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Lesen

Im Bereich Lesen finden Sie einen kommentierten Querschnitt von Büchern und Online-Ressourcen zur Geschichte des Kommunismus.

 

Die umfangreiche wissenschaftliche Literatur wird in der Unterkategorie Analyse gesammelt und ausgehend von wichtigen Autoren und Autorinnen sowie für die Forschung relevanten Werken laufend erweitert. Thematisch und methodisch unterschiedliche Ansätze werden berücksichtigt und inhaltlich ausgerichtete Websites vorgestellt.

 

 

 

Bei Quellen sind Hinweise auf Quelleneditionen und Online-Portale aufgelistet, über die der Zugriff auf Originalquellen möglich ist. Die Website kommunismusgeschichte.de stellt nur wenige Quellen selbst zur Verfügung, sondern lotst den User gezielt zu weiterführenden Portalen.

 

 

 

Die Biografien und Autobiografien kommunistischer Führer, Politiker und Oppositioneller werden bei Biografien eingeführt und immer in kurzen Texten angeteasert und mit Rezensionen verlinkt. Romane und Erzählungen finden Sie bei Belletristik, wo zunächst Neuerscheinungen eingepflegt werden. Alle brandneuen Bücher sind auch bei Aktuelles/News zu finden.

 

 

 

Bei LiesMich! sind die Kurzrezensionen renommierter Wissenschaftler, Historiker und Journalisten versammelt, die Ihre „Lieblingsbücher“ zur Kommunismusgeschichte vorstellen. Die Rezensionen stellen neue und alte Forschungsliteratur, Biografien und Romane vor, die es immer wieder wert sind, gelesen zu werden.

 

Leonid Breschnew. Staatsmann und Schauspieler im Schatten Stalins.

Biografie | Biografie

Susanne Schattenberg

Leonid Breschnew: Staatsmann und Schauspieler im Schatten Stalins, Screenshot vom Cover der Biographie
Leonid Breschnew: Staatsmann und Schauspieler im Schatten Stalins, Screenshot vom Cover der Biographie

Anlässlich seines 35. Todestages veröffentlicht die Osteuropahistorikerin Susanne Schattenberg im November 2017 die erste wissenschaftliche Biographie über Leonid Breschnew, der von 1964 bis 1982 die Entwicklung der Sowjetunion als Vorsitzender der KPdSU fast zwei Jahrzehnte lang prägte.
Geboren am 19. Dezember 1906 als Sohn eines Metallarbeiters, begann seine politische Karriere in einer Zeit, in der Josef Stalin für viele Jungkommunisten ein Idol und unangefochtener Führer der KPdSU war. Während und nach der Zeit des "Großen Terrors" von 1936 bis 1938 stiegen Ingenieure, Techniker und Naturwissenschaftler in der Partei vorrangig auf - Breschnew, der eine technische Ausbildung und ein Studium am Metallurgischen Institut in Kamjanske absolviert hatte, machte rasch Karriere. Doch er litt auch unter Stalin und hatte im Zweiten Weltkrieg so viel Leid gesehen, dass er „Wohlstand für alle“ zur Generallinie der Partei erklärte. Auf der Suche nach dem Ausgleich mit dem Westen, mimte Breschnew den westlichen Staatsmann und wurde von seinen Partnern akzeptiert. Doch als 1974 Georges Pompidou starb und Willy Brandt und Richard Nixon zurücktraten, sah sich Breschnew vor dem Trümmerhaufen seiner Entspannungspolitik. Denn was im Westen niemand ahnte: Im Kreml gab es keinen politischen Kurswechsel.

Bibliografische Angabe

Susanne Schattenberg: Leonid Breschnew. Staatsmann und Schauspieler im Schatten Stalins. Eine Biographie, Köln: Böhlau Verlag, 1. Auflage Oktober 2017.