Buchcover
Screenshot vom Buchcover

Die Biografie des polnischen Schriftstellers und Publizisten jüdischer Herkunft ist ein bewegendes Zeitzeugnis. Geboren 1900 in Warschau, gilt Aleksander Wat als Mitbegründer des polnischen Futurismus und erzählt im Gespräch mit dem polnischen Nobelpreisträger Czesław Miłosz von seinem Leben in der polnischen Republik der Zwischenkriegszeit und von seinem Schicksal in der Zeit von 1939 bis 1945. In den 20er-Jahren war er zunächst begeisterter Anhänger des Kommunismus, später wandte er sich davon ab. Nach seiner Flucht vor der Nazi-Okkupation ins russisch besetzte Polen, verbrachte er beinahe die ganze Zeit des Zweiten Weltkriegs in sowjetischen Gefängnissen und lernte dort das System von seiner unmenschlichsten Seite kennen. Er begegnete hunderten von Leidensgenossen, darunter ukrainische Bauern, polnische Arbeiter, jüdische Schuster, russische Banditen, vor allem aber Schriftstellerkollegen und Philosophen, mit denen er lange Gespräche führte. Seine Erfahrungen aus dieser Zeit bilden das Herzstück seiner autobiographischen Erinnerungen, die ein faszinierendes Panorama über Leben und Verhalten europäischer Intellektueller zur Zeit des Stalinismus abbilden.

Bibliografische Angabe

Aleksander Wat: Jenseits von Wahrheit und Lüge - Erinnerungen, Berlin: Suhrkamp, 1. Aufl. 2000.