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Lesen

Im Bereich Lesen finden Sie einen kommentierten Querschnitt von Büchern und Online-Ressourcen zur Geschichte des Kommunismus.

 

Die umfangreiche wissenschaftliche Literatur wird in der Unterkategorie Analyse gesammelt und ausgehend von wichtigen Autorinnen und Autoren sowie für die Forschung relevanten Werken laufend erweitert. Thematisch und methodisch unterschiedliche Ansätze werden berücksichtigt und inhaltlich ausgerichtete Websites vorgestellt.

Bei Quellen sind Hinweise auf Quelleneditionen und Online-Portale aufgelistet, über die der Zugriff auf Originalquellen möglich ist. Die Website kommunismusgeschichte.de stellt nur wenige Quellen selbst zur Verfügung, sondern lotst den User gezielt zu weiterführenden Portalen.

Die Biografien und Autobiografien kommunistischer Führer, Politiker und Oppositioneller werden bei Biografien eingeführt und immer in kurzen Texten angeteasert und mit Rezensionen verlinkt. Romane und Erzählungen finden Sie bei Belletristik, wo zunächst Neuerscheinungen eingepflegt werden.

Bei LiesMich! sind die Kurzrezensionen renommierter Wissenschaftler, Historiker und Journalisten versammelt, die Ihre „Lieblingsbücher“ zur Kommunismusgeschichte vorstellen. Die Rezensionen stellen neue und alte Forschungsliteratur, Biografien und Romane vor, die es immer wieder wert sind, gelesen zu werden.

 

Lenin. Der Machiavell des Ostens

Quellen | Fachbuch

Hugo Fischer

Buchcover
Buchcover

Über einige Probedrucke der Hanseatischen Verlagsanstalt im Jahr 1933 kam das Werk „Lenin. Der Machiavell des Ostens“ des deutschen Philosophen Hugo Fischer nicht hinaus: Angesichts der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten wurde der zum nationalrevolutionären Zirkel um Ernst Jünger gehörende Fischer genau von der akademischen Elite der Leipziger Universität beobachtet und die Veröffentlichung seines Buches vom Dekan als „einstweilig für inopportun“ eingeschätzt. Daraufhin stoppte Fischer den Druck und behielt einige wenige Buchblöcke. Einer dieser Buchblöcke ist die Druckvorlage für die 2017 erschienene Erstedition des Werks. Der von Steffen Dietzsch und Manfred Lauermann herausgegebene Band befasst sich mit Lenins Politiktheorie, der Fischer rationale Motive unterstellt, die letztendlich auf Machterringung und Machterhalt ausgerichtet waren. Fischer analysierte das System der Räte der Sowjetunion und die Politik Lenins, um die Möglichkeit einer modernen politischen Alternative zum Parlamentarismus der Weimarer Republik zu finden. Der Rezensent Heiko Christians empfiehlt die Lektüre des Bandes ausdrücklich und lobt besonders die Auseinandersetzung mit dem deutschen Politikverständnis „zwischen allen Stühlen“.

Bibliografische Angabe

Hugo Fischer: Lenin. Der Machiavell des Ostens, herausgegeben von Steffen Dietzsch und Manfred Lauermann, Berlin: Matthes & Seitz 2017.